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Manfred Hausmann – Wikipedia

Manfred Hausmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Erstausgabe der Novellen von Manfred Hausmann, 1924
Sonderbriefmarke von 1998 zum 100. Geburtstag von Manfred Hausmann

Manfred Georg Andreas Hausmann (* 10. September 1898 in Kassel; † 6. August 1986 in Bremen) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Laienprediger. Nach neuromantischen Anfängen wandte er sich um 1930 dem Christentum zu. In den 1920er Jahren hatte er viele Anhänger aufgrund seiner „Vagabunden-Texte“; nach dem Zweiten Weltkrieg dank seiner erbaulichen Texte und seiner Predigten. Sein regimetreues Wirken während der Zeit des deutschen Faschismus wird oft übergangen.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Werk

Der Sohn eines Göttinger Fabrikanten besuchte das Gymnasium und schloss sich schon früh der Wandervogelbewegung an, in der noch heute viele von ihm geschriebene Fahrtenlieder gesungen werden. 1916 legte er das Notabitur als Soldat im Ersten Weltkrieg ab. Nach dem Krieg studierte er in Göttingen und München Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte. Obwohl im Krieg schwer verwundet (vor allem: Verätzung der Lunge), legte sich Hausmanns „große Zuneigung für alles Militärische“, wie Arn Strohmeyer schreibt, zeitlebens nicht.[2] So bekräftigt er noch 1978 seine ungebrochene Verehrung des Kriegsdichters Walter Flex, gestorben 1917.[3] 1922 promovierte Hausmann zum Thema Kunstdichtung und Volksdichtung im deutschen Soldatenlied von 1914/18.[4] Er schrieb auch schon selber Gedichte, so Das Schwert, worin er „das Töten geradezu verherrlicht“.[5]

1923/24 – inzwischen mit der Mathematikstudentin Irmgard Schmidt verheiratet – absolvierte Hausmann eine Kaufmannslehre in Bremen. 1924 wurden die Zwillinge Wolf und Tjark geboren. 1924 und 1925 war Hausmann Feuilletonredakteur der Weser-Zeitung, daneben erschienen erstmals Novellen von ihm. Die Buchausgabe mit den ersten beiden Novellen „Die Frühlingsfeier“ und „Holder“ widmete er „Mascha“ - das war der Kosename von Martha, der Ehefrau des Worpsweder Künstlers Heinrich Vogeler. Ende 1925 kündigte er bei der Zeitung und zog als Landstreicher ein Jahr durch Deutschland, woraus sein erster Roman (Lampioon küßt Mädchen und kleine Birken) entstand, der ein Erfolg wurde. In einem Nachruf von 1986 heißt es: „Mit Romanen, die in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren zu Lieblingsbüchern einer Generation wurden – Lampioon küßt Mädchen und junge Birken, Salut gen Himmel, Abel mit der Mundharmonika – präsentierte sich Manfred Hausmann als Nachfahre des jungen Hamsun, des jungen Hesse, als Romantiker mit frischer Gefühlsseligkeit und Taugenichts-Charme.“[6]

Aufgrund seines Erfolges konnte Hausmann ab 1927 als freier Schriftsteller leben. Er ließ sich in der bekannten Künstlerkolonie Worpswede bei Bremen nieder. 1929 unternahm er eine Amerikareise, 1930 wurde seine Tochter Bettina geboren. Als Folge intensiver Auseinandersetzung mit der Bibel und mit Schriften von Karl Barth, Kierkegaard und Dostojewski wandte sich Hausmann um 1933 dem Christentum zu. Als 1934 der (jüdische) Verleger Samuel Fischer starb, hielt Hausmann die Grabrede.[7] 1936 wurde sein Sohn Martin geboren. 1938 erschien sein erster Gedichtband Jahre des Lebens.

