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VIVA Deutschland – Wikipedia

VIVA Deutschland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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VIVA ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen finden sich unter Viva.
VIVA Deutschland
Senderlogo
VIVA-Logo
Allgemeine Informationen
Empfang: Antenne (DVB-T), Kabel (analog, DVB-C), Satellit (DVB-S), IPTV
Länder: DeutschlandDeutschland Deutschland
OsterreichĂ–sterreich Ă–sterreich
PolenPolen Polen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
IrlandIrland Irland
UngarnUngarn Ungarn
EigentĂĽmer: Viacom
Auflösung: 576i (SDTV)
1080i (HDTV)
Geschäftsführer: Daniel Ligtvoet,
Marco de Ruiter[1]
Sendebeginn: 1. Dezember 1993
Programmtyp: Spartenprogramm
Liste von Fernsehsendern

VIVA ist ein deutscher Fernsehsender mit Sitz in Berlin, der heute hauptsächlich Shows, Doku-Soaps, Star-Magazine und Musikvideos sendet. Laut Eigendarstellung ist der Sender ein „Jugend- und Musiksender für Pop und Fun“. VIVA ging am 1. Dezember 1993 als zweiter Musiksender Deutschlands, in den angemieteten Räumen von Bertelsmann's VOX Studios in Köln-Ossendorf, in Konkurrenz zu MTV Europe auf Sendung. Ursprünglich wurde VIVA vom Medienriesen Time Warner gestartet um die deutschen Geschäfte seiner Firma Warner Music anzukurbeln. Bertelsmann Music Group (BMG) wies eine Einladung an VIVA teilzunehmen zurück, aus Sorge vor möglichen Repressalien seitens MTV und der fehlenden Überzeugung, dass ein deutschsprachiger Musiksender sich gegen MTV durchsetzen kann. Time Warner Führungskräfte Tom McGrath und Peter Bogner ließen sich jedoch davon nicht irritieren und gründeten zusammen mit ihren Branchenkollegen Sony Television, Polygram Records and EMI Music, sowie den Produzenten Rudi Dolezal und Hannes Rossacher, den Gründern der TV-Produktionsfirma Me, Myself & Eye (MME) Christoph Post, Jörg A. Hoppe und Marcus O. Rosenmüller, und dem Medienanwalt Helge Sasse, die Viva Medien GmbH.[2][3] Als einer der ersten VJ's agierten die damals noch unbekannten Moderatoren Stefan Raab und Heike Makatsch, die nach ihrer Zeit bei VIVA zu erfolgreichen Film und Fernsehpersönlichkeiten in Deutschland aufstiegen. Seit 2005 sind alle VIVA-Sender in Europa im Besitz des amerikanischen Medienkonzerns Viacom.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

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VIVA sollte von Anfang an eine Art Gegenpol zu MTV sein, das vornehmlich Videos englischsprachiger Künstler zeigte. Im Rahmen der Musikmesse Popkomm wurde die Musikförderungsgesellschaft MusikKomm GmbH gegründet. Grundidee war unter anderem die „Musikwirtschafts-Strukturförderung“, aus der sich schnell die Idee eines deutschen Musiksenders entwickelte. 1992 wurde unter Vorsitz des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden von VIVA, Dieter Gorny, eine Vorbereitungs-GmbH gegründet, die ein Programmschema entwickeln sollte. Der Projektname des Senders war Videoverwertungsanstalt, abgekürzt VIVA. Obwohl der Name wegen einer gleichnamigen Sendung auf RTL und einer Frauenzeitschrift, die beide gefloppt waren, kein gutes Image hatte, blieb er.

Logo des geplanten Radiosenders VIVAradio. Er sollte in Kooperation mit Radio NRW entstehen.

Am 1. Dezember 1993 nahm VIVA den Sendebetrieb auf. Das erste gespielte Musikvideo war Zu geil fĂĽr diese Welt von den Fantastischen Vier. Das Profil des Senders wurde maĂźgeblich von Rudi Dolezal und Hannes Rossacher (DoRo Produktion) definiert. Von Anfang an wurde auf ein deutschsprachiges Sendekonzept Wert gelegt, wodurch 1994 zum ersten Mal (laut eigenen Angaben) die MarktfĂĽhrerschaft errungen werden konnte. Nach dem Wiedereintritt von MTV in das Free-TV verlor VIVA zwischenzeitlich die Oberhand. Ab Mitte 2004 lag VIVA bei den Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe aber wieder leicht in FĂĽhrung.

Seit 1995 vergibt der Sender den Musikpreis Comet. Im gleichen Jahr wurde zum 21. März der Ableger VIVA Zwei ins Leben gerufen, der lange defizitär betrieben wurde. Das Hauptaugenmerk von VIVA Zwei lag auf einem alternativeren Musikstil, vornehmlich Rock. Im Zuge der Konsolidierung auf dem Markt wurde VIVA Zwei am 1. Januar 2002 in VIVA Plus umbenannt und auf einen ertragreicheren Weg zurückgeführt. Dazu gehörte auch die Rückführung des musikalischen Stils in Richtung Popmusik.

