Ilias
Die Ilias (griechisch ጞλÎčÎŹÏ IliĂĄs), eines der Ă€ltesten schriftlich fixierten Werke Europas, schildert einen Abschnitt des trojanischen Krieges. Das Epos umfasst 24 BĂŒcher bzw. GesĂ€nge, wie diese Abschnitte seit der Ăbersetzung durch Johann Heinrich VoĂ bezeichnet werden. Die Ilias beruht auf frĂŒhgeschichtlichen Mythen und ErzĂ€hlungen und wird Homer zugeschrieben (zur Verfasserschaft, auch hinsichtlich der Odyssee, siehe Homerische Frage). Die Ilias-Darstellung der Olympischen Götter dĂŒrfte erheblich zur Entwicklung einer nationalen griechischen Religion beigetragen haben und prĂ€gt bis in die Gegenwart die europĂ€ische Kunst- und Geisteswissenschaft.
Gegenstand ist der bereits zehn Jahre wĂ€hrende Trojanische Krieg zwischen Troja und der griechischen Allianz der Achaier. Zentrales Thema der Ilias ist der Zorn, der innerhalb ihres nur 51-tĂ€gigen Handlungsverlaufs immer weitere Kreise zieht und dabei Heroen wie Götter als unentrinnbares Schicksal ereilt. Den Anfang setzen die Entehrung des Gottes Apollon durch den Raub der ChryseĂŻs und seine Rache an den Achaiern. Als schlieĂlich dem Apollon-Priester Chryses die Tochter zurĂŒckgegeben wird, fordert Agamemnon, Oberbefehlshaber der Achaier, Ersatz fĂŒr seine Beute und gerĂ€t so in Konflikt mit Achilleus, der sich in der Folge ebenfalls entehrt sieht und sich aus den KĂ€mpfen zurĂŒckzieht. Der âZorn des Achilleusâ wird zur Klammer des Epos, findet zum Ende hin aber eine neue Ursache. So wendet Achilleus im Neunzehnten Gesang die endgĂŒltige Niederlage der Achaier durch die öffentliche Versöhnung mit Agamemnon und seinen Wiedereintritt ins Kampfgeschehen ab, um dafĂŒr nun dem Zorn auf Hektor nachzugeben, der zuvor seinen besten Freund und KampfgefĂ€hrten Patroklos getötet hat. Eine MĂ€Ăigung findet Achilleusâ Zorn erst im letzten bzw. Vierundzwanzigsten Gesang, als er Hektors Leichnam nach 12-tĂ€giger SchĂ€ndung seinem Vater Priamos zur Bestattung ĂŒberlĂ€sst.
Mythischer Ausgangspunkt fĂŒr den Trojanischen Krieg ist das Urteil des Paris und dessen EntfĂŒhrung von Agamemnons SchwĂ€gerin Helena. Beides wird in der Kypria beschrieben. Die Kenntnis darum wird in der Ilias vorausgesetzt und daher nur einmal kurz angedeutet. Von der List des Odysseus (Trojanisches Pferd) und dem Ende des Trojanischen Krieges wird dann nicht in der Ilias, sondern unter anderem in der Iliu persis des so genannten Epischen Zyklus erzĂ€hlt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Werktitel
Altgriechisch ጞλÎčÎŹÏ (IliĂĄs) ist eine feminine Adjektivbildung zu ጌλÎčÎżÏ (Ălios), einem Alternativnamen fĂŒr Troja; es bedeutet also âzu Troja gehörig, mit Troja verbunden, trojanischâ. Substantiviert kann es auch die Landschaft um Troja, die Troas, oder eine aus Troja stammende Frau bezeichnen. Die Verwendung als Titel fĂŒr das noch heute so genannte Werk findet sich zuerst in Herodots Historien (2, 116). Diesem Gebrauch muss eine (nirgendwo belegte) Verbindung wie ጞλÎčáœ°Ï ÏοίηÏÎčÏ (Ilias poĂesis âdie sich mit Troja beschĂ€ftigende Dichtungâ) vorausgegangen sein.[1] Eine syntagmatische Verwendung des Namens findet man vor Herodot schon bei Aischylos, Simonides von Keos und Euripides[P 1][2]. Schon Sappho schreibt ĂŒber die Iliaden.[P 2] Wann und wieso sich der Name âIliasâ fĂŒr ein Werk durchsetzen konnte, das nicht die ganze Geschichte Trojas, nicht einmal den gesamten Trojanischen Krieg, sondern nur eine Episode daraus behandelt, ist unklar;[P 3] immerhin verwendeten auch die sogenannten kyklischen Epen diesen Rahmen. Vermutlich zeigt sich darin die ĂŒberragende Stellung, die der Ilias im Vergleich zu den anderen Troja-Dichtungen zugebilligt wurde.[3]
British Museum, London
[Bearbeiten] Autor
Die Frage nach der Verfasserschaft ist schwierig zu beantworten, da der Autor sein Werk nicht um einen Namen ergĂ€nzte.[4] Ăberliefert ist der Name âHomerâ, dem man im fĂŒnften Jahrhundert vor Beginn der Zeitrechnung ebenso die Verfasserschaft der Odyssee, der kyklischen Epen, der Trojasage, der Homerischen Hymnen und einiger weiterer Werke zuschrieb.[5] Inwiefern dieser aber an der Ilias gearbeitet hat oder ob sein Name fĂŒr eine Gruppe mehrerer Bearbeiter steht, ist umstritten.[6] FĂŒr den ersten Fall ergibt sich dann die Frage, inwiefern er zur Ilias beigetragen hat. Strittig ist dabei allerdings schon, was man als âIliasâ definieren soll. Zur Auswahl stehen dabei die poetische Komposition, der Plot und der Text. Zur heute kaum zu beantwortenden Frage stellt Hermann FrĂ€nkel resignierend fest: âDabei muĂ die Frage fĂŒr alle Zeiten offen bleiben, ob Homer, als er die letzte Hand an die Epen legte, viel oder wenig an ihnen geĂ€ndert hat; ob er ein schöpferischer Geist, ein geschickter Bearbeiter, ein trefflicher Rezitator, ein fleiĂiger Schreiber â oder vielleicht eben nur der letzte Redaktor war, dem kein Nachfolger mehr den Ehrentitel abnahm.â[7]
[Bearbeiten] Datierung
Die Frage nach der Datierung der Ilias ist eine der schwierigsten und umstrittensten der Klassischen Philologie â auch in der Antike schwankten die Autoren schon stark, nĂ€mlich zwischen dem 13./12. und 7. Jahrhundert v. Chr..[P 4][8] Sie hĂ€ngt stark mit den Homertheorien und der Verfasserschaft zusammen[9] â so ist bisher nicht bewiesen, ob die Ilias ĂŒber einen lĂ€ngeren oder kĂŒrzeren Zeitraum sprachlich geprĂ€gt wurde. Sie wird dabei sowohl synchron als auch diachron betrachtet. Seit den Homeriden â einer Gruppe Homer nacheifernder Dichter â wird die Ilias in die zweite HĂ€lfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. datiert. GelĂ€ufig wird dies unter anderem wegen der steigenden archĂ€ologischen Funde dieser Zeit auch heute noch getan. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts argumentieren Philologen wie Walter Burkert und Martin West anhand von Werkstellen intensiver fĂŒr eine spĂ€tere Datierung.[10] So wird auch fĂŒr eine Redaktion zur Zeit des Tyrannen Peisistratos oder bei den alexandrinischen Philologen plĂ€diert.[11] Kritisiert wird dabei auch, dass Bezugnahmen zeitlich der Ilias nahestehender Dichter, Werke oder KunstgegenstĂ€nde sich nicht auf den verschriftlichen Text beziehen mĂŒssen, sondern sich auch auf mĂŒndliche Ăberlieferungen des Plots beziehen könnten.[12] Die Argumente, dass die Ilias sprachlich Ă€lter als andere Werke sei, sind zum Teil unbewiesen und unrichtig.[13]
- Terminus ante quem
Eindeutige BezĂŒge, um einen terminus ante quem sicher zu belegen, finden sich in literarischer Form erst bei Alkaios von Lesbos um 600 v. Chr..[P 5][14] In der Kunst der Antike werden zwar seit 700 v. Chr. Szenen des epischen Kyklos dargestellt, die 51 Tage der Ilias werden dabei allerdings nicht dargestellt. Kunstwerke, die dieses Thema darstellen, sind erst seit 625 v. Chr. zu finden.[15] Es könnten natĂŒrlich noch frĂŒhere Objekte entdeckt werden, die Frage nach der Bezugnahme auf einen schriftlichen Text kann damit allerdings nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt werden.
- Terminus post quem
Waffen- und Gegenstandfunde wie auch die erschlossene Kampftechnik sprechen eher fĂŒr die erste HĂ€lfte des 7. Jahrhunderts v. Chr..[16] Wie oben erwĂ€hnt, versucht man anhand von Textstellen den âTerminus post quemâ genauer zu bestimmen â so wird beispielsweise Hom. Il. 9, 381â384 von Martin Litchfield West nicht vor 663 v. Chr. datiert, Walter Burkert geht noch frĂŒher; Hom. Il. 12, 3â33 aufgrund der Ăhnlichkeit zur Zerstörung von Babylons Stadtmauer wird durch West in die Jahre 689/688 v. Chr., der Wiederaufbau in die Jahre 678/677 v. Chr. angesetzt.[17] Letzteres Datum sieht Martin West als Terminus post quem an, und datiert dabei unter der Annahme einer synchronen Verschriftlichung des Textes nach Hesiod (730 bis 660, genauer 680 bis 670 v. Chr.) â welches damit das Ă€lteste schriftlich fixierte Werk der griechischen Literatur wĂ€re â, wie dies vor dem vierten Jahrhundert v. Chr. schon der Fall war.[P 6][18] Die Ilias enthĂ€lt laut unter anderem Ernst Heitsch und Martin West mehrere belegte Zitate und BezĂŒge aus Hesiods Werken.[19] Die Argumente fĂŒr eine frĂŒhere Datierung aufgrund von Anspielungen auf Mimnermos und Tyrtaios hĂ€lt West fĂŒr nicht krĂ€ftig.[I 1][20] AbschlieĂend werden die Jahrzehnte von 670 bis 640 v. Chr., spezieller die Jahre 660 bis 650 v. Chr. als mögliche Entstehungszeit des Textes angenommen.[21]
[Bearbeiten] Handlung
Das Werk umfasst 15.693 Verse in 24 GesĂ€ngen,[22] die nach dem Einheitsalphabet von Eukleides im Jahr 403 v. Chr. mit griechischen GroĂbuchstaben gekennzeichnet sind; die LĂ€nge der BĂŒcher variiert etwa zwischen 400 und 900 Versen.[P 7]
Das Zornmotiv, das das ganze Epos durchzieht, tritt aber nur in einigen wenigen der 24 BĂŒcher stĂ€rker in den Vordergrund. Achilleus' Zorn entwickelt sich durch Agamemnons Entehrung, weil er sein BeutemĂ€dchen BriseĂŻs raubt, um an ihm ein Exempel seiner Macht zu statuieren. Achilleus beugt sich diesem und tritt in den Streik und damit in den Hintergrund der Ilias. So kann der ErzĂ€hler in den folgenden BĂŒchern Zwei bis Acht Szenen aus frĂŒheren Kriegsjahren einbauen[23] und ein erstes Zusammentreffen der Kriegsparteien darstellen. Erst im neunten Buch wird Achilleus wieder angesprochen, da die anderen Achaier erkannt haben, dass sie ohne ihn und seine KampfgefĂ€hrten gegen die Trojaner nicht bestehen können. Da sich Agamemnon fĂŒr sein Fehlverhalten aber nicht entschuldigen will und Achilleus' Zorn noch zu groĂ ist,[24] lehnt er einen Kompromiss ab und stellt sich damit nicht nur gegen Agamemnon, sondern auch gegen die ĂŒbrigen Achaier. Er beschlieĂt damit den Tod vieler GefĂ€hrten, da Zeus den Trojanern gewĂ€hrt, bis ans Schiffslager der Achaier zu gelangen.[25] Erst danach soll die Schlacht gewendet werden. Bis es dazu kommt, wird durch die Darstellung der KĂ€mpfe um die Mauer vor den Schiffen und durch göttliche Eingriffe zugunsten der Achaier die Geschichte retardiert.
Im sechzehnten Buch erfĂŒllt sich dann Zeus' Plan, sodass Achilleus Patroklos gewĂ€hrt, die Trojaner zurĂŒckzudrĂ€ngen. ĂbermĂŒtig greift dieser dann aber die Stadt an und wird unter anderem von Hektor getötet. Der darauffolgende Kampf um dessen Leichnam und die Fertigung neuer Waffen weisen auf die folgenden BĂŒcher hin. Achilleus, entsetzt ĂŒber den Verlust des Freundes, versöhnt sich dann im neunzehnten Buch mit Agamemnon und stĂŒrmt, immer noch zornig, jetzt aber auf Hektor, in die Schlacht. Bis zum finalen Kampf mit diesem im zweiundzwanzigsten Buch kĂ€mpft er allerdings noch gegen einige andere Gegner und sogar Götter. Die endgĂŒltige Ăberwindung seines Zorns findet dann erst nach dem Misshandeln von Hektors Leichnam und Totenspielen fĂŒr Patroklos' Feuerbestattung im vierundzwanzigsten Buch statt. Dazu muss er erst den Vater seines Erzfeindes â Priamos â kennenlernen, der wie Achilleus einen schweren Verlust erleiden musste.
Im Folgenden wird der Aufbau des Werkes anhand einer Tabelle skizziert, fĂŒr einen umfangreicheren Ăberblick ĂŒber den Inhalt des Epos' ist der Artikel âInhalt der Iliasâ vorhanden.
| Tag/Nacht | Partie | Versanzahl | Handlung |
|---|---|---|---|
| Proömium | 1, 1â7 | 7 | Buch Eins: ThemenĂŒberblick[26] |
| Tag 1 | 1, 8â52 | 45 | Agamemnon beleidigt und vertreibt den Priester Chryses, der seine kriegsgefangene Tochter ChryseĂŻs befreien will, woraufhin dieser seinen Gott Apollon um Genugtuung bittet. |
| Tage 2â9 | 1, 53 | 1 | Neun Tage wĂŒtet eine von Apollon entsandte Seuche. |
| Tag 10 | 1, 54â476 | 423 | Von Achilleus wird eine Heerversammlung aufgrund der Seuche einberufen, in der sich Agamemnon und Achilleus entzweien. Eine Vermittlung von Nestor ist nicht erfolgreich. SchlieĂlich lenkt Agamemnon ein, verlangt aber Achilleusâ BeutemĂ€dchen BriseĂŻs als Ersatz, was der nicht gutheiĂt. Bitte des Achilleus' an seine Mutter Thetis, um Ehrung und Genugtuung durch Zeus. RĂŒckgabe der ChryseĂŻs auf der Insel Chryse. |
| Tag 11 | 1, 477â492 | 16 | RĂŒckkehr der Gesandtschaft aus Chryse. |
| Tag 12â20 | (1, 493) | (1) | Alle Götter sind fĂŒr zwölf Tage bei den Aithiopiern. |
| Tag 21 | 1, 493â611 | 119 | Die Götter sind wieder zurĂŒck auf dem Olymp; Zeus gewĂ€hrt Thetis Achilleus' Wunsch trotz Heras Widerspruchs. Ihr Konflikt löst sich im Lachen auf. |
| Nacht vor Tag 22 | 2, 1â47 | 47 | Buch Zwei: Zeus sendet Agamemnon einen Traum, dass dieser jetzt die Trojaner besiegen wĂŒrde. |
| Tag 22 | 2, 48 bis 7, 380 |
3653 | Erster Schlachttag: Heeresversammlung durch Agamemnon inklusive PrĂŒfung des Heeres: Die Trojaner fĂŒhlen sich ermutigt, Troja zu verlassen, werden aber nach Reden von Odysseus und Nestor umgestimmt. AufzĂ€hlung aller griechischen Schiffsmannschaften und trojanischen Völker. Ausbruch der Trojaner aus Ilios. Buch Drei: Mauerschau und EinfĂŒhrung der griechischen Helden durch Helena und Priamos. Zweikampf zwischen Menelaos und Paris, aus dem letzterer gerettet wird. Buch Vier: Eidbruch durch die Trojaner aufgrund eines Angriffes auf Menelaos. ZunĂ€chst unentschiedene Schlacht. Buch FĂŒnf: Aristie (Folge von Siegen) des Diomedes, die unter anderem zum EntrĂŒcken von Aineias und zur Verwundung von Göttern fĂŒhrt. Buch Sechs: Hektor bittet Athene in Troja vergeblich, Diomedes abzuwehren, und begegnet dort ein letztes Mal seiner Familie. Buch Sieben: Zweikampf zwischen Hektor und Aias, der mit leichten Vorteilen fĂŒr letzteren abgebrochen wird. Beratungen der Achaier und Trojaner am Abend. |
| Tag 23 | 7, 381â432 | 52 | Bestattung der Toten. Waffenruhe. |
| Tag 24 | 7, 433â482 | 33 | Bau einer Mauer und eines Grabens um das Lager der Griechen. Abendliche Feier. |
| Tag 25 | 8, 1â488 | 488 | Zweiter Schlachttag; Buch Acht: Nach anfĂ€nglichen VorstöĂen der Achaier können die Trojaner mit Zeus' Hilfe bis ĂŒber den Graben gelangen. |
| Nacht vor Tag 26 | 8, 489 bis 10, 579 |
1369 | Die Trojaner ĂŒbernachten vor dem Lager der Griechen, gefolgt von Versammlungen auf beiden Seiten. Buch Neun: Auf griechischer Seite wird eine Gesandtschaft mit Geschenken zu Achilleus initiiert, um dessen Zorn zu besĂ€nftigen. Nach Reden von Odysseus, Phoinix und Aias lehnt dieser einen Friedensvertrag ab. Buch Zehn: Aus dem Schlaf gerissen entsendet Agamemnon Diomedes und Odysseus als SpĂ€her ins trojanische Lager. Diese begegnen einem SpĂ€her der Trojaner, Dolon, erpressen von ihm Informationen und töten ihn anschlieĂend. Im Lager der Trojaner töten sie den thrakischen König Rhesos und rauben zwei ihrer Pferden, auf denen sie dann zurĂŒckreiten. |
| Tag 26 | 11, 1 bis 18, 242 |
5294 | Dritter Schlachttag; Buch Elf: Aristien des Agamemnons und Hektors. Verwundung mehrerer GriechenfĂŒrsten. Buch Zwölf: Erster trojanischer Angriff auf die griechische Mauer durch vor allem Asios, Sarpedon und Hektor. Buch Dreizehn: Poseidon unterstĂŒtzt kurz die Griechen besonders, nachdem Hektor einen seiner Söhne getötet hatte. Aristien des Idomeneus' und Menelaos'. Buch Vierzehn: Hera lenkt Zeus mit einem erotisierenden GĂŒrtel ab und lĂ€sst ihn nach dem Liebesakt durch Hypnos einschlafen. Poseidon kann nun die Achaier besser unterstĂŒtzen, die die Trojaner erneut Richtung Stadt drĂ€ngen können. Buch FĂŒnfzehn: Zeus erwacht wĂŒtend und ruft Poseidon aus dem Kampfgeschehen. Apollon unterstĂŒtzt Hektor, der nun bis zu den Schiffen vordringen kann. Buch Sechzehn: Patroklos bittet Achilleus um Erlaubnis, mit den Myrmidonen seinen griechischen Freunden zu helfen. Dieser gewĂ€hrt ihm, die Trojaner abzuwehren und gibt ihm dafĂŒr seine RĂŒstung und Pferde. Patroklos nutzt diese, drĂ€ngt aber weiter und kann den Lykierkönig Sarpedon töten. Nachdem Patroklos viermal Troja einzunehmen versucht, wird er von Apollon zurĂŒckgedrĂ€ngt, der ihn schlieĂlich mit Euphorbos und Hektor töten kann. Buch Siebzehn: Kampf um Patroklos' RĂŒstung, Leichnam und Gespann. Die RĂŒstung erbeutet Hektor, der Leichnam wird von Menelaos und Meriones geschĂŒtzt. Buch Achtzehn: Antilochos erzĂ€hlt Achilleus vom Tod seines Freundes Patroklos. Daraufhin wĂŒnscht er sich von seiner Mutter Thetis neue Waffen und vertreibt die Trojaner allein durch sein Auftreten und sein GebrĂŒll. |
| Nacht vor Tag 27 | 18, 243â617 | 375 | Polydamas rĂ€t den Trojaner in einer Versammlung zum RĂŒckzug hinter die sicheren Stadtmauern. Hektor kann sich aber mit seinem Wunsch nach Entscheidung der Schlacht durchsetzen. Auf griechischer Seite trauert man um den toten Patroklos. Thetis gelangt zu Hephaistos, der einen neuen Schild, sowie Panzer, Helm und Beinschienen fĂŒr Achilleus herstellt. |
| Tag 27 | 19, 1 bis 23, 58 |
2111 | Vierter Schlachttag; Buch Neunzehn: Ăbergabe der Waffen von Thetis an Achilleus, der sich daraufhin in einer Heeresversammlung mit Agamemnon versöhnt. Achilleus will sofort angreifen, das Heer soll aber erst frĂŒhstĂŒcken. Nach erneuten Klagen ĂŒber Patroklos' Tod rĂŒstet man sich zum Gefecht. Buch Zwanzig: Aineias attackiert Achilleus, wird aus der drohenden Niederlage aber von Poseidon gerettet. Aristie des Achilleus'. Hektor greift trotz Verbotes von Apollon Achilleus an. Buch Einundzwanzig: Achilleus entehrt den Fluss Skamandros, woraufhin dieser mit dem Simoeis ihn angreift. Erst Hephaistos kann den Verzweifelten retten. Im Anschluss findet eine Götterschlacht mit Vorteilen fĂŒr die griechenfreundlichen Götter statt. Nach dem RĂŒckzug der anderen Götter bleibt Apollon zurĂŒck und lenkt Achilleus ab, sodass die Trojaner in die Stadt flĂŒchten können. Buch Zweiundzwanzig: Apollon gibt sich Achilleus zu erkennen, wĂ€hrend Hektor sich dafĂŒr entscheidet, gegen Achilleus zu kĂ€mpfen, flĂŒchtet aber dann doch zunĂ€chst vor ihm. Als er gestellt wird, beraten die Götter ĂŒber den Ausgang des Duells. Die Schicksalswaage wendet sich gegen Hektor, woraufhin Apollon ihn verlĂ€sst und Athene im Anschluss tĂ€uscht. Achilleus tötet schlieĂlich Hektor und schleift dessen Körper. Klagen der Trojaner um Hektor. Buch Dreiundzwanzig: Vorbereitungen fĂŒr Patroklos' Bestattung. |
| Nacht vor Tag 28 | 23, 59â108 | 50 | Patroklos Psyche weissagt Achilleus' nahen Tod, bittet um ein gemeinsames Grab und eine baldige Bestattung. |
| Tag 28 | 23, 110â216 | 107 | Bestattung von Patroklos' Leichnam. |
| Nacht vor Tag 29 | 23, 217â225 | 9 | Achilleus spendet Patroklos Wein und klagt um ihn. |
| Tag 29 | 23, 226â897 | 672 | WettkĂ€mpfe zur Ehrung des Toten: Wagenrennen mit Streit um die Platzierungen, Boxen, Ringen, Laufen, Speerstechen, BogenschieĂen und Speerwerfen. |
| Nacht vor Tag 30 | 24, 1â30 | 30 | Buch Vierundzwanzig: Achilleus kann nicht schlafen, trauert um Patroklos' Leichnam und schleift Hektors Leiche. |
| Tage 29â40 | (24, 31) | (1) | Achilleus schleift Hektors Leiche insgesamt zwölf Tage. |
| Tag 40 | 24, 31â158 | 128 | Beratung der Götter ĂŒber die Entwendung oder RĂŒckgabe von Hektors Leichnam. Achilleus soll schlieĂlich um letzteres gebeten werden, woraufhin Zeus Iris zu Thetis entsendet, die ihrem Sohn den Auftrag des Zeus prĂ€sentiert. Achilleus akzeptiert dies. |
| Nacht vor Tag 41 | 24, 159â694 | 536 | Iris fordert Priamos auf, Achilleus mit Geschenken zur Ăbergabe von Hektors Leichnam zu bitten. Er macht sich reisefertig und wird von Hermes in Gestalt eines Myrmidonen zu Achilleus' Zelt gefĂŒhrt. In gemeinsamen GesprĂ€chen lernen sich die beiden Personen kennen und schĂ€tzen. Achilleus gewĂ€hrt schlieĂlich Priamos die RĂŒckgabe der Leiche. In der Nacht wird Priamos von Hermes geweckt, damit er schnell wieder nach Ilios zurĂŒckkehren kann. Dies tut Priamos dann auch. |
| Tage 41â49 | 24, 695â784 | 90 | Klagen um Hektor durch Andromache, Hekabe und Helena. Beschaffung von Holz fĂŒr Hektors Bestattung. |
| Tag 50 | 24, 785â787 | 3 | EntzĂŒnden von Hektors Scheiterhaufen. |
| Tag 51 | 24, 788â804 | 17 | Bestattung von Hektors Gebeinen. |
[Bearbeiten] Figuren
[Bearbeiten] Menschen
â ErgĂ€nzende Informationen zu einzelnen Menschen: Figuren in der Ilias
Menschen, wie auch die Götter, werden nicht durch Ă€uĂere Beschreibungen des ErzĂ€hlers charakterisiert, sondern tun dies durch ihre Reden,[I 2][27] die rund 45 % des kompletten Inhaltes einnehmen.[28] Durch Momentaufnahmen können die Personen nur skizziert werden. Der Held versucht sich Ruhm zu erwerben (gemÀà dem Spruch des Peleus: αጰáœČΜ áŒÏÎčÏÏΔÏΔÎčΜ Îșα᜶ áœÏΔίÏÎżÏÎżÎœ áŒÎŒÎŒÎ”ΜαÎč áŒÎ»Î»ÏΜ [aiĂšn aristeĂșein kaĂŹ hypeĂrokʰon Ă©mmenai ĂĄllĆn] âImmer der Beste und den Anderen ĂŒberlegen seinâ), indem er jedes Wagnis im Krieg eingeht, sich tugendhaft verhĂ€lt oder durch Reden hervortut, und darf dennoch GefĂŒhle zeigen.[I 3][P 8][29][30] Dabei ist er nicht lebensmĂŒde und versucht, dem Tod zu entgehen, indem er den eindeutig stĂ€rkeren Gegner meidet und bei einer Siegeschance den Kontrahenten angreift.[31] Des Weiteren kann man Ruhm durch vornehme Reden erlangen â wer gegen diese Kriterien zum Ehrgewinn handelt, wird dafĂŒr getadelt und sogar geschlagen.[I 4][32] Die adligen Menschen berufen sich zwar darauf, von den Göttern abzustammen, sind aber keine Halbgötter wie die Helden vor ihrer Zeit und werden nicht kultisch verehrt.[I 5][33] Den Personen wird dabei gemÀà ihrer Königlichkeit auch die Schönheit zugeschrieben â einfache Menschen werden so weniger schön skizziert.[I 6][34] Es gibt auffallend viele Statisten und Personennamen, die nur einmal im Werk auftauchen; alle Statisten werden aber dennoch namentlich erwĂ€hnt. In der Ilias passiert es dabei nur einmal, dass eine vormals gestorbene Person, Pylaimenes, spĂ€ter noch einmal lebt.[P 9][35] Die starke Charakterzeichnung der Figuren, vor allem ihre Probleme, die es in derselben Art und Weise auch heute noch gibt, sind eine der Hauptursachen, weshalb die Ilias ĂŒber Jahrtausende hinweg aktuell blieb und den Leser bewegte.