[Bearbeiten] Unter Sportsmännern und Frontkämpfern

Insgesamt veröffentlichte Hausmann, der sich nach 1945 gern als von den Faschisten „unerwünschten“ Inneren Emigranten ausgeben ließ, während des Faschismus (12 Jahre) rund ein Dutzend Bücher, daneben zahllose Gedichte, Kurzgeschichten, Novellen, Reise- und Landschaftsschilderungen sowie politische Artikel.[8] Diese Texte erschienen in regimetreuen Publikationen, bis hin zu dem von Joseph Goebbels kontrolliertem Wochenblatt Das Reich oder der nationalsozialistischen Krakauer Zeitung, die im besetzten Polen, dem sogenannten „Generalgouvernement“, herausgegeben wurde.[9]

Hausmann war leidenschaftlicher Wanderer und Segelflieger. „Nach 1933 hielt er sich immer wieder zu Übungen im Segelfluglager Hitzenhain im Rothaargebirge auf, in dem vor allem Hitlerjungen sowie SA- und SS-Leute das Fliegen lernten.“[10] Von daher folgt er 1936 gern dem Ruf des NS-Sportfunktionärs Carl Diem, in der Redaktion der Olympia-Zeitung zu arbeiten.[11] 1940 erklärt er in seinem Aufsatz Sport und Krieg, den zahlreiche Zeitungen veröffentlichten, Krieg sei „die Vollendung dessen, was das tiefe Geheimnis des Sports ausmacht.“[12] Hausmann hatte sich 1939 sofort zum Wehrdienst gemeldet, musste ihn aber aufgrund seiner alten Verletzung bald wieder quittieren.[13] Wie Strohmeyer (mit Jean Amery) anmerkt, machte den „Wandervogel“ Hausmann nicht nur die Sportbegeisterung zum Regime- und Kriegsbefürworter. Schließlich wurzelte Hausmann in einer mystischen, antirationalen „Verbindung von Romantik und Jugendbewegung“, die ein guter Nährboden für Volkstumsideologie und Kraftkult war.[14] In diesem Zusammenhang sieht Strohmeyer auch die auffallende „Lichtmetaphysik“ des Worpsweder Schriftstellers.[15] Auch das schon erwähnte „Schwert“ hatte es ihm angetan. Am 29. September 1940 schrieb er in Goebbels Wochenzeitung Das Reich, im heutigen Deutschland gehöre „das Buch zum Schwert, das Schwert zum Buch“. Hausmanns Artikel berichtete vom „Großdeutschen Dichtertreffen“ in Weimar, an dem er teilgenommen hatte. Die Rede von Oberstleutnant Professor Dr. Kurt Hesse referierte Hausmann in seinem Artikel mit Begeisterung. Der Beauftragte des Oberkommandos der Wehrmacht hatte die Männer des Geistes aufgefordert, ihre Schaffenskraft in den Dienst des „totalen Krieges“ zu stellen. Hausmann unterstrich diese Aufforderung mit der Versicherung: „Wer noch nicht wußte, in welchem Ausmaß dieser gegenwärtige Krieg ein totaler Krieg ist, der konnte es hier erfahren.“ Krönung der Veranstaltung war ein Empfang im Weimarer Schloß durch den in Weimar residierenden „Reichsstatthalter“ und „Gauleiter“ von Thüringen Fritz Sauckel, der bald darauf, zwischen 1942 und 1945, auch für die Qualen einiger Millionen „Fremdarbeiter“ zuständig war.[16][17]

