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Peripheral Component Interconnect – Wikipedia

Peripheral Component Interconnect

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Ein PCI-Steckplatz (32 Bit)
64-Bit-PCI 2.0-SteckplÀtze.

Peripheral Component Interconnect, meist PCI abgekĂŒrzt, ist ein Bus-Standard zur Verbindung von PeripheriegerĂ€ten mit dem Chipsatz eines Prozessors.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Übersicht

Es gibt verschiedene Varianten und Einsatzgebiete des Standards (PC, Industrie, Telekommunikation). Die bekannteste Variante kommt hauptsĂ€chlich im PC-Umfeld zum Einsatz und heißt offiziell PCI Conventional. Praktisch jeder seit ca. 1994 gebaute IBM-PC-kompatible Computer ist mit meist zwei bis sieben SteckplĂ€tzen fĂŒr PCI-Karten ausgerĂŒstet (ausgenommen Miniatur- und mobile Versionen). Auch neuere Computer von Apple (von 1995 bis 2005, spĂ€ter dann PCI Express) und Workstations von Sun besitzen einen PCI-Bus. In die SteckplĂ€tze kann eine große Anzahl verschiedener Karten diverser Hersteller eingesetzt werden, unter anderem Netzwerkkarten, Modems, Soundkarten und (Ă€ltere oder Zweit-) Grafikkarten. Damit kann ein PC leicht an spezielle BedĂŒrfnisse angepasst werden.

PCI-Netzwerkkarte
unten: die Kontakte fĂŒr den Erweiterungsslot direkt auf der Leiterkarte, links: das genormte Blech mit der Anschlussbuchse.
Ethernetkarte (NIC) fĂŒr den PCI-X-Slot.
PCI-E- und PCI-SteckplÀtze auf einem Motherboard, von oben: PCI-E-4x, -16x, -1x, -16x und PCI

Version 1.0 des Standards wurde von Intel im Jahre 1991 definiert. Intel unterstĂŒtzte den VESA Local Bus (VLB) nicht, da dieser speziell auf die 486-Architektur zugeschnitten war und weniger Durchsatz bot. Im Gegensatz dazu kann der PCI-Bus in jeder Architektur eingesetzt werden.

Mittlerweile existieren drei verschiedene Standards:

  • konventioneller PCI
    • PCI 1.0, vorgeschlagen von Intel 1991
    • PCI 2.0, eingefĂŒhrt von PCI-SIG 1993
    • PCI 2.1, beschlossen im Juni 1995
    • PCI 2.2, beschlossen im Januar 1999
    • PCI 2.3, beschlossen im MĂ€rz 2002
    • PCI 3.0, beschlossen im April 2004
  • PCI-Extended (PCI-X)
    • PCI-X 1.0, beschlossen im September 1999
    • PCI-X 2.0, beschlossen im Juli 2002
  • PCI Express (PCIe oder PCI-E)
    • ursprĂŒnglich bekannt als 3GIO
    • PCI Express 1.0, beschlossen Juli 2002
    • PCI Express 1.1
    • PCI Express 2.0
    • PCI Express 2.1
    • PCI Express 3.0

Der PCI-Bus hat den ISA-Bus und den kurzlebigen VL-Bus, wie man sie in Ă€lteren PCs findet, ersetzt. Eine PCI-ISA-Bridge erlaubt jedoch die Anbindung des ISA-Busses an den PCI-Bus. Auf Systemen der Pentium-Generation und neuer, ist das die einzige Möglichkeit, ISA-Karten anzubinden, da es sich beim ISA-Bus um den nach außen gelegten Systembus des Ur-PCs handelt. Der PCI-Bus erfĂŒllte die Anforderungen fĂŒr Grafik-, Netzwerk- und andere Schnittstellenkarten ĂŒber lĂ€ngere Zeit.

