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Hanns Adrian – Wikipedia

Hanns Adrian

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Hanns Adrian (* 17. September 1931 in Darmstadt; † 28. September 2003 in Hannover) war ein deutscher Architekt und Stadtplaner.

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Abitur in Darmstadt studierte Hanns Adrian seit 1952 Architektur an der Technischen Hochschule Darmstadt; Diplom 1957. Von 1958 bis 1960 war er im Hamburg im Büro von Konstanty Gutschow tätig, von 1960 bis 1962 in Aachen im Büro von Erich Kühn. Von 1958 bis 1965 folgte zeitgleich die städtebauliche Nachausbildung an der Technischen Hochschule Aachen am Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung bei Erich Kühn. Adrian war verheiratet mit der Architektin Marianne Adrian geb. Valder (1931-1999).

Ab 1962 war Adrian im Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Hannover tätig; seit 1963 als Leiter der Arbeitsgruppe Sonderplanung. Hauptaufgabenfelder waren die Entwicklung des Stadtteils Roderbruch (Medizinische Hochschule) und die städtebauliche Betreuung der U-Bahn mit der Lister Meile und der Passarelle in der Bahnhofstraße.

Im Jahre 1972 wurde Hanns Adrian als Nachfolger von Hans Kampffmeyer als Stadtrat für Planung und Bau der Stadt Frankfurt am Main gewählt. Vor dem Hintergrund des Stadtumbaus in Bockenheim entwickelte Adrian das Konzept der Anwaltsplanung über Arbeitskreise der Volkshochschule und die städtebauliche Entwicklung über Strukturpläne durch externe Beauftragte.

Vom 1. März 1975 bis 1993 war Adrian als Nachfolger von Rudolf Hillebrecht Stadtbaurat in Hannover. Außerdem fungierte er als Vizepräsident (1985–1991) und Präsident (1991–1997) der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und Mitglied des Beirates der Internationalen Bauausstellung Berlin. Seit 1980 Honorarprofessor an der Universität Hannover.

Grab von Hanns Adrian auf dem Friedhof Engesohde

„Mit Hanns Adrian hat die Landeshauptstadt Hannover einen verdienten Bürger und einen der bedeutendsten Stadtgestalter verloren. Schon während seiner Zeit als Leiter der Sonderplanung hat der Verstorbene städtebauliche Akzente mit der Planung Roderbruch und der Medizinischen Hochschule sowie der Stadtplanentwicklung und der Lister Meile gesetzt. Als Stadtbaurat hat er die Umgestaltung der Innenstadt, die Verknüpfung der citynahen Wohngebiete, den Ausbau des Stadtbahnnetzes und die Entwicklung neuer Wohngebiete, sowie die Gestaltung neuer Landschaftsräume im Stadtbereich bewirkt und wesentlich beeinflusst“, heißt es in der Todesanzeige der Landeshauptstadt Hannover.

Der Landesverband Niedersachsen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) weist in seiner Pressenotiz zum Symposium zu Ehren vom Hanns Adrian am 28. November 2003 auch auf die problematischen Seiten des Schaffens von Hanns Adrian in Hannover hin: „Seine Amtszeit führte nach der Phase des Wiederaufbaus der Ära Hillebrecht, die noch von den Paradigmen des modernen Städtebaus, der aufgelockerten, durchgrünten und autogerechten Stadt gekennzeichnet war, hin zu bis dahin nicht gekannten und aus heutiger Sicht nicht unproblematischen Formen der Verdichtung, wie sie viele Städte zu Beginn der 70er Jahre prägten, aber auch der Verkehrsinfrastruktur und der Stadterneuerung. Die Sanierung der Nordstadt und Lindens, die Sicherung freiräumlicher Ressourcen und die Schaffung lebenswerter stadträumlicher Qualitäten wie etwa der Lister Meile, die heute als selbstverständlich angesehen werden, werden mit seinem Namen verbunden.“

Hanns Adrian liegt auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover begraben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans Reiner MĂĽller-Raemisch: Leitbilder und Mythen in der Stadtplanung 1945–1985. (Vier Vorträge mit Korreferaten von Hanns Adrian (u.a.) und einem Vorwort von Gerd Albers.) Kramer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-7829-0397-8. (Darin S. 127–135: Hanns Adrian: Meine 70er Jahre in Frankfurt und Hannover.)
  • Wolfgang Steinweg: „Ich habe kein einziges Hochhaus gebaut“. (Interview mit Hanns Adrian) In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 2. Dezember 1999

[Bearbeiten] Weblinks

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