[Bearbeiten] Ein Knecht Gottes

In diesem Licht wirkt es befremdend, wenn Hausmann nach dem Krieg erfolgreich „als christlich inspirierter 'Seelentröster' der Kriegsgeneration“ auftritt, ohne jemals Reue zu zeigen oder gar Selbstkritik zu leisten.[18] Von 1945-50 saß Hausmann – wie schon vor dem Krieg (von 1929-33) – für die SPD im Worpsweder Gemeinderat. 1950 zog er von Worpswede nach Bremen-Rönnebeck in ein neues Haus, das er am Steilufer der Weser hatte errichten lassen. Er arbeitete in Bremen (von 1945-52) als Feuilletonchef des Weser-Kuriers. 1947 kreidete er Thomas Mann öffentlich seine Absicht an, sich wieder in Deutschland niederzulassen – habe Mann doch 1933 von der Schweiz aus bei Innenminister Frick darum gebettelt, ins „Reich“ zurückkehren zu dürfen. Das war eine tatsachenwidrige Unterstellung, wenn nicht gar Verdrehung Hausmanns, der sich über Manns Verächtlichmachung der während des Faschismus veröffentlichten deutschen „Literatur“ geärgert hatte.[19][20] Damals war Günther Schwarberg Voluntär beim Weser-Kurier. Wie der spätere bekannte Stern-Reporter Schwarberg in seinen Erinnerungen berichtet, hatte er Hausmann auf sein „schäbiges Verhalten“ in der Auseinandersetzung mit Mann angesprochen. Hausmann habe ihn mit der Bemerkung abgespeist, darüber könne man sicherlich verschiedener Meinung sein, das sei in Ordnung.[21]

Hausmann gehörte der Jury zur Vergabe des Literaturpreises der Stadt Bremen an. Als diese 1959 auf einer Sitzung, an der Hausmann nicht teilnahm, Günter Grass (Die Blechtrommel) für den Literaturpreis 1960 vorschlug, wandte sich Hausmann öffentlich gegen diese Entscheidung und kündigte seine Mitgliedschaft in der Jury auf. Tatsächlich entschied sich der Bremer Senat gegen Grass, und der Preis wurde für 1960 gar nicht vergeben.

Neben Erzählungen, Romanen, Liedern und Gedichten umfasst Hausmanns weitgespanntes Werk Essays, Dramen, theologische Schriften und eine literarische Neu-Bearbeitung des Hohelieds Salomos.[22] Außerdem übertrug er früh-griechische, chinesische und japanische Gedichte in die deutsche Sprache. In den Vordergrund seines Wirkens rückte jedoch zunehmend die Verkündigung. 1968 wurde er zum Ältestenprediger der Bremischen Evangelischen Kirche ordiniert. Hausmann übernahm viele Predigtdienste, Vortragstätigkeiten und sprach bei Rundfunk-Veranstaltungen und Kirchentagen. Daneben habe er „den Literaturmarkt mit erbaulichen Prosa-Miniaturen beliefert“, die ihm eine treue Lesergemeinde sicherten, heißt es in einem jüngeren Rundfunk-Portrait.[23] Diese „Meditationen über 'Zeit und Ewigkeit'“ habe er in Sammelbänden mit programmatischen Titeln veröffentlicht: Einer muss wachen, Die Entscheidung, Tröstliche Zeichen, Hinter den Dingen. Sie zeigten stets die Pose des Dichters, der nicht nur schreiben, sondern auch verkündigen wolle. Seinen weltanschaulich-religiösen Standpunkt habe er in jenen Jahren wie folgt beschrieben.

Wenn ich nach etwas suche, das meinem Leben im Getriebe der Welt einen Sinn geben soll, dann muß es eine Macht sein, die über dieser Welt steht. Was kann dem Leben einen Sinn geben? Woran glaube ich also? Ich glaube an die Freiheit. Frei, im eigentlichen Sinne des Wortes, ist nur Gott. Aber wunderbarerweise kann der Mensch an der Freiheit Gottes teilnehmen, weil Gott sich in seiner freien Gnade dem Menschen zugewandt hat. Das Teilhaben geschieht durch den Glauben und durch den Gehorsam. Wenn der Mensch nicht mehr seine eigene Freiheit begehrt, sondern im gläubigen Gehorsam ein Knecht Gottes wird, gewinnt er die Freiheit.