- Kriegsparteien
Auf trojanischer Seite, die mit ungefĂ€hr 50.000 Personen angesetzt wird,[36] kĂ€mpfen neben den Trojanern (΀Ïáż¶Î”Ï [TrĆes]), die mit Ausnahme von Hom. Il. 2, 819â823 auch Dardaner (ÎÎŹÏÎŽÎ±ÎœÎżÎč [DĂĄrdanoi]) heiĂen â dort stellen sie ein Kontingent unter Aineias dar â, vor allem die Lykier (ÎÏÎșÎčÎżÎč [LĂœkioi]), die von Sarpedon und Glaukos angefĂŒhrt werden.[37] Daraus lĂ€sst sich auch das Sprachgewirr erklĂ€ren, das in der Ilias betont wird[I 7]
Trotz der Spracheinheit der circa 100.000 bis 120.000 Griechen[36] werden die Gegner der Trojaner mal Achaier (áŒÏαÎčοί [AkʰaioĂ]), mal Danaer (ÎÎ±ÎœÎ±ÎżÎŻ [DanaoĂ]) oder Argeier (áŒÏγΔáżÎżÎč [ArgeÄ«oi]) genannt, je nachdem welches Wort nötig ist, um einen kompletten Hexameter zu bilden.[38] Der Name âHelleneâ (áŒÎ»Î»Î·ÎœÎ”Ï [HĂ©llÄnes]) wird in der Ilias nicht fĂŒr das gesamte Kontingent der Achaier verwendet, sondern nur fĂŒr die Bewohner eines Gebietes, das von Achilleusâ Vater Peleus beherrscht wird.[I 8] Die gesamtgriechische Verwendung tritt in Hesiods Werke und Tage auf.[P 10] Die Bedeutung der âPanhellenenâ (ΠαΜÎÎ»Î»Î·ÎœÎ”Ï [PanhĂ©llenes]) neben den Achaiern im zweiten Buch der Ilias ist dabei umstritten.[I 9]
[Bearbeiten] Götter
â ErgĂ€nzende Informationen zu einzelnen Göttern: Figuren in der Ilias#Götter
âDie Geschichte vom Groll des Achilleus konnte erzĂ€hlt werden, fast ohne ĂŒber die Götter zu sprechen. Fast â aber nicht ganz.â, so schreibt Walter Bröcker ĂŒber die Götter, Gustav Adolf Seeck dagegen: âDie Götter sind bei Homer fast ohne religiöse Bedeutung, aber sie sind ein wichtiges erzĂ€hlerisches Mittel; denn [âŠ] durch ihre Eingriffe lĂ€Ăt sich eine ErzĂ€hlung bequem steuern und strukturieren.â[P 11][39] In der Ilias werden die Götter der griechischen Mythologie wie die Menschen vom Autor gezeichnet (allwissender ErzĂ€hler) â er gibt ihre Taten, PlĂ€ne und Absichten durch die Inspiration der Musen wörtlich wieder.[P 12] Stellenweise symbolisieren die Götter die GedankengĂ€nge der Menschen â die Menschen können dabei die IntensitĂ€t der Beeinflussung bestimmen.[I 10][40] Die Menschen erkennen zwar die Götter in der Regel nicht,[I 11][P 13][41] sehen in ihnen aber die KausalitĂ€t fĂŒr erwĂŒnschte und unerwĂŒnschte Ereignisse.[I 12][P 14][42] Dabei unterscheiden sich die Götter von den Menschen nur durch ihre Unsterblichkeit und ihren höheren Einfluss,[I 13] den sie zum Teil durch die Verwandlung in Menschen prĂ€sentieren,[I 14] â die endgĂŒltige Entscheidung liegt bei ihnen[I 15][P 15] â, doch auch sie sind noch vom Schicksal beziehungsweise dem Autor abhĂ€ngig.[I 16] Sie handeln dabei willkĂŒrlich und parteiisch, lĂŒgen und betrĂŒgen, und benehmen sich so keineswegs vorbildhaft.[P 16] Dieses götterkritische Bild wird spĂ€ter von den antiken Philosophen aufgegriffen. Ihre allzu menschlichen Verfehlungen, die Streite und Liebesabenteuer sind einer der GrĂŒnde, wieso der Leser sich in die iliadische Welt hineinversetzen konnte. Zwar ist jeder Gott auch ein fĂŒr den Menschen nicht erklĂ€rliches Abstraktum, muss sich dieser aber nicht verpflichtet.[I 17][43] AuffĂ€llig ist auch, dass die Götter zurĂŒckhaltend â vor allem den Freunden zur Seite stehend und den Feinden sich entgegenstellend â agieren und so weder Tote wiederauferstehen noch ganze StĂ€dte auf einmal zerstört werden können,[44] Wolfgang Kullmann schreibt, dass ihre AktivitĂ€ten noch eingeschrĂ€nkter seien: âDas Eingreifen der Götter in der Ilias dient nicht eigentlich einer Ănderung der Situation, sondern verleiht nur dem eigenen Handeln der Menschen [âŠ] in wichtigen Augenblicken eine erhöhte Bedeutsamkeit.â[45] Auf trojanischer Seite stehen vor allem Aphrodite, Apollon und Ares, auf griechischer Athene, Hera, Hephaistos und Poseidon. Typisch fĂŒr die Ilias sind Personifikationen von Dingen wie Schlaf, Traum, Tod usw., aber auch von FlĂŒssen, Winden und Ă€hnlichem.[46]
[Bearbeiten] Sprache und Stil
[Bearbeiten] ErzÀhltechniken
Obwohl nur 15 Tage und fĂŒnf NĂ€chte vom Beginn des zehnten und letzten Kriegsjahres ausfĂŒhrlich dargestellt werden, geht der ErzĂ€hler auch auf die vorausliegenden und nachfolgenden Ereignisse ein. Der Rezipient der Werke war wohl mit dem Rahmen des Eposâ schon vertraut und musste nur durch einzelne Hinweise durch den ErzĂ€hler daran erinnert werden.[I 18] Er retardiert die Geschichte durch ErzĂ€hlungen (wie von FamilienstammbĂ€umen und Lebensgeschichten), hinzugefĂŒgte Hintergrundinformationen oder Alternativgeschichten.[I 19][47]
ZurĂŒckliegende Ereignisse können ĂŒber Berichte der Menschen oder Götter nachgereicht werden, so wird unter anderem im ersten Buch der Ilias von Zeusâ Plan zur Reduzierung der Menschheit berichtet.[I 20] Ebenso werden zurĂŒckliegende Ereignisse per Analepse in die spĂ€teren Kriegsjahre vorverlegt.[48] So finden beispielsweise die VerkĂŒndung vom Eintreffen des gröĂten Heeres aller Zeiten und die Teichoskopie[I 21] â die Mauerschau, in der Trojas König Priamos das griechische Heer zum ersten Mal herankommen sieht â sicherlich nicht erst im zehnten Kriegsjahr statt.[49]
Nachfolgende Ereignisse werden zum Teil in Prophezeiungen per Prolepse verkĂŒndet[50] â so zum Beispiel das Ende des Zornes vom Gott Apollon. Auch sterbende oder gestorbene Personen können VorankĂŒndigungen tĂ€tigen â so verkĂŒnden kurz vor ihrem Tode Patroklos Hektors nahen Tod und Hektor Achilleusâ Ende am SkĂ€ischen Tor vor Ilios.[I 22] Patroklos begegnet nach seinem Tod Achilleus im Traum und berichtet ihm, dass er bald sterben werde.[I 23] BezĂŒge auf den Untergang Iliosâ sind eng mit Hektors Tod verbunden.[51] Insgesamt gibt es ĂŒber 60 solcher Verweise von der Ilias auf den Rahmen des epischen Kyklos.[52]
Unklar bleibt dennoch, wieso das Epos nun in solch kurzer Zeit des zehnten Kriegsjahres dargestellt wird. Die Ilias ist im Gegensatz zur mehrere ErzĂ€hllinien verschrĂ€nkenden Odyssee eher linear aufgebaut: Es wird nur ein einziges Motiv, der âZorn des Achilleus'â, gewĂ€hlt â dies ist fĂŒr das frĂŒhgriechische Epos einzigartig. Die eingeschobenen RĂŒckblicke treten dabei vorwiegend in der ersten HĂ€lfte des Eposâ auf, Vorausblicke im zweiten Teil.[53]
[Bearbeiten] Epische Kunstsprache
Die Sprache der Ilias wurde niemals im Alltag gesprochen und war fĂŒr den Hörer und Leser nicht leicht verstĂ€ndlich.[54] Sie wurde wohl mĂŒndlich mit formelhaften Wendungen und Wiederholungen konzipiert, um den Inhalt besser in den Hexameter einpassen zu können. DafĂŒr waren metrische Lizenzen wie die metrische Dehnung, metrische Zerdehnung oder Synizese (Verschmelzung zweier Vokale zu einem einzigen gesprochenen) notwendig, ĂŒblich sind auch Enjambements.[55] Die Methodik wurde von allen folgenden griechischen Epen bis in die SpĂ€tantike ĂŒbernommen und um neue Vokabeln und Formen erweitert. Sie hatte auch merklichen Einfluss auf Epigramme, die Elegie, Lyrik und Tragödie, und sogar auf prosaische Autoren wie Herodot.[56]
Grunddialekt der Ilias ist Ionisch, der um Ă€olische, attische und Ă€ltere (möglicherweise achaiische, arkado-kyprische oder mykenische) Formen bereichert wird.[57] JĂŒngere und Ă€ltere Formen stehen dabei nebeneinander â stellen aber nicht das Ende der epischen Tradition dar. SpĂ€tere Umdeutungen und MissverstĂ€ndnisse, sowie Katachrese sind aber ebenso zu beobachten.[58] Manche FĂŒgungen gehen bis zur indogermanischen Dichtersprache zurĂŒck.[56] Dabei werden auch Dualformen verwendet.
[Bearbeiten] Hexameter
Die Ilias ist periodisch im stichischen (das heiĂt aneinandergereihten), katalektischen, daktylischen Hexameter gebaut.[59] Ein Vers wird dabei aus sechs Daktylen (eine lange Silbe [sogenanntes elementum longum] und zwei kurze Silben [elementum breve; Bezeichnung fĂŒr zwei KĂŒrzen: biceps]: Schema âvv) gebildet, wobei der letzte VersfuĂ um eine Silbe gekĂŒrzt wird (âKatalexeâ). Alle DoppelkĂŒrzen können durch eine LĂ€nge ersetzt werden, sodass aus einem Daktylus ein Spondeus (lang-lang beziehungsweise ââ) wird. Im letzten Halbvers können eine LĂ€nge oder eine KĂŒrze vorkommen (elementum anceps).
FĂŒr Wortenden gibt es spezielle PlĂ€tze im Hexameter. Im VersfuĂ heiĂen diese Pause ZĂ€sur, am Ende des Metrums DihĂ€rese. Sogenannte BrĂŒcken verbieten ein Wortende â dies ist hĂ€ufig der Fall im vierten Daktylus.[60] Damit ergibt sich fĂŒr den zwölf- bis 17-silbigen Vers folgendes Schema:[61]
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| â | LĂ€nge |
| Ï | KĂŒrze |
| . | Ende des Metrums |
| | | ZĂ€suren â die hĂ€ufigsten sind A4 (so genannte âTrithemimeresâ), B1 (âPenthemimeresâ), B2 (âKata triton trochaionâ), C1 (âHephthemimeresâ) und C2 (âBukolische DihĂ€reseâ). |
[Bearbeiten] Epische Formeln
Die homerische Sprache besteht nicht aus einzelnen Wörtern, sondern aus Wortverbindungen, so genannten âFormelnâ,[I 24] die sich hĂ€ufig im letzten Drittel des Hexameters finden lassen beziehungsweise die ZĂ€suren des Hexameters fĂŒllen.[62] Schon den antiken Interpreten fielen anscheinend formelhafte Adynata (Unmöglichkeiten) auf, die sie zu interpretieren versuchten.[P 17] Edzard Visser geht schlieĂlich von einer in jedem Vers von neuem vorgehenden Setzung von âDeterminantenâ aus, durch deren AusfĂŒllung mit Epitheta jeder Hexameter gebaut werden kann. Auf solche Formeln kann der Rezitator bei der Improvisation zurĂŒckgreifen.[63] Deshalb ist die Datierung einzelner, auch gröĂerer Textabschnitte anhand von Einzelwörtern bedenklich. Man nimmt an, dass die Formelhaftigkeit schon aus mykenischer Zeit stammen könnte.[64] Insgesamt gibt es bei Homer laut Carl Eduard Schmidt 1804 sich wiederholende Verse, die insgesamt 4730-mal im identischen Wortlaut vorkommen. Ăhnliche Verse, bei denen sich gröĂere Teile wiederholen, gĂ€be es 5605[65] â dabei kann der Sinn durch das Ăndern eines Wortes komplett gedreht werden.[I 25] Nur einmal vorkommende Wörter gibt es in der Ilias 1097.[66] Zu den hĂ€ufigsten Motiven von epischen Formeln zĂ€hlen laut Walter Diehl Opfer, Mahl, See- und Wagenfahrt, Botengang, Bad, Versammlung und RĂŒstung.[67]
- Epitheton
Als Epitheton wird in der klassischen Philologie gemeinhin ein Beiname bezeichnet, der nicht situationsgebunden sein muss, wie schon Aristarchos von Samos im 3. Jahrhundert v. Chr. feststellte, sondern sich in den Hexameter einpasst â so kann Achilleus auch fuĂschnell sein, wenn er gerade sitzt.[68] HĂ€ufig wird der Name eines Gottes am Ende eines Hexameter â einer ausdrucksstarken Position â um ein Epitheton ergĂ€nzt.[69] Daraus ergibt sich meist eine epische Formel, von der es pro metrischer Struktur hĂ€ufig nur eine gibt; auffallend hĂ€ufig finden sich hier Archaismen.[70]
[Bearbeiten] Proömium
Typisch fĂŒr ein Epos gibt es auch in der Ilias ein Proömium, sowie weitere Binnenproömien, die meist an die Musen gerichtet sind und die folgenden Abschnitte charakterisieren. Dabei werden neben einem religiösen Gebet, das Thema angegeben oder eine Rechtfertigung der Kenntnis des folgenden Stoffes abgelegt.[I 26][71] Das Thema der Ilias wird gleich im ersten Abschnitt erwĂ€hnt, ja schon das erste Wort beschreibt in der Art eines Sigels das Thema des Epos': ÎáżÎœÎčΜ [MÄnin] âGroll, Zornâ.[P 18][72] Der Anfang der Ilias lautet:[73]
| Altgriechisch | Umschrift | Internationales Phonetisches Alphabet |
|---|---|---|
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(1) Noch nĂ€her an der Wortstellung des Originals wĂ€re âZorn besinge, Göttin, â (den) des PeleĂŻaden Achilleusâ. |
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[Bearbeiten] Gleichnisse
Die Gleichnisse in der Ilias können VorgĂ€nge detailliert beschreiben, bei denen dem Autor Vokabeln â wie etwa âGefahrâ, âMĂŒhelosigkeitâ oder aus dem Bereich der Wettererscheinungen â zur Beschreibung fehlen, oder das rahmenhafte Kriegsgeschehen der Ilias dem friedlichen Leben gegenĂŒberstellen.[I 27][74] Diese Vergleiche bieten dem heutigen Leser einen Einblick in die Welt von vor circa dreitausend Jahren â ihre Ăhnlichkeiten und Unterschiede zu der seinigen Welt. Die Gleichnisse verdeutlichen, indem sie Ăbersichtlichkeit oder Ăbertreibung, aber auch Störungen bewirken, die Anschaulichkeit oder Empfindung der Situation, um die Reize des Rezipienten zu verstĂ€rken.[75] Sie sind generell dreiteilig aufgebaut: Ăber ein Stichwort wird zunĂ€chst ein Wie-Vergleich eingeleitet, um dann im So-Abschnitt das Stichwort nĂ€her zu erklĂ€ren und zur ErzĂ€hlstruktur zurĂŒckfĂŒhrt â stellenweise zeichnen sich ganze Vergleichslinien ab.[76] Oft wird dabei mehr als ein Vergleichspunkt (tertium comparationis) verwendet[I 28] â, um das Abstraktum anschaulicher darzustellen. HĂ€ufig ist die Anzahl der Vergleichspunkte proportional zur LĂ€nge des Gleichnisses, wobei sich bei den gröĂeren Gleichnissen die Kernaussage der kleineren wiederfindet.[77] Manche Gleichnisse können den eigentlich erwarteten Vergleichspunkt im So-Abschnitt aussparen und um Neues erweitern; auch das Gegenteil ist möglich.[P 19] Die Sprache der Gleichnisse ist oft jĂŒnger als der sie umgebende Text.[78] Die GröĂe der Gleichnisse schwankt dabei erheblich: So ist das lĂ€ngste Gleichnis 29 Verse lang,[I 29] die kĂŒrzesten ein Vers. Typische Themen fĂŒr Gleichnisse sind das Hirtenmotiv oder Naturschauspiele:[79] Hermann FrĂ€nkel kategorisiert die Gleichnisse bezogen auf âNaturgewaltenâ (wie Sturm, Meer, Berg beziehungsweise Fels, das Volk als Wolken et al.)[I 30]; âBĂ€ume und Pflanzenâ (FĂ€llung des Baumes durch einen Zimmermann, BlĂ€tter usw.)[I 31]; âFeldbauâ (NiedermĂ€hen, Saatfeld, PflĂŒgen et al.)[I 32]; âGestirne, Blitz und Feuerâ (Stern, Mond, Blitz, Feuer etc.),[I 33] âPhysikalische, technische und MaĂvergleicheâ (bspw. âschnell wie der Windâ, die âstehende Schlachtâ),[I 34] âRaubtierschilderungen und Jagdbilderâ (Löwe, Wildschwein, Eber, Schlange, Panther, Hirsche etc.),[I 35] âTierhorden und Herdenâ (bspw. Fliegen, Vögel oder Bienen- und Wespengleichnisse, Wölfe, Hirten/Herde),[I 36] âEinzeltiereâ (wie Pferde, Raubvögel, Zikaden, Stiere, Esel, Hunde und WĂŒrmer), âWasserlebenâ,[80] zu dem Möwen, Polypen und Fische gehören, âFrau, Kind und Familie bei Mensch und Tierâ (Weib, Witwe, (Löwen-)Vater, Mutter)[81] und âGötterâ, deren Gleichnisse selten und dann vorwiegend als kurze Vergleiche auftreten.[82] Es gibt in der Ilias mehr Gleichnisse als in der Odyssee. Die Anzahl der Gleichnisse hĂ€ngt von der Definition dieser ab, Hermann FrĂ€nkel zĂ€hlt 389 gröĂere und 138 kleine Gleichnisse.[83]
[Bearbeiten] Ekphrasis
Typisch fĂŒr Epen sind ebenso Ekphraseis, also Beschreibungen von GegenstĂ€nden. Das gröĂte Beispiel fĂŒr die Ilias ist im 18. Buch die Beschreibung von Achilleusâ neuem Schild, den Hephaistos fĂŒr ihn schmiedet.[I 37] Daneben ist Agamemnons RĂŒstungszene vor dessen Aristie zu erwĂ€hnen.[I 38]
[Bearbeiten] Kataloge
Im Gegensatz zur Odyssee befinden sich in der Ilias fĂŒr die spĂ€tere Zeit typische Kataloge von Personen- und Gegenstandsnamen.[84] Neben dem Myrmidonenkatalog und dem NereĂŻdenkatalog in den spĂ€teren GesĂ€ngen der Ilias sind hier der sogenannte âSchiffskatalogâ der Achaier und die AufzĂ€hlung der Kontingente der Trojaner zu nennen, die rund die HĂ€lfte des zweiten Buches belegen.[I 39]
- Schiffskatalog und Katalog der Trojaner
â Hauptartikel: Schiffskatalog[85]
Eingeleitet durch einen Musenanruf[I 40] werden in ĂŒber 250 Versen systematisch die AnfĂŒhrer der 1186 Schiffe mit Patronymikon angegeben. Dabei werden, fast ausschlieĂlich im Vergleich, die Heimatorte der Kontingente und die Anzahl der Schiffe angegeben. FĂŒr die Schiffe der Böoter und das Kontingent von Philoktet wird auch die Anzahl der Besatzung mit 120 beziehungsweise 50 Mann angegeben.[I 41] Vermutlich stehen sie fĂŒr die gröĂte und kleinste Anzahl. In der Mitte der Reihe steht das Schiff des Odysseus, an den RĂ€ndern die von Achilleus und dem groĂen Aias.[I 42] Die AufzĂ€hlung folgt dabei einem ganz bestimmten Schema und erwĂ€hnt auch Orte, die nach circa 1100 v. Chr. nicht mehr existierten.[86] Die allgemein sprachlich junge Passage könnte ursprĂŒnglich nicht fĂŒr die Ilias, sondern fĂŒr zum Beispiel die Abfahrt von Aulis konzipiert und spĂ€ter ergĂ€nzt worden sein â die mittelalterlichen Handschriften D, T, R, G und O, sowie ein Papyrus lassen den Schiffskatalog sogar weg.[87] So sind neben der euhemeristischen Darstellung von Asklepios und dem ausfĂŒhrlichen Bericht der sonst in der Ilias wenig agierenden Böoter vor allem die zwei Verse zum groĂen Aias zu nennen, die neben dem fehlenden Patronym durch ihre KĂŒrze und das ErwĂ€hnen ihres Stellplatzes auffallen.[88] Bei keiner anderen Flotte wird dies getan. Die Interpretation geht so weit, dass dieser Vers eingefĂŒgt wurde, um Athens Anspruch auf Salamis, dessen AnfĂŒhrer der groĂe Aias hier war, gegenĂŒber Megara zu manifestieren. Diese Interpolation ist zwar schon in der Antike unter anderem Dieuchidas und Hereas aufgefallen, doch war es ihnen nicht möglich, eine Ănderung des Textes zugunsten Athens mit einer anderen Iliasausgabe aufzudecken.[P 20]
[Bearbeiten] Ăberlieferung
[Bearbeiten] Vortrag
Die Inhalte des Epos wurden wohl in bestimmten Einheiten entwickelt und von Aöden an FĂŒrstenhöfen oder auf Festen mit mehr als 20.000 Zuschauern nach einem einleitenden Hymnos aus dem GedĂ€chtnis vorgetragen[P 21] â in der Ilias ist dies nur einmal, hier zur eigenen Unterhaltung bezeugt.[I 43] FĂŒr das PanathenĂ€enfest ist die Rezitation der Ilias seit Hipparchos um 520 (wohl 522) v. Chr. belegt.[P 22] Alle vier Jahre wurden die Epen komplett, vermutlich an drei bis vier Tagen vorgetragen[89] und wurden schlieĂlich als SchullektĂŒre aufgenommen[P 23] â inwiefern die athenischen BĂŒrger die Möglichkeit hatten, bei Grammatiklehrern zu lernen, ist dabei allerdings ungewiss.[90]
[Bearbeiten] Verschriftlichung
Ebenso wie die Verfasserschaft und Datierung umstritten sind, ist die Forschung auch ĂŒber die Verschriftlichung uneinig[91] â möglicherweise gab es im 8. Jahrhundert v. Chr. noch keinen geeigneten Stoff, um die Ilias festzuhalten, möglicherweise nutzten die Rhapsoden Notizzettel mit einem Ăberblick ĂŒber die Epen fĂŒr ihren Vortrag.[92] FĂŒr das Diktieren des Textes sprechen zum Beispiel Albert Lord, fĂŒr eine eigenhĂ€ndige Verschriftlichung Joachim Latacz,[93] Richard Janko[94] und Uvo Hölscher.[95] Aufgekommen ist die Ablehnung der Schriftlichkeit zuerst bei Christian Gottlob Heyne im Jahre 1789.[96] Heitsch fasst die Situation wie folgt zusammen: âFĂŒr alle [âŠ] Positionen lassen sich GrĂŒnde anfĂŒhren, und alle [âŠ] werden heute denn auch vertreten â jeweils natĂŒrlich unter VernachlĂ€ssigung oder Verharmlosung der Gegenargumente.â.[97] Auch eine Peisistratische Redaktion wird von der Forschung angenommen.[98] Porphyrios ĂŒberliefert uns, dass Theagenes von Rhegion als erster Homer ethisch korrekt gedeutet haben soll.[P 24] Mit der Verschriftlichung des Textes war es nicht mehr möglich, den Inhalt drastisch zu Ă€ndern â bei Platon oder Aischines finden sich aber noch gröĂere Abweichungen von dem uns ĂŒberlieferten Text.[99] Dies wirkte sich insofern auch auf den Vortrag aus, dass im Sprechvers rezitierende Rhapsoden die frĂŒher improvisierenden Aöden ablösten. Erst seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. setzt sich die LektĂŒre per Buch durch.[100] Laut Ernst Heitsch ist uns aufgrund sprachlicher AuffĂ€lligkeiten dabei ein attisches Exemplar ĂŒberliefert, das wohl erst im 6. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurde.[101]
[Bearbeiten] Papyri
Rund 1500 Textausschnitte (und 130 verarbeitende Werke) zur Ilias auf Papyrus[102] sind uns seit circa 300 v. Chr. bekannt (geschrieben wurden sie bis ins 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung), viele Funde wurden allerdings bisher weder veröffentlicht noch entziffert. Der gröĂte Teil stammt aus dem 2. oder 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.[103] Die Papyri nach circa 150 v. Chr. weichen von den uns erhaltenen mittelalterlichen Handschriften oft nur wenig ab â ein Papyrus aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. beinhaltet aber zum Beispiel von rund 90 Versen des achten Buches 30 zusĂ€tzliche, der Durchschnitt an ergĂ€nzten Versen liegt bei ungefĂ€hr 10 %.[104] Ursache dafĂŒr ist vermutlich der von Aristarchos vereinheitlichte Text.[105] Dennoch gab es wohl kein Homerstaatsexemplar, wie es bei den Tragikern der Fall war.[106] Die Papyri können dabei wenige Buchstaben bis mehrere BĂŒcher aufnehmen, wobei die BĂŒcher Eins und Zwei hĂ€ufiger als der Rest reprĂ€sentiert sind; einzelne Textstellen sind auf Papyrus nicht ĂŒberliefert.[107]
[Bearbeiten] Alexandriner und spĂ€tantike Ăberlieferung
Sehr wichtig fĂŒr die Ăberlieferung der Homer zugeschriebenen Epen sind die Bearbeitungen der Leiter der Bibliothek von Alexandria Zenodotos von Ephesos, Aristophanes von Byzanz und Aristarchos von Samothrake (sowie spĂ€ter Eratosthenes von Kyrene) seit dem 3. Jahrhundert v. Chr.[108] Die drei Philologen beschĂ€ftigten sich als erste kritisch mit dem homerischen Text und schrieben neben Textausgaben zu den ihnen aufgefallenen Stellen auch Scholienkommentare.[109] Letztere spalten sich auf in Sachkommentare ĂŒber ein bestimmtes Sach- oder Sprachproblem und Zeilenkommentare, so genannte Hypomnemata, die Vers fĂŒr Vers einen Text beleuchten und verderbte Stellen entfernen (wie spĂ€ter auch Apollodor von Athen). Die alexandrinische Schule beschĂ€ftigte sich mehr mit letzteren Kommentaren â hier ist vor allem Aristarchos von Samothrakes Arbeit zu nennen â, die pergamonische mit Sachkommentaren.[110] Aristarchos verwandte neben weiteren Handschriften auch Zenodotosâ Ausgabe. Weder die Kommentare noch die Textausgaben sind uns vollstĂ€ndig ĂŒberliefert, doch ĂŒber Werke von Grammatikern und Philosophen, sowie Interlinearscholien in Homerhandschriften [Textbemerkungen zwischen den einzelnen Zeilen von Originaltexten] ist uns deren Arbeit erhalten â gesammelt wurden diese von Hartmut Erbse und Helmut van Thiel.[111]
Die Arbeit wurde vor allem von Aristonikos (ĂŒber die kritischen Zeichen, die Aristarchos und seine VorgĂ€nger zur Markierung des Textes verwandten[112]), Didymos Chalkenteros (âĂber die Aristarchosausgabe [Homers]â; er verwandte wohl auĂerdem die Ausgaben von Euripides dem JĂŒngeren â Euripides des Ălteren Sohn oder Neffe â, Antimachos von Kolophon, Sosigenes aus Alexandria und Philemon), Nicanor Stigmatias (ĂŒber Aristarchosâ Akzentuierung des Homertextes) und Aelius Herodianus (ĂŒber Aristarchosâ Interpunkton) fortgesetzt, kommentiert und in vermutlich frĂŒhbyzantinischer Zeit des 10. Jahrhunderts zu einem Kommentar, dem so genannten ViermĂ€nnerkommentar, zusammengefasst.[113] Diese philologische Arbeit ist die Grundlage fĂŒr die wichtigste Homerhandschrift, den Venetus A (heute in der Biblioteca Marciana in Venedig[114]).