Ab dem Jahr 2000 setzte VIVA mit seinem Konzept stark auf europäische Expansion mit Tochtersendern in der Schweiz, Österreich und Polen. Dazu kamen diverse Beteiligungen an anderen Sendern.

2003 geriet VIVA in die Kritik, als bekannt wurde, dass bei der Rotation der Musikvideos heimlich Plätze für die Plattenfirma Universal reserviert wurden, die dadurch ihre Titel besser positionieren wollte.

VIVA-Logo bis zum 31. Dezember 2010

2004 wurde VIVA von dem amerikanischen Medienkonzern Viacom übernommen, zu dem auch die internationale MTV Group gehört.

Im Jahre 2005 wurde der Sender von der zuständigen Landesmedienanstalt verwarnt, da anstatt den maximal erlaubten 12 Minuten Werbung pro Stunde mehr als 18 Minuten lang Werbung gezeigt wurde.

2007 wurde der Sendebetrieb von VIVA Plus eingestellt und in Comedy Central umgestaltet. Das Hauptformat von VIVA Plus, Get the Clip, wurde auf VIVA übertragen und wird seit dem 15. Januar 2007 täglich mehrmals ausgestrahlt. Außerdem gibt es Spezialausgaben des Programms. Ein Teil der Call-in-Sendungen, die auf VIVA Plus ausgestrahlt wurden, werden ebenfalls auf VIVA ausgestrahlt.

Seit dem 1. Januar 2011 ist VIVA mit einem neuen Senderauftritt, neuen Senderlogo und neuem Design zu sehen. Dies hängt damit zusammen, dass der Schwestersender MTV nur noch via Pay-TV zu empfangen ist und einige MTV-Formate nun – meist als Wiederholungen – bei VIVA zu sehen sind.

VIVA-HD-Logo

Seit dem 22. März 2011 sendet VIVA ausschließlich im 16:9-Format. Alle 4:3-Sendungen werden gestreckt, um den Schwarzanteil an den Seitenrändern einzudämmen, sowie die Positionierung der Logos nicht ändern zu müssen. Musikvideos werden zum Teil in 16:9, hochskaliert in 16:9 oder 4:3 ausgestrahlt.

Seit dem 16. Mai 2011 gibt es VIVA HD Germany als HD-Simulcast-Version im IPTV-Angebot Telekom Entertain.[4]

Seit dem 23. Mai 2011 sendet VIVA über Satellit-Signal in voller PAL-Auflösung.

Am 1. Januar 2012 beendete der Sender seine analoge Ausstrahlung via Astra 19,2° Ost Satellit.[5]

[Bearbeiten] VIVA International

Neben VIVA in Deutschland betreibt MTV Networks Europe weitere Sender unter dem Namen VIVA in Polen (Start 1. Juni 2000 als VIVApolska!), Ungarn (Start Februar 2001 als VIVA+, davor Z+), in der Schweiz (Start 6. September 2000 als VIVA Swizz, davor Swizz), in Österreich (Seit 1. Juni 2006, vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2003 als VIVAaustria) und im Vereinigten Königreich und Irland (Start 26. Oktober 2009 als VIVA UK & Irland). Bis zum 30. November 2006 wurde außerdem in den Niederlanden den Sender The Box betrieben. 2001 und 2002 gab es ebenfalls für Italien VIVAitaly (in Zusammenarbeit mit RETE A). Darüber hinaus wurden für Litauen (LTV) und China jeweils eine wöchentliche Sendung unter dem Namen VIVA-Show produziert. Im Juni 2006 startete erneut ein VIVA-Programmfenster für Österreich, welches sich die Frequenz mit Nick Österreich teilte. Seit 1. Januar 2011 sendet VIVA Austria 24 Stunden am Tag. Am 16. Mai 2011 wurde die Schweizer Variante durch Comedy Central ersetzt.

Die VIVA-Logos im internationalen Vergleich:

[Bearbeiten] Aktuelle Sendungen

[Bearbeiten] Moderatoren

Aktuelle Moderatoren der VIVA-Sendungen
VJ bei VIVA Sendung(en)
Collien Ulmen-Fernandes seit 2003 Neu
Jan Köppen seit 2006 VIVA Top 100; Neu
Palina Rojinski seit 2011 VIVA Top 100; Neu
Romina Becks seit 2011 VIVA Top 100
Aktuelle Moderatoren der MTV-Sendungen
Moderator bei VIVA Sendung(en)
Daniel Budiman seit 2011 Game One
Simon Krätschmer seit 2011 Game One
Nils Bomhoff seit 2011 Game One
Etienne Gardé seit 2011 Game One
Ehemalige Moderatoren
VJ bei VIVA Sendung(en) VJ bei VIVA Sendung(en)
Mola Adebisi 1993–2004 Interaktiv; VIVA Top 100; Club R’n’B Bibiana Ballbè Serra 2001–2003 Planet VIVA; Chartsurfer; Was geht ab?; Ritmo; Inside
Aleksandra Bechtel 1993–1999 Was geht ab?; Interaktiv Nils Bokelberg 1993–1998 Was geht ab?
Ricky Breitengraser 2000 Interaktiv Spezial Sabine Christ 1994–1999 Hausfrau
Rocco Clein †
(Stefan Bickerich)
1993–2001 Neuigkeiten Phil Daub 1994–2001 Metalla; Planet VIVA
Daisy Dee
(Daisy Rollocks)
1996–2003 Club Rotation Dance Charts; Ritmo Isabel Dziobek 1993–1996 Freunde der Nacht als „VIVA TWINS“
Natalie Dziobek 1993–1996 Freunde der Nacht als „VIVA TWINS“ Mate Galić 1994–1997 Hausfrau; VIVA Trance
Daniel Hartwig 1998–1999 Interaktiv Klaas Heufer-Umlauf 2004–2009 Klaas’ Wochenshow; VIVA Live!; Retro Charts; NEU; Interaktiv; VIVA News
Gülcan Kamps 2003–2010 Interaktiv; 17; VIVA News; NEU; Shibuya; VIVA Live!; VIVA Top 100 Markus Kavka 1997 Metalla
Johanna Klum 2005–2012 VIVA Top 20; VIVA Top 100; Retro Charts; VIVA Live!; NEU; 17; Jung, sexy, sucht! Lukas Koch 2001–2002 Voll VIVA; Was geht ab?; Chartsurfer; Neu bei VIVA
Sebastian König 2006–2009 Ringtone Charts; Straßencharts; Mixery Massive Music; NEU; VIVA Top 20; Special Charts; VIVA Live! Joel Korenzecher 1999 World of Bits
Steffi Krause 1999–2000 VIVA Wecker Ralph Michael Krieger 1993–1994 Jam; Metalla; Neu bei VIVA
Nadine Krüger 1997–1999 Film ab; Interaktiv; Jam Sarah Kuttner 2001–2005 Interaktiv; Sarah Kuttner – Die Show; Albumcharts
Frank Lämmermann 1998–1999 Lämmermann Live Liza Li 2007–2008 Straßencharts; VIVA Top 20; VIVA Top 100
Milka Loff Fernandes 1999–2004 Inside; Interaktiv; Was geht ab?; Face it! Heike Makatsch 1993–1997 Interaktiv; Heikes Hausbesuche
MC Rene
(René El Khazraje)
1999–2002 Mixery Raw Deluxe Nova Meierhenrich 2000–2001 Inside
Enie van de Meiklokjes
(Doreen Grochowski)
1996–2000 Chartsurfer; Was geht ab?; Neu bei VIVA Markus Meske 2002 Neuigkeiten
Matthias Opdenhövel 1993–1997 Interaktiv; Neuigkeiten Nela Panghy-Lee 2004–2005 Club Rotation Dance Charts; Neu bei VIVA
Minh-Khai Phan-Thi 1995–1998 Interaktiv; Minh-Khai & Friends Oliver Pocher 1999–2005 Alles Pocher; Interaktiv; Trash Top 100; Was geht ab?; Planet VIVA; Chartsurfer
Stefan Raab 1993–1998 Ma’ kuck’n; Vivasion Janin Reinhardt 2001–2005 Film ab; Inside; Interaktiv; 17
René le Riche 1994–1996 Neuigkeiten; Jam Tyron Ricketts 1996–2000 Word Cup
Charlotte Roche 1998–2005 Fast Forward Niels Ruf 1998–2001 Kamikaze
Falk „Hawkeye“ Schacht 2001–2004 Supreme; Mixery Raw Deluxe Tobias Schlegl 1995–2004 Interaktiv; Kewl; Schlegl; Das jüngste Gericht
Jessica Schwarz 2000–2003 Film ab; Interaktiv Axel Terporten 1993–1997 Neuigkeiten
Martin Tietjen 2006 Ringtone Charts Shirin Valentine 1995–1999 VIVA Wecker
Nadine Vasta 2009–2011 VASTA; VIVA Live!; VIVA Top 100; NEU Jessica Wahls 2003–2005 17; Interaktiv; Your Stars for X-Mas
Annemarie Warnkross 2004–2005 Ringtone Charts; Club Rotation Dance Charts

[Bearbeiten] Meistgespielte Videos

In einer Ausgabe der sendereigenen Sendung Retro Charts im April 2007 gab man die meistgespielten Musikvideos der Jahre 1998–2002 bekannt.

Jahr Interpret Titel
1998 Liquido Narcotic
1999 Eiffel 65 Blue (Da Ba Dee)
2000 Anastacia I’m Outta Love
2001 Safri Duo Played-A-Live (The Bongo Song)
2002 Shakira Whenever, Wherever

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.viva.tv/Home/Footer/id/25959/viva/Impressum
  2. ↑ Hans-JĂĽrgen Jakobs: Der V-Faktor. 10 January 2005. Abgerufen am 26 April 2012. 
  3. ↑ Mediencity: Eine kleine Geschichte des Musiksenders Viva
  4. ↑ MTV, Viva, Nickelodeon/Comedy Central auch in HD
  5. ↑ Deutschland wird digital und Viva macht mit!

[Bearbeiten] Weblinks

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geburtstagsgeschenk-online.de