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Hans Albrecht (Musikwissenschaftler) – Wikipedia

Hans Albrecht (Musikwissenschaftler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Hans Albrecht (* 31. März 1902 in Magdeburg; † 20. Januar 1961 in Kiel) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.

Albrecht verbrachte seine Kindheit und Jugend in Essen, wo er sich schon während des Gymnasialbesuchs in Borbeck am Essener Konservatoriums (1911-1921) auf die MusiklehrerprĂĽfung vorbereitete und diese 1921 im Hauptfach Klavier absolvierte. 1921 begann er das Studium der Musikwissenschaft. Nach einem Semester an der Universität MĂĽnster wechselte er an die Humboldt-Universität zu Berlin, wo er Student von Johannes Wolf, Hermann Abert, Curt Sachs und Erich Moritz von Hornbostel war. Albrecht legte 1925 eine Dissertation ĂĽber die AuffĂĽhrungspraxis der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts vor und schloss sein Studium mit einer Promotion ab.

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten trat er im April 1933 der NSDAP bei und wurde Blockwart.[1] Daneben wurde er innerhalb der Reichsmusikkammer Vorsitzender der Landesleitung des „Gaues Köln-Aachen“.[1] Später arbeitete er auch als Chorberater für das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.[1]

Bis 1937 hatte Albrecht mehrere Lehraufträge an Konservatorien inne, u. a. am Witte-Konservatorium Essen (1925-1933), am Sievert-Konservatorium Wuppertal (1925-1935) und an der Folkwang-Schule Essen (1933-1937). Daneben arbeitete er fĂĽr den Reichsverband Deutscher TonkĂĽnstler als Mitorganisator der Rheinischen Musikfeste. Eine Habilitation war ihm zunächst nicht möglich, da die musikwissenschaftlichen Institute in Köln und Bonn keinen freien Lehrstuhl hatten. So trat er 1939 in Berlin als wissenschaftliche Hilfskraft (bis 1941) in das Staatliche Institut fĂĽr deutsche Musikforschung ein. Am 1. Oktober 1940 wurde er dort trotz Titelsperre zum Professor ernannt.[1] Am 4. Juni 1942 wurde er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit einer Schrift ĂĽber Caspar Othmayr (erst 1950 erschienen) habilitiert. Er folgte Max Seiffert 1941, nach dessen Emeritierung, als kommissarischer Leiter des Staatlichen Instituts fĂĽr deutsche Musikforschung und wurde in die PreuĂźische Akademie der KĂĽnste berufen. Als das Institut Ende 1944 geschlossen wurde, schied Albrecht aus dieser Stellung aus. Er war 1942-1943 Vertreter der Musikwissenschaft im Senat der der PreuĂźischen Akademie der KĂĽnste.

1947 trat er als Dozent für Musikgeschichte, 1955 als Professor in die Christian-Albrechts-Universität Kiel ein. Daneben war Albrecht Leiter des Schleswig-Holsteinischen Landesinstituts für Musikforschung. Von 1948 bis 1960 leitete er die Zeitschrift Die Musikforschung, von 1957 bis 1960 die Acta Musicologica. Ab 1951 war er als Leiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts an der Georg-August-Universität Göttingen, von 1954 bis 1959 am Deutschen Musikgeschichtlichen Archiv in Kassel beschäftigt und 1953-1959 war er Editionsleiter des Erbes deutscher Musik. Er gehörte zu den Autoren der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Albrecht lehrte bis zu seinem Tod an der Kieler Hochschule.

[Bearbeiten] Literatur

  • Wilfried Brennecke und Hans Haase (Hg.): Hans Albrecht in Memoriam – Gedenkschrift mit Beiträgen von Freunden und SchĂĽlern, Kassel 1962, Bärenreiter, 290 S. Enthält S. 16-21 eine geschönte Bibliographie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 13.

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