Allerdings war er nach einiger Zeit nicht mehr schnell genug fĂŒr die damals aufkommenden Grafikkarten mit 3D-Beschleunigung. 1997 etablierte man daher ein zusĂ€tzliches Bus-System, den Accelerated Graphics Port (AGP). Dieser baut ebenfalls auf dem PCI-Bus auf, ist jedoch als Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit ergĂ€nzenden SeitenkanĂ€len ausgefĂŒhrt und wurde mittlerweile bis zum 8-fachen seiner ursprĂŒnglichen Übertragungsrate weiter entwickelt. FĂŒr so gut wie alle anderen Steckkartentypen blieb PCI dagegen bis heute Standard, wird aber seit 2005 schrittweise durch PCI Express ersetzt (siehe unten). Aktuell ist die Industrie bemĂŒht, PCI Express 2.1 auf den Markt zu bringen und publik zu machen, der durch Highendgrafikkarten wie die HD5970 erforderlich ist, um die Bandbreite auch ausnutzen zu können.

Anders als der ISA-Bus ermöglicht PCI die dynamische Konfiguration eines GerĂ€tes ohne Eingriff des Benutzers. WĂ€hrend des Bootvorgangs analysiert das System-BIOS die vorhandenen PCI-GerĂ€te und weist die benötigten Ressourcen zu. Das erlaubt die Zuweisung von IRQs, Portadressen und Speicherbereichen entsprechend den lokalen Gegebenheiten. Bei ISA-Karten musste man hĂ€ufig den zu verwendenden IRQ etc. per SteckbrĂŒcke manuell einstellen. ZusĂ€tzlich stellt der PCI-Bus dem Betriebssystem und anderen Programmen eine detaillierte Beschreibung aller verbundenen PCI-GerĂ€te durch den PCI Configuration Space zur VerfĂŒgung.

Die PCI-Spezifikation regelt auch die physische Auslegung des Busses (u.a. den Abstand der Leiterbahnen zueinander), elektrische Eigenschaften, Timing und Protokolle. Die GerĂ€te oder Schnittstellen mĂŒssen nicht unbedingt auf Steckkarten untergebracht werden, sondern können sich auch direkt auf der Hauptplatine des Computers befinden, die Spezifikation spricht hier von planar devices.

[Bearbeiten] Allgemeine PCI-Bus-Spezifikationen

Port: CF8h, CF9h, CFAh, CFBh (32 Bit)
Bits Anz.
Bits
Bereich Beschreibung
0..1 2 0..3 Auswahl der Übertragung:
00 = Configuration PCI-BrĂŒcke
01 = Configuration PCI-Einheit
2..7 5 0..31 Auswahl der Registernummer
8..10 3 0..7 Auswahl der PCI Funktion (Registergruppe)
11..15 5 0..31 Adresse der PCI-Einheit, des PCI-Ports;   unbenutzt fĂŒr Übertragung 00  
16..23 8 0..255 Busnummer;   unbenutzt fĂŒr Übertragung 00  
24..31 8 0..255 Beschreibung
0..31 32 2^32 Lesen / Schreiben der Daten des ausgewÀhlten Registers


Der PCI-Bus ist ein synchroner Bus mit 33,33 MHz (= 30 ns pro Takt) oder nach der 2.1-Spezifikation 66,66 MHz Taktrate, also 15 ns pro Takt. Diese Werte sind Maximalwerte, nach der Spezifikation kann der Takt auch niedriger und zudem variabel sein, beispielsweise zum Stromsparen. Deshalb hat der Bus eine Taktleitung. Alle Signale werden nur bei steigender Taktflanke ĂŒbertragen (Single Data Rate). Die Signale können ĂŒber CMOS-Treiber angesteuert werden, daher ist der gesamte Stromverbrauch relativ gering. Der Bus kann mit bis zu 10 GerĂ€ten bestĂŒckt werden, wobei zwischen Master (Kontrolleur der Übertragung) und Slave (muss vielleicht auf Daten (oder Befehle) warten) unterschieden wird. Ein Master kann bei Bedarf selbst die Kontrolle ĂŒber AblĂ€ufe auf dem Bus ĂŒbernehmen, was vor allem fĂŒr Karten mit hohem IO-Aufkommen, wie etwa Netzwerkkarten oder Festplatten-Controller, vorteilhaft ist. Als GerĂ€te zĂ€hlen auch auf der Hauptplatine untergebrachte GerĂ€te, die Verbindung zum Host (PCI/Host-Schnittstelle) oder zu einem eventuell vorhandenen ISA-Bus (PCI/ISA-Schnittstelle) aufnehmen. FĂŒr mehr als 10 PCI-GerĂ€te pro System können ĂŒber PCI/PCI-Schnittstellen (PCI-PCI-Bridge) weitere PCI-Busse in das System eingebunden werden. Die DatenĂŒbertragung lĂ€uft parallel ab.