Hausmann war Ehrenmitglied des Nerother Wandervogels. Er erfuhr zahlreiche weitere Auszeichnungen, darunter 1955 den Literaturpreis der Stadt Soest, 1958 den Kogge-Ring (Dichterpreis der Stadt Minden), 1959 das Große Bundesverdienstkreuz, 1963 die Bremer Medaille für Kunst und Wissenschaft und 1970 den Konrad-Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung. Letzteren nahm Hausmann angeblich „erst nach einigem Bedenken“ an.[24] 1973 wurde ihm die Humboldt-Plakette verliehen. Wie das Archiv der Deutschen Nationalbibliothek zeigt (siehe Weblinks), werden zahlreiche Bücher des ausgesprochenen Vielschreibers Hausmann bis heute (2012) nach wie vor aufgelegt, teils erreichen sie Auflagen von weit über Hunderttausend. Hausmanns Grab befindet sich auf dem evangelischen Friedhof in Rönnebeck-Farge.

[Bearbeiten] Werke

  • Kunstdichtung und Volksdichtung im deutschen Soldatenlied 1914–18, Dissertation München 1922
  • Die Frühlingsfeier, Novellen, Bremen 1924
  • Orgelkaporgel, Erzählungen, Bremen 1925
  • Die Verirrten, Zwei Novellen, Leipzig 1927
  • Marienkind, Ein Legendenspiel in 5 Bildern, Berlin 1927
  • Lampioon küßt Mädchen und kleine Birken, Roman, 1928[25]
  • Lilofee, Eine dramatische Ballade, 1929 (auch Berlin 1936)
  • Salut gen Himmel, Roman, 1929
  • Kleine Liebe zu Amerika, Ein junger Mann schlendert durch die Staaten, 1930
  • Abel mit der Mundharmonika, Roman, Berlin 1932, auch Berlin 1934 und Leipzig 1941, verfilmt in Deutschland 1933[26] und 1953[27]
  • Ontje Arps, Erzählung, Berlin 1934
  • Die Begegnung, Erzählungen, Leipzig 1936
  • Abschied von der Jugend, Bremen 1937 (später unter dem Titel Abschied vom Traum der Jugend)
  • Demeter, Erzählungen, Berlin 1937
  • Jahre des Lebens, Gedichte, Berlin 1938
  • Mond hinter Wolken, Erzählung, Eisenach 1938
  • Einer muß wachen, Betrachtung, Recklinghausen 1939 (Vergleich zweier Skulpturen der Johannesminne)
  • Geliebtes Bremen, Eine Art von Geständnis, Berlin 1939
  • Geheimnis einer Landschaft (um Worpswede), Berlin 1940
  • Quartier bei Magelone: Aus den Papieren des Oberleutnants Skram, Berlin 1941
  • Alte Musik, Gedichte, Berlin 1942
  • Das Worpsweder Hirtenspiel, Göttingen 1946
  • Füreinander, Gedichte, Berlin 1946
  • Vorspiel, Neue Versuche, Berlin 1947
  • Von der dreifachen Natur des Buches, München 1948
  • Die Gedichte, 1949
  • Martin, Geschichte aus einer glücklichen Welt, Olten 1949[28]
    • Neuauflage mit dem Titel: Martin. Geschichten aus einer glücklichen Welt, mit Zeichnungen von Eva Kausche-Kongsbak, Sigbert Mohn Verlag Gütersloh 1953.
  • Einer muß wachen. Betrachtungen. Briefe. Gedanken. Reden, 1950
  • Der dunkle Reigen, Ein Mysterienspiel, Frankfurt/Main, 1951
  • Der Überfall, Gesammelte Erzählungen, 1952
  • Isabel, Geschichten um eine Mutter, Gütersloh 1953
  • Liebende leben von der Vergebung, Roman, Frankfurt/Main 1953
  • Die Begegnung, zwei Erzählungen, mit einem autobiographischen Nachwort, Stuttgart 1953
  • Hafenbar, Komödie, München 1954
