Niederlande
| Nederland (nld.) Niederlande |
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| Wahlspruch: Je Maintiendrai (französisch) âIch werde bewahren/erhaltenâ |
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| Amtssprache | NiederlÀndisch, Friesisch (Provinz Friesland) | ||||
| Hauptstadt | Amsterdam | ||||
| Regierungssitz | Den Haag | ||||
| Staatsform | Parlamentarische Monarchie und autonomer Landesteil des Königreichs der Niederlande | ||||
| Staatsoberhaupt | Königin Beatrix | ||||
| Regierungschef | MinisterprÀsident Mark Rutte | ||||
| FlĂ€che | 41.528 kmÂČ | ||||
| Einwohnerzahl | 16.680.000 (2011) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 402 Einwohner pro kmÂČ | ||||
| Bevölkerungsentwicklung | âČ +0,49 %[1] pro Jahr | ||||
| Bruttoinlandsprodukt | 2010 | ||||
| Human Development Index | 0,910 (3.)[2] | ||||
| WĂ€hrung | Euro (âŹ) und US-Dollar ($) (in den Besonderen Gemeinden) | ||||
| UnabhÀngigkeit | Proklamation am 2. Juli 1581, 1648 anerkannt (WestfÀlischer Friede) |
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| Nationalhymne | Het Wilhelmus | ||||
| Zeitzone | MEZ (UTC+1) MESZ (MĂ€rz bis Oktober) (UTC+2) |
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| Kfz-Kennzeichen | NL | ||||
| Internet-TLD | .nl | ||||
| Telefonvorwahl | +31 | ||||
Die Niederlande (niederlĂ€ndisch Nederland) sind eine parlamentarische Monarchie und Teil des Königreichs der Niederlande. Das im nördlichen Westeuropa liegende Land wird durch die Nordsee im Norden und Westen, Belgien im SĂŒden und Deutschland im Osten begrenzt. Zusammen mit Belgien und Luxemburg bilden die Niederlande die Benelux-Staaten. Die Hauptstadt der Niederlande ist Amsterdam, der Regierungssitz ist Den Haag. Zu den Niederlanden gehören ferner die drei Karibikinseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Land und Einwohner
[Bearbeiten] Landesname
Der offizielle und auch in der Umgangssprache ĂŒbliche niederlĂ€ndische Name des Landes lautet Nederland (Singular), wĂ€hrend im Standarddeutschen das Land Niederlande (Plural) heiĂt und umgangssprachlich zumeist als Holland benannt wird. Der Name Holland bezieht sich eigentlich nur auf den nordwestlichen Teil des Landes, auf die frĂŒhere Provinz Holland als bedeutendste Provinz der Republik der Vereinigten Niederlande. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist diese Provinz aufgeteilt in die zwei Provinzen Nordholland (Hauptstadt Haarlem) und SĂŒdholland (Hauptstadt Den Haag). Im NiederlĂ€ndischen verwendet man den Ausdruck Holland in erster Linie fĂŒr diese zwei Provinzen. Ansonsten ist Holland eher eine ironische Selbstbezeichnung. Auch beim FuĂball lautet die Selbstbezeichnung Holland, zum Beispiel im Schlachtruf Hup Holland Hup.
AuĂerhalb der Niederlande werden die NiederlĂ€nder zumeist als âHollĂ€nderâ bezeichnet und auch die niederlĂ€ndische Tourismusindustrie und sonstige Wirtschaft vermarkten das Land durchweg als Holland (sowohl im Englischen als auch im Standarddeutschen). NiederlĂ€nder, die nicht aus der Region Holland stammen, hegen meist eine gewisse Abneigung gegenĂŒber der Bezeichnung Holland fĂŒr die Niederlande und HollĂ€nder fĂŒr den NiederlĂ€nder.
Der Landesname âNiederlandeâ (im Plural) ergibt sich aus der Geschichte. Die Niederlande waren Ende des Mittelalters ein Teil des Herrschaftsgebietes des Hauses Burgund. Deren LĂ€nderei gliederte sich im 15. Jahrhundert unter Karl dem KĂŒhnen dann in die âoberen Landeâ (Herzogtum und Freigrafschaft Burgund und NebenlĂ€nder) und die âniederen Landeâ (Flandern, Artois mit der Picardie, Brabant, Holland, Luxemburg, u.a.).[3] 1482 gelangte des Burgundische Erbe an das Haus Habsburg, deren Erblande sich seinerzeit schon in âNieder-, Inner-â und âOberösterreichâ (um Wien, Graz und Innsbruck), die âKĂŒstenlandeâ (an der Adria) und die âVorlandeâ (am Oberrhein) gliederte, und so blieb lediglich die Bezeichnung (âburgundischeâ bzw. âhabsburgischeâ) âNiederlandeâ (im Burgundischen Reichskreis, âSpanische ââ, dann wieder âĂsterreichischeâ Niederlande), wĂ€hrend das burgundische Oberland, das âHerzogtumâ[4] um Dijon, die heutige Region Bourgogne, ebenso wie spĂ€ter die âFreigrafschaftâ um Besançon, heute französisch Franche ComtĂ©, an Frankreich verloren ging.
Im NiederlĂ€ndischen sagt man zu den historischen Regionen auch de Lage Landen, also die tief oder niedrig liegenden LĂ€nder, da es in den Niederlanden kein Gebirge und nur wenige Erhöhungen gibt. Die nordniederlĂ€ndischen Provinzen der Utrechter Union (Holland, Zeeland, Utrecht, Gelderland, Overijssel, Groningen und Friesland) erklĂ€rten sich am 26. Juli 1581 unabhĂ€ngig vom Landesherren Philipp II. von Spanien. In den VertrĂ€gen des WestfĂ€lischen Friedens 1648 wurde die UnabhĂ€ngigkeit vom Heiligen Römischen Reich proklamiert, das Gebiet entsprach in etwa den spĂ€teren Niederlanden. Der sĂŒdliche Teil des Gebietes, inklusive Flandern, verblieb hingegen beim Reich; spĂ€ter entstand daraus der Staat Belgien. Man sprach dann von den nördlichen und den sĂŒdlichen Niederlanden.[5]
Der Wiener Kongress vereinigte Norden und SĂŒden als unabhĂ€ngigen Staat Koninkrijk der Nederlanden noch einmal fĂŒr kurze Zeit. Jedoch schon 1830 erklĂ€rten sich die sĂŒdlichen Niederlande unter der Bezeichnung Belgien fĂŒr unabhĂ€ngig. (Belgica ist der Name einer alten römischen Provinz und in der Renaissance wurde der Ausdruck als lateinischer Name der Niederlande verwendet, auch fĂŒr den Norden.)[5]
Die englische Bezeichnung âDutchâ ist aus mittelniederlĂ€ndischen Formen wie duutsc entstanden. Die mittelniederlĂ€ndischen Formen duutsc und dietsc bezeichneten die im Volk gesprochenen westgermanischen Mundarten und dienten der Abgrenzung dieser Mundarten gegenĂŒber dem Lateinischen â der Sprache von Verwaltung, Wissenschaft und Kirche. Die Formen Dutch und duutsc entsprechen dem standarddeutschen Wort deutsch (siehe auch â Deutsch (Etymologie) und NiederlĂ€ndisch (Name)).
Batavia ist ein frĂŒherer lateinischer Name fĂŒr die heutigen Niederlande, und bezieht sich auf den beim Rheindelta siedelnden germanischen Stamm der Bataver. Die NiederlĂ€nder nannten die heutige Hauptstadt Indonesiens, Djakarta, wĂ€hrend ihrer Kolonialzeit zuerst ebenfalls Batavia.
[Bearbeiten] Geographie
UngefĂ€hr die HĂ€lfte des Landes liegt weniger als einen Meter ĂŒber, rund ein Viertel des Landes unterhalb des Meeresspiegels (gemessen bei Amsterdam). Die flachen Gebiete werden in der Regel durch Deiche vor Sturmfluten geschĂŒtzt, die insgesamt eine LĂ€nge von etwa 3.000 km haben. Der höchste Punkt der Niederlande ist mit 877 Metern der Mount Scenery auf der Karibikinsel Saba. Der höchste Punkt des Festlandes, der Vaalserberg im Ă€uĂersten SĂŒden, in der Provinz Limburg, im DreilĂ€ndereck zu Deutschland und Belgien, befindet sich 322,50 m ĂŒber dem Amsterdamer Pegel.
Teile der Niederlande, wie zum Beispiel fast die gesamte Provinz Flevoland, wurden durch Landgewinnung dem Meer abgewonnen. Sie werden als Polder (an der deutschen NordseekĂŒste Koog) bezeichnet. UngefĂ€hr ein FĂŒnftel der LandesflĂ€che ist mit Wasser bedeckt, wovon das IJsselmeer den gröĂten Teil ausmacht, eine ehemalige Bucht der Nordsee namens Zuiderzee, die 1932 durch einen 29 km langen Abschlussdeich eingepoldert wurde.
