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HD DVD – Wikipedia

HD DVD

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Speichermedium
HD DVD
HD-DVD.svg
Allgemeines
Typ Optisches Speichermedium
Kapazität 15 GB[1] (Single Layer),
30 GB (Dual Layer),
51 GB (dreilagig, 17 GB pro Schicht)
Größe 12 cm
Gebrauch Datenspeicher,
hochauflösende Filme
Ursprung
Entwickler HD DVD Promotion Group
MarkteinfĂĽhrung 2005
Vorgänger DVD
Nachfolger HVD
HD-DVD-Player HBS-A-001 von Toshiba, daneben jeweils eine zweischichtige HD DVD und eine Twin HD DVD mit HD-DVD-Schicht und DVD-Schicht

Die HD DVD (High Density Digital Versatile Disc, zuvor: Advanced Optical Disc, kurz: AOD) ist ein Datenträgerformat und wurde zwischen 2005 und Februar 2008 neben Blu-ray Disc und VMD als ein mögliches Nachfolgeformat der DVD gehandelt.

Die AOD wurde durch das Advanced Optical Disc-Konsortium (AOD) spezifiziert, dem u. a. NEC, Microsoft, Toshiba, Intel, IBM und Hewlett Packard angehören. Zwischenzeitlich hatten sich diese Unternehmen zur HD DVD Promotion Group zusammengeschlossen, um die HD DVD effizienter bekannt zu machen. Das DVD Forum hat am 19. November 2003 die HD DVD als HD-Nachfolger der DVD nach der HD-DVD-Spezifikationen fĂĽr Read-Only-Discs bezeichnet.

Am 31. März 2006 kam mit dem HD-XA1 von Toshiba der erste HD-DVD-Player in Japan auf den Markt. Am 14. August 2006 erschien mit Elephants Dream die erste HD DVD in Deutschland.

Am 19. Februar 2008 erklärte Toshiba, dass man die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung der Technologie Ende März 2008 einstellen werde.[2][3]

Auch LG Electronics und andere UnterstĂĽtzer der HD DVD zogen in den kommenden Wochen und Monaten nach, sodass der Versuch, die HD DVD als Nachfolger der DVD zu etablieren, als gescheitert angesehen werden muss. Damit hat die Blu-ray Disc den Formatkrieg gewonnen und ist als einziger Nachfolger der DVD anzusehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Physischer Aufbau

Die HD DVD basiert auf einem blau-violetten Laser mit 405 nm Wellenlänge. Die Dicke der Trägerschicht ist mit 0,6 mm identisch mit der der DVD. Die numerische Apertur (NA) beträgt dagegen 0,65 im Vergleich zu 0,6 bei der DVD und 0,85 bei der Blu-ray Disc.

Die HD DVD hat mit einer Schicht ausgestattet eine Speicherkapazität von

  • 15 GByte[1] (bei HD DVD-ROMs – gepresste Medien) bzw.
  • 15 GByte (bei HD DVD-R/RWs – einmal und wiederbeschreibbare Medien) bzw.
  • 20 GByte (bei HD DVD-RAM – wiederbeschreibbare Medien mit wahlfreiem Sektorzugriff)

und bei zwei Schichten eine Speicherkapazität von

  • 30 GByte (bei HD DVD-ROMs – gepresste Medien – zwei Schichten)

Zusätzlich wurde am 31. August 2007 eine dreilagige Variante durch das DVD Forum verabschiedet, bei der pro Schicht 17 GB Platz finden und die somit eine Gesamtkapazität von 51 GB hat. Der endgĂĽltige Standard fĂĽr Filme auf HD DVD umfasste zunächst die 15-GByte- und die 30-GByte-Variante, wobei fĂĽr Filme fast immer die 30-GByte-Variante verwendet wird.

AuĂźerdem haben die Entwickler der HD DVD einen Prototyp entwickelt, der auf Grundlage der Holographic Versatile Disc eine Kapazität von 1 TB (1024 GByte) aufweist.