  • Der Fischbecker Wandteppich, Ein Legendenspiel, Frankfurt/Main 1955
  • Die Entscheidung, Neue Betrachtungen, Briefe, Gedanken und Reden, Frankfurt/Main 1955
  • Was dir nicht angehört, Erzählung, Frankfurt/Main 1956
  • Trost im Trostlosen, Gedenkrede bei einer Feierstunde des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Volkstrauertag 1956 im Bonner Plenarsaal, Frankfurt/Main 1956
  • Andreas. Geschichten um Martins Vater, mit Zeichnungen von Eva Kausche-Kongsbak, Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh 1957
  • Aufruhr in der Marktkirche, Ein Reformationsspiel, Frankfurt/Main 1957
  • Der beste Fahrer von Edinburg, Eine humoristische Erzählung, Paris 1958
  • Die Zauberin von Buxtehude, Schauspiel, Frankfurt/Main 1959
  • Tröstliche Zeichen, Reden und Betrachtungen, Frankfurt/Main 1959
  • Irrsal der Liebe, Gedichte, Frankfurt/Main 1960
  • Spiegel des Lebens, Festrede zum 60-jährigen Jubiläum des Deutschen Fussball-Bundes, Frankfurt/Main 1960[29]
  • Heute noch, Erzählung, Hamburg 1962
  • Kleiner Stern im dunklen Strom, Roman, Frakfurt/Main 1963
  • Zwei unter Millionen, Von Liebe und Ehe, Hamburg 1964
  • Kassel, Portrait einer Stadt, Hannover 1964
  • Und wie Musik in der Nacht, 1965
  • Brüderliche Welt , Erneuerung der Gemeinde durch den Heiligen Geist, Neukirchen-Vluyn 1965
  • Und es geschah, Gedanken zur Bibel, Hamburg 1965
  • Widerschein der Ewigkeit, 15 Bildmeditationen, Hamburg 1966
  • Heiliger Abend, Eine Weihnachtsgabe, Zürich 1967
  • Hinter den Dingen, Betrachtungen, Kassel 1967
  • Der militärische Geheimnisverrat und die Pressefreiheit, Freiburg i. B. 1967
  • Kreise um eine Mitte, Essays, Neukirchen-Vluyn 1968
  • Wort vom Wort, Acht Predigten, Neukirchen-Vluyn 1968
  • Gottes Ja, Neun Predigten, Neukirchen-Vluyn 1969
  • Der golddurchwirkte Schleier, Gedichte um Aphrodite, Frankfurt/Main 1969
  • Das abgründige Geheimnis, Fünfzehn Predigten, 1972
  • Kleine Begegnungen mit großen Leuten, Ein Dank, Neukirchen-Vluyn 1973
  • Zwei mal zwei im Warenhaus, ein Spiel für Kinder, Frankfurt/Main 1973
  • Im Spiegel der Erinnerung, Portraits, Neukirchen-Vluyn 1974
  • Die Nienburger Revolution, Ein Schauspiel, Nienburg 1975
  • Nüchternheit, Predigten, Neukirchen-Vluyn 1975
  • Der Mensch vor Gottes Angesicht, Rembrandt-Bilder-Deutungsversuche, Neukirchen-Vluyn 1976
  • Bis nördlich von Jan Mayen, Geschichten zwischen Kopenhagen und dem Packeis, Neukirchen-Vluyn 1978
  • Andreas, Viola und der neue Stern, Roman, Gütersloh 1975
  • Unvernunft zu dritt, Eine Schülergeschichte, Neukirchen-Vluyn 1977
  • Welt aus Licht und Eis (Spitzbergen), Neukirchen-Vluyn 1979
  • Vom Reichtum des Lebens, Betrachtungen, Fragen, Antworten, Basel 1979
  • Gottes Nähe, Predigten, Neukirchen-Vluyn 1981
  • Der Hüttenfuchs, Erzählung, Frankfurt/Main 1983
  • Das Unerwartete. Städte und Landschaften, 1988[30]
  • Worpsweder Kalenderblätter, Tage, Stunden, Augenblicke; aus dem Nachlass, Worpswede 1990