Die wichtigsten FlĂŒsse der Niederlande (de grote rivieren â die groĂen FlĂŒsse) sind Rhein, Maas und Schelde. Sie teilen das Land in einen Norden und einen SĂŒden und finden sich wieder im mehr oder weniger zusammenhĂ€ngenden Rhein-Maas-Delta, der gröĂten und zentralen Landschaft des Staates. Der Rheinstrom verzweigt sich erstmals in unmittelbarer NĂ€he der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Der Name âRheinâ geht im Delta bemerkenswerterweise auf weniger wichtige Deltaarme ĂŒber. Der Hauptstrom des Rheinsystems heiĂt im Delta anfangs Waal, spĂ€ter Merwede, dann Noord, schlieĂlich Neue Maas. Weitere groĂe Deltaströme sind Nederrijn, Lek und IJssel. Die Maas mĂŒndete frĂŒher bei Gorinchem in die Waal, seit 1904 ist sie jedoch aufgrund kĂŒnstlicher Verlegung der MaasmĂŒndung mit dem Rheinsystem eigentlich nicht mehr verbunden und flieĂt ĂŒber Bergse Maas und Amer in die ehemalige Meeresbucht Hollands Diep (âHollĂ€ndische Tiefeâ). Von der Schelde liegt lediglich ihr MĂŒndungsbereich nördlich des belgischen Antwerpens in den Niederlanden.
Die Hauptwindrichtung ist SĂŒdwest, daraus resultiert ein gemĂ€Ăigtes maritimes Klima mit kĂŒhlen Sommern und milden Wintern. Besonders im Westen des Landes, an der NordseekĂŒste, ist das Klima stĂ€rker atlantisch geprĂ€gt (milde Winter, kĂŒhle Sommer). Nach Osten hin nimmt der atlantische Einfluss etwas ab, sodass man in der NĂ€he der deutschen Grenze schon eher von subatlantischem Klima sprechen kann mit etwas kĂ€lteren Wintern (mild bis mĂ€Ăig-kalt) und leicht wĂ€rmeren Sommern.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Niederlande gehören mit etwa 400 Einwohnern pro Quadratkilometer LandflÀche zu den am dichtesten besiedelten FlÀchenstaaten der Welt (zum Vergleich: Weltweiter Durchschnitt 48, Irland 60, Deutschland 231, Nordrhein-Westfalen 528, Namibia 2,4).[6] Im Januar 2009 hatten die Niederlande 16.493.156 Einwohner[7], davon wohnte ungefÀhr die HÀlfte in der Randstad, dem dicht besiedelten Westen des Landes.
Die Amtssprache im gesamten Staat ist die NiederlÀndische Sprache (StandardniederlÀndisch), die aus niederfrÀnkischen Mundarten in den Niederlanden (niederlÀndische Dialekte) entstanden ist. In der Provinz Friesland ist zusÀtzlich das eng verwandte Friesisch Verwaltungssprache.[8]
In der sĂŒdwestlichen HĂ€lfte des Landes werden niederfrĂ€nkische Mundarten gesprochen. Die Ortsdialekte des SĂŒdostens gehören zum Ripuarischen und im Nordosten zum NiedersĂ€chsischen. NiederfrĂ€nkische, ripuarische und niedersĂ€chsische Mundarten werden im Dialektkontinuum staatsĂŒbergreifend auch in Deutschland gesprochen, niederfrĂ€nkische und ripuarische Dialekte auch in Belgien.
In den ĂŒberseeischen Reichsteilen (in der Karibik) ist NiederlĂ€ndisch Amtssprache, neben entweder Papiamento oder Englisch. Eine Abzweigung des NiederlĂ€ndischen, die inzwischen eine eigene Standardsprache darstellt, ist das Afrikaans in SĂŒdafrika.
Die NiederlĂ€nder sind statistisch das Volk mit den körperlich gröĂten Menschen der Welt, im Durchschnitt 1,83 m (MĂ€nner) und 1,72 m (Frauen). Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug im Jahr 2005 77 Jahre fĂŒr MĂ€nner und 82 Jahre fĂŒr Frauen.[9]
In den Niederlanden leben zwischen 6.000 und 10.000 Sinti und Roma,[10] sowie etwa 30.000 sogenannte woonwagenbewoners. Sie werden abschĂ€tzig auch kampers genannt, bevorzugen selbst die Bezeichnung reizigers. Sie leben ortsfest auf StandplĂ€tzen in stationĂ€ren Caravans. Viele ĂŒben ambulante ErwerbstĂ€tigkeiten aus. Ganz ĂŒberwiegend gehen sie auf verarmte niederlĂ€ndische Bauern, Landarbeiter und Torfstecher des 18. und 19. Jahrhunderts zurĂŒck. Ihre Zahl ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang von Arbeitsmigration und Wohnkosten durch Zuzug aus der Mehrheitsbevölkerung erheblich angewachsen. Die gruppeninterne Sprache Bargoens ist eine niederlĂ€ndisch basierte Sondersprache, deutschem Rotwelsch oder Jenisch vergleichbar.[11]
In die Niederlande sind Menschen aus der ganzen Welt eingewandert. Abgesehen von vielen Zugezogenen aus den Nachbarstaaten (u. a. aus Deutschland, Belgien und England) leben heute viele Menschen aus anderen Erdteilen hier, wie u. a. aus Marokko und der TĂŒrkei, aus den ehemaligen Kronkolonien Indonesien, Suriname und aus der Karibik.
Die Bevölkerung in den Niederlanden auslÀndischer Herkunft (2007)[12]:
| Staat, Territorium | Anzahl | Prozent |
|---|---|---|
| die Niederlande (ausschlieĂlich) | 13.187.586 | 80,6 |
| Westliche Staaten[13] | 1.431.954 | 8,8 |
| Indonesien | 389.940 | 2,96 |
| Deutschland | 381.186 | 2,89 |
| Belgien | 112.224 | 0,85 |
| ehemaliges Jugoslawien | 76.465 | 0,58 |
| Vereinigtes Königreich | 75.686 | 0,57 |
| Polen | 51.339 | 0,39 |
| ehemalige Sowjetunion | 47.450 | 0,36 |
| Italien | 36.495 | 0,28 |
| Frankreich | 33.845 | 0,26 |
| Vereinigte Staaten | 31.154 | 0,24 |
| ĂŒbrige westliche Staaten | 196.170 | 1,49 |
| Nicht-westliche Staaten | 1.738.452 | 10,6 |
| Suriname | 333.504 | 2,53 |
| Marokko | 329.493 | 2,50 |
| TĂŒrkei | 309.000 | 2,34 |
| (ehemalige) NiederlÀndische Antillen und Aruba | 129.965 | 0,99 |
| China | 45.298 | 0,34 |
| Irak | 43.891 | 0,33 |
| Afghanistan | 37.230 | 0,28 |
| Iran | 28.969 | 0,22 |
| ĂŒbrige nicht-westliche Staaten | 421.502 | 3,20 |
[Bearbeiten] Religion
Die traditionell gröĂte Bevölkerungsgruppe war jene der Protestanten. Durch Entkirchlichung im 20. Jahrhundert wurde sie jedoch mittlerweile zahlenmĂ€Ăig von den Konfessionslosen und den Katholiken ĂŒbertroffen. Die Protestanten sind in den Niederlanden ĂŒberwiegend Calvinisten, nach dem v.a. in Genf wirkenden französischen Reformator im 16. Jahrhundert, Johannes Calvin. Die Niederdeutsch-Reformierte Kirche (Nederduits Gereformeerde Kerk), die 1571 in Emden gegrĂŒndet wurde, gilt als âUrkircheâ des Reformiertentums in den Niederlanden. Heute ist der Calvinismus institutionell mit den Lutheranern in der Protestantischen Kirche in den Niederlande vereinigt (Unierte Kirche).
Im 19. Jahrhundert hatten sich zwei unterschiedliche calvinistische Richtungen in den Niederlanden herausgebildet, die gemĂ€Ăigteren und zahlenmĂ€Ăig stĂ€rkeren hervormden und die streng-glĂ€ubigen gereformeerden. Beide Wörter bedeuten âreformiertâ und wurden ursprĂŒnglich unterschiedslos verwendet. Im Deutschen kann man den Unterschied nicht wiedergeben, daher liest man fĂŒr die gereformeerden manchmal âaltreformiertâ (obwohl es organisatorisch gesehen die jĂŒngere Richtung ist, eine Abspaltung der Nederlands hervormde kerk) oder âstreng-reformiertâ bzw. âstreng-calvinistischâ.
Seit einer Neuorganisation von 2004 gibt es die Protestantische Kirche in den Niederlanden, die theoretisch beide Richtungen vereint. Einige besonders Streng-GlĂ€ubige sind allerdings eigenstĂ€ndig geblieben, wie die âbefreitenâ Reformierten (die zweitgröĂte protestantische Kirchenvereinigung).
Den Mitgliederzahlen[14] der Kirchen zufolge ist die wichtigste Religion das Christentum: mit Katholizismus (27,0 %)[15] und Protestantismus (16,6 %), davon 11,9 %[16] in der gröĂten Protestantische Kirche â PKN. Insgesamt waren Ende 2005 etwas weniger als 44 %[17] der NiederlĂ€nder Mitglied einer christlichen Kirche. Etwa 5,7 % der Bevölkerung gehörten dem Islam an, etwa 1,3 % waren Hindus und ebenfalls etwa 1 % waren Buddhisten. 48,4 % oder fast die HĂ€lfte der NiederlĂ€nder fĂŒhlten sich damals keiner Religionsgemeinschaft zugehörig (Stand: 31. Dezember 2005).