Auf dem PCI-Bus kommuniziert immer ein Master mit einem Slave. Die meisten PCI-GerĂ€te können sowohl als Slave angesprochen werden als auch als Master Transaktionen starten. Über einen Arbiter wird ein Master ausgewĂ€hlt, der dann die Kontrolle ĂŒber den Bus hat. Er beginnt einen Transfer, indem er eine Adresse an die 32 Daten/Adressleitungen und ein Kommando an 4 Kommando/Byte-Leitungen anlegt. Die Daten und Adressen werden ĂŒber dieselben Leitungen ĂŒbertragen und per Zeitmultiplexverfahren voneinander getrennt. Eine zusĂ€tzliche ParitĂ€tsleitung erlaubt das Erkennen von Fehlern.

CPU und Arbeitsspeicher sind ĂŒber eine sogenannte Host-Bridge mit dem Bus verbunden. Die meisten Transaktionen auf dem Bus finden zwischen dieser Bridge und den restlichen PeripheriegerĂ€ten statt. Theoretisch können PeripheriegerĂ€te auch untereinander kommunizieren, diese Möglichkeit wird jedoch nur sehr selten genutzt. Da masterfĂ€hige PeripheriegerĂ€te die Hostbridge als Slave ansprechen können, sind sie in der Lage, direkt in den Arbeitsspeicher zu schreiben und aus ihm zu lesen – das entspricht Direct Memory Access (DMA).

Jedem Slave werden beim Systemstart vom BIOS Adressbereiche zugeteilt. Über Herstellercodes können Karten nach dem Hochfahren eindeutig identifiziert werden. Über die Datenleitungen werden dann Daten ĂŒbertragen, wobei die Kommando/Byte-Leitungen zur Auswahl der Bytes im 32-Bit-Wort dienen können. Dadurch sind neben 32-Bit- auch 16- und 8-Bit-Transfers möglich.

In der am weitesten verbreiteten PCI-Variante mit 32bit/33MHz können in jedem Takt maximal 32 Bit, also 4 Bytes ĂŒbertragen werden, so dass die Transferrate maximal 133 MByte/s betrĂ€gt (4 Bytes in 30 ns). Über Ready-Leitungen kann sowohl der Master als auch der Slave signalisieren, dass sie zur Aufnahme von Daten bereit sind. Falls Master oder Slave nicht bereit sind, werden keine Daten ĂŒbertragen, die Übertragung also verlangsamt.

Normalerweise beendet der Master den Datentransfer. Über ein STOP-Signal kann der Slave ein Übertragungsende erzwingen. Ein anderer Master kann den Bus ĂŒber REQ anfordern, wobei die derzeitige Übertragung nach einer vorgegebenen Latenzzeit beendet werden muss und der neue Master den Bus ĂŒbernehmen kann.

Der PCI-Bus benötigt minimal 47 (Slave) bzw. 49 (Master) Signale auf dem Bus. Ab der Version 2.1 der Spezifikation ist eine 64-Bit-Erweiterung definiert, die den Datenbus auf 64 Bit verbreitert. In einem System können 32-Bit- und 64-Bit-GerÀte koexistieren und miteinander kommunizieren.

Auf dem Bus liegen vier Interruptleitungen, so dass jedes GerĂ€t bis zu vier verschiedene Interrupts (INTA bis INTD) erzeugen kann. Die Interruptleitungen sind auf dem Bus aber nicht verbunden, sondern können einzeln geroutet und zugeordnet werden. Normalerweise wird nur INTA verwendet. Dieser kann jedoch je nach Steckplatz einem eigenen Interrupt zugeordnet werden oder, falls nicht genĂŒgend Interrupts vorhanden sind, zwischen verschiedenen Karten geteilt werden. Die Probleme des ISA-Busses, der oft zu wenig Interrupts zuordnen konnte, sind damit weitgehend Vergangenheit.