[Bearbeiten] Byzanz
Angeregt durch Photios I. wurde im Byzantinischen Reich des 9. Jahrhunderts sich wieder intensiver mit Literatur beschĂ€ftigt â so gibt es schon in der zweiten HĂ€lfte dieses Jahrhunderts Iliasfragmente im St. Katharinenkloster auf dem Sinai und ein WorterklĂ€rungsbuch inklusive weiterer Hintergrundinformationen.[115] Im nĂ€chsten Jahrhundert wurde dort die schon oben erwĂ€hnte Venetus-A-Handschrift verfasst, die zusĂ€tzlich noch Rand- und Interlinearscholien, untere anderem des ViermĂ€nnerkommentares beinhalten.
[Bearbeiten] Mittelalter und Neuzeit
Ăber 200 Kodizes aus dem Mittelalter und der Renaissance sind seit dem 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung (Handschrift Z) bekannt. Die erste Handschrift, die den kompletten Text der Ilias wiedergibt, findet sich im 10. Jahrhundert.[116] Aufgrund der guten Ăberlieferung und der damit verbunden Vielzahl an Handschriften ist eine lĂŒckenlose Auflistung dieser unwahrscheinlich. 1488 wurde durch Demetrios Chalkokondyles in Florenz die editio princeps auf Basis mehrerer heute verschollener, ungenauer Handschriften veröffentlicht,[117] 1566 in Paris Henricus Stephanus' wichtige Ausgabe unter dem Titel âPoetae Graeci Principes Heroici Carminisâ. Nach 1700 erschienen die ersten, noch in lateinischer Sprache verfassten Homerkommentare von Joshua Barnes (Cambridge 1711) und Samuel Clarke (London 1729 bis 1740). Nach der Publikation des Venetusâ A durch Jean-Baptiste Gaspard dâAnsse de Villoison (1788; 1781 entdeckt) veröffentlichte Friedrich August Wolf sein wegweisendes Buch âProlegomena ad Homerum sive de Operum Homericorum prisca et genuina formaâ 1795, welches laut Joachim Latacz als erstes Artistarchosâ Werk ĂŒberbieten konnte.[118] 1802 veröffentlichte Christian Gottlob Heyne seine Textedition der Ilias, die den gröĂten Fortschritt seit der Entdeckung des Digammas von Richard Bentley 1713 darstellte.[119]
Wegweisend fĂŒr die Homerkommentierung war und ist das Werk von Ameis-Hentze(-Cauer) (fĂŒr die Ilias 1868 bis 1886 [ergĂ€nzt bis 1913]), im englischsprachigen Raum der Kommentar von Walter Leaf (1886), der auf Ameis-Hentze(-Cauer)s Kommentar basiert.[120] Letzterer wurde von einem Kommentar von Geoffrey Stephen Kirk und Kollegen (1985 bis 1993 fĂŒr die Ilias) abgelöst, der den heutigen Forschungsstand prĂ€sentiert. Aufgrund der Spaltung zwischen der englisch- und deutschsprachigen Homerkommentierung nach den Arbeiten von Parry und Lord beschrĂ€nkt sich dieser Kommentar vorwiegend auf die englischsprachige Forschung.[121] Um auch die deutschsprachige Homer- und vor allem Iliasforschung aktuell zu halten, erarbeiten Joachim Latacz und Kollegen den sogenannten Basler Homer-Kommentar.[122] Nach der noch heute zuverlĂ€ssigen Textedition von Arthur Ludwich (Leipzig 1902â1907, Nachdruck Stuttgart/Leipzig 1995), ist Tomas W. Allens editio maior (âHaupteditionâ, Oxford 1930) hervorzuheben, in der viele Handschriften, zum Teil aber nur auszugsweise zitiert werden.[123] Neben dieser editio maior gehören Allens Ausgabe mit David Binning Monro (1902), sowie die 1995 von Helmut van Thiel und die 1998/2000 von Martin Litchfield West erschienenen zu den verbreitetsten modernen Ausgaben.[124]
[Bearbeiten] Rezeption
Die Ilias (und auch die Odyssee) beeinflusste durch ihr frĂŒhes Entstehen und die KomplexitĂ€t des Inhalts sehr viele Literaturgattungen, Autoren, KĂŒnstler und Wissenschaftler Europas[125] â sei es als FortfĂŒhrung oder Umdeutung. Deswegen kann dies in diesem Ăberblick nur skizzenhaft dargestellt werden â Joachim Latacz resignierend dazu: âOb Homers Wirkungsgeschichte jemals ganz zu erfassen sein wird, muss in der Tat bezweifelt werden.â[126]
[Bearbeiten] Rezeption in der Literatur
[Bearbeiten] Archaik
- Kyklische Epen
- â Hauptartikel: Epischer Zyklus[127]
Zu den kyklischen Epen gehören die Kyprien,[P 25][128] die Ilias, die Aithiopis,[129] die Kleine Ilias, die Nostoi, die Odyssee und die Telegonie.[130] Die kyklischen Epen ohne Ilias und Odyssee sind wohl im 7. oder 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden,[131] um den Rahmen der beiden GroĂepen zu fĂŒllen. Die Texte sind uns zwar nur fragmentarisch erhalten, die Inhalte der einzelnen Werke aber bei Proklos aus dem fĂŒnften Jahrhundert unserer Zeitrechnung ĂŒberliefert.
Odyssee
Zwischen Ilias und Odyssee werden groĂe Unterschiede in Sprache,[132] Stil, Gesinnung[133] und im moralischen Auftreten der Götter[134] gefunden, die zu einer Datierung der Ilias vor die Odyssee fĂŒhren,[135] ob die beiden Werke von einem Dichter verfasst wurden, ist dabei umstritten.[136] Schon in der Antike stritt man darĂŒber, ob Ilias und Odyssee vom gleichen Autor wĂ€ren. Die Gruppe der Personen, die eine gemeinsame Verfasserschaft fĂŒr beide Werke ablehnten, nannte sich âChorizontesâ. Zwar ist von ihren Werken so gut wie nichts ĂŒberliefert, da Aristarchos von Samothrake aber gegen sie argumentierte, lassen sich die Kernthesen rekonstruieren.[137] Auch Aristoteles sprach sich fĂŒr die Einheit aus.[P 26] Erste neuzeitliche AnsĂ€tze zur Verfassertrennung von Ilias und Odyssee finden sich bei François HĂ©delin, die spĂ€ter intensiv aufgegriffen werden[138] â die Annahme, dass die Odyssee als Ganzes Ă€lter sei als die Ilias, ist laut Walter Diehl bis 1938 allerdings noch nicht geĂ€uĂert worden.[139] In seinem Vergleich sind sĂ€mtliche Wiederholungen in der Odyssee sekundĂ€r gegenĂŒber den Versen der Ilias, mit dem Ziel, die Ilias weiterzufĂŒhren.[140]
- Homerische Hymnen
- â Hauptartikel: Homerische Hymnen[141]
33 Hymnen im katalektischen, daktylischen Hexameter, die drei bis 580 Verse beinhalten, sind uns aus dem achten bis zweiten Jahrhundert v. Chr. ĂŒberliefert und Homer zugeschrieben.[142] Die vier gröĂten Hymnen sind die von Apollon, Aphrodite, Demeter und Hermes â in dieser Reihenfolge werden sie in der kritischen Ausgabe von Allen-Halliday-Sikes datiert.[143] Zur Zeit Thukydides' und Pindars hieĂen die Hymnen möglicherweise noch Proömien.[P 27][144] Neben Formelversen, die auch in der Ilias zu finden sind,[145] ist vor allem im Apollonhymnos die ErwĂ€hnung eines blinden Mannes aus Chios zu nennen, den manche Wissenschaftler mit Homer gleichsetzen.[146]
- Hesiod
Hesiod verwendet in seinen Werken, der Theogonie und den Werken und Tagen, eine der Ilias und Odyssee Ă€hnliche Sprache.[147] Sie sind mit 1022 beziehungsweise 828 Versen kĂŒrzer als Ilias (oder Odyssee) und behandeln weder ein Motiv wie das des Zornes der Ilias, noch die Darstellung vom Kriegsgeschehen oder Helden â Herodot betont aber die EinfĂŒhrung der Griechischen Götter durch Homers und Hesiods Werke.[P 28] In den âWerken und Tagenâ wird dabei Hesiods Zeit beschrieben, wohingegen der ErzĂ€hler der Ilias ĂŒber ein frĂŒheres Geschehen berichtet.[148] Er gibt in seinen Werken biographische Informationen wieder[P 29] und kennt (neben dem Geschehen um Theben) den Trojanischen Krieg, erwĂ€hnt aber weder Homer, noch die Ilias oder die Odyssee in seinen Werken.[P 30][149] Der Hesiod zugeschriebene Frauenkatalog sammelt in der Mitte des sechsten Jahrhunderts v. Chr. die griechischen Mythen bis zum Trojanischen Krieg.[150]
- Sonstige
Auch der Kanon der neun Lyriker beschĂ€ftigte sich mit der Ilias â Stesichoros dichtete diese und andere Epen des Kyklosâ in bis zu 1500 Verse groĂen Kleinepen im VersmaĂ des Jambus' um.[P 31] Longinus bezeichnet Stesichoros und Archilochos[P 32] als Homeriker.[P 33] Ob Sapphos, Archilochos', Alkmans und Mimnermos' Gedichte sich auf die Ilias beziehen könnten, ist umstritten[P 34][151] â erste wird aber spĂ€ter von Antipatros von Thessalonike der âweibliche Homerâ genannt.[P 35] Simonides von Keos schreibt eine Elegie, in der er den griechischen Sieg vor Ilios mit dem der Spartaner vor Plataia vergleicht â Elegien sind im gleichen VersmaĂ wie die Ilias geschrieben und behandeln auch Themen, die sich mit dem Epos ĂŒberschneiden (beispielsweise bei Tytraios und Kallinos, spĂ€ter aber auch bei Solon zu finden). Semonides von Amorgos zitiert eine Passage der Ilias wörtlich und schreibt sie einem blinden Dichter aus Chios zu.[P 36] Im Fragment 151 betont Ibykos von Rhegion, nicht auch noch ĂŒber die Ereignisse des Trojanischen Krieges schreiben zu wollen, sondern preist den Tyrann Polykrates.
Das Certamen Homeri et Hesiodi berichtet von einem Wettstreit zwischen Homer und Hesiod, bei dem Homer auf Hesiods Fragen antworten muss und anschlieĂend beide Autoren Verse aus ihren Werken zitieren mĂŒssen. Obwohl sich das Publikum fĂŒr Homer als Sieger ausspricht, ĂŒberreicht König Panedes Hesiod den Siegerpokal.[152] Der teilweise jambische Margites wurde von Aristoteles Homer zugeschrieben.[P 37] Herodot wiederum sieht in Homer den möglichen Verfasser des thebanischen Eposâ Epigonoi[P 38]; inwiefern Hekataios von Milet durch Ilias und Odyssee beeinflusst wurde, ist ungewiss.
Die Vorsokratiker und Naturphilosophen wie Parmenides, Empedokles und Heraklit[153] (bei Demokrit und Hippokrates von Kos in nur wenigen Versen); Anaxagoras und Anaximander beschĂ€ftigen sich unter anderem mit der Kritik an dem unmoralischen Verhalten der iliadischen Götter und der EinfĂŒhrung von philosophischen anstelle von anthropomorphen Göttern, wie sie in der Ilias beschrieben werden. Xenophanes tut dies schon vor diesen.[P 39] Metrodoros von Lampsakos deutet die Ilias allegorisch als eine Art âOrganismusâ, in dem Achilleus zum Beispiel die Sonne und Hektor das GegenstĂŒck, den Mond, darstellt. Die Götter stehen als Elemente einander gegenĂŒber.
[Bearbeiten] Klassik
Der klassische Dichter Pindar erwĂ€hnt Homer dreimal (wobei er ergĂ€nzt, in seiner Zeit ein ebenso hohes Ansehen wie Homer zu haben[P 40]), die Homeriden einmal. Panyassis von Harlikarnass und Antimachos von Kolophon schreiben im Tenor der Ilias und Odyssee eine âIonicaâ und âHeracleiaâ beziehungsweise âThebaisâ.
- Drama
Die Griechische Tragödie entnimmt als Vorlage epische Stoffe wie den der Ilias[P 41][154] und adaptiert sie vor allem fĂŒr ihre Götterdarstellungen. Dies ist vor allem in Aischylos' âSieben gegen Thebenâ, âDie Perserâ[P 42] und den ersten beiden Werke der âOrestieâ (hier mit kyklischen EinflĂŒssen) â daneben aber auch das Werk einer nicht erhaltenen Achilleustrilogie mit den Tragödien âDie Myrmidonenâ, âDie Phrygerâ und âHektors Lösungâ â zu finden. Ebenso in Sophokles'[P 43] âAiasâ, âPhiloktetesâ,[155] âDie Trachinierinnenâ und âKönig Ădipusâ[156]; sowie in Euripides',[157] âDie Troerinnenâ, âDie Phönikerinnenâ, âHekabeâ, âAndromacheâ, âDer bekrĂ€nzte Hippolytosâ und in dem zweiten Teil des âHeraklesâ' zu finden.
Der einzige Auftritt der Iris auĂerhalb der Ilias findet sich in Aristophanes' Wolken.[158] Letzterer stellt seine Götter Ă€hnlich rĂŒcksichtslos wie die der Ilias dar.[159] Inwiefern sein Iliasbild durch die von ihm verwandte Komik â zum Beispiel in den Acharner[P 44] â verzerrt wird, ist nicht genau zu bestimmen.[160]
- Geschichtsschreibung
Herodot zitiert elf Verse aus Ilias und Odyssee[161] und gilt fĂŒr Longinus als âhomerischâ.[P 45] Ăhnlich dem Schiffskatalog[162] beschreibt Herodot das Aufgebot von Xerxes I.,[P 46] kritisiert aber die Darstellung der iliadischen Helena.[163] Thukydides zitiert einen Vers der Ilias (und 13 aus dem Apollonhymnos[164]), sucht die HintergrĂŒnde des Trojanischen Krieges und bezeichnet diesen aber als weniger bedeutsam fĂŒr die Griechen als den Peloponnesischen Krieg.[P 47][165]
- Philosophie
Platons Sokrates Ă€uĂert Kritik am unmoralischen und anthropomorphen Auftreten der Götter und bezeichnet Ilias und Odyssee (wie auch im Laches[P 48]) als erziehungsungeeignet,[166] woraufhin er Homers Epen aus seinem fiktiven Staat verbannt â Liebe und Respekt Sokratesâ hindern ihn aber daran, etwas Negatives ĂŒber Homer zu sagen,[P 49] den er als ersten âtragischen Poetenâ bezeichnet.[P 50] Er kritisiert Dichtung als Nachahmung (âMimesisâ) von Nachahmung, da die RealitĂ€t schon ein Abbild der Ideen ist,[167] lĂ€sst aber Hymnen fĂŒr Götter und Loblieder auf âgute Menschenâ zu.[P 51] Im Werk Ion diskutiert Sokrates mit dem Rhapsoden Ion ĂŒber dessen Homerkenntnisse, den Vortrag und die Darstellung der Epen â dass sie kein Wissen vermitteln. Im Hippias Minor spricht Sokrates mit Hippias von Elis ĂŒber die Schwierigkeit, die Intention der Ilias zu ermitteln.[P 52] In der Apologie schlieĂlich deutet Sokrates Achilleusâ Worte fĂŒr seine Verteidigung um.[P 53][168]
Es entstanden des Weiteren HomerwörterbĂŒcher von zum Beispiel Antimachos von Kolophon, Philetas oder Simias von Rhodos[169] â allgemein richtete sich das Interesse der Kommentatoren eher auf sprachliche Fragen,[170] und dies vor allem durch die Sophisten.[171] Gorgias' âHelenaâ und âPalamedesâ, aber auch Hippias von Elis' und Protagoras' Ansichten, die uns ĂŒber Platons Dialoge ĂŒberliefert sind,[P 54] beschĂ€ftigen sich mit den ethischen und rhetorischen Gedanken der Ilias. Als Gegenbewegung entstand eine Homerkritik, die sich vor allem gegen ethische Ansichten stellte[P 55] und der sich Aristoteles kritisch widmete.[P 56][172] Letzterer gibt wieder, dass ein Dichter nicht das Geschehen so erzĂ€hlen muss, wie es war, sondern was hĂ€tte geschehen können,[P 57] und nahm einen einzigen Autor fĂŒr die Ilias an (den einzig legitimen Epiker[P 58]), was erst durch das Aufbegehren gegen dessen Analyse im 18. Jahrhundert in Frage gestellt wurde.[173] Aristoteles benennt in der Poetik wie zuvor schon Platon in der Politeia die Ilias und Odyssee als UrsprĂŒnge der Tragödie[P 59] und vergleicht in âDe animaâ verschiedene AusdrĂŒcke fĂŒr den gleichen Sachverhalt in der Ilias.[174][175]
[Bearbeiten] Hellenismus
Im so genannten FroschmĂ€usekrieg (âBatrachomyomachiaâ) wird der Trojanische Krieg, sowie Sprache und Stil der Ilias anhand von Zwistigkeiten zwischen Fröschen und MĂ€usen karikiert. Hekataios von Abdera verfasste eine Abhandlung ĂŒber Homer und Hesiod, Demetrios von Skepsis ĂŒber den Trojanerkatalog[162]. Die hellenistischen Philosophierichtungen Stoa[176] und Epikureismus sahen die archaischen Dichtungen weniger als Literatur, denn als ethnographisches Material an[177] â Zenon von Kitions âHomerische Problemeâ ist vollstĂ€ndig verloren. Poseidonios sah in Ilias und Odyssee wissenschaftliche Quellen und verglich sie mit Aratos von Solois Werken in der Schrift âVergleichende Untersuchungen ĂŒber Arat und Homer in mathematischen Fragenâ. Laut Marcus Tullius Cicero legt die Stoa die Homer zugeschriebenen Werke so allegorisch aus, dass auch Homer schon Stoiker gewesen sein mĂŒsse.[P 60] â wie auch die Sophisten Homer als ersten Sophisten ansahen. Dabei ist aber anzumerken, dass nur wenige stoisch-interpretierende Iliaskommentierungen ĂŒberliefert sind[178]
Der Dichter und alexandrinische Bibliothekar[179] Kallimachos hasst die kyklischen Epen und empfiehlt das Schreiben von kĂŒrzeren Werken â er verfasst dabei neben anderen Werken auch Hymnen, die den Homer zugeschriebenen Ă€hneln.[180] Entgegen der Empfehlung[181] schreibt Apollonios von Rhodos in seiner âArgonautikaâ in vier BĂŒcher und rund 6100 Versen die Argonautensage im Stile der Ilias und Odyssee nach[182] und wandelt dabei die (hier noch hĂ€ufigeren) Gleichnisse und die Szenerie um. Er bereichert seinen Stoff um wissenschaftlich-technische und geo- und ethnographische Themen.[183] Er achtet dabei neben der Genauigkeit des Textes auch auf Humor. Die an der Zahl hĂ€ufigeren AnlĂ€sse stehen dabei dem Leitmotiv der Ilias, dem Zorn, gegenĂŒber.[184]
[Bearbeiten] Römische Republik und Kaiserzeit
In römischer Zeit wurde in der Schule Griechisch anhand von Ilias und Odyssee gelernt.[185] Livius Andronicus (unter anderem in den Tragödien âAchillesâ und âEquos Troianusâ [âTrojanisches Pferdâ] sowie in seinem Epos âOdusiaâ ), Naevius und Ennius verarbeiteten als erste uns bekannte lateinischsprachige Autoren Themen aus Ilias und Odyssee. Pacuvius verfasste seit etwa 200 v. Chr. mindestens acht Tragödien mit Bezug auf den Trojanischen Krieg. SpĂ€ter, zuerst fĂŒr Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus belegt,[P 61] wurden Iliaszitate verwendet, um sie zum Beispiel die Zerstörung von Orten mit ihnen zu vergleichen.[186] Die von Ennius verfassten âAnnalesâ wurden spĂ€ter von Vergils âAeneisâ als Volksepos â wie dies die Ilias fĂŒr die Griechen war â abgelöst. Aeneas sieht dabei auf dem Junotempel in Karthago den Verlauf des Trojanischen Krieges[P 62] und folgt dann dem fatum nach Latium, um dort die GrĂŒndung Roms zu initiieren (und damit den Trojanischen Sagenkreis zu beschlieĂen). Vor allem der zweite Teil der Aeneis, bei Knauer das letzte Drittel, lehnt sich dabei an die Ilias an.[187] Ovid verfasst neben dem dritten Brief der âHeroidesâ â einem GesprĂ€ch zwischen Achilleus und BriseĂŻs â die âMetamorphosenâ, in denen er auch iliadische Motive und vor allem das Heroenzeitalter aufgriff.[P 63] Er prĂ€sentiert dabei, wie Vergil, eher Nebencharaktere und -schauplĂ€tze der Ilias.[188] Properz unterstellt sich dem âKriegsdienst der Liebeâ und distanziert sich in seinen Elegien vom Epos, hofft aber (als römischer Liebeselegiker) wie Homer durch seine Werke weiterzuleben.[P 64] Auch Plautus, Marcus Tullius Cicero (in seinen Briefen), Seneca (unter anderem in seiner âApocolocyntosisâ[P 65]), Horaz und andere beschĂ€ftigen sich mit der Rezeption von Ilias (und Odyssee), hĂ€ufig ironisch und fĂŒr ihre Aussage umdeutend.[189] 68 n.Chr. war eine lateinischsprachige Zusammenfassung der Ilias, die so genannte âIlias Latinaâ, vollendet.