In den Jahren 2006 bis 2010 haben die beiden gröĂten Kirchen (wie auch in Deutschland) weiterhin Mitglieder verloren und haben (Stand 31. Dezember 2010) laut letzten eigenen Angaben (KASKI Daten)[18] die folgenden Mitgliederzahlen:
- Römisch-katholische Kirche: 4,166 Millionen Mitglieder, 25,0 % der Bevölkerung
- Protestantische Kirche (Protestantse Kerk in Nederland, PKN): 1,751 Millionen Mitglieder, 11,0 % der Bevölkerung
Andere christliche Kirchen sind deutlich kleiner. Sie haben jeweils weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung als Mitglieder. Zu diesen gehören verschiedene reformierte Freikirchen wie die âbefreitenâ Reformierten als auch Baptisten und Mennoniten (Doopsgezinde). In der Reformationszeit waren die Niederlande eines der Zentren der TĂ€uferbewegung (siehe Menno Simons). Weiterhin gibt es die im 18. Jahrhundert entstandene Alt-Katholische Kirche der Niederlande mit dem Sitz des Erzbischofs in Utrecht, von der die nach dem Erstes Vatikanisches Konzil I. Vatikanischen Konzil entstandenen Alt-Katholischen Kirchen abstammen.
Andere religiöse Minderheiten sind Moslems, Juden, Hindus (vor allem aus Suriname) und Buddhisten.
Laut NiederlĂ€ndischem Zentralamt fĂŒr Statistik (CBS)[19] ist die Anzahl der Katholiken und Protestanten, die auf einer Umfrage (etwas weniger als 10.000 Personen Ă€lter 12 Jahren) basiert, jeweils höher â der Unterschied ist teilweise zu erklĂ€ren, da Jugendliche weniger hĂ€ufig getauft sind als die erwachsenen Teilnehmer der Umfrage:
- 27 % Katholizismus[19]
- 17 % Protestantismus (hervormd, gereformeerd und lutherisch)[19]
- 10 % sonstige Religionen (5 % Islam, 1 % Hinduismus, ferner Buddhismus, Judentum und weitere christliche Kirchen)
- 44 % Konfessionslose
Der Norden und der Westen des Landes waren traditionell protestantisch, wĂ€hrend im SĂŒden und Osten die Katholiken die Bevölkerungsmehrheit stellten und teilweise noch stellen. In der Mitte des Landes gibt es einen sogenannten Bijbelbelt (âBibelgĂŒrtelâ) mit erhöhtem Anteil von gereformeerden. Noch immer stellen Katholiken die Mehrheit der Bevölkerung in den meisten Gebieten sĂŒdlich dieses BibelgĂŒrtels dar (> 70 % in Limburg). Nördlich und westlich dieses BibelgĂŒrtels sind die Konfessionslosen deutlich in der Mehrheit.
Eine Kirchensteuer wird in den Niederlanden nicht erhoben.
Die Königin ist hervormd. Wegen der synodalen Organisation calvinistischer Kirchen hat das Königshaus allerdings keine formell fĂŒhrende Stellung in der Nederlands hervormde kerk innegehabt, die mit der von lutherischen Landesherren in Deutschland und Skandinavien vergleichbar wĂ€re.
[Bearbeiten] Verkehrswesen
Die Niederlande besitzen ein gut ausgebautes StraĂennetz mit einer GesamtlĂ€nge von 116.500 Kilometern.
Das Schienennetz hat eine GesamtlĂ€nge von 2808 Kilometern und ist das am dichtesten befahrene Schienennetz Europas. Das wichtigste Verkehrsunternehmen ist die niederlĂ€ndische Eisenbahngesellschaft Nederlandse Spoorwegen, kurz NS. Vom gesamten Transport der Niederlande werden 44 % per StraĂe und 30,5 % per Schiene verfrachtet.
Die FlĂŒsse Rhein, Maas und Schelde, welche aus dem europĂ€ischen Ausland durch die Niederlande in die Nordsee flieĂen, machen die Niederlande zu einem Knotenpunkt der europĂ€ischen Binnenschifffahrt.
Der Hafen von Rotterdam war jahrzehntelang der gröĂte Hafen der Welt. Diese Position verlor er jedoch im Jahre 2004 an den Hafen von Shanghai. Der Rotterdamer Hafen bleibt jedoch weiterhin der gröĂte Hafen Europas. Weitere wichtige HafenstĂ€dte innerhalb der Niederlande sind Amsterdam, Eemshaven, Vlissingen/Terneuzen.
Die Niederlande haben zwei wichtige internationale FlughĂ€fen: Schiphol und Rotterdam-Den Haag. Schiphol ist der gröĂte Flughafen in den Niederlanden und spielt auch eine wichtige internationale Rolle. Er zĂ€hlt zu den gröĂten FlughĂ€fen in Europa und ist, was die Anzahl der Passagiere betrifft, auf Rang 13 der gröĂten FlughĂ€fen weltweit.
Alle StraĂenbahnen in den Niederlanden, etwa in Amsterdam, Den Haag-Zoetermeer (Zoetermeer=Randstadrail) oder Rotterdam, verwenden die Normalspur. StĂ€dtische Busse dĂŒrfen offiziell den Gleiskörper mit straĂenĂ€hnlichem Belag mitbenutzen, um nicht im Verkehr steckenzubleiben.
In den Niederlanden gibt es drei StÀdte mit U-Bahn, nÀmlich in Rotterdam, Den Haag und Amsterdam.
Die NiederlĂ€nder benutzen meistens die BrĂŒcken vom Typ HollĂ€nderbrĂŒcke mit ihrem hoch aufgehĂ€ngten Gegengewicht. Aber auch einige SchubbrĂŒcken, DrehbrĂŒcken und HebebrĂŒcken sind noch aktiv und bei Kanal- und Gracht-Querungen im Einsatz.
In den Niederlanden ist das Fahrrad (fiets) weit verbreitet. Den Radlern stehen oft eigene Verkehrsstreifen oder ein gesondertes Radwegenetz zur VerfĂŒgung.
Mit durchschnittlich 43 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner im Jahr ist der Verkehr in den Niederlanden der sicherste im gesamten EU-Raum.[20]
[Bearbeiten] Geschichte
| Geschichte der Benelux-Staaten | ||
| FrĂ€nkisches Reich â800â843 |
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| Mittelreich (Lotharii Regnum) 843â855 |
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| Lotharingien 855â977 |
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| verschiedene adlige BesitztĂŒmer 977â1384 |
Bistum LĂŒttich 985â1795 |
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Burgundische Niederlande (Haus Burgund) 1384â1477 |
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Burgundische Niederlande (Haus Habsburg) 1477â1556 |
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Spanische Niederlande 1556â1581 |
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Republik der Sieben Vereinigten Niederlande 1579/1581â1795 |
sĂŒdliche Spanische Niederlande 1581â1713 |
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| Ăsterreichische Niederlande 1713â1795 |
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Batavische Republik 1795â1806 |
Frankreich (Erste Republik) 1795â1805 |
|
| Königreich Holland 1806â1810 |
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Frankreich (Erstes Kaiserreich) 1805â1815 |
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Vereinigtes Königreich der Niederlande 1815â1830 |
||
Königreich der Niederlande |
Königreich Belgien |
GroĂherzogtum Luxemburg |
[Bearbeiten] Mittelalter
Nach der Aufteilung des Frankenreiches gehörten die niederen Lande zum ostfrĂ€nkischen Königreich (Regnum Teutonicae) und danach zum Heiligen Römischen Reich. Unter Kaiser Karl V., der zugleich spanischer König war, war das Land in siebzehn Provinzen aufgeteilt und umfasste auch Belgien (mit Ausnahme des FĂŒrstbistums LĂŒttich) und Teile Nordfrankreichs und Westdeutschlands. Am 15./16. Juli 1572 kamen ReprĂ€sentanten der meisten StĂ€dte der Grafschaft Holland in Dordrecht (im GebĂ€ude âHet Hofâ) zusammen und beschlossen ihre UnabhĂ€ngigkeit von Spanien. Sie machten Wilhelm von Oranien zu ihrem FĂŒhrer. Neueren historischen Forschungen zufolge gilt diese Dordrechter StĂ€ndeversammlung als eine wesentliche Keimzelle von verfassungstextlich und politisch wirksamen Grundrechten in der Neuzeit.
Nach der Utrechter Union vom 23. Januar 1579, der endgĂŒltigen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung vom 26. Juli 1581 und dem AchtzigjĂ€hrigen Krieg gegen die spanischen Habsburger wurde die formelle UnabhĂ€ngigkeit von Spanien im Frieden von MĂŒnster als Teil des WestfĂ€lischen Friedens am 15. Mai 1648 besiegelt, der, gleichzeitig mit der Schweiz, zur Trennung vom mittelalterlichen Deutschen Reich fĂŒhrte. Dieses Datum gilt als Geburtstag der heutigen Niederlande.
[Bearbeiten] Republik der Sieben Vereinigten Provinzen
In der Folge wuchsen die Niederlande, oder âniederen deutschen Landeâ (âde nederen duitse landenâ), als Republik der Sieben Vereinigten Provinzen, zu einer der gröĂten See- und WirtschaftsmĂ€chte des 17. Jahrhunderts. WĂ€hrend dieser Zeit wurden Kolonien und Handelsposten auf der ganzen Welt errichtet.