Parameter PCI 2.0 PCI 32 bit 2.1 PCI 64 bit 2.1 PCI 2.2 PCI 2.3 PCI 3.0
Max. Busbreite in Bit 32 32 64 64 64 64
Max. Taktrate in MHz 33 66 66 66 66 66
Max. Datenrate‡ in GByte/s 0,133 0,266 0,533 0,533 0,533 0,533
Max. Datenrate‡ in GBit/s 1,066 2,133 4,266 4,266 4,266 4,266
Slots pro Bridge 4 4 2 2 2 2
Spannung in Volt 5 5/3,3† 5/3,3† 5/3,3† 3,3 3,3
Jahr der EinfĂŒhrung 1993 1994 1994 1999 2002 2004

Anmerkungen:

† 2.1 erlaubt 3,3-Volt-Leitungen, 2.2 schreibt sie vor.
‡ Die max. Datenrate ist das Produkt aus max. Taktrate und max. Busbreite. Beispiel: \rm 64\ bit\cdot 66{,}6\ MHz = \frac{64\ bit\cdot 66{,}6\cdot 10^6\ s^{-1}}{8\ bit/Byte}\ = 0{,}53\ GByte/s.)

Der PCI-Bus kann die angeschlossenen GerÀte mit Strom versorgen. Laut Spezifikation betrÀgt die gelieferte Leistung pro Slot maximal 25 Watt. Je nach Spannung wurden unterschiedliche maximale Amperewerte festgelegt.[1]

Spannung 3,3 V ± 0,3 V 5 V ± 5 % 12 V ± 5 % −12V ± 10 %
StromstĂ€rke (pro Anschluss) max. 6 A max. 5 A 500 mA 100 mA

[Bearbeiten] PCI-Bus-Signale

Die Art der Ein- und AusgÀnge lassen sich wie folgt einteilen:

Input in Normaler Eingang
Output out Normaler Ausgang
Tri-State t/s bidirektionaler Tri-State Ausgang
Sustained-Tri-State s/t/s Low-aktiver Ausgang, der nur von einem GerĂ€t getrieben werden darf. Setzt ein GerĂ€t die Leitung auf low, so muss es, um die Leitung wieder freizugeben, die Leitung fĂŒr mindestens einen Takt auf high setzen. FrĂŒhestens nach einem Takt, nachdem die Leitung freigegeben wurde, darf ein anderes GerĂ€t die Leitung nutzen. Ein zentraler Pullup-Widerstand ist notwendig.
Open-Drain o/d Low-aktiver Ausgang, fungiert als ODER-VerknĂŒpfung mit anderen GerĂ€ten.Ein zentraler Pullup ist notwendig.
Signal Art Beschreibung
Systemsignale:
CLK in Dient zur Synchronisation aller Komponenten. Die Taktfrequenz betrĂ€gt 33 MHz oder 66 MHz. Die Minimalfrequenz ist 0 MHz.
RST# in RĂŒcksetzen aller Systemkomponenten.
Adress- und Datensignale:
AD[31..0] t/s gemultiplexte Adress- und Datensignale
C/BE[3..0]# t/s gemultiplexte Befehl- und Byte-Enable-Signale
PAR t/s Gerade ParitĂ€t fĂŒr die Daten- und Adresssignale (AD[31..0] und C/BE[3..0]), welche um einen Takt verzögert ĂŒbertragen wird.
Kontrollsignale:
FRAME# s/t/s Dass eine Übertragung lĂ€uft, zeigt der Master mit FRAME# an. Wird die Übertragung der Daten beendet, nimmt der Master die Leitung zurĂŒck. Eine deaktivierte Leitung bedeutet, dass die Übertragung beendet wird oder beendet ist.
IRDY# s/t/s Der Master zeigt mit Initiator Ready an, dass ein Wort ĂŒbergeben oder ĂŒbernommen werden kann.
TRDY# s/t/s Der Target zeigt mit Target Ready an, dass ein Wort ĂŒbergeben oder ĂŒbernommen werden kann.
STOP# s/t/s Der Target zeigt dem Master an, dass die Übertragung beendet werden soll.
LOCK# s/t/s LOCK schĂŒtzt einen Zugriff auf einen oder mehrere Target wĂ€hrend der Übertragung vor der Benutzung anderer Master.
IDSEL in Auswahl wÀhrend der Konfigurationsphase
DEVSEL# s/t/s Target hat Adresse erkannt
Arbitrierung (nur Master):
REQ# s/t/s Die Absicht eines Masters auf den Bus wird hiermit angezeigt. Dieses Signal ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung von jedem Master zu einem zentralen Arbiter.
GNT# in Erlaubt den Zugriff auf den Bus. Dieses Signal ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung von einem zentralen Arbiter zu jedem Master.
Fehlersignalisierung:
PERR# s/t/s Einen Takt nach PAR zeigt dieses Signal einen Daten-Parity-Fehler (nicht bei einem Special-Cycle-Befehl) an.
SERR# o/d System Error zeigt bei einem Special-Cycle-Befehl einen Daten- oder sonstigen Systemfehler an.
Interrupt-Signale:
INTA# o/d Ein GerÀt mit einer Funktion zeigt einen Interrupt an. Ein GerÀt mit mehr Funktionen zeigt einen Interrupt A an.
INTB# o/d Ein GerÀt mit mehr als einer Funktion zeigt einen Interrupt B an.
INTC# o/d Ein GerÀt mit mehr als einer Funktion zeigt einen Interrupt C an.
INTD# o/d Ein GerÀt mit mehr als einer Funktion zeigt einen Interrupt D an.
Cache Signale (optional, in PCI 2.x als veraltet deklariert):
SBO# inout Snoop Backoff zeigt einen „cache hit“ fĂŒr eine modifizierte Cachezeile an.
SDONE inout Snoop Done zeigt das Ende eines Snoops des aktuellen Zugriffs an.
zusÀtzliche Signale:
PRSNT[1..2]# out Zeigt das Vorhandensein einer Einsteckkarte und deren Energieverbrauch an. Mindestens eines der beiden Signale (also 3 verschiedene Kombinationen fĂŒr 3 verschiedene Verbrauchsklassen) wird auf der Karte mit Masse verbunden und das eventuell andere bleibt offen. Diese Signale sind fĂŒr jeden Slot individuell mit einem System-Chip verbunden und haben alle einen Pullup. Diese Signale sind nur bei Einsteckkarten vorhanden, bei On-Board-Peripherie gibt es diese nicht, da On-Board-Komponenten nicht austauschbar sind und der Stromverbrauch im Vorhinein bekannt ist.
CLKRUN# o/d Kontrolliert die Abschaltung des CLK-Signals zu Stromsparzwecken.
M66EN o/d Dieses Signal, das ursprĂŒnglich ein Massepin war, signalisiert die 66-MHz-FĂ€higkeit eines GerĂ€ts indem es unverbunden bleibt oder als Eingang beschaltet wird. Ältere oder langsame GerĂ€te verlangsamen den gesamten Bus auf 33 MHz, indem sie das Signal mit Masse verbinden.
64-Bit Erweiterungssignale:
D[63..32] t/s Die oberen 32 Bit der Datensignale.
C/BE[7..4]# t/s Die oberen 4 Bit der Befehls- und Byte-Enable-Signale.
REQ64# s/t/s Request64 zeigt die Absicht eines Masters fĂŒr eine 64-Bit-Übertragung an. Dieses Signal ist eine Punkt-zu-Punkt Verbindung von einem zentralen Arbiter zu jedem Master.
GNT64# in Grant64 erlaubt den Zugriff fĂŒr eine 64-Bit-Übertragung.Dieses Signal ist eine Punkt-zu-Punkt Verbindung von einem zentralen Arbiter zu jedem Master.
PAR64 t/s Parity64 ĂŒber AD[63..32] und C/BE[7..4]# um einen Takt versetzt.
JTAG-Signale:
TCK in Test Clock
TDI in Test Data In
TDO out Test Data Out
TMS in Test Mode Select
TRST# in Test Reset

Signale auf dem PCI-Bus - das #-Zeichen deutet an, dass die Signale Low Active sind.