Titus Petronius' Trimalchio versucht sich durch Verse aus Ilias und Odyssee in seinem Gastmahl zu charakterisieren.[P 66] Auch Numenios beschĂ€ftigte sich mit dem Epos und ging davon aus, dass die Ilias einen Teil der ursprĂŒnglichen AufklĂ€rung bildete. Publius Papinius Statius verfasste eine unvollendete, aber einflussreiche âAchilleisâ, in der Achilleus, so wie bei den Autoren vor ihm, nicht negativ gezeichnet wird. Das Epos âCallirhoeâ (wohl Mitte des 1. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung) von Chariton zitiert Ilias und Odyssee hĂ€ufig und skizziert die Charaktere den beiden Epen Ă€hnlich. Ăhnlich ist dies bei Achilleus Tatios' Roman âLeukippe und Kleitophonâ (um 150 unserer Zeitrechnung) und Heliodoros' Roman âAethiopicaâ (zweite HĂ€lfte des 3. Jahrhunderts), der eine sehr verstrickte, hĂ€ufig rĂŒckblendende Geschichte erzĂ€hlt.[190] Der Ăgypter Triphiodoros schreibt wohl in der zweiten HĂ€lfte des 2. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung ein Kurzepos ĂŒber den Trojanischen Krieg. Ein umfangreiches, fast vollstĂ€ndig erhaltenes Epos, das die Geschichte des Trojanischen Krieges nach der Ilias erzĂ€hlt (âPosthomericaâ) wurde von Quintus von Smyrna verfasst.[191] In der so genannten Zweiten Sophistik greifen Epiktet, Pausanias, Strabon und Plutarch auf die Inhalte der Ilias und Odyssee zurĂŒck. Auf rhetorischer Seite wandeln Dion Chrysostomos (âTrojanische Redeâ[P 67]) und Flavius Philostratos (âHeroikosâ) die AblĂ€ufe des Trojanischen Krieges um. Obwohl fĂŒr den Hellenismus und die Kaiserzeit nicht genau bekannt ist, wie intensiv an Ilias und Odyssee in der Schule gearbeitet wurde,[P 68][192] scheinen Plutarch (vor allem das ihm zugeschriebene Werk eines unbekannten Grammaticus': De Homero âĂber Homerâ[193]), Aelius Aristides, Dion Chrysostomos, Flavius Philostratos und Cassius Maximus Tyrius den kompletten Text der Ilias zu kennen.[194]
Auf christlicher Seite zeigt sich ab dem 4. Jahrhundert â mit Ausnahme der Regierungszeit Julians, vor allem aber bei Basiliusâ âAd adulescentesâ (âDen JĂŒnglingenâ)[P 69] â Kritik am polytheistischen Glauben. Auch Augustinus von Hippo setzt sich, Ă€hnlich wie Platon, kritisch mit den Göttern der Ilias und Odyssee auseinander und lehnt den nicht-christlichen, polytheistischen Glauben ab. Er beklagt sich ĂŒber die Schwierigkeit der Ăbersetzung der Werke und rĂ€t vermutlich deswegen von der LektĂŒre ab.[P 70] Dem zur gleichen Zeit lebenden Hieronymus bereitete dies keine Probleme.[195] Claudian erwĂ€hnt in seinem Werk De nuptiis Honorii et Mariae sogar, dass die kĂŒnftige Gattin des Hauptcharakters Flavius Honorius' Homer, Orpheus und Sappho kenne und bezeichnet Homer als Vater der Dichter.[P 71] Fulgentius von Ruspe soll schlieĂlich noch im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung Ilias und Odyssee komplett auswendig gekannt haben.[P 72] Dares Phrygius schreibt zu dieser Zeit einen Bericht ĂŒber den Trojanischen Krieg,[196] Dictys Cretensis ein âTagebuch des Trojanischen Kriegesâ in sechs BĂŒchern. Nonnos von Panopolis schreibt in 48 BĂŒchern und rund 25.000 im Stile der Ilias und Odyssee von dem Siegeszug des Dionysos nach Indien. Wichtig fĂŒr die Deutung der Ilias in Verbindung mit Platons Werken sind Plotins, Porphyrios' und Proklos' Schriften.[P 73][197]
[Bearbeiten] Mittelalter und Byzantinisches Reich
- Europa
Fast das gesamte Mittelalter ĂŒber war die Kenntnis der Ilias verloren und der Nutzen der LektĂŒre wurde bezweifelt,[P 74] der Name des Verfassers und die Ilias Latina, die spĂ€ter SchullektĂŒre ist,[198] wurden hingegen ĂŒberliefert â Petrus von Pisa carmen 11, 5 vergleicht Paulus Diaconus mit Homer, obwohl ersterer kein Griechisch könne. Des Weiteren beschĂ€ftigten sich auch unter anderem Wigbold, Rabanus Maurus, Ermenrich von Ellwangen, Dionysius Areopagita, der Panegyricus Berengarii, Liutprand von Cremona, Widukind von Corvey, Baundry de Bourgeuil, Archipoeta, das Rolandslied (Vers 2616), der Roman de ThĂšbes (Verse 1 bis 10) und BĂ©noĂźt de Sainte-Maure mit der Ilias und Homer.[P 75] Ursache fĂŒr die allgemeine Unkenntnis der Iliasâ waren wohl Augustinusâ Schriften.[199] Das Werk von BĂ©noĂźt de Sainte-Maure, das von Dares Phyrgius und Dictys Cretensis beeinflusst wurde, ĂŒbersetzten Autoren in mehrere Sprachen; unter anderem Herbort von Fritzlar (âDaz Liet von Troyeâ), Konrad von WĂŒrzburg (âTrojanerkriegâ â ein unvollendetes Epos von 40.424 Versen, das 1280 in Basel verfasst wurde) und Guido delle Colonne (âHistoria destructionis Troiaeâ).[P 76] Mit dem in der ersten HĂ€lfte des 12. Jahrhunderts von Conrad von Hirsau verfassten âDialogus super Auctoresâ und dem anonymen âAccessus Homeriâ des 11. Jahrhunderts werden Ilias und Odyssee wieder mehr gewĂŒrdigt.[200] Das zweite Werk trennt dabei einen âHomerus latinusâ, der die Ilias Latina verfasst hatte, von einem âHomerus graecusâ. Dieser soll laut Conrad von Hirsau die Werke âDe excidio Troiae et eius decennali obsidioneâ (âĂber Zerstörung Trojas und die zehnjĂ€hrige Belagerungâ) und âminor Homerusâ verfasst haben. Das letztere â der âkleine Homerâ â berichtet ĂŒber Achilleusâ Tapferkeit und soll von dem thebanischen Philosophen Pindarus ins Lateinische ĂŒbersetzt worden sein. Dieser so genannte âPindarus Thebanusâ wurde dann als Verfasser der âIlias Latinaâ angesetzt und qualitativ hinter den ursprĂŒnglichen Dichter der Iliasâ gesetzt.[P 77] WĂ€hrend dieser Zeit sahen sich viele Herrscher als Nachfahren der Trojaner.[201]
Dante Alighieri erwĂ€hnt die Ilias nur mittels eines Zitates aus Aristoteles' Nikomachischer Ethik und Homer in der Göttlichen Komödie[P 78] â ihm bekannt waren wohl nur die Ilias Latina und die Werke von Dares Phrygius und Dictys Cretensis.[202] Francesco Petrarca möchte in seinem FrĂŒhwerk âAfricaâ ein AnhĂ€nger Homers sein.[P 79] Er nutzte dafĂŒr ein Manuskript des Werkes Periochae Homeri Iliadis et Odyssiae aus dem Umkreise des Ausonius' (der auch selbst ĂŒber Homer schrieb und zur LektĂŒre anregte[P 80]) und einen Homercodex, den ihm Nikolaos Sigeros 1353 schenkte,[203] fĂŒr seine Schriften. Dabei hatte er allerdings Schwierigkeiten, den griechischen Text zu lesen.[P 81] Leontius Pilatus hatte zu dieser Zeit begonnen, als erster die Ilias und Odyssee ins Lateinische zu ĂŒbersetzen, und beendete seine Arbeit 1362.[204] Erst 1397 ermöglichte die Lehre der altgriechischen Sprache durch Manuel Chrysoloras eine intensivere BeschĂ€ftigung mit der Ilias und anderen altgriechischen Texten.
- Byzanz
Im Byzantinischen Reich unterrichtete man das polytheistische Weltbild anhand von Ilias und Odyssee[205] â die SchĂŒler beschĂ€ftigten sich dabei anhand von 30 bis 50 Versen pro Tag mit Ilias oder Odyssee.[206] Mit der Ilias beschĂ€ftigten sich unter anderem Demo, Michael Psellos (der laut eigener Aussage im Alter von neun Jahren die Ilias auswendig rezitieren konnte[P 82]), Isaak Komnenos und Isaac Porphyrogennetos.[207] Neben Scholien entstanden fĂŒr den Schulunterricht von zum Beispiel Georgios Choiroboskos so genannte Epimerismen, die die Verse in einzelne Wörter auflösen und dann erklĂ€ren, Marginalien und interlineare Ăbersetzungen (von beispielsweise Manuel Moschopoulos). Dabei wurden nur die ersten beiden BĂŒcher bearbeitet.[208] In Byzanz wurde der schon hĂ€ufiger erwĂ€hnte Venetus A verfasst â die am lĂ€ngsten erhaltene, komplette Iliashandschrift.
Das 12. Jahrhundert bildete in Byzanz das aetas Homerica (âHomerisches Zeitalterâ), in dem sich die Wissenschaftler intensiv mit der Ilias befassten und diese am hĂ€ufigsten in ihrer Literatur zitierten.[209] Johannes Tzetzes schrieb die Werke âExegesis zu Homers Iliasâ und âHomerische Allegorienâ, sowie Iliadische Gedichte (âCarmina Iliacaâ), in denen er die Rahmengeschichte der Ilias beschreibt. Eustathios von Thessalonike verfasst Kommentare zur Ilias und Odyssee, die sich unter anderem auf den ViermĂ€nnerkommentar beziehen,[210] und polemisiert gegen Tzetzes, da er nicht wie dieser im Auftrage einer Adligen â der Kaiserin Bertha von Sulzbach â, sondern seiner SchĂŒler seine Werke schreibt. Er beschĂ€ftigt sich allumfassend mit den Werken und geht so auch auf Realien und Sitten ein. Als Homerliebhaber sieht er die Ilias als Weltwunder und als Ursprung fast des gesamten Literatur an.[P 83] Niketas Choniates vergleicht in seinem Geschichtswerk die Franzosen, die im die Vierten Kreuzzug Konstantinopel 1204 zerstören, mit iliasungebildeten Barbaren.[P 84] Ganz anders sieht dies der Hofschriftsteller Konstantin Manasses, der wie seine Kollegen, die Weltchroniken herstellten, die historische Genauigkeit der Ilias ablehnte und sie mit der biblischen Geschichte verknĂŒpfte. Die Inhalte seiner und Tzetzes Werke verarbeitet Konstantin Hermoniakos in einem 9000 achtsilbrigen Versen umfassenden Epos. Am Ende des Byzantinischen Reiches entstanden eine ebenso von beiden Autoren abhĂ€ngige AchilleĂŻs (âErzĂ€hlung von Achilleusâ) und die so genannte âByzantinische Iliasâ, die beide allerdings ohne Kenntnis vom altgriechischen Originaltext entstanden sind â ein anonymer Autor des âTrojanischen Kriegesâ (nach dem 12. Jahrhundert; 14.000 ungereimte FĂŒnfzehnsilbler) erwĂ€hnt nichtmal mehr Homer.[211] Wichtig fĂŒr die Kenntnis der Ilias in der Neuzeit war die Ăbersetzung des Nikolaos Loukanis' aus dem Altgriechischen in modernes Griechisch. Die erste Ăbersetzung der Ilias in eine moderne Sprache ĂŒberhaupt verarbeitet Konstantin Hermoniakos' Werk und wurde in 138 Holzschnitten 1526 veröffentlicht.[212]
[Bearbeiten] Neuzeit
Durch die ersten Ăbersetzungen der Ilias in lateinische und auch moderne Sprachen war es fĂŒr die Schriftsteller der Neuzeit möglich, sich mit diesem Epos intensiver zu beschĂ€ftigen â die ersten Ăbersetzungen finden sich bei Simon Schaidenreisser (1537; erste deutschsprachige Ăbersetzung) und Johann Spreng (1610). EinflĂŒsse davon sind zunĂ€chst in einem Ritterroman von Matteo Maria Boiardo, Gian Giorgio Trissinos âItalia liberata da' Gottiâ (1547), Torquato Tassos âLa Gerusalemme liberataâ (1570) und William Shakespeares âTroilus und Cressidaâ zu finden. Dennoch wird fast ausschlieĂlich Vergils âAeneisâ der Ilias und Odyssee vorgezogen,[213] infolge der so genannten âQuerelle des Anciens et des Modernesâ wurde Homer sogar drastisch angegriffen und erst durch Johann Joachim Winckelmann wieder rehabilitiert. Johann Wolfgang von Goethe begeisterte sich ebenso wie Winckelmann fĂŒr den âheiligen Homerâ.[214] Seine die Ilias fortsetzende âAchilleisâ blieb allerdings unvollendet. Sie sollte eine Reaktion auf Friedrich August Wolfs Kritik an Homer sein.[215] Durch Johann Heinrich VoĂ' Ăbersetzung der Ilias (1793) und Gustav Schwabs âDie schönsten Sagen des klassischen Altertumsâ (1838â1840) wurde das Interesse an der Ilias noch vermehrt. SpĂ€ter beschĂ€ftigen sich zunĂ€chst Jean Giraudouxs âDer trojanische Krieg findet nicht stattâ und Heiner MĂŒllers Drama âZementâ (1972) erneut mit der Ilias. Christa Wolf âKassandraâ betont auf eine ebensolche Weise die BrutalitĂ€t des Krieges, speziell, indem sie Achilleus stets âAchill das Viehâ nennt.
VoĂâ Ăbersetzung wirkte sich auch auf die englischsprachige Literatur aus: Auch George Gordon Byron (vor allem im Don Juan), William Blake, John Keats, William Hazlitt, Percy Bysshe Shelley, Alfred Tennyson und Robert Southey zeigen sich ilias- und odysseeinteressiert[216] â bei weiblichen Autoren (wie Anna Laetitia Barbauld, Felicia Hemans und Mary Robinson) werden die Werke gröĂtenteils nicht erwĂ€hnt â eine Ausnahme bildet dabei Mary Shelley.[217] Homer war schlieĂlich sogar angesehener als Shakespeare, wurde auf dem Fries des Albert Memorials zentral dargestellt und bei der Feier zum 300. Geburtstag von Robert Bridges noch vor den Jubilar gesetzt. An englischsprachigen Ăbersetzungen arbeiteten unter anderem Alexander Pope, George Chapman, William Cowper, Matthew Arnold und Francis William Newman.[218] Modernere englischsprachige Romane mit Iliasbezug sind âThe Private Life of Helen of Troyâ von John Eskine, âThe Great Legendâ von Rex Stout und âHomerâs Daughterâ von Robert Graves.
