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Julius Albert – Wikipedia

Julius Albert

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Wilhelm August Julius Albert (* 24. Januar 1787 in Hannover; † 4. Juli 1846 in Clausthal) war ein hannoverscher Berghauptmann. Er gilt als der Erfinder des Drahtseils.

Wilhelm August Julius Albert

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Der Sohn des BĂŒrgermeisters der hannoverschen Neustadt begann 1803 an der UniversitĂ€t Göttingen ein Studium der Rechtswissenschaften und wechselte dann ins Bergfach ĂŒber. 1806 erhielt Albert seine erste Anstellung als Auditor bei den Berg- und ForstĂ€mtern der Harzer BergstĂ€dte Clausthal und Zellerfeld. Ab 1808 war er als Bergschreiber tĂ€tig. 1809 berief ihn Antoine-Marie HĂ©ron de Villefosse zum Ingenieur en chef und Divisions-SecretĂ€r bei der Harz-Division. Zusammen mit Villefosse erarbeitete Albert die Beschreibung ĂŒber den Mineralienreichtum des bergmĂ€nnischen Harzes. 1814 wurde er zum Zehntner in Clausthal ernannt, 1817 erhielt er den Titel eines Bergrates verliehen und wurde Expedient der Berghauptmannschaft. Seit 1821 oblag ihm auch die Administration der MĂŒnze in Clausthal. 1825 wurde er Oberbergrat. Nach dem Tode von Friedrich Otto Burchard von Reden wurde Albert 1836 dessen Nachfolger als hannoverscher Berghauptmann und leitete damit das Berg-, HĂŒtten- und Forstwesen auf dem grĂ¶ĂŸten Teil des Harzes. 1841 wurde Albert zum außerordentlichen Mitglied des Staatsrates im Königreich Hannover berufen.

WĂ€hrend seiner Amtszeit förderte Albert die Berg- und Forstschule in Clausthal und das Knappschaftswesen auf dem Harz. Weiterhin fĂŒhrte er eine neue Feuerordnung ein. 1833 beauftragte Albert gemeinsam mit Berghauptmann von Reden den Berggeschworenen Georg Ludwig Dörell, ein vom Kunstjungen Lichtenberg konstruiertes Modell einer Fahrkunst im Spiegelthaler Hoffnung-Richtschacht in der Praxis zu erproben. Nach dem erfolgreichen Versuch erfolgte der Einbau der FahrkĂŒnste auf allen Oberharzer Bergwerken und wenig spĂ€ter fand die Harzer Fahrkunst in ganz Europa Verbreitung.

Die bislang verwendeten Förderketten rissen oft nach lĂ€ngerem Betrieb. Diese Erscheinung, die MaterialermĂŒdung, wurde damals mit der SchĂ€digung durch Überlasten erklĂ€rt. Albert baute eine Maschine, welche eine Kette einer hĂ€ufig wiederholten Belastung aussetzte. Er fand, dass neben der Last vor allem die HĂ€ufigkeit der Beanspruchung fĂŒr die ErmĂŒdung maßgebend ist. Mit Albert beginnt die systematische Erforschung der Schwingfestigkeit noch vor Wöhler. 1834 unternahm Albert mit UnterstĂŒtzung des Pochsteigers Heinrich August Mummenthey auf dem Hof der Clausthaler MĂŒnze erste Versuche mit einem Seil aus geflochtenem Eisendraht, das die bis dahin gebrĂ€uchlichen Harzer Ketten ersetzen sollte. Nach einer erfolgreichen Erprobung auf der Grube Caroline fand das "Albert-Geflecht" schnell im in- und auslĂ€ndischen Bergwerk und auch darĂŒber hinaus Verbreitung.

In der Nacht vom 15. bis 16. September 1844 wurde Clausthal durch eine Feuersbrunst heimgesucht. Albert wirkte in dieser Nacht persönlich bei der BekĂ€mpfung des Feuers mit und erlitt wegen Überanstrengung einen gesundheitlichen Zusammenbruch. 22 Monate spĂ€ter verstarb er. Die Beisetzungsfeier erfolgte unter Anteilnahme der Oberharzer Bevölkerung in einem Festumzug mit FackeltrĂ€gern und den WĂŒrdentrĂ€gern der Stadt. Etwa 500 Bergleute mit Grubenlichtern, darĂŒber hinaus Wald- und HĂŒttenarbeiter mit Fackeln standen dabei Spalier.[1]

Alberts GrabstÀtte auf dem Alten Friedhof in Clausthal wurde 1934 im Zuge der 100-Jahrfeier zur Erfindung des Drahtseils zu einem kleinen Mausoleum umgestaltet. In Clausthal-Zellerfeld trÀgt die "Oberbergrat-Albert-Schule" seinen Namen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Dorothee Austen: Gedenken an Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert in: Der AnschlĂ€ger, Mitteilungsblatt des Oberharzer Geschichts- und Museumsvereins, Clausthal-Zellerfeld, Nr. 3/2009

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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