[Bearbeiten] PCI-ID

Jedes GerÀt bzw. Steckkarte an einem PCI-Bus besitzt eine eindeutige Hardware-Kennung (ID). Diese setzt sich aus drei Teilen zusammen, die zur Identifikation von Funktion (Class-ID), Hersteller und Modell (GerÀte-ID) dienen.

Class-ID : Hersteller-ID : GerĂ€te-ID

Beispielsweise:

0200:8086:10b5

Hierbei steht:

  • 0200 fĂŒr einen Ethernet Network Controller
  • 8086 fĂŒr die Intel Corporation (die Zahl ist zwar hexadezimal, aber die Ziffern wĂŒrden bei Dezimalschreibweise fĂŒr Intels Urvater der x86-Architektur stehen)
  • 10b5 fĂŒr das GerĂ€t 82546GB Gigabit Ethernet Controller (Copper)

Über die Class-ID wird das GerĂ€t einer bestimmten Gruppe zugeordnet. Das erleichtert die Ermittlung unbekannter GerĂ€te.

[Bearbeiten] Operationen auf dem PCI-Bus

Nach der Konfiguration aller GerĂ€te durch das BIOS können alle GerĂ€te ĂŒber ein Befehlsprotokoll angesprochen werden. Dieses setzt sich aus dem Befehl, der Adresse und einer Folge von Daten zusammen.

C/BE3# C/BE2# C/BE1# C/BE0# Beschreibung
0 0 0 0 Der Interrupt Acknowledge Befehl ist ein implizierter Lesezugriff auf den System Interruptcontroller. Die „byte enable“-Bits geben dabei die GrĂ¶ĂŸe des Interruptvektors an.
0 0 0 1 Der Special Cycle Befehl ist fĂŒr einfache Broadcast-Nachrichten (?)
0 0 1 0 Der I/O Read Befehl ist fĂŒr das Lesen aus dem Speicher, der als I/O-Adressraum (engl. „address space“) eingebunden ist.
0 0 1 1 Der I/O Write Befehl ist fĂŒr das Schreiben in den Speicher, der als I/O Adressraum (engl. „address space“) eingebunden ist.
0 1 0 0 Auf „Reserved“-Befehle dĂŒrfen PCI-GerĂ€te nicht reagieren.
0 1 0 1 Reserviert
0 1 1 0 Der Memory Read-Befehl ist fĂŒr das Lesen aus dem Speicher, der als „Memory Address Space“ eingebunden ist.
0 1 1 1 Der Memory Write-Befehl ist fĂŒr das Schreiben in den Speicher, der als „Memory Address Space“ eingebunden ist.
1 0 0 0 Reserviert
1 0 0 1 Reserviert
1 0 1 0 Der Configuration Read-Befehl liest aus den internen Konfigurationsregistern (Configuration Space).
1 0 1 1 Der Configuration Write-Befehl schreibt in die internen Konfigurationsregister (Configuration Space).
1 1 0 0 Der Memory Read Multiple-Befehl liest mehr als eine Cachezeile aus dem Speicher.
1 1 0 1 Der Dual Address Cycle-Befehl erlaubt das Hintereinander-Senden von zwei 32-Bit-Adresszeilen, um einen 64-Bit-Adressbereich in einer 32-Bit-PCI-Umgebung ansprechen zu können.
1 1 1 0 Der Memory Read Line-Befehl liest eine Cachezeile aus dem Speicher.
1 1 1 1 Der Memory Write and Invalidate-Befehl schreibt mindestens eine ganze Cachezeile in den Speicher.