Bekannt ist die GrĂŒndung von Neu Amsterdam (Nieuw Amsterdam), welches spĂ€ter in New York umbenannt wurde. In Asien schufen die NiederlĂ€nder ihr Kolonialreich NiederlĂ€ndisch-Indien ('Nederlands-IndiĂ«'), das heutige Indonesien, das im Dezember 1949 unabhĂ€ngig wurde. Auch im Nordosten SĂŒdamerikas gewannen die Niederlande Kolonien. Suriname wurde 1975 unabhĂ€ngig. Bei den Niederlanden verblieben nur noch wenige Inseln in der Karibik.
[Bearbeiten] Napoleonische Zeit und 19. Jahrhundert
1795 wurde mit französischer UnterstĂŒtzung die Batavische Republik gegrĂŒndet (benannt nach dem germanischen Stamm der Bataver, der das Gebiet zwischen Rhein und Maas zuerst besiedelt hatte); 1806 machte der französische Kaiser Napoleon I. daraus das Königreich Holland. König wurde Louis-NapolĂ©on Bonaparte, ein Bruder des Kaisers.
Kaiser Napoléon war nicht zufrieden damit, wie sein Bruder das neue Königreich verwaltete. Im Juli 1810 löste er deshalb das Königreich Holland auf. Die Niederlande wurden Frankreich einverleibt.
Die Niederlande erlangten ihre UnabhĂ€ngigkeit zurĂŒck im Jahre 1813. Wilhelm I. aus dem Haus Oranien-Nassau wurde souverĂ€ner FĂŒrst der Niederlande; 1815 wurde er König. Der Wiener Kongress fĂŒgte 1815 die sĂŒdlichen Niederlande, das heutige Belgien, an das Königreich hinzu. Man beabsichtigte damit, dass Frankreich in Zukunft im Norden von einem starken Staat begrenzt werde. Die damals verabschiedete Verfassung der Niederlande gilt heute noch, wenn auch mit zahlreichen Ănderungen. Die wichtigste, von 1848, fĂŒhrte die Ministerverantwortlichkeit ein und ebnete damit den Weg zum parlamentarischen System.
Der Wiener Kongress erhob auĂerdem das Herzogtum Luxemburg zum GroĂherzogtum Luxemburg und sprach Luxemburg Wilhelm I. persönlich zu, als EntschĂ€digung fĂŒr den Verlust seiner Gebiete in Deutschland (Nassau-Dillenburg, Siegen, Hadamar und Diez). Die sĂŒdlichen Niederlande erlangten nach der belgischen Revolution von 1830 ihre UnabhĂ€ngigkeit, die allerdings erst 1839 von Wilhelm I. anerkannt wurde.
Der niederlĂ€ndische König war seit 1815 auch GroĂherzog von Luxemburg, wo die Lex Salica kein weibliches Staatsoberhaupt zulieĂ. Als Wilhelm III. bei seinem Tod 1890 nur eine Tochter (Königin Wilhelmina) hinterlieĂ â seine Söhne waren verstorben â ging der Luxemburger Thron auf eine andere Erbfolgelinie im Haus Nassau ĂŒber und Wilhelms Vetter Adolf von Nassau ĂŒbernahm dort die Regierung.
[Bearbeiten] 20. Jahrhundert
Die Niederlande blieben im Ersten Weltkrieg offiziell neutral und konnten sich auch aus dem Krieg heraushalten. Sie hielten ihre Truppen aber dennoch bis zum Kriegsende mobilisiert und hatten ĂŒberdies mit einer groĂen FlĂŒchtlingswelle aus dem von Deutschland besetzten Belgien zu tun. Nach dem Ersten Weltkrieg gewĂ€hrten die Niederlande dem bisherigen Deutschen Kaiser Wilhelm II. Exil.
Auch beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs versuchte die niederlĂ€ndische Regierung zunĂ€chst, sich neutral zu verhalten. Hitler jedoch befahl der Wehrmacht die Okkupation der Niederlande, Belgiens und Luxemburgs, damit diese Frankreich unter Umgehung der âMaginot-Linieâ von Norden her einnehmen könne. Nach dreitĂ€gigem Kampf zwangen die deutschen Truppen am Abend des 14. Mai 1940 die Niederlande zur Aufgabe. Ausschlaggebend war hierfĂŒr das Bombardement von Rotterdam. Die königliche Familie war zu diesem Zeitpunkt schon nach England geflohen. Das Land wurde von da an bis April 1945 von der Wehrmacht besetzt gehalten. Die Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) unter Anton Adriaan Mussert arbeitete mit den deutschen Besatzungstruppen zusammen, erlangte aber keinen relevanten Einfluss in der Bevölkerung oder im Besatzungsapparat. Jedoch stellten die Niederlande mit 60.000 Freiwilligen ein bedeutendes Kontingent an auslĂ€ndischen Freiwilligen in der Waffen-SS. Nach der Invasion kam es zur Judenverfolgung durch die deutschen Besatzer. Der Februarstreik 1941 gegen die Deportationen wurde blutig niedergeschlagen. Von den zu Beginn des Krieges 160.000 jĂŒdischen NiederlĂ€ndern und 20.000 jĂŒdischen FlĂŒchtlingen lebten am Ende des Krieges nur noch etwa 30.000. Symbol fĂŒr die Judenverfolgung ist der Fall der Anne Frank. Der Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau fielen auch Roma und Sinti (Manoesje) aus den Niederlanden zum Opfer.
Am 11. Januar 1942 begann die japanische Invasion von NiederlĂ€ndisch-Indien. Die NiederlĂ€nder kapitulierten am 1. MĂ€rz 1942. Der sĂŒdliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten HĂ€lfte des Jahres 1944 von den vorrĂŒckenden Alliierten befreit; der Norden des Landes erst bei Kriegsende. Sofort nach der japanischen Kapitulation riefen die indonesischen Nationalisten am 17. August 1945 die UnabhĂ€ngigkeit aus. Erst nach militĂ€rischen Auseinandersetzungen, âPolizeiaktionenâ genannt, wurde Indonesien am 27. Dezember 1949 formal in die UnabhĂ€ngigkeit entlassen. Bei den Niederlanden verblieb bis 1962 der Westteil der Insel Neu-Guinea.
Von 1949 bis 1963 waren im Rahmen der NiederlĂ€ndischen AnnexionsplĂ€ne nach dem Zweiten Weltkrieg westdeutsche Gemeinden aus dem Landkreis Geilenkirchen-Heinsberg (Selfkant) und die Gemeinde Elten (bei Emmerich) unter niederlĂ€ndische Verwaltung gestellt. Bestrebungen der niederlĂ€ndischen Regierung, Teile Niedersachsens sowie des westlichen MĂŒnster- und Rheinlandes an die Niederlande anzugliedern (Bakker-Schut-Plan), hatten sich nicht durchsetzen können. 1952 grĂŒndeten die Niederlande mit Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien und Luxemburg die EuropĂ€ische Gemeinschaft fĂŒr Kohle und Stahl (und damit die spĂ€tere EuropĂ€ische Union). Sie waren ebenfalls MitbegrĂŒnder der NATO.
Im Februar 1953 verheerte eine Sturmflut den SĂŒdwesten der Niederlande und forderte 1853 Tote. Die Niederlande waren GrĂŒndungsmitglied der Benelux-Wirtschaftsunion (seit 1944 geplant, am 3. Februar 1958 festgelegt und am 1. November 1960 in Kraft getreten). 1980 folgte Königin Beatrix ihrer Mutter Königin Juliana nach, die im Alter von 71 Jahren abdankte.
In den Jahrzehnten der Nachkriegszeit erlebten die Niederlande wie die europĂ€ischen Nachbarn auch einen wirtschaftlichen Aufschwung und die Entwicklung der Konsumgesellschaft. Die "VersĂ€ulung", also die strikte Trennung der gesellschaftliche Milieus von Protestanten, Katholiken, Liberalen und Sozialisten, begann sich aufzulösen und MitgliederstĂ€rke und Einfluss der Kirchen schwanden. Gleichzeitig vollzog sich ein starker MentalitĂ€tswandel, der die Voraussetzung dafĂŒr war, dass sich das vom sittenstrengen Calvinismus geprĂ€gte Land zu einem Vorreiter von Liberalismus und gesellschaftlichem Pluralismus wandelte.
[Bearbeiten] 21. Jahrhundert
Die Morde am Politiker Pim Fortuyn am 6. Mai 2002 und an dem Filmregisseur Theo van Gogh am 2. November 2004 erschĂŒtterten die niederlĂ€ndische Ăffentlichkeit und fĂŒhrten zu heftigen Debatten ĂŒber das SelbstverstĂ€ndnis der niederlĂ€ndischen Gesellschaft. Nach dem Mord an Theo van Gogh kam es in den Niederlanden auch zu BrandanschlĂ€gen auf islamische und christliche Einrichtungen.
Seit April 2001 ist in den Niederlanden die SchlieĂung von gleichgeschlechtlichen Ehen möglich. Damit waren die Niederlande der weltweit erste Staat, der ĂŒber den Status der âeingetragenen Lebenspartnerschaftâ zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens fĂŒr homosexuelle Beziehungen hinaus kam.
Die NiederlĂ€nder wiesen am 1. Juni 2005 mit einer groĂen Mehrheit von 61,6 % den Vertrag ĂŒber eine Verfassung fĂŒr Europa zurĂŒck.