[Bearbeiten] Logischer Aufbau

Beim logischen Aufbau der HD DVD sind zu unterscheiden:

[Bearbeiten] Dateiformat

Die Formate fĂĽr die HD DVD werden sich wie auch bei CD und DVD in mehrere Kategorien aufteilen:

  • Daten: Es sind Datentracks wie nach ISO 9660/Joliet und UDF möglich.
  • Video: Es sind spezielle Dateiformate, Speicherorte und Dateinamen fĂĽr Videodaten vorgesehen, ähnlich wie es bei der Video-DVD der Fall ist (siehe Disktypen).
  • Kopierschutz: Bestimmte Datenbereiche der HD DVD sind fĂĽr Daten reserviert, die den Kopierschutz betreffen.

[Bearbeiten] Datenformat fĂĽr HD-DVD-Video

[Bearbeiten] Videocodecs

[Bearbeiten] Audiocodecs

[Bearbeiten] Web-Formate

FĂĽr interaktive Inhalte auf HD DVDs wird das HDi Interactive Format genutzt. HDi basiert auf Internettechnologien wie HTML, XML, CSS, SMIL und ECMAScript.

[Bearbeiten] Disktypen

Bei der HD DVD Video sind drei Disktypen zu unterscheiden:

  • Type 1 (Standard Content – etwa: herkömmlicher Inhalt)
Type 1 ist eine Erweiterung des DVD-Videoformates. Die bekannten Strukturen werden großteils beibehalten. Die Unterschiede zu DVD-Video beschränken sich im Wesentlichen darauf, die Verwaltung der neuen Video- und Audiocodecs zu ermöglichen.
  • Type 2 (Advanced Content – etwa: erweiterter Inhalt)
Type 2 wurde definiert, um mehr Flexibilität im Vergleich zur DVD-Video-Navigationsstruktur zu gewährleisten.
Eine der wichtigsten Neuerungen im Advanced Content ist, dass nun nicht mehr alle Daten auf der DVD liegen mĂĽssen, sondern Teile (ĂĽber die Angabe einer URL) aus dem Internet, einem Netzwerk, einer Festplatte o. a. geladen werden können.
Die flexiblere Navigationsstruktur zeigt sich dadurch, dass die Navigation nun nicht mehr ĂĽber „Program Chains“ und „Navigation Commands“ geregelt wird. Stattdessen befinden sich auf der HD DVD ECMA-Script-Applikationen, welche ĂĽber eine spezielle API (HDi Advanced Application) u. a. den Player steuern, auf Tastendruck reagieren, MenĂĽs zeichnen oder Untertitel einblenden.
  • Type 3 (Standard & Advanced Content – etwa: herkömmlicher & erweiterter Inhalt)
Type 3 ist eine Kombination aus Type 1 und Type 2.

[Bearbeiten] 3x DVD und Mini HD DVD

Das HD-DVD-Format kann auch auf gegenwärtigen Rot-Laser-DVDs angewendet werden, welche eine kostengĂĽnstige Option fĂĽr Distributoren darstellt. Dieser Scheibentyp wird 3Ă— DVD genannt, weil diese die dreifache Geschwindigkeit und damit Bandbreite einer normalen DVD-Video bereitstellt.

3Ă— DVDs sind physisch mit den normalen DVDs identisch und somit sind die Kosten fĂĽr das physische Medium geringer. Obwohl 3Ă— DVDs denselben hochauflösenden Inhalt haben, ist deren Abspielzeit geringer. Es werden auch dieselbe Datenstruktur und Kopierschutz der HD DVD auf diesen Scheiben verwendet.

Eine ähnliche Kombination aus normaler DVD mit HD-DVD-Dateistruktur stellt die sogenannte Mini HD DVD oder auch HD DVD 9 dar. Diese umfasst allerdings nur die Dateistruktur aber nicht den Kopierschutz. Dieses ist eine fĂĽr Heimanwender vorgesehene Lösung, allerdings keine von der HD DVD Promotion Group unterstĂĽtzte Methode[4]

[Bearbeiten] Kopierschutz

Alle HD-DVD-Video- (auch -R und -RW-Formate) benutzen als Kopierschutz das Advanced Access Content System (AACS) aus dem Bereich des Digital Rights Management (DRM). Hierbei gibt es allerdings eine (im AACS verankerte) strengere Trennung von ungeschĂĽtzten Daten und kopierschutzrelevanten oder -geschĂĽtzten Daten: Während bei der DVD nur der Zugriff auf die CSS-SchlĂĽssel fĂĽr das Video durch Authentifizierung und Regionalcode geschĂĽtzt ist, dehnt sich dieser Schutz bei der HD DVD auf alle geschĂĽtzten Inhalte aus. Auf sämtliche geschĂĽtzte Inhalte eines HD-DVD-Videos dĂĽrfen nur authentifizierte Komponenten zugreifen. Unter einer „authentifizierten Komponente“ ist dabei entweder ein von der AACS LA zertifiziertes alleinstehendes Abspielgerät oder auf einem PC ein zertifiziertes Zusammenspiel von Betriebssystem, Gerätetreiber und Wiedergabeprogramm zu verstehen.