[Bearbeiten] Literatur

  • Christine Bourbeck: Schöpfung und Menschenbild in der deutschen Dichtung um 1940. Haushofer, Peters, Bergengruen, Berlin 1947
  • Siegfried Hajek: Manfred Hausmann, Wuppertal 1953 (= Dichtung und Deutung, Heft 5)
  • F. E. Korn: Das Motiv der Jugendbewegung im Werk von Manfred Hausmann, München 1958
  • Karlheinz Schauder: Manfred Hausmann, Wuppertal 1963 (= Dichtung und Deutung, Heft 8)
  • Carl Peter Fröhling: Sprache und Stil in den Romanen Manfred Hausmanns, Bonn 1964
  • Manfred Hausmann. Festschrift zu seinem 70. Geburtstag, Verlag S.Fischer 1968
  • H. Klucaric: Studien zur Bild- und Motivsprache Manfred Hausmanns, Graz 1969
  • S. Bein: Vernunftglaube und Weisheitsglaube im Werk von Manfred Hausmann, in: Welt und Wort 28, 1973, Seite 278-285
  • Klaus Seehafer: Der Eros im Werk Manfred Hausmanns, Diplomarbeit, Stuttgart 1971[31]
  • V. M. Anderson: The Christian Author's Perseption of His Task in Twenthies-Century Germany, Boston College 1976
  • Karlheinz Schauder: Manfred Hausmann. Weg und Werk, 2. Auflage Neukirchen-Vluyn 1979[32]
  • U. Homann: Manfred Hausmann, Dichter und Christ, in: Der Literat 28, 1986
  • Arn Strohmeyer: Der Mitläufer. Manfred Hausmann und der Nationalsozialismus, Bremen 1999
  • Arn Strohmeyer: Unerwünscht? Der Schriftsteller Manfred Hausmann in der Zeit des Nationalsozialismus, in: Strohmeyer/Artinger/Krogmann: Landschaft, Licht und Niederdeutscher Mythos. Die Worpsweder Kunst und der Nationalsozialismus, Weimar 2000
  • Hans Sarkowicz/Alf Mentzer: Literatur in Nazi-Deutschland. Ein biografisches Lexikon, Hamburg und Wien 2000
  • Regina Jung-Schmidt: Sind denn die Sehnsüchtigen so verflucht? Die verzweifelte Suche nach Gott im Frühwerk des Dichters Manfred Hausmann, Neukirchen-Vluyn 2006
  • Ulrich Kriehn: Zwischen Kunst und Verkündigung. Manfred Hausmanns Werk zwischen Literatur und Theologie, Marburg 2008