[Bearbeiten] Grundlegende PCI-Varianten

  • PCI Conventional, erlaubt Busbreiten von entweder 32 oder 64 Bit und Übertragungen mit 33 oder 66 MHz Takt (133 bis 533 MByte/s)
  • PCI-X, 64-Bit-Version von PCI Conventional mit 66, 100 oder 133 MHz Takt (533, 800 oder 1067 MByte/s)
  • PCI-X 266 (PCI-X DDR/QDR), PCI-X mit 266 MHz Nominaltakt (2133 bis 4266 MByte/s)
  • Mini PCI, kleinere Bauform, nur 32 Bit, fĂŒr Notebooks etc.
  • PC Card oder Cardbus, externe Karten (Nachfolger von PCMCIA), kleinere Bauform, 32 Bit, fĂŒr Notebooks etc.
  • CompactPCI, elektrisch voll PCI-kompatibel, jedoch in Form von EinschĂŒben mit 3 bzw. 6 HE
  • PCI Low-Profile, halbe Bauhöhe, 32 oder 64 Bit, siehe Tabelle
  • PC/104+ und PCI104 , voll PCI-kompatibel fĂŒr Stapelcomputer
  • PCI Express, wird als Standardsockel fĂŒr Grafikkarten benutzt. Aktuelle Version ist 2.0 mit 16 Lanes, die ĂŒber eine Hyperbridge 3.0 (5200 MHz) mit dem Mainboard kommuniziert.
  • ExpressCard, externe Karten (Nachfolger der 32 Bit PC Card), PCIe kompatibel, kleinere Bauform, PCI Express-1x-Schnittstelle (1 Lane), fĂŒr Notebooks etc.

[Bearbeiten] Abmessungen der PCI-Varianten

Zoll Millimeter
Standard
Maximale Höhe: 4,2″ 107 mm
Maximale LĂ€nge (kurze Karte): 6,6″ 168 mm
Maximale LĂ€nge (lange Karte): 12,283″ 312 mm
Low Profile
Maximale Höhe: 2,536″ 64 mm
Minimale Höhe: 0,945″ 24 mm
Maximale LĂ€nge (kurze Karte) (MD1): 4,72″ 120 mm
Maximale LĂ€nge (lange Karte) (MD2): 6,6″ 168 mm

[Bearbeiten] Kodierung der Kontaktleiste

Kodierungen fĂŒr verschiedene 32-bit- und 64-bit-PCI-Karten
  • 3,3-V-kompatible Karten haben eine Kerbe links (Richtung Slotblech)
  • 5-V-kompatible Karten haben eine Kerbe rechts
  • Universalkarten haben beide Kerben
  • Slots nach PCI 2.x haben einen Steg rechts (die dem Slotblech abgewandte Seite). Die PCI 2.3-Spezifikation unterstĂŒtzt zwar keine 5-V-Karten mehr, diese passen aber dennoch physisch in den Slot. Einige Mainboards unterstĂŒtzen allerdings trotzdem noch 5-V-Karten in PCI-2.3-Slots. Das geht aber nur mit 33 MHz PCI Takt. →Mainboardspezifikation konsultieren.
  • Slots nach PCI 3.0 haben einen Steg links (Richtung Slotblech), so dass nur noch 3,3-V- und Universalkarten mit der entsprechenden Kerbe eingesteckt werden können.

[Bearbeiten] Andere PCI-Varianten

  • PCI Express (zuerst 3GIO genannt [Eingabe/Ausgabe der dritten Generation], AbkĂŒrzung PCIe oder PCI-E) ist im Gegensatz zum PCI-Bus auf der elektrischen Ebene eine serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung, die aber PCI-Signalisierung und -Programmiertechniken verwendet und daher von Betriebssystem und Software wie PCI behandelt werden kann. Seit 2004 ersetzt PCI Express schrittweise sowohl PCI als auch AGP. Sie ist nicht kompatibel zu PCI oder AGP.