Die heutige Zeit ist zwar noch immer von der Rezeption der Ilias in Literatur (beispielsweise Derek Walcotts Omeros[219]) und Kunst geprĂ€gt, die Kenntnis des Originaltextes ist allerdings, wie eine Studie aus dem Jahre 2007 des Gymnasiums âCasimirianumâ Coburg zeigte, nur begrenzt vorhanden.[220]
[Bearbeiten] Lokalisierung von Ilios
Im 19. Jahrhundert war sich die archĂ€ologische Forschung einig, dass der historische Hintergrund des Trojanischen Krieges nicht mehr fassbar sei,[221] ArchĂ€ologen stellten Vermutungen ĂŒber zentralgriechische Orte, aber zum Beispiel auch Bunarbaschi oder Bali-Dagh auf.[222] Erst Heinrich Schliemanns Ausgrabungen ab 1870 in Hissarlik Ă€nderten die philologische Ansichten â Franz Kauffer und Edward Daniel Clarke hatten zuvor (1787 bzw. 1801) den Ort bestimmt, John Brunton und Frank Calvert mit Ausgrabungen begonnen. Die Grabungen wurden nach Schliemanns Tod durch Wilhelm Dörpfeld, Carl Blegen und Manfred Korfmann fortgefĂŒhrt. Die Schicht 7b von Hissarlik wurde um 1200 v. Chr. zerstört und jetzt gemeinhin als das iliadische Troja angesehen.[223] Dass das Thema auch heute noch hinterfragt wird, zeigt die Troja-Debatte aus dem Jahre 2001.[224] Als neuer Ort fĂŒr Iliosâ Lokalisierung wird Wilusa aufgrund der Ăhnlichkeit zu Ilios (ursprĂŒnglich ÏίλÎčÎżÏ [wĂlios]) angegeben.[225] Gemeinhin wird die Frage nach der Lokalisierung des Geschehens als fĂŒr den Iliastext nicht relevant angesehen.[226]
[Bearbeiten] Ilias und Homerische Frage
â Hauptartikel: Homerische Frage[227]
[Bearbeiten] Analyse
BegrĂŒndet wurde (nach Vorarbeiten von Giambattista Vico) die âAnalyseâ (und die moderne Altertumswissenschaft[228]) durch Friedrich August Wolfs 1795 erschienenes Buch Prolegomena ad Homerum, in der er die Schriftlosigkeit Homers ansetzte und damit mĂŒndliche Vorbilder suchte. Damit wurde Homer nicht mehr als Erfinder von Konzeption, Plot und Text der uns ĂŒberlieferten Ilias angesehen[229] und versucht, eine âUr-Iliasâ zu rekonstruieren, die Homer geschaffen hatte. Dazu wurden neben sprachlich vermeintlich jĂŒngeren auch âunschönereâ Szenen entfernt â Wolf löste so zum Beispiel die letzten sechs BĂŒcher von der Ilias[230] â die Gefahr dabei fasst Walter Diehl wie folgt zusammen: â[âŠ] Die dritte EinschrĂ€nkung gibt die Gefahr, daĂ man bei der Untersuchung leicht einem subjektiven Urteil folgt. Das Urteil des Einzelnen ĂŒber das sich Einpassen der Stelle ist verschieden.â[231] Dennoch war im 19. Jahrhundert trotz EinsprĂŒchen von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin und Friedrich Gottlob Welcker diese Homertheorie vorherrschend.[P 85] Wegweisend war Ulrich von Wilamowitz-Moellendorffs Die Ilias und Homer aus den Jahren 1916/ÂČ1920 (sowie spĂ€ter Karl Reinhardts Die Ilias und ihr Dichter), in der Wilamowitz-Moellendorff schreibt: âDas Einzelgedicht, das einem Vortrage genĂŒgt, war vor der Ilias die herrschende Form und ist es neben und nach ihr geblieben.â[232] Wilamowitz-Moellendorff versucht jedoch nicht, diese Einzellieder zu entdecken (und zu entfernen), sondern die Funktion dieser Lieder fĂŒr die Ilias zu suchen.[233] Des Weiteren nimmt die âAnalyseâ weitere schriftliche ErgĂ€nzungen am Text an â so fĂ€hrt Wilamowitz-Moellendorff fort: â[âŠ] ihr [die Ilias sc.] besonderer Wert liegt nicht darin, daĂ einer, sondern daĂ viele bedeutende Dichter in ihr zu uns reden, darunter der Iliasdichter, und von seinem Werk gilt dasselbeâ.[234] Gustav Adolf Seeck fasst zur âAnalyseâ zusammen: âDie Analyse war zum Selbstzweck geworden und Ilias und Odyssee blieben als TrĂŒmmerhaufen zurĂŒck, d. h. man hatte das Ganze und dessen eigene QualitĂ€t fast völlig aus den Augen verloren. [âŠ] Die Homeranalyse ist gescheitert, [âŠ] da aber die Frage nach der Entstehungsgeschichte von Ilias und Odyssee an sich berechtigt ist, sind analytische Ăberlegungen, wenn auch auf angemessen differenzierender Basis, weiterhin grundsĂ€tzlich nicht unvernĂŒnftig, und es mag sein, daĂ eines Tages eine (wenigstens halbwegs verbindliche) Lösung gefunden wird.â[235]
[Bearbeiten] Unitarismus und Neoanalyse
Den unterschiedlichen Ergebnissen versuchten vor allem Wolfgang Schadewaldt mit seiner âStrukturanalyseâ, Heinrich Pestalozzi und Wolfgang Kullmann[236] entgegenzutreten und grĂŒndeten damit eine aufgeklĂ€rtere Variante des Unitarismus, der bis dorthin seit der Antike existierte, die Neoanalyse â der Name fiel zuerst bei Johannes T. Kakridis.[237] Die Neoanalyse versucht, die von der Analyse gefundenen Ă€sthetischen SchwĂ€chen so zu erklĂ€ren, dass der Text, trotz mĂŒndlicher EinflĂŒsse, dennoch nur auf eine Person (meist Homer) zurĂŒckzufĂŒhren ist, die womöglich mehrere Jahrzehnte an ihrem Werk arbeitete[238] â Gustav Adolf Seeck kommentiert: âSie [die Unitarier sc.] hatten das richtige Ziel, Ilias und Odyssee als einheitliche Dichtungen zu erweisen. Da sie aber geneigt waren, Entstehungsspuren und Diskrepanzen ganz zu leugnen oder durch gekĂŒnstelte Interpretationen zu ĂŒberdecken, fanden sie in einer auf die historische Sichtweise fixierten wissenschaftlichen Umwelt wenig Anklang.â[239] Die Neoanalyse geht zwar auch von nachtrĂ€glichen rhapsodischen VerĂ€nderungen aus, schrĂ€nkt diese allerdings abgesehen vom zehnten Buch, das auch sie meist als unecht bezeichnen, auf Einzelverse und Formeln ein â die Tatsache, das zehnte Buch als unecht zu akzeptieren und die Ergebnisse der Analyse nicht mehr zu ignorieren, fĂŒhrte zu einem âgemĂ€Ăigen Unitarismusâ.[240] Joachim Latacz kommt im Neuen Pauly zum Schluss, dass âin der Hauptstruktur [âŠ] die ErzĂ€hlung als offensichtlich wohlgeplante Einheit â ohne wirkliche Ăberlappungen, Dubletten, logische LĂŒcken und WidersprĂŒche im Grundplan â durchkomponiert [ist, Anm. d. Autors]; LĂ€ngen und Ausmalungen können durchaus die sukzessive Arbeit des Original-Autors an seinem Riesenwerk widerspiegeln und mĂŒssen nicht EinschĂŒbe von fremder Hand sein. Die Meinung setzt sich durch, daĂ die Ilias schriftlich verfaĂt und das Werk eines groĂen Dichters ist.â[2]
[Bearbeiten] Oral-poetry-Theorie
Durch die Forschungen von Mathias Murko am Anfang des 20. Jahrhunderts inspiriert, konnte durch Gerhard Gesemann und vor allem Milman Parry in den zwanziger und dreiĂiger Jahren des 20. Jahrhunderts eine neue Homerinterpretationstheorie entwickelt werden.[241] Parry arbeite an rund 12.500 Texten sĂŒdslawischer Heldendichtung, die einzeln zwar kĂŒrzer als Ilias oder Odyssee sind (ein Epos von Avdo MededoviÄ hatte allerdings ĂŒber 12.000 Verse), jedoch ein gröĂeres Repertoire einzelner SĂ€nger aufweisen.[242] Er schrieb dem Dichter der Ilias sogar zu, er verstĂŒnde nicht, was er singe, weil er alte, ihm nicht mehr verstĂ€ndliche Formeln zitiere.[243] Nach dieser Forschungsrichtung sind die â meist historischen â Inhalte der Epen in groben ZĂŒgen festgelegt. Dem SĂ€nger wird dennoch Spielraum gegeben, die Werke in einer fĂŒr die Darbietung optimierten, formelhaften Sprache improvisierend vorzutragen (so wird auch die homerische als fĂŒr den Hexameter angepasste Sprache angesehen) â einige Passagen sind in der Dichtung dennoch unverĂ€nderlich (siehe âEpische Formelnâ). Aus der Tatsache, dass sich auch in der Ilias Formeln und Ă€hnliches finden lassen, schloss Parrys SchĂŒler Albert Lord 1953,[244] dass auch diese Werke das Resultat mĂŒndlicher Dichtung seien mĂŒssten â ob sie selbst mĂŒndliche Dichtung sein könnten, wird dadurch nicht geklĂ€rt.[245] Lord begrĂŒndete damit die âOral-poetry-Theorieâ, durch die genaue Nachfragen zu bestimmten AuffĂ€lligkeiten in mĂŒndlich vorgetragenen Werken umgangen werden wollen[246] â Gustav Adolf Seeck und Albin Lesky widersprechen: âWas das allgemeine VerstĂ€ndnis fĂŒr Homer betrifft, hat diese Theorie [âŠ] mehr Schaden als Nutzen gestiftet, weil Homer zwar Formeln verwendet, aber inhaltlich nicht mit Formeln, sondern mit Motiven arbeitetâ und âVoll stimmen wir grundsĂ€tzlichen Vorbehalten gegen die Parry-Schule zu, wo diese dazu neigt, den originalen Dichter ĂŒber dem mit Formeln arbeitenden Aoiden zu vergessen.â[247] In den letzten Jahren wird mit computergestĂŒtzten Auswertungen versucht, die Formelhaftigkeit der homerischen Epen zu relativieren.[248] Ernst Heitsch resĂŒmiert: âEs ist [âŠ] nicht falsch, wenn wir zunĂ€chst sagen, fĂŒr unsere Ilias und Odyssee gehört die oral poetry auf jeden Fall in die Vorgeschichte; zu klĂ€ren bleibt nur, was unter Vorgeschichte und was unter âunserer Iliasâ verstanden werden soll.â[249]
[Bearbeiten] Rezeption in der Kunst
[Bearbeiten] Bildende Kunst
Ăhnlich dem Zusammensetzen des Hexameters durch Formeln in der Ilias konnten auch Vasenmaler auf bestimmte, sich wiederholende Strukturen zurĂŒckgreifen.[250] Inwiefern die Darstellungen auf Kunstwerken wie dem Nestorbecher sich auf die Texte der Ilias und Odyssee beziehen, oder auf mögliche mĂŒndliche Vorstufen, ist nur schwer zu beantworten.[251] Die Anzahl der KunstgegenstĂ€nde mit Bezug auf den Epischen Kyklos steigt dabei im 6. Jahrhundert v. Chr. â Klaus Fittschen zĂ€hlt 43 Kunstobjekte (darunter 16 fĂŒr Ilias und Odyssee) bis zu dieser Zeit,[252] Ahlberg-Cornell 77 (25).[253] Die ersten Vasen der Homer zugeschriebenen Epen beziehen sich auf die Odyssee, speziell auf die Blendung Polyphemos'[254] â die Spiele fĂŒr Patroklosâ Leichnam finden sich auf einer Vase um 600 v. Chr.[255] Ebenso sind auf dem Parthenonfries Szenen aus der Ilias dargestellt. Vitruv sprach im 1. Jahrhundert v. Chr. von römischen Wandmalereien ĂŒber die Ereignisse der Ilias[P 86] â solche sind auch heute noch im so genannten Kryptoportikushaus und im Haus von D. Octavius Quartio in der via dell'Abbondanza in Pompeji zu sehen.
Nach der geringen Kenntnis Homers und der Ilias im Mittelalter[256] erschuf zunĂ€chst (um 1440â1445) ein anonymer KĂŒnstler fĂŒr Konrad von WĂŒrzburgs âTrojanerkriegâ Buchillustrationen. Es folgten mehrere Darstellungen von Szenen des Trojanischen Krieges (von unter anderem BartholomĂ€us Spranger, Pieter Schoubroeck und Lucas Cranach dem Ălteren), diese beziehen sich aber nicht direkt auf die Ilias. In der Romantik, die in Homer einen unvergleichbaren Dichter sah, interessierten sich vor allem Angelika Kauffmann, Benjamin Robert Haydon und Johann Heinrich FĂŒssli fĂŒr die Darstellung von Stoffen der Ilias. Als Antwort auf die Französische Revolution fertigte John Flaxman 1793, Bilder von gewalttĂ€tigen Szenen der Ilias im Stile der Griechischen Vasenmalerei an.[257] Cy Twombly stellte auf seinem Werk âFifty Days at Iliumâ die 50, eigentlich 51 Tage der Ilias bildlich dar, schon vorher beschĂ€ftigte er sich im Werk âAchilles Mourning the Death of Patroclusâ mit der Ilias. 2001 stellt Mimmo Paladino in 202 Illustrationen die wichtigsten Szenen der Ilias und Odyssee dar.
[Bearbeiten] Theater und Film
Am 12. April 1989 wurde im DĂŒsseldorfer Schauspielhaus âDie Ilias des Homersâ unter der Regie von HansgĂŒnther Heyme und Hanns-Dietrich Schmidt uraufgefĂŒhrt. Die AuffĂŒhrung von zwei Teilen Ă zweieinhalb Stunden folgen dabei erstmals einer modernen wissenschaftlichen Ăbersetzung â der Wolfgang Schadewaldts â und sollte auch verfilmt werden â die Planung scheiterte aus finanziellen GrĂŒnden.[258]
Schon 1902 wurde mit âLe jugement de PĂąrisâ (âDas Parisurteilâ) von Georges Hatot ein in der Ilias angerissenes Motiv filmisch verarbeitet, wenig spĂ€ter (1910) entstand ein Film ĂŒber den Trojanischen Krieg â âLa caduta di Troiaâ von Luigi Romano Borgnetto und Giovanni Pastrone. Weitere Stummfilme waren der dreieinhalbstĂŒndige Film âHelenaâ, der 1924 von Manfred Noa in den zwei Teilen âDer Raub der Helenaâ und âDer Untergang Trojasâ in Deutschland veröffentlicht wurde. Dieser Film war wie Alexander Kordas âThe Private Life of Helen of Troyâ (nach dem gleichnamigen Roman von John Erskine) lange verschollen und wurde erst 2001 wieder rekonstruiert.[259] Tonfilme mit Bezug auf die Ilias gibt es viele, fast immer wird aber nicht nur der kurze Abschnitt der Ilias, sondern der ganze Trojanische Krieg dargestellt. Zu den AuffĂŒhrungen gehören Robert Wises âDie schöne Helenaâ, John Harrisons Fernsehfilm âHelena von Trojaâ, Marino Girolamis âLâira di Achilleâ (âAchilles. Der Zorn des Kriegersâ) und Wolfgang Petersens âTrojaâ â hĂ€ufig spielen die Götter keine oder nur eine geringe Rolle.[260] Petersen kommentiert seine Entscheidung, das Thema der Ilias zu wĂ€hlen, wie folgt: âMan macht sich noch einmal die Grundlagen klar, die alles bestimmen, was wir bis heute tun. Nennen Sie mir eine dramaturgische Wendung, nennen Sie mir ein geniales Prinzip der Figurenzeichnung â Homer hat alles schon angewendet, und zwar vor 3000 Jahren. Wenn es so etwas wie einen Baum des ErzĂ€hlens gibt, an dem jedes Buch, jeder Film ein winziges Blatt ist, dann ist Homer der Stamm. Aber nicht nur das. Schauen Sie sich die Gegenwart an! Was die âIliasâ ĂŒber Menschen und Kriege sagt, ist einfach immer noch wahr.â[261]
[Bearbeiten] Literatur
- Kritische Ausgaben
- Homeri Opera. Edidit Thomas W. Allen. Oxford 1902
- Tomus I. Ilias 1â12, ISBN 0-19-814528-4
- Tomus II. Ilias 13â24, ISBN 0-19-814529-2
- Homerus: Ilias. Recensuit Helmut van Thiel. Hildesheim 1996 ISBN 978-3-487-09459-5
- Homeri Ilias. Recensuit/testimonia congessit Martin Litchfield West. Zwei BĂ€nde:
- Volumen prius rhapsodias I-XII continens. Stuttgart/Leipzig 1998 ISBN 978-3-598-71434-4
- Volumen alterum rhapsodias XIII-XXIV et indicem nominum continens. MĂŒnchen/Leipzig 2000 ISBN 978-3-598-71430-6
- Ăbersetzungen
Die am weitesten verbreitete und am stĂ€rksten nachwirkende Ăbersetzung stammt von Johann Heinrich Voss aus dem Jahre 1793. Zwar genĂŒgt sie nicht mehr dem heutigen Stand der Forschung und den AnsprĂŒchen einer modernen Leserschaft, doch stellt diese Ăbersetzung eine einflussreiche Leistung in der Iliasforschung dar.
- Homer: Ilias. Odyssee. Ăbers. v. Johann Heinrich Voss. Insel Taschenbuch, ISBN 3-458-32904-8 (bei digbib.org, beim Projekt Gutenberg)
In Fachkreisen hochgeschĂ€tzt ist Wolfgang Schadewaldts Ilias-Ăbertragung von 1975. Sie ist in freien Versen (beziehungsweise rhythmisierter Prosa) abgefasst und gilt als Ăbersetzung, die das Original am getreuesten ins Deutsche herĂŒberbringt.
- Homer: Ilias. Insel, Frankfurt 1975, ISBN 3-458-31853-4
AuĂer diesen sind noch zahlreiche weitere Ăbersetzungen in Umlauf, zum Beispiel
- Homer: Ilias. Neue Ăbersetzung, Nachw. und Register von Roland Hampe. 1979, ISBN 3-15-010290-1 (Ăbersetzung der Ilias in Hexametern)
- Homer: Ilias. Neu ĂŒbertragen von Raoul Schrott. Hanser, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-446-23046-0.
Von 2005 bis 2007 arbeitete Schrott im Auftrag des Hessischen Rundfunks an einer neuen Ăbersetzung in rhythmisierter Prosa, die vom Deutschlandfunk gesendet wird. (Hörspiel online, Besprechung von Raoul Schrotts IliasĂŒbersetzung (Link nicht mehr abrufbar))
- NacherzÀhlungen
Da die Ăbersetzungen nur verstĂ€ndlich sind, wenn der Leser mit der griechischen Mythologie und Geschichte vertraut ist, hat es schon frĂŒh verschiedene NacherzĂ€hlungen gegeben, die die Geschichte allgemein verstĂ€ndlich erzĂ€hlen:
- Gustav Schwab: Troja. Insel-Taschenbuch, Frankfurt/Leipzig 2004, ISBN 3-458-34717-8 (beschrÀnkt sich nicht auf den Zorn des Achilleus, sondern schildert auch die Vorgeschichte des Krieges und die Eroberung Trojas)
- Homerus, Ilias und Odyssee. NacherzÀhlt von Walter Jens. Bilder von Alice u. Martin Provensen, Ravensburg 1956 ISBN 978-3-473-35503-7
- Franz FĂŒhmann: Das hölzerne Pferd. Berlin 1968 (erzĂ€hlt Ilias und Odyssee in leicht verstĂ€ndlicher und trotzdem anspruchsvoller Sprache)
- Kommentare
- Homerus, Ilias. FĂŒr den Schulgebrauch erklĂ€rt von Karl Friedrich Ameis. Bearbeitet von Carl Hentze. Leipzig 1905â1932.
- The Iliad: A Commentary. General edited Geoffrey Stephen Kirk. (6 BĂ€nde) Cambridge 1985â1993 ISBN 978-0-521-31209-7
- Homers Ilias: Gesamtkommentar. Auf der Grundlage der Ausgabe von Ameis-Hentze-Cauer (1868â1913) hrsg. von Joachim Latacz. MĂŒnchen/Leipzig 2000 ff. (bisher erschienen: Prolegomena und zwei BĂ€nde in vier TeilbĂ€nden) ISBN 978-3-598-74302-3 (Hintergrundinformationen)
- Genutzte Fachliteratur
- Walter Bröcker: Theologie der Ilias. Klostermann, Frankfurt 1975, ISBN 978-3-465-01111-8
- Walter Diehl: Die wörtlichen Beziehungen zwischen Ilias und Odyssee. Greifswald 1938.
- Friedrich Eichhorn: Homers Ilias. Ihr allgemeines Werden unter der Hand des Dichters und ihre endgĂŒltige Gestalt. Horn 1971, ISBN 3-11-004045-X
- Robert Fowler (Hrsg.): The Cambridge Companion to Homer. Cambridge 2004, ISBN 978-0-521-01246-1; darin
- Richard Hunter: Homer and Greek literature. S. 235â253.
- Joseph Farrell: Roman Homer. S. 254â271.
- Timothy Webb: Homer and the Romantics. S. 287â310.
- James I. Porter: Homer: the history of an idea. S. 324â343.
- Lorna Hardwick: âShards and suckersâ: contemporary receptions of Homer. S. 344â362.
- Hermann FrĂ€nkel: Dichtung und Philosophie des frĂŒhen Griechentums. 3. Auflage. MĂŒnchen 1976, ISBN 978-3-406-37716-7, S. 1â103
- ders.: Die homerischen Gleichnisse. 2. Auflage. Göttingen 1977, ISBN 978-3-525-25734-0
- Wolf-Hartmut Friedrich: Verwundung und Tod in der Ilias. Homerische Darstellungsweisen. In: Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-historische Klasse. Dritte Folge Nr. 38. Göttingen 1956, ISBN 978-3-525-82306-4
- Ernst Heitsch: Epische Kunstsprache und homerische Chronologie. Heidelberg 1978, ISBN 978-3-533-00468-4
- ders.: Gesammelte Schriften I: Zum frĂŒhgriechischen Epos. MĂŒnchen/Leipzig 2001, ISBN 3-598-77701-9
- ders.: Altes und Neues zur Ilias. Ăberlegungen zur Genese des Werkes. Stuttgart 2006, ISBN 978-3-515-08884-8
- Ludwig Hasper: BeitrÀge zur Topographie der homerischen Ilias. Brandenburg 1867
- Wolfgang Kullmann: Homerische Motive. Herausgegeben von Roland J. MĂŒller. Stuttgart 1992, ISBN 978-3-515-06206-0; darin
- Ein vorhomerisches Motiv im Iliasproömium. S. 11â36 (ursprĂŒnglich erschienen in Philologus. Berlin 1955, S. 167â192)
- Zur ÎÎčáœžÏ ÎČÎżÏ Î»Îź [DiĂČs boulÄ] des Iliasproömiums. S. 36â37 (ursprĂŒnglich erschienen in Philologus. Band 100, Berlin 1956, S. 132â133)
- Die Probe des Achaierheeres in der Ilias. S. 38â63 (ursprĂŒnglich erschienen in Museum Helveticum. Band 12, Basel 1955, S. 253â273)
- Die Töchter Agamemnons in der Ilias. S. 64â66 (ursprĂŒnglich erschienen in Gymnasium. Band 72, Heidelberg 1965, S. 200â203)
- Vergangenheit und Zukunft in der Ilias. S. 219â242 (ursprĂŒnglich erschienen in Poetica. Band 2, MĂŒnchen 1968, S. 15â37)
- Gods and Men in the Iliad and the Odyssey. S. 243â263 (ursprĂŒnglich erschienen in Harvard Studies in Classical Philology. Band 89, Harvard 1985, S. 1â23)
- Deutung und Bedeutung der Götter bei Euripides. S. 319â338 (ursprĂŒnglich erschienen in Mythos, Deutung und Bedeutung. Innsbrucker Beitrage zur Kulturwissenschaft, 1987, S. 7â22)
- Einige Bemerkungen zum Homerbild des Mittelalters. S. 353â372 (ursprĂŒnglich erschienen in Michael Borgolte u. Herrad Spilling [Hrsg.]: Litterae medii aevi. Festschrift fĂŒr Johanne Autenrieth. Sigmaringen 1988, S. 1â15)
- Friedrich Gottlieb Welcker ĂŒber Homer und den epischen Kyklos. S. 373â399 (ursprĂŒnglich erschienen in William Musgrave Calder III, Adolf Köhnken, Wolfgang Kullmann & GĂŒnther Pflug [Hrsg.]: Friedrich Gottlob Welcker. Werk und Wirkung. Stuttgart 1986, S. 105â130)
- Joachim Latacz: Homeros. In: Hubert Cancik (Hrsg.): Der Neue Pauly. Band 6. IulâLee, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01470-3
- Joachim Latacz (Hrsg.): Homers Ilias. Gesamtkommentar. Prolegomena. Saur, MĂŒnchen/Leipzig 2000, ISBN 3-598-74300-9; darin
- Joachim Latacz: Zur Homerkommentierung. Von den AnfĂ€ngen bis zu diesem Kommentar. S. 1â26.
- Martin Litchfield West: Geschichte des Textes. S. 27â38.
- Joachim Latacz: Formelhaftigkeit und MĂŒndlichkeit. S. 39â59.
- Rudolf Wachter: Grammatik der homerischen Sprache. S. 61â108.
- RenĂ© NĂŒnlist: Homerische Metrik. S. 109â114.
- Fritz Graf: Zum Figurenbestand der Ilias: Götter. S. 115â132.
- Magdalene Stoevesandt: Zum Figurenbestand der Ilias: Menschen. S. 133â143.
- Joachim Latacz: Zur Struktur der Ilias. S. 145â157.
- RenĂ© NĂŒnlist & Irene J. F. de Jong: Homerische Poetik in Stichwörtern. S. 159â171.
- Joachim Latacz, Thierry Greub, Peter Blome & Alfried Wieczorek (Hrsg.): Homer. Der Mythos von Troia in Dichtung und Kunst. MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-7774-3965-5; darin
- Joachim Latacz: Warum Homer? S. 15â17.
- Peter Jablonka: Der Schauplatz der Ilias. S. 81â89.
- Sigrid Deger-Jalkotzy: Die vorhomerische Epik â Indizien und Wahrscheinlichkeiten. S. 99â105.
- Stefan Hagel: Die SĂ€nger aus musikarchĂ€ologischer Perspektive. S. 106â111.
- Ernst-Richard Schwinge: Die GroĂstruktur der Epen. S. 151â156.
- Irene J. F. de Jong: Homers ErzĂ€hlkunst. S. 157â163.
- Arbogast Schmitt: Gott und Mensch bei Homer. S. 164â170.
- Martin Litchfield West: Geschichte der Ăberlieferung. S. 182â194.
- Peter Blome: Die Rezeption der Homerischen Dichtung in der griechischen Bildkunst. S. 196â207.
- Anton Bierl: Die Rezeption der Homerischen Dichtung in der griechischen Literatur. S. 208â214.
- Hellmut Flashar: Die Rezeption Homers durch die Philosophen. S. 215â220.
- Henriette Harich-Schwarzbauer: Homer in der römischen Literatur. S. 245â250.
- Carolina Cupane: Die Homer-Rezeption in Byzanz. S. 251â258.
- Thierry Greub: NĂ€he und Ferne zu Homer: Die kĂŒnstlerische Rezeption Homers in der Neuzeit. S. 265â275.
- Bernd Seidensticker: Die literarische Rezeption Homer in der Neuzeit. S. 276â282.
- Martin M. Winkler: Nenne mir, Muse, den Vater der Massenkultur: Homer in Kommerz und Kino. S. 283â289.
- Dietrich MĂŒlder: Ilias. In: Paulys RealencyclopĂ€die der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IX,1, Stuttgart 1914, Sp. 1000â1057.
- Albin Lesky: Homeros. In: Paulys RealencyclopĂ€die der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband XI, Stuttgart 1968, Sp. 687â846.
- Ian Morris & Barry Powell (Hrsg.): A new companion to Homer. Leiden 1997, ISBN 90-04-09989-1; darin
- Robert Lamberton: Homer in Antiquity. S. 33â54.
- Ralph M. Rosen: Homer and Hesiod. S. 463â488.
- Jenny Strauss Clay: The Homeric Hymns. S. 489â507.
- Anthony Snodgrass: Homer and Greek Art. S. 560â597.
