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Hans-Jörg Albrecht – Wikipedia

Hans-Jörg Albrecht

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Hans-Jörg Albrecht (* 24. Januar 1950 in Esslingen) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Kriminologe. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und dort Leiter der kriminologischen Abteilung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Albrecht studierte von 1968 bis 1973 Rechtswissenschaft und Soziologie an der Universität Tübingen und der Universität Freiburg und wurde ebendort 1979 an der Juristischen Fakultät promoviert, er habilitierte sich 1991 ebenfalls in Freiburg. Anschließend war er außerplanmäßiger Professor für Strafrecht und Nebengebiete an der Universität Konstanz.

Ab 1993 lehrte er als ordentlicher Professor für Strafrecht, Jugendstrafrecht, Strafvollzugsrecht und Kriminologie an der Technischen Universität Dresden. Seit 1997 ist Albrecht Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg sowie Honorarprofessor an der örtlichen Universität. Er war Gastprofessor in Teheran, Cambridge und an fünf chinesischen Universitäten, nämlich die Universität Wuhan, Hainan, Renmin, und die Beijing Normal University sowie die Chinas Universität für Politik und Rechtswissenschaft. Er ist Ehrendoktor der Juristischen Fakultät der Universität Pécs in Ungarn und Mitglied im Beirat des Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld.

Albrechts Arbeitsschwerpunkte sind Sanktionsforschung, Strafzumessung, Betäubungsmittelrecht und Betäubungsmittelkriminalität, Jugendkriminalität, Umweltkriminalität, organisierte Kriminalität, Hasskriminalität und Strafrechtsreformen in Übergangsgesellschaften.

Dem Instrument der Vorratsdatenspeicherung maß Albrecht bei der Verfolgung schwerer Kriminalität wenig Bedeutung zu.[1] [2] Ein entsprechendes Gutachten erstellte er im Auftrag des BMJ.[3]

[Bearbeiten] Literatur

  • Dorit Petschel (Bearb.): Die Professoren der TU Dresden 1828–2003. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2003, S. 39.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑  Hans-Jörg Albrecht: Wozu Vorratsdatenspeicherung?. Der Zugriff auf Rechnungsdaten reicht aus!. In: Deutschlandradio. 2011 („Obwohl die Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie aus dem Jahr 2006 eine Evaluation der Richtlinie bis zum Oktober 2010 vorgeschrieben hat, liegt eine solche Bewertung der praktischen Nützlichkeit der Vorratsdatenspeicherung bis heute nicht vor.“).
  2. ↑  Daniel Tost: Vorratsdatenspeicherung: Nur Symbolpolitik?. Interview mit Hans-Jörg Albrecht. In: EurActiv. 2011 („Bislang liegt keine einzige brauchbare Studie vor, mit der man die Nutzung von auf Vorrat gespeicherter Daten für aktuelle Ermittlungsverfahren bewerten könnte.“).
  3. ↑  MPI (Hrsg.): Schutzlücken durch Wegfall der Vorratsdatenspeicherung?. Eine Untersuchung zu Problemen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung bei Fehlen gespeicherter Telekommunikationsverkehrsdaten. 2012 (Gutachten zur Vorratsdatenspeicherung im Auftrag des BMJ).

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