[Bearbeiten] Recht
[Bearbeiten] Staat
[Bearbeiten] Politik
- ï»żPvdD, Partij voor de Dieren (2 Sitze)
- ï»żD66, Democraten 66 (10 Sitze)
- ï»żGL, GroenLinks (10 Sitze)
- ï»żSP, Socialistische Partij (15 Sitze)
- ï»żPvdA, Partij van de Arbeid (30 Sitze)
- ï»żCU, ChristenUnie (5 Sitze)
- ï»żCDA, Christen-Democratisch AppĂšl (21 Sitze)
- ï»żVVD, Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (31 Sitze)
- ï»żSGP, Staatkundig Gereformeerde Partij (2 Sitze)
- ï»żPVV, Partij voor de Vrijheid (24 Sitze)
â Hauptartikel: Politisches System der Niederlande
Die Niederlande sind eine parlamentarische Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist der Verfassung zufolge die Königin, zurzeit Königin Beatrix. Sie ernennt offiziell den MinisterprÀsidenten und die Minister, zusammen formen sie die Regierung.
Das Parlament, die Generalstaaten (Staten-Generaal), besteht aus zwei Kammern. Die erste wird von den Abgeordneten der Provinzparlamente, die zweite von den niederlĂ€ndischen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern nach Listen gewĂ€hlt. Damit ist die Zweite Kammer (Tweede Kamer) die wichtigere; sie entspricht dem deutschen Bundestag oder dem Nationalrat in Ăsterreich und der Schweiz. Formell hat das Parlament nicht ĂŒber die Zusammensetzung der Regierung zu bestimmen, tatsĂ€chlich aber ernennt die Königin die Minister nach Konsultation der Fraktionen.
In der Zweiten Kammer mit 150 Sitzen sind derzeit zehn Parteien vertreten. Die vier gröĂten Fraktionen stellen die rechtsliberale VVD, die sozialdemokratische PvdA, die rechtspopulistische PVV und der christdemokratische CDA. Der CDA war 2006 noch stĂ€rkste Kraft im Parlament geworden und stellte von 2002 bis 2010 mit Jan Peter Balkenende den MinisterprĂ€sidenten. Bei der letzten Neuwahl im Juni 2010 bĂŒĂte diese Partei durch schwere Verluste ihre FĂŒhrungsrolle ein. Nach fast viermonatigen KoalitionsgesprĂ€chen wurde am 2. Oktober 2010 durch eine Abstimmung auf dem Sonderparteitag der Christdemokraten die letzte HĂŒrde beseitigt, um eine durch die PVV âgeduldeteâ Koalition von VVD und CDA zu bilden. Der Rechtspopulist[22] Geert Wilders bekam mit seiner Partei PVV dadurch Einfluss auf die niederlĂ€ndische Regierung ohne ihr selbst anzugehören.[23] GemÀà der Koalitionsvereinbarung vom 30. September 2010 wurde der VVD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Mark Rutte am 14. Oktober 2010 neuer MinisterprĂ€sident[24]. Am 23. April 2012 trat er mit seinem Kabinett nach gescheiterten Verhandlungen zu SparplĂ€nen zurĂŒck. Ein neues Parlament soll am 12. September 2012 gewĂ€hlt werden. [25]
[Bearbeiten] Polizei
â Hauptartikel: NiederlĂ€ndische Polizei
Das Land ist seit 1994 in 25 Polizeiregionen (politieregio's) eingeteilt, die je ĂŒber ein Regionalkorps (regiokorps) verfĂŒgen. Daneben gibt es ein Landespolizeikorps (Korps Landelijke Politiediensten â KLPD), bei der diverse Stellen angesiedelt sind wie Wasserschutz-, Bahn- und Autobahnpolizei, Interpol-VerbindungsbĂŒro, berittene Polizei und ein Sicherheitsdienst fĂŒr Regierungseinrichtungen und Botschaften. In den Niederlanden sind etwa 55.000 zivile Polizeibeamte im Dienst.
Die niederlĂ€ndische Gendarmerie namens Koninklijke Marechaussee mit ungefĂ€hr 6.800 Mitarbeitern gehört organisatorisch als eigene Teilstreitkraft zu den NiederlĂ€ndischen StreitkrĂ€ften. Sie hat Aufgaben wie den Grenzschutz, die Bewachung der FlughĂ€fen und den Personenschutz fĂŒr die Königsfamilie.
[Bearbeiten] MilitÀr
â Hauptartikel: NiederlĂ€ndische StreitkrĂ€fte
Die allgemeine Wehrpflicht wurde 1996 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Niederlande verfĂŒgen damit ĂŒber eine Berufsarmee. Die StreitkrĂ€fte umfassen insgesamt 53.130 Personen, davon entfallen auf das Heer 23.150, auf die Luftwaffe 11.050 und auf die Marine 12.130 Soldaten. Daneben existiert noch die Koninklijke Marechaussee, seit 1998 als eigenstĂ€ndiger Teil der StreitkrĂ€fte. Die MilitĂ€rausgaben betragen 1,6 % des BIP (zum Vergleich: Deutschland: 1,5 %, USA: 3,4 %).
Das niederlÀndische Heer (Koninklijke Landmacht) ist auch durch das 1. Deutsch-NiederlÀndische Korps mit der Deutschen Bundeswehr verbunden.
[Bearbeiten] Internationale Zusammenarbeit
Die Niederlande sind Mitglied unter anderem in den folgenden internationalen Organisationen:
Das Land stimulierte die EinfĂŒhrung des Euros im Jahre 1999 (Vertrag von Maastricht) als WĂ€hrungseinheit der EU. Seit dem 1. Januar 2002 ist der Euro die offizielle WĂ€hrungseinheit, der den Gulden ablöste.
In den Niederlanden haben unter anderem folgende internationale Institutionen ihren Sitz:
- Internationaler Gerichtshof
- Internationaler Strafgerichtshof
- Europol
- EuropÀisches Weltraumforschungs- und Technologiezentrum
[Bearbeiten] Provinzen und Gemeinden
â Hauptartikel: Provinzen der Niederlande, Gemeinde (Niederlande)
Die Niederlande sind ein dezentralisierter Einheitsstaat. Unterhalb der nationalen Ebene gibt es die Provinzen (niederlĂ€ndisch provincies). 1579 gab es zunĂ€chst sieben Provinzen. SpĂ€ter kamen die so genannten GeneralitĂ€tslande (niederlĂ€ndisch Generaliteitslanden) als Provinzen Nord-Brabant und Limburg hinzu. Drenthe wurde ebenfalls eine eigene Provinz, und die dominierende Provinz Holland wurde 1840 in Nord-Holland und SĂŒd-Holland aufgespalten. Erst 1986 wurde Flevoland als jĂŒngste Provinz gegrĂŒndet, damit sind es jetzt zwölf.
Man teilt die Provinzen oft in vier Gruppen zusammen:
- Utrecht, Nord- und SĂŒdholland im Westen
- Zeeland, Nordbrabant und Limburg im SĂŒden
- Flevoland, Gelderland und Overijssel im Osten
- Drenthe, Groningen und Friesland im Norden
Es wird darĂŒber diskutiert, beispielsweise Rotterdam als stadsprovincie auszugliedern oder die drei Nordprovinzen zusammenzulegen. Das Recht dazu hĂ€tte der niederlĂ€ndische Innenminister. Allgemein aber sind die Provinzen sehr alt und traditionsreich, so dass mit einer voreiligen Ănderung nicht zu rechnen ist.
Die Provinzen wiederum gliedern sich in 443 Gemeinden (gemeenten; Stand: 1. Januar 2007). Die Stadt Amsterdam beispielsweise ist eine Gemeinde mit sieben Stadtbezirken, ebenso ist Oude IJsselstreek eine Gemeinde, die eine Stadt sowie mehrere Dörfer und Ortschaften beinhaltet. Eine Einteilung in Kreise und kreisfreie StĂ€dte gibt es nicht. Die 443 Gemeinden gehören jeweils einer der zwölf Provinzen an sowie einer der 25 Polizeiregionen. Ferner gibt es noch die waterschappen, die sich mit Deichschutz und Wasserwirtschaft beschĂ€ftigen. So genannte Plusregios (niederlĂ€ndisch: Plusregio's) sind eine Zusammenarbeitsform, die manchmal eine Gruppe von Gemeinden fĂŒr sich gewĂ€hlt hat. Beispiele sind das Stadsgewest Haaglanden, die Stadsregio Arnhem-Nijmegen und die Parkstad Limburg. 2006 gab es acht solcher Plusregios.
Die Provinzen haben jeweils ein Parlament (Provinciale Staten) und eine Regierung (College van Gedeputeerde Staten). Das College besteht aus dem Beauftragten der Königin (Commissaris van de Koningin) und gewĂ€hlten Vertretern des Parlamentes der Provinz. Ăhnlich gibt es in den Gemeinden einen Gemeinderat und einen Gemeindevorstand (College van burgemeester en wethouders). Der Gemeindevorstand besteht aus dem BĂŒrgermeister und gewĂ€hlten Vertretern des Gemeinderates.