- Gustav Adolf Seeck: Homer. Eine EinfĂŒhrung. Stuttgart 2004, ISBN 978-3-15-017651-1
- Bruno Snell: Dichtung und Gesellschaft. Hamburg 1965, ISBN 978-3-546-48557-9, S. 30â55
- Martin Litchfield West: The Date of the Iliad. In: Museum Helveticum. Band 52, Basel 1995, S. 203â219 (ISSN 0027-4054)
- Weitere wichtige Fachliteratur
- Cecil M. Bowra: Tradition and Design in the Iliad. Oxford 1930, ISBN 978-0-8371-9561-2
- John Chadwick: Linear B. Die Entzifferung der mykenischen Schrift. Göttingen 1959, ISBN 978-3-525-25706-7
- Irene J. F. de Jong: Narrators and Focalizers: The Presentation of the Story in the Iliad. 2. Auflage. London 2004, ISBN 978-1-85399-658-0
- Richard P. Martin: The Language of Heroes: Speech and Performance in the Iliad. Ithaca 1989, ISBN 978-0-8014-2353-6
- Peter von der MĂŒhll: Kritisches Hypomnema zur Ilias. Basel 1952, ISBN 978-3-7965-1677-1
- Milman Parry: LâEpithĂšte traditionelle dans HomĂšre. Paris 1928
- ders.: The Making of Homeric Verse: The Collected Papers of Milman Parry. Herausgegeben von Adam Parry. Oxford 1971, ISBN 978-0-19-520560-2
- Pietro Pucci: Odysseus Polutropos: Intertextual Readings in the Odyssey and the Iliad. Ithaca 1987, ISBN 978-0-8014-1888-4
- Karl Reinhardt: Die Ilias und ihr Dichter. Aus dem NachlaĂ. Hrsg. von Uvo Hölscher. Göttingen 1961, ISBN 978-3-525-25716-6
- Wolfgang Schadewaldt: Iliasstudien. 3. Auflage. Darmstadt 1966, ISBN 978-3-534-09424-0
- ders.: Von Homers Welt und Werk. AufsÀtze und Auslegungen zur homerischen Frage. 4. Auflage. Stuttgart 1965, ISBN 978-3-87425-117-4
- Arbogast Schmitt: SelbstÀndigkeit und AbhÀngigkeit menschlichen Handelns bei Homer. Hermeneutische Untersuchungen zur Psychologie Homers. AAWM 1990/5. Stuttgart 1990, ISBN 978-3-515-05726-4
- Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Die Ilias und Homer. Berlin 1916, ISBN 978-3-487-13136-8
- Friedrich August Wolf: Prolegomena ad Homerum sive de Operum Homericorum prisca et genuina forma. Halle 1795 (AuszĂŒge)
[Bearbeiten] Weblinks
Portal:Griechische Antike â Ăbersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Griechische Antike
- Ilias griechisch und deutsch (VoĂ) bei gottwein.de
- Perseus Digital Library: Iliad (griechischer Originaltext und englische Ăbersetzungen)
- The Chicago Homer (Griechischer und englischer Text mit vielfÀltigen Suchmöglichkeiten)
- Rezitation der Ilias im Original
- gemeinfreies Hörbuch bei LibriVox (in der Ăbersetzung von Johann Heinrich VoĂ)
- AusfĂŒhrliche LiteraturĂŒbersicht der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- Iliasstellen, zitiert nach Wolfgang Schadewaldts IliasĂŒbertragung
- â Vgl. 6, 145â149 mit Mimn. fr. 2, 1â4; 22, 71â76 mit Tyrt. fr. 10, 21â30.
- â 3, 149â160.
- â Zum Spruch vgl. 11, 783â784; 1, 348â351; 9, 442â443.410â416 (Achilleus entscheidet sich schlieĂlich fĂŒr den unsterblichen Ruhm); 18, 115â116; 22, 365â366.435â436 u. 24, 3â11.
- â 1, 286; 2, 265â269 u. 18, 105.
- â Zu Halbgöttern vgl. 1, 260â274; einzige Ausnahme fĂŒr die Bezeichnung der Achaier als Halbgötter in 12, 17â24, vgl. Hes. erg. 156â160 u. Bryan Hainsworth, The Iliad. A Commentary, Vol. III, Book 9â12, Cambridge 1993.
- â Zum Vergleich der Königlichkeit mit der Schönheit vgl. 2, 211â219 u. 3, 161â180.
- â 2, 802â806 u. 4, 436â438.
- â 9, 395.
- â 2, 530.
- â 1, 188â222 u. 18, 311.
- â Ausnahmen 3, 395â409; 5, 183 u. 6, 128.
- â 4, 320 u. 24, 525â528.
- â 5, 900â901; vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 58â70.
- â Vor Reden wird die Verwandlung öfters nur auf die Stimme bezogen, bspw. 2, 790â791; 13, 215â216 u. 20, 81â82; FrĂ€nkel (1977) S. 10 Anm. 1.
- â Sie können aber kurzzeitig abwesend sein, vgl. 1, 423â427; fĂŒr die endgĂŒltige Entscheidung bspw. 7, 101â102.202â205 u. 24, 525â528; einzige Ausnahme dagegen 20, 100â102 â zu 16, 780 vgl. Norbert BlöĂner, Die singulĂ€ren Iterata der Ilias. BĂŒcher 16â20, Stuttgart 1991, S. 32â38; Bröcker (1975) S. 30 u. Heitsch (2006) S. 12.
- â 16, 431â461 u. 22, 167â187; vgl. Eckhard Leitzke, Moira und Gottheit im alten homerischen Epos, Göttingen 1930; W. C. Greene, Moira, Cambridge/Massachusetts 1944 u. Bröcker (1975) S. 36â37.
- â 16, 33â35.
- â 2, 330â332.
- â Bspw. 11, 218â231; 16, 698â701 u. 22, 466â472.
- â Vgl. 1, 5 mit 2, 110â118; 9, 17â25; 11, 52â55; 12, 13â19; 17, 645â647; 19, 270â274 u. 20, 20â25; vgl. dagegen 8, 470â472 u. 13, 347â350.
- â 2, 798â799 u. 3, 161â244.
- â 16, 851â854 u. 22, 358â360; vgl. 17, 201â208; dabei rufen sie die Göttern an. In der Odyssee ist dies nicht der Fall, vgl. Kullmann (1985) S. 8 (= Kullmann (1992) S. 249).
- â 23, 80â81.
- â Vgl. bspw. 1, 458â469 mit 2, 421â432.
- â Vgl. bspw. 3, 50â51 mit 24, 706.
- â Bspw. 2, 484â492
- â 17, 51â60.
- â Bspw. 5, 84â94; 6, 504â515; 12, 141â153 u. 13, 489â495.795â801, vgl. bspw. Hom. Od. 13, 81â85; fĂŒr Vergleichsreihen 11, 473â486 u. 16, 156â167.
- â 2, 455â483
- â FĂŒr den Sturm bspw. 11, 305â309.747â749; 12, 37â40.373â376 u. 20, 51â53; fĂŒr das Meer bspw. 2, 144â146.207â210.393â397; 4, 422â428(449); 9, 1â8; 11, 296â298; 13, 794â801 u. 14, 16â24.389â401; fĂŒr Berg beziehungsweise Fels bspw. 15, 615â622 u. 17, 746â747; fĂŒr das Volk als Wolken bspw. 3, 8â14; 4, 275â282; 5, 519â527.864â867; 13, 334â338; 16, 64â70.297â302.364â367 u. 23, 131â134; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 16â35.
- â FĂŒr den Zimmermann bspw. 3, 59â63; 4, 482â489; 5. 569â570; 11, 86â91 u. 13, 177â181.389â392(= 16, 482â486).436â441; fĂŒr die BlĂ€tter bspw. 2, 464â468.799â801; 6, 144â149 u. 21; 462â467; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 35â41.
- â FĂŒr das NiedermĂ€hen bspw. 11, 67â72; 19, 221â224; 20, 495â499; fĂŒr das Saatfeld bspw. 2, 147â149 u. 23, 596â600; fĂŒr das PflĂŒgen bspw. 13, 703â708 u. 17, 742â746; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 41â47.
- â FĂŒr den Stern bspw. 5, 3â8; 6, 293â295.508â515; 8, 555â562; 10, 545â547;11, 62â66; 14, 184â185; 19, 380â383.397â398; 22, 25â32.131â135; fĂŒr den Mond bspw. 8, 555â562; 19, 371â374 u. 23, 452â455; fĂŒr Blite bspw. 10, 5â10.150â154; 11, 64â66.80â83; 13, 239â245; fĂŒr Feuer bspw. 1, 101â104; 2, 455â458.780â785; 5, 3â8; 11, (148)155â162; 12, 463â466; 14, 389â401; 17, 735â741; 19, 15â18.364â368.375â380; 20, 490â499; 21, 12â17.522â525 u. 22, 131â135; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 47â52.
- â FĂŒr die Wendung âschnell wie der Windâ Bspw. 10, 436â437; 16, 148â151 u. 24, 95â96.339â344; fĂŒr âstehende Schlachtâ bspw. 12, 432â438 u. 15, 408â414; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 52â59.
- â FĂŒr Löwe bspw. 3, 24â28; 5, 134â143.161â164.472â476; 7, 255â257; 11, 113â121.172â178.548â557; 12, 41â50.290â308; 13, 198â205; 15, 271â280.592â593.630â640; 16, 487â491.751â755.818â829; 17, 61â69.107â113.540â542.657â665; 20, 164â175; 21, 479â484; 22, 261â266 u. 24, 39â44; zum Eber bspw. 11, 323â326; 12, 41â50.146â152: 16, 818â829 u. 17, 281â287; zu Löwe, Wildschwein und Eber bspw. 17, 20â23; fĂŒr die Schlange bspw. 3, 33â37; 12, 200â209; 22, 93â97; fĂŒr den Panther bspw. 21, 573â582; fĂŒr die Hirsch bspw. 1, 225; 3, 24â28; 4, 242â246; 11, 472â483; 13, 99â106 u. 15, 271â280; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 59â70.
- â FĂŒr Fliegen bspw. 2, 469â479; 4, 127â131; 16, 641â644; 17, 567â574; fĂŒr Vogel bspw. 2, 459â466; 3, 1â14; 17, 755â759; fĂŒr Bienen- und Wespengleichnisse bspw. 2, 87â93; 12, 167â172; 16, 257â267; fĂŒr Hirten bspw. 4, 470â472; 12, 70â74; 13, 99â106; 16, 155â167.351â357; fĂŒr Hirten und Herde bspw. 2, 474â477.480â483; 3, 191â198; 4, 275â283.433â436; 10, 180â189 u. 13, 489â495; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 71â76.
- â 18, 483â608; vgl. Klaus Fittschen, Bildkunst I: Der Schild des Achilleus, Göttingen 1973 u. Fulvio Canciani, Bildkunst, Göttingen 1984.
- â 11, 15â46.
- â 16, 168â197; 33 NereĂŻden werden aufgezĂ€hlt, vgl. 18, 39â49; vgl. Norbert BlöĂner, Die singulĂ€ren Iterata der Ilias. BĂŒcher 16â20, Stuttgart 1991, S. 49â58; 2, 494â759.816â877.
- â 2, 484â493
- â 2, 510 u. 2, 719.
- â 8, 222â226.
- â 9, 185â189; vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 10.
- Weitere PrimĂ€rliteratur, abgekĂŒrzt nach Liste der AbkĂŒrzungen antiker Autoren und Werktitel
- â Vgl. ErgĂ€nzungen mit ÏÏÏη [kʰĆrÄ] âLandâ in Hdt. 5, 94, áŒÎžÎ·ÎœÎ±ÎŻÎ· [AtʰÄnaĂÄ] âathenischâ in Hdt. 7, 43 und ÎłáżÏ [gÄs] âErdeâ in Hdt. 5, 122 u. 7, 42; vgl. Aischyl. Ag. 453: ጞλÎčÎŹÎŽÎżÏ ÎłáŸ¶Ï [IliĂĄdos gÄs] âdes iliadischen Landesâ; Simonides, in: Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker, 1a, 8, F fragment 6; Eur. Andr. 128.141.301.489.797, El. 4, Hec. 102.905.922.931.941.1008.1061, Hel. 1114, Rhes. 236.366b u. Tro. 245.526.1256.
- â Sapp. fr. 44.
- â DafĂŒr, dass das Werk sonst zu groĂ und zu verwickelt geworden wĂ€re, vgl. Aristot. poet. 23.1459a17âb2 u. 26.1462b 10â11; Seeck (2004) S. 16 spricht sich bei der Datierung fĂŒr die alexandrinischen Bibliothekare aus, siehe âAlexandriner und spĂ€tantike Ăberlieferungâ.
- â Herodot setzt als frĂŒhest möglichen Punkt fĂŒr die Ilias 850 v. Chr. an, vgl. Hdt. 2, 53.
- â Alk. fr. 44, 6â8 (vgl. fr. 42 u. 283).
- â Vgl. Simonides, in: Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker, 1a, 8, F fragment 6.
- â Hdt. 2, 116 ordnet noch eine Stelle des heutigen sechsten Buches den âHeldentaten des Diomedes'â zu, welches in spĂ€teren Handschriften die Ăberschrift des fĂŒnften Buches darstellt; vgl. Plut. De vit. hom. 4.
- â Vgl. dagegen Hom. Od. 8, 83â86, hier will Odysseus nicht erkannt werden.
- â Hor. ars 359.
- â Vgl. Hes. Op. 653.
- â Vgl. Hom. Od. 1, 337â338.
- â Vgl. Hom. Od. 8, 62â64.
- â Vgl. Hom. Od. 4, 653â656.
- â Vgl. Hom. Od. 14, 83â84.
- â Vgl. Hom. Od. 1, 32â34; Hdt. 6, 11.109 u. Plut. Nicias 17, 4; vgl. Bröcker (1975) S. 27â30; Christian Vogt, Ăberlegungen und Entscheidung. Studien zur Selbstauffassung des Menschen bei Homer, Berlin 1933 u. FrĂ€nkel (1976) S. 58â83.
- â Vgl. Xenophanes fr. VS 21 B 11 (sowie VS 21 B 14, 15 u. 16); Georg Finsler, Homer, Âł1924, S. 66 deutet diese Stelle als nur auf die Ilias zutreffend, Diehl (1938) S. 4 argumentiert dagegen; vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 59.
- â Porph. Quaestiones ad Homericae ad Il. 8, 555 mit Hom. Il. 8, 155â156; fĂŒr weitere Beispiele vgl. Latacz (2000b) S. 39â40.
- â Vgl. Hor. ars 140â152.
- â FĂŒr Ersteres bspw. 9, 14â17; fĂŒr Zweiteres bspw. Hom. Od. 16, 216â219; vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 8.
- â Felix Jacoby, Die Fragmente der Griechischen Historiker, 485 F 5 und 486 F 4; zur attischen Verschriftlichung des Textes vgl. West (2000) S. 30.
- â Zu den Einheiten vgl. Hom. Od. 8, 492â498 u. Hdt. 2, 116: áŒÎœ ÎÎčÎżÎŒÎźÎŽÎ”ÎżÏ áŒÏÎčÏÏηίῠ[en DiomÄdeos AristÄĂÄ] âin der Aristie des Diomedesâ, vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 13â14; zu den Zuschauern vgl. Plat. Ion 535d, vgl. Seeck (2004) S. 19â20.44â45; zum Rezitieren aus dem GedĂ€chtnis vgl. Hom. Od. 11, 328â331; 17, 512â520 u. 22, 345â349; Hes. Op. 654â657, vgl. Hermann Koller, Das kitharodische Prooimion: Eine formgeschichtliche Untersuchung, in: Philologus, Band 100, Berlin 1956, S. 159â206 u. FrĂ€nkel (1976) S. 9â17.20â24; zum Aufbau eines Vortrages siehe S. 15 Anm. 15; Latacz (2000a) S. 3; zu den Musikinstrumenten vgl. Hagel (2008) S. 106â111.
- â Plat. Hipparch. 228b; Lykurg. Oratio in Leocratem 102 u. Diog. Laert. 1, 57; dagegen Plut. Pericles 13; vgl. West (2008) S. 182 u. Martin Litchfield West, Geschichte des Textes, in: Joachim Latacz (Hrsg.), Homers Ilias. Gesamtkommentar. Prolegomena, MĂŒnchen/Leipzig 2000, S. 29 u. Martin Litchfield West, Die Gesch. des Textes, in: J. Latacz und Mitarbeiter, Homer, Ilias. Ein Gesamtkomm., I 2, 1999
- â Xenophanes fr. VS 21 B 10; vgl. Aristoph. Daitales fr. 233 K.-A.; Plat. Prot. 338 6â8; Plat. rep., Buch 10, 606eâ607a u. Xen. symp. 3, 5; vgl. Llewelyn Morgan, Patterns of Redemption in Virgilâs Georgics, Cambridge 1998; Ineke Sluiter, Commentaries and the didactic tradition, in: Glenn W. Most (Hrsg.), Commentaries â Kommentare, Göttingen 1999; Greg Horsley, Homer in Pisidia: aspects of the history of Greek education in a remote Roman province, in: Antichton, Band 34, Perth 2000, S. 46â81; Raffaella Cribiore, Gymnastics in Mind, Princeton 2001; FrĂ€nkel (1976) S. 29 u. Latacz (2000a) S. 3â4.
- â Porph. Quaestiones ad Homericae ad Il. 20, 67 = Theagenes fr. VS 8 A 2, 13; Tatianos 31 S. 31, 16 Schwartz = Theagenes fr. VS 8 A 1; Theagenes fr. VS 8 A 2.
- â Hdt. 2, 117 spricht sich gegen eine homerische Verfasserschaft aus.
- â Aristot. an post. 2, 92b 30 u. 93b 36; Aristot. metaph. 6 1030a 7, 1030b 7 u. 8 1045a 12.
- â Vgl. Thuk. 3, 104 u. Pind. N. 2, 3.
- â Vgl. Hdt. 2, 53.
- â Vgl. Hes. Th. 22â35 u. Hes. Op. 27â41.633â660.
- â Vgl. Hes. Op. 161â165.
- â Vgl. Stesich. fr. 19 (u. 192); fĂŒr Stesich. fr. 19 und weitere Beispiele fĂŒr Umdeutung der Iliossage vgl. Porter (2004) S. 327 Anm. 14.
- â Archil. fr. 114 u. 196A.
- â Vgl. Longinus De sublimitate 13, 3.
- â Sappho fr. 1, 15, 16, 31 u. 44; Archil. fr. 2, 4, 5, 114 u. 128; Mimn. fr. 2.
- â Vgl. Anth. Pal. 9, 26, 3.
- â Vgl. Semonides fr. 19 mit Hom. Il. 6, 146â149.
- â Vgl. Aristot. poet. 1448b.
- â Vgl. Hdt. 4, 132.
- â Vgl. Xenophan. fr. 11, 14â16, 23 u. 26; vgl. Religionskritik#Antike griechische Philosophie.
- â Vgl. Pind. N. 7, 20â30
- â So schon Aischylos: Athenaios Deipnosophistai 8.347e (= Test. 112), der seine Tragödien als âStĂŒcke von den groĂen MĂ€hlern Homersâ bezeichnet, u. Aristot. poet. 4, 5, 23 u. 24.
- â Vgl. bspw. Aischyl. Hept. 36â68 u. Pers. 230â245 mit Hom. Il. 3, 161â244.
- â In Soph. Test. 115 nennt Polemon von Athen Homer den epischen Sophokles und diesen den tragischen Homer.
- â Vgl. Aristoph. Ach. 45â46 mit Hom. Il. 2, 212â215; 581â587 mit 6, 466â470.
- â Vgl. Longinus De sublimitate 13, 3.
- â Vgl. Hdt. 7, 61â99.
- â Vgl. Thuk. 1, 1.10.11 u. 2, 41.
- â Vgl. Plat. Lach. 181câ184d.
- â Vgl. Plat. rep., Buch 2, 376e bis 385c, Buch 10, 595b 9 bis 595c 3 u. 606e bis 607b.
- â Vgl. Plat. rep., Buch 10, 607a u. Plat. Tht. 152eâ153a.
- â Vgl. Plat. rep., Buch 10, 607a.
- â Plat. Hipp. min. 365câ365d.
- â Vgl. Plat. apol. 28bâd mit Hom. Il. 18, 94â106.
- â In Plat. Hipp. min. diskutieren Sokrates und Hippias von Elis darĂŒber, ob es besser sei, tĂŒchtig wie Achilleus oder listig-klug wie Odysseus zu sein; Protagoras geht in Plat. Prot. 316câ317c davon aus, dass schon Homer, Hesiod und Simonides Sophisten gewesen seien.
- â Vgl. Zoilos von Amphipolis, ÎαÏᜰ ÏáżÏ áœÎŒÎźÏÎżÏ ÏÎżÎčÎźÏΔÏÏ [KatĂĄ tÄs HomÄrou poiÄseĆs] âGegen die Dichtung Homersâ.
- â Vgl. Arist. poet. 25; 40 erhaltene Fragmente des fĂŒnfbĂ€ndigen Werkes âHomerproblemeâ (das wohl rund 400 Ilias- und Odysseestellen betrachtete), welches das Kapitel der Poetik mglw. zusammenfasste, vgl. Barbara Breitenberger, in: Hellmut Flashar (Hrsg.), Aristoteles, Werke in deutscher Ăbersetzung 20 I, Berlin 2006, S. 305â311.371â430 u. Olof Gigon (Hrsg.), Librorum Depertitorum Fragmenta = Aristotelis Opera, Band 3, Berlin 1987, S. 366â404.
- â Vgl. Aristot. poet. 9, 1451 a 36â38.
- â Vgl. Aristot. poet. 23, 1460a5â9 u. 24, 1460a19.
- â Vgl. Plat. rep. 607a u. Aristot. poet. 1448b 34â40.
- â Vgl. Cic. nat. 1, 41.
- â Vgl. App. Pun. 132.
- â Vgl. Verg. Aen. 1, 453â493.
- â Vgl. Ov. met. 11, 199 ff.
- â Vgl. Prop. elegiae 1, 7, 3 u. 3, 1, 5â38.
- â Vgl. Sen. apocol. 5, 4.
- â Bspw. Petron. satyrica. 29â30; 48, 7 u. 59.
- â Vgl. Dion Chrys. oratio 18, 8.
- â Vgl. Quint. inst. 1, 8, 5; Sen. epist. 27, 7 u. Heraklit Homerische Probleme 1, 5â7.
- â Vgl. Bas. Ad adulescentes 5, 28.
- â Vgl. Aug. conf. 1, 14.16 u. Aug. civ. 2, 14.
- â Vgl. Claud. Nupt. Hon. et Mar. 232â235 u. carm. 23, 13.
- â Vgl. Gabriel G. Lapeyre, Vie de Saint Fulgence de Ruspe, Paris 1929, 11 (c. 1).
- â Vgl. Porph. Vit. Plot. 1 u. Marinus Vit. Proc. 38.
- â Vgl. Isid. orig. 5, 39, 12 u. 8, 8, 3 u. Vita Sancti Eligii ed. Bruno Krusch, in: Monumenta Germaniae Historica Scriptores rerum Merovingicarum 4, Hannover/Leipzig 1902, S. 665.
- â Vgl. Wigbold carmen 8, 54, in: Ernst Ludwig DĂŒmmler (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Poetae, Band 1, Berlin 1881, S. 97 u. Rabanus Maurus carmen 10, 5 u. Walahfrid Strabo carmen 35, 3, in: Ernst Ludwig DĂŒmmler (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Poetae, Band 2, Berlin 1884, S. 172.387; Ermenrich von Ellwangen, Schlussgedicht der Epistula ad Grimaldum Vers 112, in: Ernst Ludwig DĂŒmmler (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Epistolae, Band 5, Berlin 1899, S. 536 ff; Dionysius Areopagita carmen 2, 1, Vers 1â16, in: Ludwig Traube (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Poetae, Band 3, Berlin 1896, S. 527 ff; Panegyricus Berengarii Vers 1â4.200â203, in: Paul von Winterfeld (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Poetae, Band 4, 1, Berlin 1899, S. 355â356; Liutprand von Cremona Liber antapodoseos 1.3.4, in: Joseph Becker (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Scriptores rerum Germanorum, Liudprandi opera, Hannover/Leipzig Âł1915, S. 14.90; Widukind von Corvey Res gestae Saxonicae 74, in: Paul Hirsch u. Hans-Eberhard Lohmann (Hrsgg.), Monumenta Germaniae Historica Scriptores rerum Germanorum, Widukindi monachi Corbeiensis rerum gestarum Saxonicarum libri tres, Hannover 51935, S. 151; Baundry de Bourgeuil carmina 87,18 u. 192,36 u. 201,31â34, in: Karlheinz Hilbert, Baldricus Burgulianus, Heidelberg 1979, S. 91; Archipoeta carmina 4, Strophe 4 u. 5, Vers 7, in: Heinrich Watenpfuhl, Die Gedichte des Archipoeta (hrsg. v. Heinrich Krefeld), Heidelberg 1958, S. 57; La Chanson de Roland, Edizione critica a cura die Cesare Segre, Mailand/Neapel 1971; Le Roman de ThĂšbes, publiĂ© par de Guy Raynaud de Lage, Paris 1966; Le Roman de Troie par Benoit de Sainte-Maure, publiĂ© par Leopold Constans, Paris 1904, Vers 45â50,71â74.
- â Vgl. Nathaniel Edward Griffin, Guido de Columnis, Historia destructionis Troiae, Cambridge (Massachusetts) 1936.
- â Vgl. Otto von Freising, in: Adolf Hofmeister (Hrsg.), Monumenta Germaniae Historica Scriptores rerum Germanorum, Ottonis episcopi Frisigensis chronica, Hannover/Leipzig 1912 25.56 u. Hugo von Trimberg, Registrum multorum auctorum, in: Karl Langosch, Das âRegistrum Multorum Auctorumâ des Hugo von Trimberg. Untersuchungen und kommentierte Textausgabe, in: Germanische Studien, Band 235, Berlin 1942, S. 167.
- â Vgl. Dante Alighieri Vita Nova 2, 8; Göttliche Komödie, Inferno 4, 86 ff. u. 26, 49 ff. u. Purgatorio 22, 101.
- â Vgl. Francesco Petrarca Africa 4, 34 ff.; 9, 158 ff.
- â Vgl. Aus. Mos. 374â381, Internetquelle u. Epostula ad nepotem 45â46.
