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Pixel – Wikipedia

Pixel

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Dieser Artikel behandelt das Pixel als Bildelement, Pixel ist auch ein Ortsteil der Gemeinde Herzebrock-Clarholz.

Mit Pixel, Bildpunkt, Bildzelle oder Bildelement (selten Pel) werden die einzelnen Farbwerte einer digitalen Rastergrafik bezeichnet sowie die zur Erfassung oder Darstellung eines Farbwerts nötigen FlĂ€chenelemente bei einem Bildsensor beziehungsweise Bildschirm mit Rasteransteuerung. „Pixel“ (Nominativ Singular: das Pixel; Genitiv: des Pixels; Plural: die Pixel) ist ein Kunstwort aus der AbkĂŒrzung der englischen Wörter pictures (umgangssprachlich verkĂŒrzt „pix“) und element und wird oft mit px abgekĂŒrzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Pixel der Rastergrafik

Eine Rastergrafik, die auf unterschiedliche Arten vergrĂ¶ĂŸert wurde. Ein Pixel muss in der VergrĂ¶ĂŸerung nicht notwendigerweise als Quadrat erscheinen.

Die Pixel einer Rastergrafik sind rasterförmig angeordnete Punkte, denen eine Farbe zugeordnet ist.

[Bearbeiten] Pixel als diskrete Abtastwerte

Oft werden Pixel als rechteckig oder quadratisch betrachtet. Dies ist jedoch eine im Allgemeinen unangemessene Modellvorstellung. Im Sinne der digitalen Signalverarbeitung ist ein Pixel ein diskreter Abtastwert; ĂŒber andere Punkte als die Pixel lassen sich keine Aussagen treffen. Deutlich wird dies bei der VergrĂ¶ĂŸerung von Rastergrafiken: das Erscheinungsbild variiert je nach gewĂ€hlter Skalierungsmethode, und die Pixel der Ausgangsbildes erscheinen in der VergrĂ¶ĂŸerung nicht zwangslĂ€ufig als Quadrate (siehe Bild rechts). Ein vergleichbarer Fehler wĂ€re es, die Abtastwerte eines digitalen Audiosignals als ĂŒber ein bestimmtes Zeitintervall gleichbleibende Werte zu interpretieren, weil das Signal vom Audioeditor in der VergrĂ¶ĂŸerung treppenartig dargestellt wird.

Die Modellvorstellung eines quadratischen Pixels ist unangemessen, weil sie die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Umwandlung von Bildinhalten zu Rastergrafiken vernachlĂ€ssigt. In der Computergrafik, bei der kĂŒnstliche Bilder erzeugt werden, können die gewĂŒnschten Bildinhalte als Vektorgrafik, 3D-Szenenbeschreibung oder eine andere Art der Bildbeschreibung vorliegen. Diese Bildbeschreibung definiert ein kontinuierliches Signal, das in eine Rastergrafik umgewandelt (gerastert oder gerendert) werden muss, indem die Bildinhalte abgetastet werden. Der verwendete Rekonstruktionsfilter bestimmt, wie die Farben der ursprĂŒnglichen Bildbeschreibung in der NĂ€he eines Pixels gewichtet werden und in die Pixelfarbe einfließen. Bei einem bilderfassenden System, das ein natĂŒrliches Bildsignal auf einer optischen Bildebene oder -zeile digitalisiert, bestimmt sich der entsprechende theoretische „Rekonstruktionsfilter“ (die Punktspreizfunktion) durch die optischen und elektronischen Elemente des Systems.

Es ist zwar möglich, Pixel als Quadrate zu betrachten, dies ist jedoch allenfalls dann sinnvoll, wenn als Rekonstruktionsfilter ein Box-Filter gewĂ€hlt wurde, denn hier wĂŒrde der Farbwert eines Pixels dem Mittelwert aller FarbbeitrĂ€ge innerhalb des Quadrates entsprechen. FĂŒr die nachfolgende Bildbearbeitung muss jedoch im Allgemeinen das resultierende Pixel als diskreter Abtastwert betrachtet werden. Wenn von „einem Pixel Breite“ die Rede ist, dann ist damit tatsĂ€chlich der Abstand zwischen zwei benachbarten Pixeln gemeint; der „Mittelpunkt“ eines Pixels bezeichnet in Wirklichkeit das Pixel selbst. Mit Formulierungen wie „Überdeckung eines halben Pixels“ ist die Überdeckung der Bildinhalte durch den verwendeten Rekonstruktionsfilter gemeint.