[Bearbeiten] Powermanagement mit PCI

Die Energiesparfunktionen fĂŒr den PCI-Bus sind Teil einer optional zu implementierenden Spezifikation, die zeitlich zwischen den PCI-Versionen 2.1 und 2.2 angesiedelt ist. Jedes PM-fĂ€hige GerĂ€t hat ein zusĂ€tzliches 8 Byte langes Feld im Configuration Space, ĂŒber das es mitteilen kann, welche Energiespar-Modi es unterstĂŒtzt und entsprechend gesteuert werden kann. Jedes PCI-GerĂ€t kann sich in einem von vier möglichen Operationsmodi befinden (D0-D3). Je höher die Nummer, desto weniger Energie verbraucht das GerĂ€t. Auch wenn ein GerĂ€t nichts von PCI-Powermanagement weiß, unterstĂŒtzt es die Modi D0 und D3, da diese Ă€quivalent zu an und aus sind. Ob und wieviel Energie in den dazwischen liegenden Modi gespart werden kann, liegt im Ermessen des Hardware-Herstellers. Ein GerĂ€t kann aus einem bestimmten Modus in alle „darunter“ liegenden Modi wechseln, sowie aus jedem Modus in den Zustand D0.

Obwohl man GerĂ€te durchaus manuell, wĂ€hrend des laufenden Betriebes, in einen anderen Energiesparmodus bringen kann, wird man in den meisten FĂ€llen mit Hilfe von APM oder ACPI einen globalen Energiesparmodus fĂŒr den Computer setzen, der vom Powermanagement des Betriebssystems gesteuert wird. In den Modi D1 und D2 besteht fĂŒr ein entsprechend ausgerĂŒstetes PCI-GerĂ€t die Möglichkeit, zu einem beliebigen Zeitpunkt ein so genanntes Power Management Event Signal (PME) auf den Bus zu legen, das dann an das Powermanagement des Betriebssystems weitergeleitet wird und dazu verwendet werden kann, das System auf Anforderung wieder global „aufzuwecken“, etwa wenn eine Netzwerkkarte einlaufende Daten erkennt, die behandelt werden mĂŒssen.

[Bearbeiten] Begriffe

  • Fast Back-to-Back: Wenn alle GerĂ€te diesen Modus unterstĂŒtzen, kann die Idle-Phase zwischen zwei PCI-Zyklen entfallen. Das erhöht den Datendurchsatz auf dem Bus.
  • Special Cycle: Über „Special Cycle“ können Rundrufnachrichten (Broadcast messages) an alle angeschlossenen GerĂ€te gesendet werden.
  • Address Space: einer von drei Adressbereichen - Memory, I/O oder Configuration Space
  • Configuration Space: Der „Configuration Space“ ist ein Speicherbereich (256 bzw. 4096 Bytes) jedes PCI-GerĂ€ts, der zur Identifizierung und Konfiguration des GerĂ€ts dient. Der Configuration Space besteht aus einem standardisierten Kopf (Header) und zusĂ€tzlichen gerĂ€tespezifischen Daten wie beispielsweise Adressbereichen. Das BIOS bzw. der Treiber fĂŒr ein PCI-GerĂ€t kann anhand dieser Daten das GerĂ€t passend konfigurieren.

[Bearbeiten] Interessengruppen

[Bearbeiten] Special Interest Group

1992 wurde die Spezielle Interessengruppe „PCI-SIG“ (ursprĂŒngliche Bezeichnung: „Peripheral Component Interconnect Special Interest Group“) gegrĂŒndet. Die Aufgabe der PCI-SIG ist die Verwaltung und die Weiterentwicklung des PCI-Standards. Bei PCI-SIG können Firmen und Organisationen Mitglied werden. Im Jahr 2007 gab es mehr als 800 Mitglieder.

[Bearbeiten] PCI Industrial Computer Manufacturers Group

Die 1994 gegrĂŒndete PCI Industrial Computer Manufacturers Group (PICMG) ist ein Konsortium aus ĂŒber 450 Firmen, die den PCI-Standard fĂŒr die Nutzung im industriellen Bereich, in der Medizin, dem MilitĂ€r und der Telekommunikation erweitern wollen. Daraus entstanden Spezifikationen wie CompactPCI oder AdvancedTCA.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Hardware and PCI Overview FAQs sun.com (4. Dezember 2008)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: PCI â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Satellitentechnik, LNB, Digitalreciver  EDV Dienstleister, VPN  Free Counter, Besucherstatistik  Russisches Portal in Deutschland  Werbung im Internet  Onlineshop  PHP Sicherheit  Donaueschingen  

 

 

 

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