Bei Videodaten auf einer HD DVD, die von einem reinen Abspielgerät wiedergegeben werden können, kommt automatisch das AACS als DRM-System zum Einsatz. Dies gilt auch fĂĽr die beschreibbaren und wiederbeschreibbaren HD DVD-R Video bzw. HD DVD-RW Video. Diese Rohlinge enthalten zudem individuelle SchlĂĽssel, die vom DRM-System beachtet und in die VerschlĂĽsselung der Inhalte ĂĽbernommen werden mĂĽssen, um eine brauchbare (d. h. funktionstĂĽchtige) Aufzeichnung zu generieren.

Innerhalb des AACS sind verschiedene Möglichkeiten festgelegt, wie die für die Dekodierung der „geschützten“ (verschlüsselten) Inhalte nötigen Schlüssel generiert werden können:

  • Es gibt SchlĂĽsselblöcke auf der HD DVD, die vom Laufwerk nach der Authentifizierung gelesen werden können und aus denen sich mit SchlĂĽsseln des Players der fĂĽr die EntschlĂĽsselung nötige SchlĂĽssel berechnet.
  • Der SchlĂĽssel ist nicht selbst auf der HD DVD enthalten, sondern wird ĂĽber eine URL aus dem Internet geladen. Hierzu ist eine Internetverbindung beim Abspielen erforderlich, und das anfragende Programm muss sich gegenĂĽber der SchlĂĽsselvergabestelle im Internet authentisieren können.

Der HD-DVD-Standard schreibt zudem auch vor, dass fĂĽr die Ausgabe des Videos ein Schutz vorhanden sein muss, selbst wenn der Bereich der komprimierten Videodaten verlassen wird. Im Moment dĂĽrfte dafĂĽr nur HDCP in Frage kommen. Da bei HDCP in Verbindung mit geeigneten Steuersignalen (die die HD DVD im Datenstrom neben den komprimierten Audio- und Videodaten im Gegensatz zur DVD explizit enthalten kann) auch eine Einschränkung der analogen Bildausgabe von „HDTV-Auflösung analog“ ĂĽber „SDTV-Auflösung analog“ bis hinunter auf „keine analoge Bildausgabe“ möglich ist, verzichten bis jetzt alle Hersteller bei der Präsentation ihrer HD-DVD-Player auf entsprechende analoge Bildausgänge. Die Geräte stellen als Ausgabemöglichkeit nur HDMI zur VerfĂĽgung; ein Punkt ist dabei auch, dass es fĂĽr hochauflösende Videosignale – anders als fĂĽr niedrig aufgelöste â€“ keinen analogen Kopierschutz (in der Art von Macrovision) gibt. Da es insbesondere in den SchlĂĽsselmärkten USA und Japan anteilmäßig nur wenige Bildschirmgeräte gibt, die mit HDCP-verschlĂĽsselten Bildsignalen zurechtkommen, kann diese Einschränkung fĂĽr die derzeitige Fassung des Standards zu einem ernstzunehmenden Problem werden; allerdings wäre es innerhalb des AACS auch möglich, Disks zu mastern, die zwar keine digitale Kopie erlauben, aber analoge Bildausgabe in HDTV-Qualität zulassen.

In Europa versuchen die Hersteller von Bildschirmgeräten, mit dem Label „HD ready“ den Kunden Bedenken hinsichtlich des „Kopierschutzes am Bildschirm“ zu nehmen. Allerdings gibt dieses Label keine Garantie dafür, dass die Wiedergabe von HDTV-Quellen tatsächlich problemlos funktioniert.