[Bearbeiten] Pixelwerte

Die im Pixel verwendete Kodierung der Farbe definiert sich unter anderem ĂŒber den Farbraum und die Farbtiefe. Der einfachste Fall ist ein BinĂ€rbild, bei dem ein Pixel einen Schwarz/Weiß-Wert speichert.

Neben Farbinformationen können Rastergrafiken auch einen sogenannten Alphakanal enthalten, der Transparenzinformationen enthÀlt. Die Speicherung beliebiger weiterer Informationen ist denkbar; das genaue Format ist vom verwendeten Grafikformat abhÀngig. Nur bei der Ausgabe auf dem Bildschirm muss ein bestimmtes Format beachtet werden, das vom Framebuffer der Grafikkarte vorgegeben ist.

[Bearbeiten] Probleme

Sowohl die Bildauflösung (und damit die örtliche Abtastrate) als auch die GrĂ¶ĂŸe der im Pixel gespeicherten Informationen (etwa die Farbtiefe) ist in der Praxis begrenzt, weshalb ein Pixel nur eine AnnĂ€herung der Wirklichkeit darstellen kann.

Die Begrenztheit der örtlichen Abtastrate fĂŒhrt dazu, dass Bildinformationen verloren gehen. GemĂ€ĂŸ dem Nyquist-Shannon-Abtasttheorem kann es bei bestimmten Bildinhalten und zu geringer Abtastrate oder Auflösung zu Alias-Effekten oder dem Treppeneffekt („pixelige“ Darstellung) kommen. Diesen Effekten kann durch Antialiasing entgegengewirkt werden; das Antialiasing in der Computergrafik bedient sich dazu unterschiedlicher Methoden. Das Antialiasing optischer Signale kann durch einen Tiefpass erfolgen, kombiniert mit einer Aperturkorrektur.

Das Verkleinern, VergrĂ¶ĂŸern oder Drehen einer Rastergrafik kann zu unscharfen oder fehlerhaft wirkenden Bildern fĂŒhren.

[Bearbeiten] Pixel in Bildsensoren und Bildschirmen

DemoPixel.svg Der weiße Punkt in der Mitte des schwarzen Quadrats ist ein Pixel.
Pixelgeometrie eines gĂ€ngigen LCD-Fernsehbildschirms an einer weißen Stelle. Ein quadratischer Bildpunkt besteht aus rechteckigen Subpixeln.
PenTile-RGBG-Pixelgeometrie beim OLED-Bildschirm eines Mobiltelefons

Die Pixel eines Bildsensors oder Bildschirms bestehen ĂŒblicherweise aus FlĂ€chen jeweils einer Grundfarbe (Rot, GrĂŒn und Blau). Bei FlĂŒssigkristall- (LCD)-Bildschirmen wird jedes sichtbare Bildelement mit einem Farbwert angesteuert. Die fĂŒr die Grundfarben des Pixels zustĂ€ndigen FlĂ€chen, Subpixel genannt, sind oftmals aneinander anliegend angeordnet. Die im Vergleich zum Pixel feinere Subpixelstruktur kann dazu genutzt werden, um die horizontale Auflösung bei der Rasterung zu erhöhen (Subpixel-Rendering). Ferner sind auch dreiecksförmige, unregelmĂ€ĂŸig große, alternierend angeordnete oder zusĂ€tzliche weiße Subpixel möglich, zum Beispiel bei den PenTile-Pixelgeometrien von Samsung. Bei manchen, besonders Ă€lteren Flachbildschirmen können herstellungsbedingt so genannte Pixelfehler auftreten.

Röhrenbildschirme projizieren das Bildsignal mittels Elektronenstrahlen auf eine Leuchtstoffmatrix mit festgelegter Auflösung. Die vor der Leuchtstoffschicht montierte Schlitz-, Streifen- oder Lochmaske garantiert zwar, dass nur die zu den jeweiligen Elektronenstrahlen gehörenden Grundfarben angeregt werden. Wegen des relativ breiten und angenĂ€hert normalverteilten IntensitĂ€tsprofils der Elektronenstrahlen sowie Verzeichnung und Streulicht stimmen die Bildpunkte der Leuchtstoffmatrix jedoch nicht genau mit den zu erwartenden Pixeln ĂŒberein, selbst wenn die ausgegebene Auflösung der physischen Auflösung des Röhrenbildschirms entspricht.[1]