Die Beauftragten der Königin und die BĂŒrgermeister werden mit königlichem Beschluss von der Regierung ernannt, im Allgemeinen auf Vorschlag der Staten oder des Gemeinderates. Bei den Provinzen und groĂen StĂ€dten wird die politische Machtverteilung im nationalen Parlament berĂŒcksichtigt. Viele BĂŒrgermeister machen eine Karriere im BĂŒrgermeisterberuf, in der sie nacheinander in unterschiedlichen Gemeinden Dienst tun (fĂŒr eine jeweils sechsjĂ€hrige Periode, die erneuert werden kann). Ein BĂŒrgermeister ist also nicht der gewĂ€hlte Vertreter des Gemeinderates oder der lokalen Bevölkerung. Seit Jahren gibt es Initiativen, etwa durch Referenden die Einwohner der Gemeinde an der Auswahl des BĂŒrgermeisters zu beteiligen. 2005 scheiterte ein Gesetzentwurf zur Direktwahl.
[Bearbeiten] Karibische Gebiete
Seit 1986 bestand das Königreich der Niederlande aus den drei LÀndern Niederlande, dem Land NiederlÀndische Antillen und Aruba. Letztere Insel hatte in jenem Jahr den Status eines einzelnen Landes erhalten. Mit dem 10. Oktober 2010 erhielten die Inseln eine neue Einteilung:[26]
- Aruba, Curaçao und Sint Maarten sind einzelne LÀnder im Königreich.
- Bonaire, Sint Eustatius und Saba sind âbesondere Gemeindenâ der Niederlande, gehören aber keiner niederlĂ€ndischen Provinz an.
[Bearbeiten] Wirtschaft
â Hauptartikel: Wirtschaft der Niederlande
[Bearbeiten] Allgemeines
Die Niederlande haben ein gut funktionierendes, eher liberales Wirtschaftssystem. Seit den 1980er Jahren hat die Regierung ihre ökonomischen Eingriffe weitgehend zurĂŒckgenommen. Mit Zustimmung von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Staat erfolgte im Land eine LohnmĂ€Ăigung. Die Arbeitslosenquote ist mit 2,8 % sehr niedrig.
Beim produzierenden Gewerbe dominieren Lebensmittel (Unilever, Heineken), chemische Industrie (AkzoNobel, DSM), Erdölraffinerie (Shell) und die Herstellung von ElektrogerÀten (Philips, TomTom, Océ) sowie LKW (DAF).
Lange vor seinen europĂ€ischen Nachbarn sorgte das Land fĂŒr einen ausgewogenen Staatshaushalt und bekĂ€mpfte erfolgreich die Stagnation im Arbeitsmarkt.
Dienstleistung ist auĂergewöhnlich wichtig. Die groĂen Finanzdienstleister (ING, Fortis, AEGON), die WelthĂ€fen Rotterdam und Amsterdam, Schiphol (Amsterdam Airport) gehören zu den fĂŒnf gröĂten Dienstleistern in Europa.
Die hoch technologisierte Landwirtschaft ist auĂerordentlich produktiv: neben Getreide-, GemĂŒse-, FrĂŒchte- und Schnittblumenanbau â die TulpenzĂŒchtung beeinflusste sogar die Geschichte des Landes â gibt es noch Milchviehhaltung in groĂem MaĂstab. Letztere liefert die Grundlage fĂŒr KĂ€se als wichtiges Exportprodukt.
Die niederlĂ€ndische Landwirtschaft beschĂ€ftigt nur 2 % der Arbeitnehmer, trĂ€gt jedoch erheblich zum Export bei. Die Niederlande sind nach den USA und Frankreich der weltweit drittgröĂte Exporteur landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Als MitbegrĂŒnder der Euro-Zone wurde in den Niederlanden fĂŒr BankgeschĂ€fte am 1. Januar 1999 die vorherige WĂ€hrung, der Gulden, durch den Euro ergĂ€nzt. Drei Jahre spĂ€ter, am 1. Januar 2002, ersetzten die EuromĂŒnzen und -banknoten fĂŒr die Konsumenten den Gulden als Zahlungsmittel. Auf der nationalen RĂŒckseite der MĂŒnzen ist ausnahmslos Königin Beatrix abgebildet.
Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EuropĂ€ischen Union ausgedrĂŒckt in Kaufkraftstandards erreichen die Niederlande einen Index von 126 (EU-25:100) (2005).[27]
Die Niederlande haben mit Deutschland mehrere Doppelbesteuerungsabkommen.
[Bearbeiten] Naturressourcen
Die Niederlande verfĂŒgen ĂŒber Erdgaslager, aus denen nahe Groningen sowie in der sĂŒdlichen Nordsee in groĂem MaĂstab gefördert wird. 1996 wurden 75,8 Mrd. mÂł (nach BP) gefördert. Damit stehen die Niederlande im LĂ€ndervergleich bei der Erdgasförderung auf Platz fĂŒnf, nach Russland (561,1 Mrd. mÂł), USA (546,9 Mrd. mÂł), Kanada (153,0 Mrd. mÂł) und GroĂbritannien (84,6 Mrd. mÂł). Weiterhin gibt es an der emslĂ€ndischen Grenze kleinere Erdölreserven und gröĂere SalzlagerstĂ€tten bei Delfzijl und Hengelo. Abgesehen von Torf (u. a. im Bourtanger Moor) verfĂŒgen die Niederlande ĂŒber keine weiteren nennenswerten BodenschĂ€tze.
[Bearbeiten] Staatsausgaben
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 410 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 368 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 5,3 % des BIP.[28]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 497 Mrd. US-Dollar oder 62,2 % des BIP.[28]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Feiertage
In den Niederlanden gibt es keinen eigentlichen Nationalfeiertag, dafĂŒr den Königinnentag. Im Vergleich zu allen anderen europĂ€ischen LĂ€ndern ist der 1. Mai kein Feiertag und das Ende des Zweiten Weltkriegs wird am 5. Mai (nicht am 8. Mai) begangen, da die deutschen StreitkrĂ€fte in den Niederlanden gesondert kapituliert haben.
| Datum | Name | Deutscher Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1. Januar | Nieuwjaar(sdag) | Neujahr | |
| Freitag vor Ostern | Goede Vrijdag | Karfreitag | fĂŒr manche ein freier Tag |
| Erster Sonntag und Montag nach dem FrĂŒhlingsvollmond | Pasen | Ostern | Ostersonntag und Ostermontag |
| 30. April | Koninginnedag | Tag der Königin | Geburtstag der frĂŒheren Königin Juliana (Beatrixâ Mutter) |
| 4. Mai | Dodenherdenking | Totengedenken | Gedenktag an die Toten der Kriege (kein freier Tag; um 20 Uhr zwei Minuten Stille) |
| 5. Mai | Bevrijdingsdag | Befreiungstag | Gedenken anlÀsslich der Befreiung von der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg (kein freier Tag) |
| 39 Tage nach Ostersonntag | Hemelvaartsdag | Christi Himmelfahrt | |
| 49 Tage nach Ostersonntag | Pinksteren | Pfingsten | Pfingstsonntag und Pfingstmontag |
| 5. Dezember | Sinterklaasavond oder Pakjesavond | Nikolausabend | (kein freier Tag), statt Weihnachten der Tag, an dem Kinder beschenkt werden |
| 25. und 26. Dezember | Kerstmis | Weihnachten | 1. und 2. Weihnachtsfeiertag |
| 31. Dezember | Oudjaar, Oudejaarsdag oder Oud en Nieuw (Alt und Neu) | Silvester | (kein freier Tag) |
[Bearbeiten] Malerei und Kunst
Viele weltberĂŒhmte Maler waren NiederlĂ€nder. Einer der bekanntesten frĂŒhen KĂŒnstler war Hieronymus Bosch. Die BlĂŒtezeit der Republik im 17. Jahrhundert, das so genannte Goldene Zeitalter brachte groĂe KĂŒnstler wie Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Frans Hals, Carel Fabritius, Gerard Dou, Paulus Potter, Jacob Izaaksoon van Ruisdael oder Jan Steen hervor. BerĂŒhmte Maler spĂ€terer Epochen waren Vincent van Gogh und Piet Mondrian. M. C. Escher und Otto Heinrich Treumann waren bekannte Grafiker.
[Bearbeiten] Architektur
NiederlĂ€ndische Architekten gaben wichtige Impulse fĂŒr die Architektur des 20. Jahrhunderts. Hervorzuheben sind vor allem Hendrik Petrus Berlage und die Architekten der De-Stijl-Gruppe (Robert van ât Hoff, Jacobus Johannes Pieter Oud, Gerrit Rietveld). Johannes Duiker war ein Vertreter des Neuen Bauens. Die so genannte Amsterdamer Schule (Michel de Klerk, Het Schip) leistete einen bemerkenswerten Beitrag zur expressionistischen Architektur.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg traten innovative niederlÀndische Architekten hervor. Aldo van Eyck und Herman Hertzberger prÀgten die Architekturströmung Strukturalismus. Piet Blom wurde durch seine eigenwilligen BaumhÀuser bekannt.
Unter den Gegenwartsarchitekten zĂ€hlt Rem Koolhaas mit seinem BĂŒro Office for Metropolitan Architecture zu den einflussreichsten Vertretern einer zeitgenössischen, auf urbanistischen Erfahrungen beruhenden Architekturrichtung (zeitweise zum Dekonstruktivismus zugeordnet), die weitere weltweit bekannte BĂŒros wie MVRDV, Mecanoo, Erick van Egeraat, Neutelings-Riedijk beeinflussten (groĂenteils SchĂŒler oder ehem. Mitarbeiter bei OMA). NiederlĂ€ndische Architektur hat seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und immer noch fortdauernd einen erheblichen Einfluss auf die weltweite Architekturentwicklung genommen.