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Prominentes Beispiel dieser Aussparung: Brockhaus Enzyklopädie, 19. Ausgabe, Band 9 von 1989, Seite 547
  2. ↑ Arn Strohmeyer: Unerwünscht? Der Schriftsteller Manfred Hausmann in der Zeit des Nationalsozialismus, in: Strohmeyer/Artinger/Krogmann: Landschaft, Licht und Niederdeutscher Mythos. Die Worpsweder Kunst und der Nationalsozialismus, Weimar 2000, Seite 199
  3. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 200
  4. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 200
  5. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 199
  6. ↑ Spiegel 33/1986, abgerufen am 29. Januar 2012
  7. ↑ Dies ist ein Beispiel für Hausmanns „ambivalentes“ Verhältnis zum Faschismus, das auch Kritiker Strohmeyer nicht übersieht (Unerwünscht?, Seite 201). Andere Beispiele für couragiertes Verhalten finden sich bei Klaus Seehafer, abgerufen am 29. Januar 2012.
  8. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 197
  9. ↑ Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt am Main 2007, Seite 224
  10. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 202
  11. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 202
  12. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 205
  13. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 204
  14. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 198
  15. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 200
  16. ↑ Strohmeyer, Unerwünscht?, Seite 207
  17. ↑ Radio Bremen 4. August 2011, abgerufen am 29. Januar 2012
  18. ↑ Radio Bremen 1. August 2011, abgerufen am 29. Januar 2012
  19. ↑ Ernst Klee, Seite 224
  20. ↑ Radio Bremen 2011, abgerufen am 29. Januar 2012
  21. ↑ Günther Schwarberg: Das vergess ich nie, Göttingen 2007, Seite 122. Auf Seite 94 erwähnt Schwarberg Hausmanns früheres Engagement für die Olympia-Zeitung. Hausmann selbst habe sich vor 1945 gern als „Dichter unter dem Stahlhelm“ bezeichnet.
  22. ↑ Frankfurt/Main 1958
  23. ↑ Radio Bremen 4. August 2011, abgerufen am 29. Januar 2012
  24. ↑ mayer-lieder, abgerufen am 29. Januar 2012
  25. ↑ Dieser Roman komme nicht ohne Pathos und Klischees aus, heißt es in Kindlers Neuem Literaturlexikon (Ausgabe München 1988). „Hausmanns Versuch, die Taugenichts-Figur Eichendorffs zu modernisieren“, erreiche, bei allem Vermögen, resignative Stimmungen einzufangen und Naturvorgänge zu schildern, „nirgends das Niveau dichterischer Reflexion auf die eigene Zeit.“ Der Nazi-Journalist Kurt Ziesel verdammte das Buch 1935 als „pornographischen Schund“, was Klaus Seehafer auf seiner Webseite zugunsten Hausmanns in die Waagschale wirft. Hausmanns aufschlußreiche Verteidigung Ziesel gegenüber erwähnt Seehafer nicht. Laut Strohmeyer (Unerwünscht?, Seite 201) und der von ihm zitierten Saale-Zeitung vom 9. November 1935 wehrte sich Hausmann vor allem gegen Ziesels Vorwurf, er habe sich nach Hitlers Machtantritt opportunistisch „umgestellt“. Solche Umstellung fand Hausmann in der Tat „ekelhaft“ – nur habe er sie gar nicht nötig gehabt. Er habe damals nach harten inneren Kämpfen seinen Frieden mit dem Nationalsozialismus gemacht. Seine Bücher seien jedoch so „hoffnungslos deutsch“ gewesen, dass es gar keiner „Umstellung“ bedurfte, „um auch im neuen Deutschland bestehen zu können“. Das sei in weitesten nationalsozialistischen Kreisen auch durchaus bekannt. Hausmann stellte Ziesel ein Ultimatum für eine Entschuldigung, genieße doch „die persönliche Ehre eines jeden Volksgenossen heute besonderen Schutz“.
  26. ↑ Regie des UFA-Films: Erich Waschneck, Premiere 15. November 1933
  27. ↑ Diesen Roman nennt Kindlers „heiter-schmerzlich“, Günther Schwarberg „schwärmerisch“ (Seite 94)
  28. ↑ Laut Radio Bremen (4. August 2011, abgerufen 28. Januar 2012) „ein Buch mit heiteren Episoden aus der Kindheit des jüngsten Sohnes Martin, dessen Beschwörung von ‘heiler Welt’ zu einer begehrten Lektüre der Adenauer-Ära wird.“
  29. ↑ Dazu kritische Anmerkungen von Hausmann-Anhänger Klaus Seehafer, abgerufen am 29. Januar 2012
  30. ↑ Siehe Hausmann übers Reisen in der Zeit vom 1. März 1968, abgerufen am 29. Januar 2012
  31. ↑ Hier, abgerufen am 29. Januar 2012, gibt Seehafer ein recht ausführliches Hausmann-Portrait, Replik an Strohmeyer eingeschlossen.
  32. ↑ Laut Strohmeyer (Unerwünscht? Seite 197) sind Schauders Arbeiten über Hausmann mit Vorsicht zu genießen. So behaupte Schauder wahrheitswidrig, von Hausmann seien im „Dritten Reich“ Bücher verbrannt worden.

[Bearbeiten] Weblinks

 Wikiquote: Manfred Hausmann â€“ Zitate


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