China wird ein anderes eigenständiges HD-DVD-Format erhalten. In erster Linie wird so der Vertrieb illegaler Kopien aus China in der ganzen Welt eingedämmt. Des Weiteren, so heiĂźt es, soll die eingesetzte Technik kostengĂĽnstiger sein, um sich auch der niedrigen Kaufkraftparität des Landes anzupassen. Die Spezifikation des Formates sollte Ende 2006 fertig sein, um mit der Produktion beginnen zu können.[5] Bereits bei der DVD-Technologie gab es fĂĽr den chinesischen Raum ein eigenes Format – die EVD.

Der Kopierschutz AACS ist nach Angaben des Hackers Muslix64 geknackt worden.[6] Dabei handelt es sich um ein Java-Programm mit dem Namen „BackupHDDVD“, mit dessen Hilfe sich die Daten von HD DVD in Originalauflösung auslesen und auf die Festplatte speichern lieĂźen. Der Hack basiere auf einem Fehler einer japanischen Version des Programmes WinDVD 8 von InterVideo, welches den Title Key entschlĂĽsselt auf Festplatte abspeichere; wie genau dieser SchlĂĽssel gespeichert wird, wollte der Programmierer nicht offenlegen, konnte jedoch inzwischen nachvollzogen werden.[7] Das Programm benötige zwar bisher noch die zuvor ermittelten SchlĂĽssel der DVDs, ab der nächsten Version soll es diese aber ermitteln können. Der Hack wurde aber bisher nur durch ein Video mit dem Titel „AACS is unbreakable“ dokumentiert, welches u. a. bei YouTube veröffentlicht, nach Aufforderung von Warner Bros. aber wieder entfernt wurde.[8] Nach eigenen Angaben benötigte der Hacker nur acht Tage, um den AACS-Schutz zu brechen.[9]

Anfang Februar 2007 hatte Muslix64 dann angeblich ein Programm entwickelt, welches bei Eingabe der Volume ID das Medium problemlos in bester Qualität kopieren lässt.[10] Ein Programm, welches die Volume ID automatisch liest, sollte in KĂĽrze folgen.[11]

Anfang März 2007 wurde auch ein sogenannter Processing Key extrahiert und veröffentlicht, der zum Dekodieren aller bis dato auf HD-DVD-Medien erschienenen Filme herangezogen werden kann. In den USA initiierte das AACS-Konsortium daraufhin DMCA-Takedowns gegen mehrere Blogger sowie die Suchmaschine Google, welche deren Seiten indiziert hatte.[12] Google hat bis heute (Stand: 2. Mai 2007) nicht auf diese Forderung reagiert. →Siehe auch Streisand-Effekt

Ferner existieren auch die Möglichkeiten, mit einer umgebauten Xbox oder dem PC-Programm AnyDVD (in einigen Staaten illegal) den AACS-Kopierschutz auf HD-DVD-Medien auszuhebeln. Seit Version 6.1.9.3 (einige Titel) / 6.2.0.1 (alle Titel) kann AnyDVD auch mit MKBv4 umgehen. Damit fiel auch der bislang letzte HD-Kopierschutz und kann – wie bereits der Kopierschutz der DVD namens Content Scramble System – umgangen werden.[13]

[Bearbeiten] Hardware

Auf der Consumer Electronics Show (CES) Anfang 2004 in Las Vegas stellte Toshiba den Prototypen eines HD-DVD-Recorders mit einer Speicherkapazität von 30 GByte vor. Diesem folgte im Mai 2005 auf der Media-Tech Expo in Las Vegas die Vorstellung einer dreilagigen HD DVD-ROM mit 45 GByte Speicherkapazität.

NEC wollte ab Dezember 2005 das erste HD-DVD-Laufwerk fĂĽr PCs unter dem Namen HR-1100A auf den Markt bringen. Der HR 1100A soll dabei vollständig abwärtskompatibel sein und damit alle CD- und DVD-Varianten inklusive DVD-RAM lesen können. Recorder fĂĽr den PC sollten dann 2006 folgen. Dies hat sich aber aufgrund von Verzögerungen bei der Verabschiedung des Kopierschutzstandards AACS nicht realisieren lassen, von dem es bis Januar 2006 nur eine vorläufige Version gab.

