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Olympiagelände Berlin – Wikipedia

Olympiagelände Berlin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Olympiagelände Berlin mit Olympiastadion und Maifeld, 2006
Olympiastadion mit Schwimmstadion, 1936
Statue der Göttin Nike auf dem Gelände

Das Olympiagelände (ehemals Reichssportfeld, heute offiziell Olympiapark Berlin) befindet sich am westlichen Rand des Berliner Ortsteils Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ăśbersicht

Zum Olympiagelände gehören neben dem Olympiastadion das Deutsche Sportforum, Olympia-Schwimmstadion, Waldbühne, Maifeld, Glockenturm mit Langemarckhalle sowie ein Hockey- und ein Reiterstadion. In der Waldbühne (ehem. Dietrich-Eckart-Bühne, benannt nach Dietrich Eckart, einem frühen Anhänger des Nationalsozialismus und Ideengeber Adolf Hitlers) finden regelmäßig Open-Air-Veranstaltungen statt. Der Glockenturm dient als Aussichtsturm mit Blick über das Olympiagelände und die umliegenden Bezirke Berlins.

[Bearbeiten] Gelände

Der großzügig angelegte Sport- und Veranstaltungspark nördlich des Olympiastadions bildet ein einzigartiges Ensemble verschiedenartiger Bauten und Freiräume für Wettkampf- und Trainingsaktivitäten sowie Sport- und andere Großveranstaltungen. Er liegt unmittelbar am Naturschutzgebiet Murellenschlucht und Schanzenwald, zum Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet Fließwiese Ruhleben, zum Naturraum der Havel und zum Grunewald. Durch seine landschaftlich exponierte Lage und seine Bauten unterscheidet sich die Sportanlage im Olympiapark Berlin von den anderen Sportanlagen der Stadt.

[Bearbeiten] Geschichte

Auf dem Gebiet der Rennbahn Grunewald wurde 1913 das Deutsche Stadion für die in Berlin geplanten Olympischen Spiele 1916 errichtet, die wegen des Ersten Weltkrieges ausfielen. Auf dem nördlich an die Rennbahn angrenzenden Gelände wurde 1926–1928 das Deutsche Sportforum als Sitz der Deutschen Hochschule für Leibesübungen mit vielen Sportanlagen erstellt. Für die in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele 1936 wurde das Reichssportfeld im Wesentlichen in der heutigen Form neu geschaffen. Dabei wurde das Deutsche Stadion weitgehend abgerissen und durch das Olympiastadion ersetzt. 1938 erfolgte der endgültige bauliche Abschluss für das Reichssportfeld mit der Fertigstellung des Heimes für den Reichssportführer, das gleichzeitig ein wichtiges Element für die „Welthauptstadt Germania“ darstellte.[1]

Der Gebäudekomplex und die Freiflächen des Sportforums im Norden wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den britischen Alliierten als Hauptquartier in Anspruch genommen und waren für die Öffentlichkeit unzugänglich. Wichtige Teile des Olympiageländes sind damit kaum im Bewusstsein der Stadt verankert.

Die von den britischen Alliierten genutzten Bereiche des Olympiageländes wurden am 30. September 1994 dem Land Berlin zu Nutzung ĂĽberlassen, der Olympiapark Berlin wird von der Berliner Senatsverwaltung fĂĽr Inneres und Sport bewirtschaftet, das Olympiastadion von der Olympiastadion Berlin GmbH.

Auf dem Gelände befand sich bis 2005 auch ein im Jahr 1951 errichteter 180,7 Meter hoher abgespannter Sendemast fĂĽr Mobilfunk und UKW-Rundfunk, den bis zu ihrem Abzug 1994 die Briten fĂĽr den Soldatensender BFBS nutzten. Der schlieĂźlich funktionslose Turm wurde 2005 abgerissen.

Das Olympiastadion wurde für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 grundlegend saniert und erhielt unter anderem ein weit gespanntes Dach. Seit 2006 informieren die Dauerausstellung Geschichtsort Olympiagelände 1909 – 1936 – 2006 (im Gebäude des Glockenturms) sowie 45 zweisprachige Informationstafeln im und um das Gelände die Besucher über die Geschichte der 100-jährigen Sportanlage.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Olympiapark Berlin â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einträge in der Berliner Landesdenkmalliste:

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Berliner Adressbuch von 1939 (online) Darstellung der Baumaßnahmen in Berlin im Jahr 1938

52.51666666666713.238611111111Koordinaten: 52° 31′ 0″ N, 13° 14′ 19″ O

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