- â Vgl. Francesco Petrarca fam. rer. 18, 2, 7 in Francesco Petrarca, Opere 1. Canzioniere, Trionfi, Familiarum rerum libri, Florenz 1975.
- â Vgl. Michael Psellos Encomium in matrem 361, 97.
- â Vgl. Eust. Comm. Il. Prol. I 1, 8â10.
- â Vgl. Niketas Choniates Hist. 653, 94 ff.
- â Vgl. Brief Goethes an Schiller vom 17. Mai 1795, in dem Wolfs Kritik an Homer als âVerwĂŒstungâ dargestellt wird; vgl. Friedrich Gottlieb Welcker, Der epische Cyclus oder die homerischen Dichter, Bonn 1865â1882, Internetquelle, kommentiert von Kullmann (1986) S. 105â130 (= Kullmann (1992) S. 373â399) u. Eichhorn (1971) S. 7.
- â Vgl. Vitr. de architectura 7, 5, 1â2.
- WeiterfĂŒhrende Anmerkungen und Literatur, sowie interne Verweise
- â LSJ, S. 828
- â a b Vgl. Latacz (1999).
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 26; siehe âKyklische Epenâ.
- â Unter Annahme der mĂŒndlichen Vorstufen auch nicht notwendig, vgl. Seeck (2004) S. 41â42.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 33; siehe âArchaikâ.
- â Zu den verschiedenen Auslegungen siehe Ilias und Homerische Frage.
- â FrĂ€nkel (1976) S. 7; vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 7â8.
- â FĂŒr das 13./12. Jahrhundert spĂ€ter auch Heinrich Schliemann, vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 50 u. West (1995) S. 204 Anm. 4.
- â Siehe Autor und Ilias und Homerische Frage.
- â Vgl. Walter Burkert, Das hunderttorige Theben, in: Wiener Studien 89, 1976, S. 5â21 bzw. West (1995) S. 203â219, vor allem 217â219; vgl. fĂŒr eine frĂŒhere Datierung bspw. Alfred Heubeck, Die homerische Frage, Darmstadt 1974, S. 213â228; Wolfgang Schadewaldt, Homer und sein Jahrhundert, in: Das neue Bild der Antike I (1942), Nachdruck in: ders., Von Homers Welt und Werk. AufsĂ€tze und Auslegungen zur homerischen Frage, 4. Auflage, Stuttgart 1965, S. 87â129, vor allem 93â96, u. 429â441; Geoffrey Stephen Kirk, The Songs of Homer, Cambridge 1962, S. 282â287 u. The Iliad. A Commentary, i: Books 1â4, Cambridge 1985, S. 3â4; Joachim Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlands, 3. Auflage, MĂŒnchen/ZĂŒrich 1997, S. 75â85: âdieser Zeitansatz <gilt> heute in der internationalen Homerforschung in der Tat als der wahrscheinlichsteâ; Barry B. Powell, Homer and the Origin of the Greek Alphabet, Cambridge 1991, S. 187â220.
- â Vgl. Gregory Nagy, Homerâs Text and Language, University of Illinois Press 2004; siehe âAlexandriner und spĂ€tantike Ăberlieferungâ.
- â Vgl. âAutorâ.
- â Vgl. West (1995) S. 204â205 u. 205 Anm. 8.
- â Vgl. West (1995) S. 206â207 u. 207 Anm. 17.
- â Vgl. Bertrand Jaeger u. John Boardman (Hrsg.), Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Herausgegeben von der Fondation pour le Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae, ZĂŒrich 1981â1999, ISBN 3-7608-8751-1; Anthony Snodgrass, Homer and the Artists, Cambridge 1998, S. 88â89; West (1995) S. 207 u. Anm. 21; Heitsch (2006) S. 16 Anm. 18.
- â Vgl. West (1995) S. 209 u. 209 Anm. 23 u. Raoul Schrott, Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen HintergrĂŒnde, MĂŒnchen 2008, S. 103â104.
- â Zum Ersten vgl. West (1995) S. 210â211 u. Walter Burkert, Das hunderttorige Theben, in: Wiener Studien 89, 1976, S. 5â21; zum Zweiten vgl. West (1995) S. 211â217; Seeck (2004) S. 95 erklĂ€rt die Zerstörung der Mauer mit dem Wunsch des Autors, den Auffindungsdrang der Rezipienten zurĂŒckzudrĂ€ngen.
- â Vgl. Heitsch (2006) S. 16 Anm. 18; Martin Litchfield West, Hesiod. Theogony, Oxford 1966, S. 40â48 u. West (1995) S. 218â219; dagegen FrĂ€nkel (1976) S. 3â4.
- â Vgl. Ernst Heitsch, Aphroditehymnos. Aeneas und Homer (Hypomnemata 15), Göttingen 1965, S. 87â93 u. West (1995) S. 208â209.
- â Vgl. West (1995) S. 206; gleiches gelte fĂŒr Musaios fr. 5, vgl. Bierl (2008) S. 209.
- â Vgl. West (1995) S. 218; eine deutschsprachige Zusammenfassung von Wests Argumentation findet sich bei Raoul Schrott, Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen HintergrĂŒnde, MĂŒnchen 2008, S. 103â104; zur Problematik der Unterscheidung von poetischer Konzeption, Plot und Text siehe âAutorâ.
- â Vgl. Latacz (2000) S. 145 u. Minna Skafte Jensen, Dividing Homer: When and How were the Iliad and the Odyssey divided into Songs?, in: Symbolae Osloenses, Band 74, Oslo 1999, S. 5â91.
- â Siehe âErzĂ€hltechnikenâ.
- â Siehe âPsychologieâ.
- â Siehe âSchiffskatalog und Katalog der Trojanerâ.
- â Einen Ăberblick ĂŒber den Aufbau der Ilias â es gibt zwei HaupterzĂ€hlstrĂ€nge: Der Zorn des Achilleus' vom ersten bis zum neunzehnten Buch und die RĂ€chung von Patroklos' Tod im sechzehnten Buch bis zu Hektors Bestattung im vierundzwanzigsten Buch â bieten auĂerdem Latacz (2000c) S. 145â157; Schwinge (2008) S. 151â156. Hasper (1867) S. 41â44 u. Seeck (2004) S. 69â74.89â90. Letzter ordnet sie zusĂ€tzlich in den Hintergrund des Troischen Krieges ein.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 41â44 u. de Jong (2008) S. 158â159.
- â Vgl. de Jong (2008) S. 158; Seeck (2004) S. 34; zur Psychologie und zur Rhetorik speziell der Gesandtschaft im neunten Buch vgl. Seeck (2004) S. 153â157; einen Ăberblick gewĂ€hren FrĂ€nkel (1976) S. 83â94 u. Stoevesandt (2000) S. 133â142; zu den trojanischen KĂ€mpfern vgl. Paul Wathelet, Dictionnaire des Troyens de lâIliade, LiĂšge 1988; zu den Nebenfiguren vgl. Gisela Strasburger, Die kleinen KĂ€mpfer der Ilias, Frankfurt am Main 1954..
- â Vgl. Seeck (2004) S. 62.
- â Zur Tugend vgl. Peter Stemmer, Tugend, in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 10, Basel 1998, Spalte 1532â1548 u. Snell (1965) S. 31.
- â Hektor flĂŒchtet vor Achilleus â Hom. Il. 22, 135â136; zum Vergleich von Odysseusâ Flucht vor den Ungeheuern in der Odyssee mit Heraklesâ KĂ€mpfen vgl. Seeck (2004) S. 21; vgl. Bröcker (1975) S. 17.
- â Vgl. Snell (1965) S. 17.32â33; zum Umgang mit Sklaven vgl. Sklaverei in den homerischen Epen.
- â Vgl. Bröcker (1975) S. 32 u. Stoevesandt (2000) S. 27 mit Anm. 2.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 103.
- â Zu homerischen Personennamen vgl. Hans von Kamptz, Homerische Personennamen. Sprachwissenschaftliche und historische Klasse, Göttingen/ZĂŒrich 1982 (= Dissertation Jena 1958).
- â a b Vgl. Hasper (1867) S. 28.
- â Zu den TĂ€tigkeiten einzelner Personen siehe âMenschenâ.
- â Vgl. dafĂŒr und fĂŒr die inhaltliche IdentitĂ€t von Ilios und Troja Latacz (2000b) S. 50â51; siehe auch Hexameter.
- â Bröcker (1975) S. 20 u. Seeck (2004) S. 63, Ausnahmen S. 100â101.
- â Vgl. Schmitt (2008) S. 164â167.
- â Vgl. Bröcker (1975) S. 32.
- â Vgl. Bröcker (1975) S. 26.32â33 u. Diehl (1938) S. 131â132.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 64â66.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 79â81.
- â Vgl. Kullmann (1955) S. 256 (= Kullmann (1992) S. 41)
- â FĂŒr Ăberblick ĂŒber die Personifikationen in der Ilias vgl. Graf (2000) S. 126â131.
- â Vgl. de Jong (2008) S. 159â162 u. Kullmann (1968) S. 17â19 (= Kullmann (1992) S. 222â223).
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 26; zur Analepse bei Homer vgl. NĂŒnlist/de Jong (2000) S. 159.
- â Vgl. Latacz (2000c) S. 155, der von einer Analepse von Buch Zwei bis einschlieĂlich Sieben ausgeht; Alfred Heubeck, Studien zur Struktur der Ilias. Retardation â MotivĂŒbertragung, in Gymnasium Fridericianum. Festschrift zur Feier des 200jĂ€hrigen Bestehens des Humanistischen Gymnasiums Erlangen 1745â1945, Erlangen 1950, S. 17â36 u. Joachim Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlands, DĂŒsseldorf Âł1997.
- â Vgl. Georg Eckel Duckworth, Foreshadowing and Suspense in the Epics of Homer, Apollonius, and Vergil, Princeton 1933; Brigitte Hellwig, Raum und Zeit im homerischen Epos, Hildesheim 1964; Irene de Jong, Narrators and Focalizer. The Presentation of the Story of the Iliad, Amsterdam 1987, S. 81â90; Scott Richardson, The Homeric Narrator, Nashville (Tennesse) 1990, S. 132â139 u. Michael Reichel, Fernbeziehungen in der Ilias, TĂŒbingen 1994, S. 47â98, Internetquelle; fĂŒr weitere Beispiele vgl. de Jong (2008) S. 159â160.
- â FĂŒr UntergangsbezĂŒge vgl. bspw. 4, 164â165; 6, 448â449 u. 7, 399â402 u. 24, 723â746.
- â Vgl. Wolfgang Kullmann, Die Quellen der Ilias. Troischer Sagenkreis, Wiesbaden 1960, 5â11 u. Latacz (2000c) S. 156â157.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 60 u. Kullmann (1968) S. 16â18 (= Kullmann (1992) S. 220.222).
- â Vgl. Rudolf Wachter (2000) S. 63â67 u. FrĂ€nkel (1976) S. 2.27â28.
- â Bspw. wird bei der metrischen Dehnung áœÎœÎżÎŒÎ± [Ăłnoma] âNameâ zu ÎżáœÎœÎżÎŒÎ± [oĂșnoma] und áœÎ»ÏÎŒÏÎżÎčÎż [OlĂșmpoio] âdes Olympâ zu ÎáœÎ»ÏÎŒÏÎżÎčÎż [OulĂșmpoio]; bei der metrischen Zerdehnung aus ΌΔÏΔáżÏΔΜ [meteĂźpen] âzu mehreren Personen sprechenâ ΌΔÏÎΔÎčÏΔΜ [metĂ©eipen]; vgl. die Modernisierung des Textes bei West (2000) S. 30; fĂŒr metrische Lizenzen vgl. Wachter (2000) S. 74â83; zum Enjambement bei Homer vgl. Milman Parry, The Distinctive Character of Enjambement in Homeric Verse, in: Transactions of the American Philological Association, Band 60, Charles Village (Baltimore) 1929, S. 200â220 u. NĂŒnlist/de Jong (2000) S. 161.
- â a b Bernhard Forssman: Homerische Sprache, in: Hubert Cancik (Hrsg.), Der Neue Pauly. Band 6. IulâLee, Stuttgart 1999.
- â Dagegen Wachter (2000) S. 64 Anm. 4; zum Ăolischen vgl. Wachter (2000) S. 64 Anm. 5 u. FrĂ€nkel (1976) S. 28; zur Entdeckung des Mykenischen siehe Eichhorn (1971) S. 16 Anm. 47 u. vor allem John Chadwick, The Decipherment of Linear B, Cambridge 1956; auch die UrsprĂŒnge des Inhalts gehen vermutlich auf die Mykenische Kultur zurĂŒck, vgl. Deger-Jalkotzky (2008) S. 99â105. u. Latacz (1999) â einschrĂ€nkend Lesky (1968) S. 755, der mykenische Belege unter anderem der Namen Aias, Achilleus und Pandaros angibt, diese aber als Personen des Alltags bezeichnet.
- â Vgl. Manu Leumann, Homerische Wörter, Basel 1950; Karl Meister, Die homerische Kunstsprache, Leipzig 1921; West (2000) S. 30â31. u. Heitsch (1968) S. 11â13.
- â Vgl. NĂŒnlist (2000) S. 109â114.
- â Vgl. NĂŒnlist (2000) S. 112.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 32â37 u. NĂŒnlist (2000) S. 111.
- â Zuerst wurde die Frage der Formeln bei Gottfried Hermann, De iteratis apud Homerum, Leipzig 1840 (ĂŒbersetzt in Joachim Latacz (Hrsg.), Homer. Tradition und Neuerungen, Darmstadt 1979) aufgeworfen, spĂ€ter vgl. W. v. Christ, Wiederholungen gleicher und Ă€hnlicher Weise in der Ilias, MĂŒnchen 1880, S. 221â272; Ernst Lentz, De versibus apud Homerum perperam iteratis, Leipzig 1881; Ernst Pfudel, Die Wiederholungen bei Homer, 1. Beabsichtigte Wiederholungen, Liegnitz 1891; John A. Scott, Repeated verses in Homer, in: American Journal of Philology, Band 32, Baltimore 1911, S. 313â321; Julius JĂŒthner, Zu den Wiederholungen bei Homer, Aus der Werkstatt des Hörsaals, Innsbruck 1914; Walter Arend, Die typischen Szenen bei Homer (= Problemata, Band 7), Berlin 1933 u. Arie Hoekstra, Homeric Modifications of Formulaic Prototypes, Amsterdam 1965; siehe auch âIlias und Homerische Frageâ; zum Auffinden im letzten Drittel vgl. Milman Parry, LâEpithĂšte traditionelle dans HomĂšre, Paris 1928, S. 16; Milman Parry, Studies in the Epic Technique of Oral Verse-Making: I. Homer and Homeric Style, in: Harvard Studies in Classical Philology, Band 41, Harvard 1930, S. 73â147 u. FrĂ€nkel (1976) S. 35; zum AuffĂŒllen der ZĂ€suren vgl. NĂŒnlist (2000) S. 112.
- â Edzard Visser, Homerische Versifikationstechnik. Versuch einer Rekonstruktion, Frankfurt am Main 1987; vgl. Latacz (2000b) S. 56â57 u. FrĂ€nkel (1976) S. 30.
- â Vgl. Otto Seeck, Die Quellen der Odyssee, Berlin 1887, S. 287; C. Rothe, Die Bedeutung der Wiederholungen fĂŒr die homerische Frage, Festschrift zur Feier des 200jĂ€hrigen Bestehens des Königlichen Französischen Gymnasiums 1890, S. 123â168 u. Heitsch (1968) S. 16â17.19â20.22; fĂŒr Formeln in mykenischer Zeit vgl. Latacz (2000b) S. 54.
- â Carl Eduard Schmidt, Parallelhomer, Göttingen 1885, S. 8.
- â Vgl. Ludwig FriedlĂ€nder, Zwei homerische Wörterverzeichnisse, Jahrbuch fĂŒr klassische Philologie, Supplementband 3, 1857â1860, S. 747.
- â Vgl. Diehl (1938) S. 12.
- â Vgl. Latacz (2000b) S. 45â51; FrĂ€nkel (1976) S. 37 u. Seeck (2004) S. 31; fĂŒr einen Ăberblick vgl. Milman Parry, The Traditional Epithet in Homer, in: Milman Parry, The Making of Homeric Verse. The Collected Papers of Milman Parry. Edited by Adam Parry, Oxford 1971, S. 1â190.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 36.
- â Vgl. Latacz (2000b) S. 53â54 u. Wachter (2000) S. 65â66.
- â Vgl. de Jong (2008) S. 157; Louise H Pratt, Lying and Poetry from Homer to Pindar, Ann Arbor (Michigan) 1993, S. 12â17.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 41; zum Zorn des Achilleusâ vgl. Leonard Charles Muellner, The anger of Achilles: Menis in Greek epic, Ithaca 1996.
- â Auch andere AnfĂ€nge sind ĂŒberliefert, vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 24â25; eine neoanalytische Interpretation findet sich bei Kullmann (1955) S. 167â192 (= Kullmann (1992) S. 11â35) u. Wolfgang Kullmann, Ein vorhomerisches Motiv im Iliasproömium, in: Philologus, Band 99, Berlin 1955, S. 167â192 u. Kullmann (1956) S. 132â133 (= Kullmann (1992) S. 36â37).
- â Gegen die Deutung von Hom. Il. 4, 127â133 argumentiert FrĂ€nkel (1977) S. 12â13 mit 17, 567â573; zu âGefahrâ vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 75 Anm. 1.; zum âWetterâ vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 102â103; fĂŒr Gleichnisse allgemein vgl. Hermann FrĂ€nkel, Die homerischen Gleichnisse, Göttingen 1921; Dionys John Norris Lee, The Similes of the Iliad and the Odyssey Compared, Melbourne 1964; Carroll Moulton, Similes in the Homeric Poems, Göttingen 1977 u. FrĂ€nkel (1976) S. 44â49; fĂŒr weitere Literatur vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 123â124.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 98â99.106.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 4.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 105.111â112.
- â Vgl. George P. Shipp, Studies in the Language of Homer, Cambridge ÂČ1972.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 45â49.
- â Zu Einzeltieren vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 76â86; zum Wasserleben vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 86â88.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 89â96.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 96â97.
- â Vgl. FrĂ€nkel (1977) S. 116â119; zu den Gleichnissen in der Odyssee vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 48.
- â Vgl. William W. Minton, Invocation and Catalogue in Hesiod and Homer, in: Transactions of the American Philological Association, Band 93, 1962, 188â212; Charles Rowan Beye, Homeric Battle Narrative and Catalogues, in: Harvard Studies in Classical Philology, Band 68, Harvard 1964, S. 144â153; Tilman Krischer, Formale Konventionen der homerischen Epik, MĂŒnchen 1971, S. 146â158 u. Edzard Visser, Formale Typologien im Schiffskatalog der Ilias: Befunde und Konsequenzen, in: Hildegard L. C. Tristram (Hrsg.), New Methods in the Research of Epic, TĂŒbingen 1998, S. 25â44.
- â AusfĂŒhrliche Bearbeitungen finden sich bei Benedictus Niese, Der homerische Schiffskatalog als historische Quelle, Kiel 1873; Felix Jacoby, Die Einschaltung des Schiffskatalogs in die Ilias. Sonderausgabe aus den Sitzungsberichten der PreuĂischen Akademie der Wissenschaften. Philologisch-historische Klasse XXIV, 1932, S. 572â617; Viktor Burr, ÎÎΩΠÎÎ΀ÎÎÎÎÎÎŁ. Untersuchungen zum homerischen Schiffskatalog, in: Klio Beiheft XLIX N. F. Heft 36, Leipzig 1944; Alfred Heubeck, Homerica I: Zur Handlung des Schiffskatalogs B 484â779, in: Gymnasium, Band 56, Heidelberg 1949, S. 242â248; Friedrich Forcke, Katalogdichtung im B der Ilias, in: Gymnasium, Band 57, Heidelberg 1950, S. 256â273; GĂŒnther Jachmann, Eine Studie zum homerischen Schiffskatalog, Rom 1955, S. 141; GĂŒnther Jachmann, Der homerische Schiffskatalog und die Ilias. Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft zur Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Band 5, Köln und Opladen 1958 u. Edzard Visser, Homers Katalog der Schiffe, Stuttgart u. Leipzig 1997; fĂŒr eine EinfĂŒhrung vgl. Lesky (1968) S. 785â788.
- â Vgl. Denys Lionel Page, History and the Homeric Iliad, Berkeley 1959, S. 118 u. E. Visser, Homers Katalog der Schiffe, Stuttgart 1997.
- â Vgl. Lesky (1968) S. 787 u. Heitsch (2006) S. 8â11; dagegen Wolfgang Schadewaldt, Iliasstudien, Darmstadt Âł1966, S. 91 Anm. 3; Wolfgang Schadewaldt, Von Homers Welt und Werk. AufsĂ€tze und Auslegungen zur homerischen Frage, Stuttgart 41965, S. S. 77 Anm. 2 u. S. 91 Anm. 2; Karl Reinhardt, VortrĂ€ge und AufsĂ€tze, Godesberg 1948, S. 42 u. Gottfried Wolterstorff, Zum Schiffskatalog im B der Ilias, in: Gymnasium, Band 62, Heidelberg 1953, S. 13â18; zum Fehlen in den Handschriften vgl. West (2000) S. 36â37.
- â Diesen Versen widmet sich Ernst Heitsch, Ilias B 557/8, in: Hermes, Band 96, Berlin 1969, S. 641â660 (= Ernst Heitsch, Gesammelte Schriften I: Zum frĂŒhgriechischen Epos, MĂŒnchen/Leipzig 2001, S. 131â150).
- â Vgl. West (2008) S. 183; zur Frage des Publikums vgl. Frederick M. Combellack, Homer the Innovator, in: Classical Philology, Band 71, Chicago 1976, S. 44â55 u. Ruth Scodel, Pseudo-Intimacy and the Prior Knowledge of the Homeric Audience, in: Bruce Heiden, Arethusa, Band 30.2 (The Iliad and Its Context), 1997, S. 201â219.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 42.
- â Die EinfĂŒhrung der griechischen Schrift wird heute allgemein auf circa 800 v. Chr. gesetzt, vgl. Rudolf Wachter, Alphabet, in: Hubert Cancik (Hrsg.), Der Neue Pauly. Band 1. AâAri, Stuttgart 1996, S. 536â547; Deger-Jalkotzky (2008) S. 99 u. Gregory Nagy, An Evolutionary Model for the Making of Homeric Poetry: Comparative Perspectives, in: Jane Burr Carter, Sarah P. Morris und Emily Vermeule (Hrsgg.), The Ages of Homer. A Tribute to Emily Townsend Vermeule, Austin 1995, S. 163â179, Internetquelle.
- â Vgl. Lilian H. Jeffery, Writing, in: Alan J. B. Wace (Hrsg.), A Companion to Homer, London 1963, S. 555â559; dagegen Latacz (2000a) S. 2; fĂŒr Notizen vgl. Seeck (2004) S. 46.
- â Zum Diktieren vgl. Albert Lord, Homerâs Originality: Oral Dictated Texts (1953), in: Albert Lord, Epic Singers and Oral Tradition, 1991, S. 38â48
- â Richard Janko, The Iliad: A Commentary. Band 4. BĂŒcher 13â16, Cambridge 1992, S. 37â38
- â Uvo Hölscher, in: Gnomon 39, MĂŒnchen 1967, S. 444; zur unitarischen Verschriftlichung Joachim Latacz, Hauptfunktionen des ant. Epos in Ant. und Moderne, in: AU 34(3), 1991, 12â13
- â Vgl. Albert Leitzmann (Hrsg.), Wilhelm von Humboldts Werke, Band 7.2: Paralipomena, Berlin 1908, S. 550â553.
- â Heitsch (1968) S. 21.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 46.
- â Vgl. West (2008) S. 184.
- â Vgl. West (2008) S. 183; vgl. auch FrĂ€nkel (1976) S. 24â27.
- â Vgl. Heitsch (1968) S. 81â83 u. 82â83 Anm. 14â16.21 u. G. P. Shipp, Studies in the Language of Homer, Cambridge 1953/Amsterdam 1966, S. 143.
- â Als âPapyriâ werden dabei antike âBĂŒcherâ in Rollen- oder Codexform aus Papyrus oder Pergament bezeichnet, dazu werden oft auch noch Holz- und Tontafeln gezĂ€hlt; vgl. auch FrĂ€nkel (1976) S. 2â3.
- â Vgl. West (2008) S. 185.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 34; zu Interpolation im 4. Jahrhundert v. Chr. vgl. West (2000) S. 32â33; vgl. Stephanie West, The Ptolemaic Papyri of Homer (Papyrologica Coloniensia), Köln/Opladen 1967.
- â Latacz (1999); dagegen fĂŒhrt West (2000) S. 32 sogar mehrere aristarchische Exemplare an.