- Siehe auch: Top 100 der niederlÀndischen UNESCO-DenkmÀler
[Bearbeiten] Wissenschaft und Technologie
Aus den Niederlanden stammten bedeutende Wissenschaftler wie Erasmus von Rotterdam, Baruch Spinoza, Christiaan Huygens und Antoni van Leeuwenhoek. RenĂ© Descartes verbrachte den GroĂteil seiner Schaffenszeit in den Niederlanden. Ăberhaupt fanden seit der frĂŒhen Neuzeit zahlreiche verfolgte Wissenschaftler in den Niederlanden Asyl und Wirkungsmöglichkeiten.
Die moderne Soziologie verdankt ihrem niederlĂ€ndischen BegrĂŒnder S. Rudolf Steinmetz bedeutende Anregungen. FĂŒr die Medizin der frĂŒhen Neuzeit waren die Bildungseinrichtungen in der Stadt Leiden (insbesondere die UniversitĂ€tsbibliothek Leiden) ein relevantes Zentrum, von dem wichtige Impulse ausgingen. Heute gibt es 14 staatliche UniversitĂ€ten in den Niederlanden und zahlreiche Hochschulen. In Noordwijk ist die EuropĂ€ische Weltraumorganisation angesiedelt.
Die Verwaltung der Top-Level-Domain der Niederlande, .nl, ĂŒbernimmt die Stichting Internet Domeinregistratie Nederland (SIDN) seit 1996[30] als Nachfolger des Centrum Wiskunde & Informatica.
[Bearbeiten] Literatur
â Hauptartikel: NiederlĂ€ndische Literatur
Im âGoldenen Zeitalterâ (De Gouden Eeuw) der Niederlande blĂŒhte neben der Malerei auch die Literatur, als bekannteste Vertreter wĂ€ren Joost van den Vondel und Pieter Corneliszoon Hooft zu nennen.
WĂ€hrend der deutschen Besatzung (1940â1945) verfasste Anne Frank in Amsterdam ihr weltbekanntes Tagebuch.
Als die drei wichtigsten Autoren der 2. HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts gelten Harry Mulisch (âDas Attentatâ, âDie Entdeckung des Himmelsâ, beide auch verfilmt), Willem Frederik Hermans (âDie Dunkelkammer des Damoklesâ, auch verfilmt: Like Two Drops of Water [Europa] / The Dark Room of Damocles [USA]; âNie mehr schlafenâ) und Gerard Reve (âDie Abendeâ, âDer vierte Mannâ, beide auch verfilmt). Zu den auch in Deutschland etwas bekannteren gehören ferner Cees Nooteboom, Jan Wolkers und Hella Haasse.
[Bearbeiten] Musik
Eine hervorragende Strömung der Renaissance war die NiederlÀnder Schule, die jedoch wesentlich von Flamen, Hennegauern und Franzosen getragen wurde.
Das niederlÀndische Musikleben war im Bereich der klassischen Musik lange Zeit nicht auf dem Niveau anderer europÀischer Staaten organisiert. Erst Ende des 19. Jahrhunderts fand eine Professionalisierung statt und es bildeten sich zahlreiche Orchester und Kammerensembles.
Wichtige niederlĂ€ndische Komponisten um 1800 waren beispielsweise der gebĂŒrtige Deutsche Johann Wilhelm Wilms sowie Carolus Antonius Fodor, die sich beide an der Wiener Klassik orientierten. Im 19. Jahrhundert dominierten lange Zeit von der deutschen Romantik beeinflusste Strömungen das Musikleben, u. a. reprĂ€sentiert durch Richard Hol. Bernard Zweers versuchte als erster eine spezifisch niederlĂ€ndische Nationalmusik zu entwickeln. Ihm folgten Julius Röntgen und Alphons Diepenbrock, mit denen die niederlĂ€ndische Musik den Anschluss an die internationale Musikentwicklung fand. Wichtige Komponisten im 20. Jahrhundert sind Willem Pijper, Matthijs Vermeulen, Louis Andriessen, Otto Ketting, Ton de Leeuw, Theo Loevendie, Misha Mengelberg, Tristan Keuris und Klaas de Vries (Liste niederlĂ€ndischer Komponisten klassischer Musik).
Die wohl bekannteste niederlĂ€ndische Rockband Golden Earring hatte in den 1970er Jahren ihren gröĂten Hit mit âRadar Loveâ. Ebenfalls weltbekannt waren in den 1970er Jahren die Classic Rock Bands Ekseption um Rick van der Linden und Focus, sowie Shocking Blue mit ihrem Hit âVenusâ.
International bekannte niederlÀndische Musiker sind zum Beispiel Herman van Veen, Robert Long, Nits, Candy Dulfer, Anouk Teeuwe, Ellen ten Damme, Tiesto oder die Gruppen Within Temptation und The Gathering (Band).
Das jÀhrlich veranstaltete North Sea Jazz Festival in Ahoy Rotterdam (vorher Den Haag) gehört zu den wichtigsten Jazz-Ereignissen weltweit.
Seit einigen Jahren ist nederlandstalige muziek, Musik in der Landessprache, sehr erfolgreich. Nestor dieser Gattung ist Peter Koelewijn, der schon seit 50 Jahren Rock 'n' Roll in seiner Muttersprache singt. SpĂ€ter kam Liedermacher Boudewijn de Groot auf. Am Anfang der achtziger Jahren kam ein kurzfristiger Kult der niederlĂ€ndischer Popmusik auf, deren wichtigsten Vertreter Doe Maar, Het Goede Doel und Frank Boeijen waren. Nach 1984 ging die PopularitĂ€t dieser Gattung stark zurĂŒck, um sich zehn Jahre spĂ€ter wieder zu erholen, diesmal aber nicht nur fĂŒr einige Jahre.
Die berĂŒhmtesten Pop/Rockbands der neuen Ăra sind BlĂžf, die meistgespielte Band im niederlĂ€ndischen Radio der vergangenen Jahre, und Acda en de Munnik, ein Duo, das mit Kleinkunstprogrammen bekannt geworden ist. Noch höhere Plattenverkaufszahlen erzielen SchlagerkĂŒnstler, wie Marco Borsato, Jan Smit und Frans Bauer. Bekannte niederlĂ€ndische Rapper sind Ali B und Lange Frans.
Seit den Neunzigern ist eine neue Musikrichtung in den Niederlanden entstanden, die sich in ganz Europa und Amerika immer gröĂerer Beliebtheit erfreut. Hardcore Techno oder Gabber entstand in Rotterdam, Trance wanderte von Deutschland in die Niederlande und hat dort seine weltweit gröĂte PopularitĂ€t. Bekannte Vertreter sind Angerfist, Neophyte oder DJ Buzz Fuzz. Seit ein paar Jahren sind auch die erweiterten Musikrichtungen Jumpstyle, Hardstyle und Speedcore sehr beliebt.
[Bearbeiten] Zeitungen und politische Magazine
| NiederlÀndische Kinospielfilmproduktion[31] | ||
|---|---|---|
| Jahr | Anzahl | |
| 1975 | 16 | |
| 1985 | 13 | |
| 1995 | 18 | |
| 2005 | 24 | |
Die bedeutendsten Traditionszeitungen sind De Telegraaf, AD, de Volkskrant, NRC Handelsblad und Trouw. Eine historisch wichtige ĂŒberregionale Tageszeitung war Het Parool, die spĂ€ter zu einer Amsterdamer Stadtzeitung umkonzipiert wurde. 1999 erschienen mit metro und Sp!ts die ersten Gratiszeitungen in den Niederlanden, mittlerweile sind DAG und De Pers hinzugekommen. Diese und das Internet haben den TraditionsblĂ€ttern zum Teil erhebliche Marktanteile abgenommen. Mit De Groene Amsterdammer, Elsevier, HP/De Tijd, Vrij Nederland erscheinen vier politische Wochenzeitschriften.
- Siehe auch: Liste niederlÀndischer Zeitungen
[Bearbeiten] Fernsehen
Wie in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern, unterscheidet man auch in den Niederlanden die Fernsehlandschaft in öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender. Zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gehören Nederland 1, Nederland 2 und Nederland 3 und fĂŒr NiederlĂ€nder im Ausland BVN, welche vom Nederlandse Publieke Omroep betrieben werden. Sie werden groĂteils ĂŒber Steuern finanziert, teilweise jedoch noch durch das Mitgliedssystem: UrsprĂŒnglich waren die Rundfunksender von weltanschaulich orientierten Vereinen errichtet worden, wie das katholische oder das Arbeiterradio.
In den Niederlanden gibt es einige Privatsender, z. B. RTL 4, RTL 5, SBS 6, RTL 7, RTL 8, NET 5 und Veronica. MarktfĂŒhrer ist in den Niederlanden die RTL Group mit RTL 4.
Die auslĂ€ndischen TV-Inhalte wie amerikanische Produktionen, welche einen GroĂteil des niederlĂ€ndischen Fernsehens ausmachen, werden nicht wie in Deutschland synchronisiert, sondern in Originalsprache ausgestrahlt und untertitelt. Bei Kinderprogrammen trifft dies nicht zu, denn diese werden im Gegensatz zu den erwachsenen Programmen durchaus synchronisiert.