Die physische GrĂ¶ĂŸe eines Pixels hĂ€ngt vom GerĂ€t ab. Die Pixeldichte eines Bildschirms oder Scanners wird in pixel per inch (ppi) bzw. dots per inch (dpi) angegeben. HandelsĂŒbliche Computerbildschirme erreichen eine Pixeldichte von ungefĂ€hr 100 ppi, entsprechend 0,3 Millimeter pro Pixel. Bei Fernsehern ist die Pixeldichte meist niedriger und bei neueren Smartphones um ein Vielfaches höher, wĂ€hrend Scanner und Digitalkameras mehrere Tausend ppi erreichen können. Die Anzahl der in Bildsensoren maximal verwendbaren Pixel wird oft in Megapixel angegeben, wobei aber meist nur die Farbpunkte eines Bayer-Sensors gemeint sind und nicht die Bildpunkte. Das SeitenverhĂ€ltnis eines Pixels auf dem Bildschirm (englisch pixel aspect ratio) muss nicht zwingend 1 sein; die meisten SDTV-Videonormen schreiben unregelmĂ€ĂŸige Pixel-SeitenverhĂ€ltnisse vor. Die PixelgrĂ¶ĂŸe sowie der Pixelabstand im VerhĂ€ltnis zur Bildauflösung haben entscheidenden Einfluss auf die Lesbarkeit und Erkennbarkeit von Texten und Grafiken auf Computermonitoren und Fernsehern.

[Bearbeiten] Begriffsgeschichte und verwandte Begriffe

Die Bezeichnung „Bildpunkt“ im Sinne einer kleinen Anzeigeeinheit eines GerĂ€tes wurde zuerst 1884 in Paul Nipkows Patentschrift fĂŒr sein Elektrisches Teleskop verwendet, allerdings war der Begriff bereits vorher in der Optik ĂŒblich.

Die Bezeichnung „picture element“ wurde ab 1911 in diversen US-amerikanischen Patentschriften verwendet.[2] Als in den 1950er und 1960er Jahren das Einscannen, die Bearbeitung und die Anzeige von Bildern mittels Computern möglich wurde, verwendete die Fachliteratur meist andere Begriffe wie „resolution element“, „spot“, „sample“, „raster point“ oder „matrix element“.

Die Ă€ltesten bekannten Dokumente, in denen der Begriff „Pixel“ vorkommt, sind Fred C. Billingsleys 1965 veröffentlichte Artikel Digital Video Processing at JPL und Processing Ranger and Mariner Photography in den Proceedings Vol. 0003 bzw. 0010 der SPIE. Die weniger gebrĂ€uchliche Bezeichnung Pel wurde von William F. Schreiber als Teil seines Artikels Picture Coding in den IEEE-Proceedings Vol. 55 im MĂ€rz 1967 veröffentlicht.

Der Begriff „Pixel“ wird auch in Bezeichnungen fĂŒr bestimmte Anwendungen von Rastergrafiken verwendet, etwa Pixelfonts, Pixel-Art und Pixel-Banner. Von „Pixel“ abgeleitet ist der Begriff Voxel, der unter anderem das dreidimensionale Äquivalent eines Pixels bezeichnet, sowie der in der Bildsynthese verwendete Begriff Texel fĂŒr Pixel einer Textur.

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Becker: Pixelsalat: von Bildschirmauflösungen, ZeichengrĂ¶ĂŸen und Lesbarkeit. Computer-Fachwissen 3/2005: 4–10, ISSN 1430-0400 (PDF, 340 KB)
  • James Blinn: What is a Pixel? IEEE Computer Graphics and Applications 25, 5 (Sep./Oct. 2005): 82–87, ISSN 0272-1716, doi:10.1109/MCG.2005.119
  • Richard Lyon: A Brief History of ‘Pixel’. In Digital Photography II, S. 1–15. SPIE, Bellingham 2006, ISBN 0-8194-6109-1 (PDF, 1,4 MB)
  • Alvy Ray Smith: A Pixel Is Not A Little Square, A Pixel Is Not A Little Square, A Pixel Is Not A Little Square! (And a Voxel is Not a Little Cube). Microsoft Technical Memo 6, 1995 (PDF, 80 KB)

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Pixel â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Kenneth Compton: Image Performance in CRT Displays, S. 47. SPIE Press, Bellingham (WA) 2003, ISBN 0-8194-4144-9
  2. ↑ Siehe etwa US-Patent 1175313: „Transmission of Pictures of Moving Objects“ (Eintrag bei Google Patents)

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