- â Vgl. Latacz (1999); vgl. divergierende Platon- und Aristoteleszitate.
- â Vgl. West (2000) S. 34 u. West (2008) S. 185.
- â Vgl. GĂŒnther Jachmann, Vom frĂŒhalexandrinischen Homertext, in: Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-historische Klasse, Göttingen 1949, S. 167-224. u. Latacz (2000a) S. 9â14; zu Aristarchosâ Arbeit vgl. Adolf Römer, Die Homerexegese Aristarchs in ihren GrundzĂŒgen, Paderborn 1924 u. Diehl (1938) S. 1â3.
- â Vgl. Friedrich (1956) S. 46 Anm. 2.
- â Zum Streit der beiden Schulen vgl. Latacz (2000a) S. 10â11 u. S. 11 Anm. 30; zu Aristarchosâ Arbeit vgl. West (2000) S. 32â33.
- â Vgl. Hartmut Erbse, Scholia Graeca in Homeri Iliadem, Berlin 1969â1983 und Helmut van Thiels online zugĂ€ngliche Arbeit; vgl. Latacz (2000a) S. 11.
- â So verwandte zum Beispiel schon Zenodotos den Obelos, Aristophanes von Byzanz fĂŒhrte nach unserem Kenntnisstand weitere Zeichen der Textkritik (wie den Asteriskos) und die altgriechischen diakritischen Zeichen ein; vgl West (2000) S. 31â32.
- â Vgl. Stephanos Matthaiios: ViermĂ€nnerkommentar, in: Hubert Cancik (Hrsg.), Der Neue Pauly. Band 12, 2. VenâZ; NachtrĂ€ge, Stuttgart 2003; zu Philemon vgl. West (2000) S. 33.
- â FĂŒr eine Beschreibung vgl. West (2000) S. 35â36.
- â Vgl. West (2008) S. 187.
- â Vgl. West (2008) S. 183; fĂŒr einen HandschriftenĂŒberblick vgl. West (2008) S. 187â190 u. West (2000) S. 35â37.
- â Vgl. West (2008) S. 190 u. Martin Litchfield West, Geschichte des Textes, in: Joachim Latacz (Hrsg.), Homers Ilias. Gesamtkommentar. Prolegomena, MĂŒnchen/Leipzig 2000, S. 35â37.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 12; zu Wolfs Werk vgl. West (2000) S. 36.
- â Vgl. West (2008) S. 190â191.
- â Zu Ameis-Hentze(-Cauer)s Kommentar vgl. Latacz (2000a) S. 17.19â22; zu Leafs Kommentar vgl. Latacz (2000a) S. 15.17.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 17â18; siehe âOral-poetry-Theorieâ.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 22â26.
- â Vgl. West (2000) S. 38.
- â Die letzten beiden vergleicht West (2008) S. 193â194; vgl. auch West (2000) S. 35â37.
- â Vgl. Porter (2004) S. 324 u. Winkler (2008) S. 283: âWer Homer war, wissen nur die Götter. Dass Homer den wahrscheinlich grössten Einfluss auf die westliche Kultur ausgeĂŒbt hat, wissen alle Gebildeten.â; vgl. Marcus Manilius Astronomica 2, 8â11.
- â Vgl. Latacz (2008) S. 16.
- â FĂŒr einen Ăberblick vgl. Lesky (1968) S. 762â763.
- â Zu inhaltlich Ă€hnlichen Werken vgl. Kullmann (1955) S. 184â187 (= Kullmann (1992) S. 28â30).
- â Zur Frage, ob Ilias oder Aithiopis Ă€lter seien, vgl. Lesky (1968), S. 759â762 u. Heitsch (2006) S. 17â32 u. 17 Anm. 19.
- â Einen Ăberblick ĂŒber diese Geschichten gibt Seeck (2004) S. 27â29.
- â Zur Frage der Entstehungszeit der Ilias, siehe âDatierungâ.
- â Vgl. Carl Rothe, Die Bedeutung der Wiederholungen fĂŒr die homerische Frage, Festschrift zur Feier des 200jĂ€hrigen Bestehens des Königlichen Französischen Gymnasiums 1890, S. 271â291.
- â Akzentuierung auf Ehre in der Ilias und auf Besitz in der Odyssee (Ethisierung und Demokratisierung), vgl. Diehl (1938) S. 135â136 u. Roland Herkenrath, Der ethische Aufbau der Ilias und Odyssee, Paderborn 1928, S. 351â259.
- â Diehl (1938) S. 133 deutet dies allerdings wie folgt: âGewiĂ das Eingreifen der Götter geschieht in der Odyssee nicht in dem MaĂe, mit derselben GroĂartigkeit, nicht in so ausfĂŒhrlichen Epiphanien, wie in der Ilias. Der Odysseedichter kann nicht verpflichtet werden, alles genau so zu gestalten wie die Ilias. FĂŒr sie sind olympische GroĂszenen bezeichnend.â; vgl. Kullmann (1985) S. 1â23 (= Kullmann (1992) S. 243â263) u. Kullmann (1987) S. 18 (= Kullmann (1992) S. 334).
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 6 u. 8.
- â Vgl. Joachim Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlands, MĂŒnchen/ZĂŒrich Âł1997, S. 87â88.
- â Vgl. Johann Wilhelm Kohl, De Chorizontibus, GieĂen 1917; Johann Wilhelm, Die homerische Frage der Chorizonten, Neue JahrbĂŒcher fĂŒr das klassische Altertum, Leipzig 1921, S. 208â209 u. Diehl (1938) S. 1.
- â Bspw. Albert Gemoll, Die Beziehungen zwischen Ilias und Odyssee, in: Hermes, Band 18, Berlin 1883, S. 34â96; Alexander Shewan, Does the Odyssey imitate the Iliad?, in: The Classical Quarterly, Band 7, Cambridge 1912, S. 234â242 u. Knut Usener, Beobachtungen zum VerhĂ€ltnis der Odyssee zur Ilias, TĂŒbingen 1990, Internetquelle.
- â Vgl. Diehl (1938) S. 13.
- â Vgl. Diehl (1938) S. 129â130.
- â Vgl. Clay (1997) S. 489â507.
- â Vgl. Clay (1997) S. 489.
- â Vgl. Thomas W. Allen, William R. Halliday u. Edward E. Sikes (Hrsgg.), The Homeric Hymns, Oxford 1936, S. 96â109; dagegen Richard Janko, Homer, Hesiod and the Hymns: Diachronic Developement in Epic Diction, Cambridge 1982, S. 200.
- â Vgl. Clay (1997) S. 494â498; siehe auch Vortrag.
- â Vgl. Mario Cantilena, Ricerche sulla dizione epica I: Per uno studio della formularitĂ degli Inni Omerici, Rom 1982.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 35.
- â Zur Frage, welche Texte Ă€lter seien, siehe âDatierungâ.
- â Vgl. Rosen (1997) S. 463â464
- â Vgl. Rosen (1997) S. 463â488.
- â Vgl. Martin Litchfield West, The Hesiodic Catalogue of Women. Its Nature, Structure, and Origins, Oxford 1985.
- â Vgl. Hunter (2004) S. 239; Bierl (2008) S. 210â211 u. West (1995) S. 206â207; siehe âDatierungâ.
- â Vgl. Rosen (1997) S. 473â477 u. Hugh Gerard Evelyn-White, Hesiod, The Homeric Hymns, and Homerica, Cambridge (Massachusetts) 1914, Internetquelle.
- â Vgl. Herakl. fr. 42 u. 56
- â Vgl. Kullmann (1985) S. 20 (= Kullmann (1992) S. 260) schreibt: âTragedy, as a genre which so obviously follows the views of the world found in the Iliad, seems to preclude the view of simply taking the Odyssean conception of the gods to be the more advanced one.â.
- â Vgl. Ioannis Perysinakis, Sophoclesâ Philoctetes and the Homeric Epics. An Anthropological Approach, in: Metis, Band 9â10, Paris 1994â1995, S. 377-389.
- â Vgl. Bernard M. W. Knox, The Heroic Temper, Berkeley 1964, S. 50â53.
- â Vgl. Kullmann (1987) S. 7â22 (= Kullmann (1992) S. 319â338).
- â Vgl. Kullmann (1985) S. 20â23 (= Kullmann (1992) S. 260â263).
- â Vgl. Kullmann (1987) S. 13â14 (= Kullmann (1992) S. 328â329).
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 33.
- â Vgl. Simon Goldhill, The Invention of Prose, Oxford 2002, S. 11â13.
- â a b Siehe âSchiffskatalog und Katalog der Trojanerâ.
- â Vgl. Hdt. 2, 116â117.
- â Siehe âArchaikâ, Unterpunkt âHomerische Hymnenâ.
- â Vgl. Barbara Graziosi, Inventing Homer: the Early Reception of Epic, Cambridge/New York 2002, S. 120â123.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 36.
- â Vgl. Plat. rep. Buch 9â10, 595aâ602c.
- â FĂŒr Homerzitate in Platon vgl. George Edwin Howes, Homeric quotations in Plato and Aristotle, in: Harvard Studies in Classical Philology, Band 6, Harvard 1895, S. 153â237 u. Jules Labarbe, L'HomĂšre de Platon, LiĂšge 1949.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 4.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 6â8.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 5â6; Seeck (2004) S. 47 u. West (2000) S. 29.
- â Vgl. Latacz (2000a) S. 7â9.
- â Vgl. Latacz (2000c) S. 1497.
- â Vgl. Aristot. an. 404a u. 427a.
- â FĂŒr Homerzitate in Aristoteles vgl. George Edwin Howes, Homeric quotations in Plato and Aristotle, in: Harvard Studies in Classical Philology, Band 6, Harvard 1895, S. 153â237.
- â Vgl. Phillip DeLacy, Stoic Views of Poetry, in: American Journal of Philology, Band 69, Baltimore 1948, S. 241â271.
- â Vgl. Anthony A. Long, Stoic Readings in Homer, Lamberton/Keaney 1992, S. 64â65 u. Glenn W. Most, Cornutus and Stoic Allegoresis: A Preliminary Report, in: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, Band 2.36.3, Berlin 1989, S. 2014â2065.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 51.
- â FĂŒr die TĂ€tigkeit anderer Alexandriner siehe âAlexandriner und spĂ€tantike Ăberlieferungâ.
- â FĂŒr Kallimachos und die Ilias vgl. Hans Herter, Kallimachos und Homer. Ein Beitrag zur Interpretation des Hymnos auf Artemis, in: Xenia Bonnensia, Bonn 1929, S. 50â105; Antonios Rengakos, Homerische Wörter bei Kallimachos, in: Zeitschrift fĂŒr Papyrologie und Epigraphik, Band 94, Köln 1992, S. 21â47 u. Antonios Rengakos, Der Homertext und die hellenistischen Dichter, Stuttgart 1993.
- â Lamberton (1997) S. 49 u. Bierl (2008) S. 213 widersprichen dem.
- â Vgl. John Frederick Carspecken, Apollonius Rhodius and the Homeric epic, in: Yale Classical Studies, Band 13, Yale 1952, S. 33â143; Malcolm Campbell, Echoes and Imitations of Early Epic in Apollonius Rhodius, Leiden 1981; Virginia Knight, The Renewal of Epic. Responses to Homerin the Argonautica of Apollonius, Leiden 1995; Antonios Rengakos, Der Homertext und die hellenistischen Dichter, Stuttgart 1993 u. Antonios Rengakos, Apollonios Rhodios und die antike HomererklĂ€rung, MĂŒnchen 1994.
- â Vgl. Apollonios von Rhodos, Die Fahrt der Argonauten. Griechisch/Deutsch. Herausgegeben, ĂŒbersetzt und kommentiert von Paul DrĂ€ger, Stuttgart 2002, S. 585â586.
- â Vgl. Apollonios von Rhodos, Die Fahrt der Argonauten. Griechisch/Deutsch. Herausgegeben, ĂŒbersetzt und kommentiert von Paul DrĂ€ger, Stuttgart 2002, S. 586â587.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 45 u. S. 45 Anm. 20.
- â Vgl. Farrell (2004) S. 263 u. S. 263 Anm. 25 fĂŒr weitere Beispiele.
- â Vgl. Georg Nikolaus Knauer, Die Aeneis und Homer: Studien zur poetischen Technik Vergils mit Listen der Homerzitate in der Aeneis, Göttingen 1964.
- â Vgl. Harich-Schwarbauer (2008) S. 248.
- â Vgl. Farrell (2004) S. 263â266.
- â Vgl. Hunter (2004) S. 251.
- â Vgl. GĂŒnter Glockmann, Homer in der frĂŒhchristlichen Literatur bis Iustinus, Berlin 1968.
- â Vgl. fĂŒr den Hellenismus Henri I. Marrou, Histoire de lâĂ©ducation dans lâantiquitĂ©, Paris 61965, S. 246â247 u. Teresa Morgan, Literate Education in the Hellenistic and Roman Worlds, Canbridge 1998, S. 69â71.105â115; fĂŒr Rom vgl. Stanley Frederick Bonner, Education in Ancient Rome, Berkeley 1977, S. 213; fĂŒr weitere Informationen und Belegstellen vgl. Farrell (2004) S. 267â271 u. Anmerkungen.
- â Einen Ăberblick ĂŒber dieses Werk gibt Lamberton (1997) S. 46â47.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 45â46.
- â Vgl. Hier. epist. Ad Pammachium de optimo genere interpretandi 57, 5, Internetquelle.
- â Zum Autor vgl. Andreas Beschorner, Untersuchungen zu Dares Phrygius, TĂŒbingen 1992, Internetquelle.
- â Vgl. Jan F. Kindstrand, Homer in der zweiten Sophistik, Uppsala/Stuttgart 1973 u. Froma Zeitlin, Visions and revisions of Homer, in: Simon Goldhill, Beeing Greek under Rome: Cultural Identity, the Second Sophistic, and the Development of the Empire, Cambridge/New York, S. 195â266.
- â Vgl. Kullmann (1988) S. 6 (= Kullmann (1992) S. 359); zur Ilias Latina vgl. Marco Scaffai, Baebii Italici âIlias Latinaâ, Bologna 1982 u. Johannes Tolkiehn, Homer und die römische Poesie, Leipzig 1900, S. 96 ff.; zu Homer im Mittelalter vgl. auch Hermann Dunger, Die Sage vom trojanischen Krieg in den Bearbeitungen des Mittelalters und ihren antiken Quellen, Leipzig 1869 u. Ernst von Leutsch, Zur ErklĂ€rung und KlĂ€rung der Schriftsteller, 13. Homeros im Mittelalter, in: Philologus, Band 12, Berlin 1857, S. 367.
- â Vgl. Kullmann (1988) S. 1 (= Kullmann (1992) S. 353).
- â Vgl. Kullmann (1988) S. 8 (= Kullmann (1992) S. 362â363).
- â Vgl. Greub (2008) S. 266.
- â Vgl. Kullmann (1988) S. 13 (= Kullmann (1992) S. 369).
- â Vgl. Kullmann (1988) S. 14 (= Kullmann (1992) S. 370â371).
- â Vgl. James Bruce Ross, On the Early History of Leontiusâ Translation of Homer, in: Classical Philology, Band 22, Harvard 1927, S. 341â355 u. Agostino Pertusi, Leonzio Pilato fra Petrarca e Boccaccio, Venedig/Rom 1964.
- â Vgl. Lamberton (1997) S. 48.
- â Vgl. Cupane (2008) S. 251.
- â Vgl. West (2008) S. 190 u. Martin Litchfield West, Geschichte des Textes, in: Joachim Latacz (Hrsg.), Homers Ilias. Gesamtkommentar. Prolegomena, MĂŒnchen/Leipzig 2000, S. 37.
- â Vgl. Cupane (2008) S. 252.
- â Vgl. Cupane (2008) S. 254.
- â Siehe âAlexandriner und spĂ€tantike Ăberlieferungâ.
- â Vgl. Cupane (2008) S. 256.
- â Vgl. Cupane (2008) S. 257.
- â Vgl. Seidensticker (2008) S. 276.
- â FĂŒr die Rezeption der Ilias und Odyssee in der Zeit von Dante bis Goethe vgl. Georg Finsler, Homer in der Neuzeit. Von Dante bis Goethe. Italien. Frankreich. England. Deutschland, Leipzig/Berlin 1912.
- â Siehe âIlias und Homerische Frageâ.
- â Vgl. William Hazlitt, Lectures on the English poets, 1818, 5, 16 u. Percy Bysshe Shelley, A Defence of Poetry, 1818, Internetquelle.
- â Vgl. Webb (2004) S. 301.
- â Vgl. Webb (2004) S. 302â310; vgl. Porter (2004) S. 338 Anm. 71 u. Hardwick (2004) S. 348 zu weiteren Ăbersetzungen.
- â Zu diesen und anderen modernen englischsprachigen Gedichten mit Bezug auf die Ilias (von bspw. Elizabeth Cook oder Christopher Logue) vgl. Hardwick (2004) S. 346â349.355â361.
- â Vgl. Hardwick (2004) S. 345; die Studie aus dem Jahre 2007 des Gymnasiums âCasimirianumâ Coburg zeigte, dass nur 4,5 % der befragten BĂŒrger Ilias oder Odyssee kennen.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 30.
- â FĂŒr ersteres vgl. Jean Baptiste Le Chevalier, Description of the Plain of Troy, Edinburgh 1791; fĂŒr zweiteres vgl. Hasper (1867).
- â Vgl. FrĂ€nkel (1976) S. 51.
- â FĂŒr einen Ăberblick vgl. Lesky (1968) S. 750â757.
- â Dies und die Ăhnlichkeit der Worte Troja und Taruwisa beziehungsweise Truwisa beschreibt Frank Starke, Troja im Kontext des historisch-politischen und sprachlichen Umfeldes Kleinasiens im 2. Jahrtausend, in: Studia Troica 7, Mainz 1997, S. 447â487; vgl. Wilusa.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 30â31.
- â FĂŒr einen Ăberblick vgl. Alfred Heubeck, Die homerische Frage, Darmstadt 1974; Eichhorn (1971) S. 7â19; Lesky (1968) S. 764â784; Friedrich (1956) S. 78â83; S. 6 Anm. 1; S. 80 Anm. 1 u. 2.
- â Vgl. Porter (2004) S. 335; einen Ăberblick geben Seeck (2004) S. 53â54 u. Porter (2004) S. 325â336.
- â Bei Wolf nicht, vgl. Friedrich August Wolf, Prolegomena ad Homerum, Leipzig 1795, Kapitel 30.
- â Vgl. Friedrich August Wolf, Prolegomena ad Homerum, Leipzig 1795, Kapitel 27, Internetquelle.
- â Vgl. Diehl (1938) S. 15; vgl. Wolfgang Schadewaldt, Iliasstudien, Darmstadt Âł1966, S. 32.
- â Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Die Ilias und Homer, Berlin 1916/Âł1966, S. 322.
- â Zu spĂ€teren Analytikern vgl. West (2008) S. 192â193.
- â Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, Die Ilias und Homer, Berlin 1916/Âł1966, S. 327.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 53â54.
- â Er sammelte und ergĂ€nzte in seinem Werk Wolfgang Kullmann, Die Quellen der Ilias. Troischer Sagenkreis, Wiesbaden 1960 die wichtigsten neoanalytischen Forschungen.
- â FĂŒr einen Einstieg vgl. Wolfgang Kullmann, Zur Methode der Neoanalyse in der Homerforschung, in: Wiener Studien NF 15, Wien 1981, S. 5â42 (= Kullmann (1992) S. 67â99); fĂŒr eine Auflistung der wichtigsten Schriften Schadewaldts vgl. Eichhorn (1971) S. 12 Anm. 25; fĂŒr Pestalozzi vgl. Heinrich Pestalozzi, Die Achilleis als Quelle der Ilias, Erlenbach-ZĂŒrich 1946.
- â Vgl. Karl Reinhardt, Die Ilias und ihr Dichter, Göttingen 1961; West (2000) S. 27â28 u. Martin Litchfield West, Iliad and Aethiopis, in: Classical Quarterly 53, 2003; fĂŒr einen unitarischen Versuch, die Baugeschichte der Ilias zu rekonstruieren vgl. Eichhorn (1971) S. 21â115, vor allem S. 49â50 u. 113â115; fĂŒr einen analytischen Versuch vgl. Helmut van Thiel, Iliaden und Ilias, Basel/Stuttgart 1982.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 55 u. Eichhorn (1971) S. 15: âEin Bedenken gegen die neo-analytische Betrachtungsweise muĂ aber vorgebracht werden. Es liegt in der Gefahr von ZirkelschlĂŒssen, der auch Schadewaldt nicht völlig entgangen war.â
- â Vgl. Seeck (2004) S. 55â56 u. West (2000) S. 28â29.31.
- â FĂŒr einen Ăberblick ĂŒber Parrys Arbeit vgl. Latacz (2000b) S. 52â54; fĂŒr Murko vgl. Mathias Murko, in: Sitzungsberichte der Wiener Akademie. Philologisch-historische Klasse, Band 173 Nr. 3, 1913; Band 176 Nr. 2, 1913 u. Band 179 Nr. 1, 1915, sowie in Neue JahrbĂŒcher fĂŒr das klassische Altertum. Geschichte und deutsche Literatur, Berlin u. Leipzig 119, S. 273â296 â einen Ăberblick von dessen Werk vgl. Joachim Latacz, Homer. Tradition und Neuerung (= Wege der Forschung 463), Darmstadt 1979; fĂŒr einen allgemeinen Ăberblick der Entwicklung der Oral-poetry-Theorie ĂŒber Gottfried Hermann und Heinrich DĂŒntzer vgl. Latacz (2000b) S. 39â59.
- â Vgl. Eichhorn (1971) S. 19 u. FrĂ€nkel (1976) S. 20â21.
- â Vgl. Milman Parry, The Homeric gloss: a study in word-sense, in: Adam Parry, The Making of Homeric Verse: The Collected Papers of Milman Parry, Oxford 1971, S. 240â250.
- â Sowie in Transactions of the American Philological Association, Band 67, 69 u. 70, Charles Village (Baltimore); vgl. Heitsch (1968) S. 19â20.
- â Vgl. Deger-Jalkotzky (2008) S. 99 spricht sich dagegen aus.
- â Vgl. Heitsch (1968) S. 72.
- â Vgl. Seeck (2004) S. 55 u. Lesky (1968) S. 789; vgl. auch Arie Hoekstra, Homeric Modifications of Formulaic Prototypes, Amsterdam 1965.
- â Vgl. Franz Xaver Strasser. Zu den Iterata der frĂŒhgriechischen Epik, Königstein im Taunus 1984.
- â Heitsch (1968) S. 20.
- â Vgl. Snodgrass (1997) S. 565.
- â Vgl. Snodgrass (1997) S. 570â574.577.580â582 u. West (1995) S. 205 u. 205 Anm. 12 u. 13.
- â Vgl. Klaus Fittschen, Untersuchungen zum Beginn der Sagendarstellungen bei den Griechen, Berlin 1969.
- â Vgl. Snodgrass (1997) S. 578â579; vgl. auch Luca Giuliani, Laokoon in der Hohle des Polyphem. Zur einfachen Form des Erzahlens in Bild und Text, in: Poetica, Band 28, Hamburg 1996, S. 1-42; Nikolaus Himmelmann, Reading Greek Art, Princeton 1998; Nikolaus Himmelmann, Ăber bildende Kunst in der homerischen Gesellschaft, Mainz 1969; Gudrun Ahlberg-Cornell, Myth and Epos in Early Greek Art: Representation and Interpretation, Jonsered 1992.
- â Vgl. Franz MĂŒller, Die antiken Odyssee-Illustrationen in ihrer Kunsthistorischen Entwicklung, Berlin 1913; Carl Robert, Archaeologische Hermeneutik. Anleitung zur Deutung klassischer Bildwerke, Berlin 1919 u. Anthony Snodgrass, Homer and the Artists, Cambridge 1998.
- â Vgl. Snodgrass (1997) S. 580â581; fĂŒr einen Ăberblick ĂŒber Kunstobjekte mit Bezug auf die Ilias vgl. Blome (2008) S. 196â207.
- â Siehe Mittelalter.
- â Vgl. Timothy Webb, Homer and the Romantics, in: Robert Fowler (Hrsg.), parallel zu VoĂâ Ăbersetzung der Ilias, The Cambridge Companion to Homer, Cambridge 2004, S. 291â293.
- â Vgl. Hardwick (2004) S. 344.
- â Vgl. Winkler (2008) S. 284; vgl. auch Martin M. Winkler, The Trojan War on the Screen: An Annotated Filmography, in: Martin M. Winkler (Hrsg.), Troy. From Homerâs Iliad to Hollywood Epic, Oxford 2006, S. 202â215.
- â Vgl. Winkler (2008) S. 285.
- â SĂŒddeutsche Zeitung vom 11. Mai 2004, S. 13, Internetquelle.