[Bearbeiten] NatursehenswĂŒrdigkeiten
- De Hollandse Biesbosch, eine Fluss- und Sumpflandschaft
- Keukenhof
- die Nationalparks Hoge Veluwe und Veluwezoom in der Veluwe
- die Naturschutzgebiete auf Texel
- Reeuwijkse Plassen bei Gouda
- Schiermonnikoog
- Die Deltawerke Schutzwehre gegen Sturmfluten. Gebaut nach der Sturmflut von 1953
- Der Nationalpark De Meinweg bei Roermond in der Provinz Limburg
[Bearbeiten] NiederlĂ€ndische KĂŒche
â Hauptartikel: niederlĂ€ndische KĂŒche
UrsprĂŒnglich unterscheidet sich die niederlĂ€ndische KĂŒche nicht sehr von der deutschen, in der auch Kartoffeln, Sauerkraut und WĂŒrste eine groĂe Rolle spielen (zum Beispiel im stamppot). Am bekanntesten sind âfrietenâ oder âpatatâ, niederl. fĂŒr Pommes frites mit verschiedenen Saucen, wobei die wohl bekannteste Kombination aus Mayonnaise und ErdnussoĂe (mit Zwiebeln) besteht, die âpatatje oorlogâ. Andere SpezialitĂ€ten sind Gouda-Kaas und Hollandse Nieuwe; bei diesen Matjes handelt es sich um junge, noch nicht geschlechtsreife Heringe. Durch die Vergangenheit als Seemacht kamen allerdings auch kulinarische EinflĂŒsse aus den ehemaligen Kolonien ins Land, wie zum Beispiel der Nasibal oder Bamibal. Dabei handelt es sich um Nasi- oder Bamigoreng in Frikadellenform. Ăber die Grenzen hinaus bekannt sind auch der niederlĂ€ndische Pudding Vla und die Bratrollen, die âFrikandelâ genannt werden (im Gegensatz zur Aussprache deutscher Touristen liegt die Betonung bei âFrikandelâ auf der letzten Silbe â Ă€hnlich der deutschen Frikadelle â und nicht auf der zweiten!).
[Bearbeiten] Siehe auch
Portal:Niederlande â Ăbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Niederlande
[Bearbeiten] Literatur
- F. Wielenga, I. Taute (Hrsg.): LĂ€nderbericht Niederlande. Geschichte â Wirtschaft â Gesellschaft, Bonn 2004. [2]
- C. Meyer: Anpassung und KontinuitĂ€t. Die AuĂen- und Sicherheitspolitik der Niederlande von 1989 bis 1998, MĂŒnster 2007. [3]
- G. Moldenhauer, J. Vis (Hrsg.): Die Niederlande und Deutschland. Einander kennen und verstehen, MĂŒnster u. a. 2001.
- Horst Lademacher: Die Niederlande. Politische Kultur zwischen IndividualitÀt und Anpassung, Frankfurt am Main/Berlin 1993.
- Dik Linthout: Frau Antje und Herr Mustermann. Niederlande fĂŒr Deutsche, Ch. Links, Berlin 2002, ISBN 3-86153-268-9.
- Michael North 2008: Geschichte der Niederlande. MĂŒnchen, C. H. Beck Verlag. ISBN 978-3-406-41878-5.
- Christoph Driessen: Geschichte der Niederlande. Regensburg 2009, Verlag Friedrich Pustet. ISBN 978-3-7917-2173-6.
[Bearbeiten] Weblinks
- NetzprÀsenz der Regierung der Niederlande (niederlÀndisch, englisch)
- NetzprÀsenz des niederlÀndischen Königshauses
- NiederlandeNet.de: GröĂtes Informationsportal ĂŒber die Niederlande und die deutsch-niederlĂ€ndischen Beziehungen in deutscher Sprache
- NetprÀsenz der Deutsch-NiederlÀndischen Handelskammer (DNHK) (deutsch, niederlÀndisch)
- LĂ€nderprofil des Statistischen Bundesamtes
- CIA World Factbook â Netherlands LĂ€nderinformationen der CIA engl.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- â Google Public Data Explorer â Weltbank, abgerufen am 28. April 2012
- â Human Development Report Office: Netherlands â Country Profile: Human Development Indicators
- â Christina Lutter: Maximilian I. (1486â1519). In: Die deutschen Herrscher des Mittelalters: historische Portraits von Heinrich I. bis Maximilian I. (919-1519). Bernd SchneidmĂŒller, Stefan Weinfurter, C.H.Beck, 2003, ISBN 9-78340650958-2, S. 526 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google Buchsuche).
- â das schon immer auĂerhalb der Reichsgrenzen gelegen hatte
- â a b im 16. Jahrhundert findet sich noch âBelgienâ, âNiederlandeâ und Germania Inferior âNiederdeutschlandâ synonym, etwa âBelgium alias Germaniam Inferiorem vocant, das Niederland [âŠ]â Johann Christoph Becmann: Historia Orbis Terrarum, Geographica et Civilis. Frankfurt/Leipzig 1698, VI. S.I. de Belgio, S. 207 (webrepro, uni-mannheim.de).
- â Der Fischer Weltalmanach 2006. Zahlen, Daten, Fakten. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-72006-0; S. 334,117,126,321,325
- â [1] Bevölkerungsanzahl der Niederlande. Stand 25. Januar 2009. Information: Centraal Bureau voor de Statistiek (ZentralbĂŒro fĂŒr Statistik); niederlĂ€ndisch. Abgerufen am 25. Januar 2009
- â Das Grundgesetz des Königreichs der Niederlanden bestimmt keine Amtssprachen. Bis 1992 war auch in anderen Gesetzen keine Amtssprache festgelegt. Seitdem bestimmt die âAlgemene wet bestuursrechtâ (Allgemeines Verwaltungsrechtgesetz) in Artikel 2:6: âBestuursorganen en onder hun verantwoordelijkheid werkzame personen gebruiken de Nederlandse taal, tenzij bij wettelijk voorschrift anders is bepaaldâ (Verwaltungsorgane und unter ihrer Verantwortung tĂ€tige Personen benutzen die niederlĂ€ndische Sprache, es sei denn, eine gesetzliche Vorschrift bestimmt dies anders). Dieses Gesetz ordnet auch den amtlichen Gebrauch der friesischen Sprache innerhalb der Provinz Friesland an.
- â OECD-Factbook 2008
- â Landelijke Sinti/Roma Organisatie, darin insbesondere:Sinti and Roma in the Netherlands
- â Annemarie Cottaar, The Making of a Minority: the Case of Dutch Travellers, S. 114â132, in: Leo Lucassen/Wim Willems/Annemarie Cottaar, Gypsies and Other Intinerant Groups. A Socio-Historical Approach, New York 1998; dies., Dutch Travellers: Dwellings, Origins and Occupations, in: ebenda, S. 174â189
- â Als zu einer auslĂ€ndischen Herkunftsgruppe gehörig wird jede Person gezĂ€hlt, die selbst oder von der mindestens ein Elternteil nicht in den Niederlanden geboren ist. Quelle: Zentralamt fĂŒr Statistik, 2007.
- â Alle europĂ€ischen, nordamerikanischen und ozeanischen Staaten, auch Japan und Indonesien. Die meisten Einwohner indonesischer Herkunft sind WeiĂe oder Mischlinge und ihre Nachkommen. Diese Gruppe wurde Ende der vierziger, Anfang der fĂŒnfziger Jahren wegen der UnabhĂ€ngigkeit Indonesiens in die Niederlande ârepatriiertâ, obwohl viele noch nie in Europa gewesen waren.
- â Geloven in het publieke domein, von das Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid, Abruf am 8. Oktober 2010.
- â Geloven in het publieke domein, von das Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid, Tabelle 4.2 Seite 92, Abruf am 8. Oktober 2010.
- â Geloven in het publieke domein, von das Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid, Tabelle 4.4 Seite 96, Abruf am 8. Oktober 2010.
- â Geloven in het publieke domein, von das Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid Seiten 90 und 91 â 7,132 millionen Christlichen auf Gesamtbevölkerung von 16,3 millionen, Abruf am 8. Oktober 2010.
- â auf NiederlĂ€ndisch Zahlen und Fakten der Katholische Kirche in den Niederlanden und der Protestantischen Kirche in den Niederlanden wie auch von einigen kleineren Kirchen, abgerufen am 15. MĂ€rz 2012
- â a b c Centraal Bureau voor de Statistiek Statistisch jaarboek 2010 Tabelle 22.9 Seite 328, abgerufen am 8. Oktober 2010
- â http://vcoe.at/start.asp?ID=4364
- â Wahlseite des Nederlands Tagblad abgerufen am 20. Juni 2010
- â http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,721098,00.html
- â http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,720923,00.html
- â http://www.elsevier.nl/web/Nieuws/Politiek/277220/Het-Regeer-en-Gedoogakkoord-van-kabinetRutte-I.htm
- â http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/751717/Niederlande_Regierung-reicht-Ruecktritt-ein?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do
- â Trouw: Nederlandse Antillen zijn geschiedenis, Abruf am 12. Oktober 2010.
- â http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=STAT/06/166&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en Eurostat News Release
- â a b c d The World Factbook
- â Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
- â Selbstdarstellung auf sidn.nl
- â Weltfilmproduktionsbericht (Auszug), Screen Digest, Juni 2006, S. 205â207 (eingesehen am 15. Juni 2007)
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51.9166666666675.5666666666667Koordinaten: 52° N, 6° O