Auf der CES Anfang 2006 wurden die ersten serienreifen Standalone-Player vorgestellt und fĂĽr März 2006 angekĂĽndigt. Allerdings wurden nur sehr wenige Geräte ĂĽberhaupt vorgefĂĽhrt und zudem nur mit vorläufigen Medien, die vermutlich nicht den später im Handel erhältlichen entsprechen. Die Geräte verfĂĽgen ĂĽber HDMI-Ausgänge fĂĽr die Bildausgabe und einen Ethernet-Anschluss fĂĽr den Internetzugang.

Die Anforderungen an die Rechenleistung und den Kopierschutz ließen bei Markteinführung die Bedingungen für die Ausgabe von HD-DVD-Video über den PC ähnlich problematisch erscheinen wie Ende der 1990er Jahre die Ausgabe von DVD-Video über den PC: So reichte die Rechenleistung der seinerzeit lieferbaren Hardware nur knapp für eine Ausgabe in Echtzeit; ebenso stellte der Kopierschutz ein Problem für den Bildausgang dar.

Die ersten HD-DVDs waren zweilagige 30-GByte-Scheiben, deren Inhalt mittels des VC-1-Verfahrens kodiert sind.

Am 31. März 2006 sind in Japan und am 18. April in den USA von Toshiba zwei HD-DVD-Player veröffentlicht worden: der Toshiba HD-A1 HD-DVD-Player fĂĽr 500 Dollar und der Toshiba HD-XA1 HD-DVD-Player fĂĽr 800 US-Dollar. Später kam mit Toshiba HD-A2 und Toshiba HD-XA2 eine zweite Generation auf den Markt. In Europa erfolgte die MarkteinfĂĽhrung mit dem Toshiba HD-E1, einem Gerät der zweiten Generation, am 18. Dezember 2006. AuĂźerdem war als Ergänzung zur Spielekonsole Xbox 360 seit November 2006 ein externes HD-DVD-Laufwerk von Microsoft fĂĽr ca. 170 Euro erhältlich. Der Stromverbrauch im Abspielbetrieb ist bei diesem Gerät aber drei- bis viermal so hoch wie bei einem Standalone-HD-DVD-Player. Das Laufwerk konnte mittels USB-Kabel auch an einem normalen PC mit Windows XP benutzt werden; dies wurde von Microsoft jedoch offiziell nicht unterstĂĽtzt.

[Bearbeiten] Einstellung der Entwicklung

Am 4. Januar 2008 gab Time Warner bekannt, dass seine Studios Warner Bros. und New Line Cinema[14] zukĂĽnftig keine weiteren Filme fĂĽr die HD DVD veröffentlichen werden, sondern ausschlieĂźlich auf die Blu-ray Disc setzen. Dies wurde von einigen Medien als Entscheidung des Formatkrieges bezeichnet.[15] In den nächsten Tagen folgten weitere Anbieter, so am 10. Januar der groĂźe europäische Filmverleih Constantin Film,[16] am 12. Januar der US-Pornoanbieter Digital Playground[17] und die deutsche Senator Film.[18] Die US-Anbieter Universal Studios und Paramount Pictures dementierten hingegen GerĂĽchte, ihre Verträge mit HD DVD aufzugeben, sie galten als die letzten verbliebenen groĂźen Anbieter.[19] Nachdem Toshiba, von denen ein GroĂźteil der HD-DVD-Player stammt, am 15. Januar die Preise der Geräte in den USA teilweise drastisch reduziert hatte, sprachen einige Medien von einem „Ausverkauf“.[20] Auf der anderen Seite nahm der Druck auf die HD DVD weiter zu: Anfang 2008 nahmen Märkte der Media-Saturn-Holding beim Kauf eines Blu-ray-Abspielgerätes den HD-DVD-Player in Zahlung.[21] Weitere RĂĽckschläge musste das Format im Februar 2008 hinnehmen. Die US-Elektronikkette Best Buy teilte am 12. Februar 2008 mit, sich zukĂĽnftig nur noch auf das Blu-ray-Format zu konzentrieren. Einen Tag zuvor kĂĽndigte schon der größte US-Online-Videoverleih Netflix an, dass er bis zum Jahresende die HD DVD aus dem Sortiment nehmen wird. Am 15. Februar 2008 kĂĽndigte zudem Wal-Mart, größter Einzelhändler der USA, an, HD-DVD-Bestände auszuverkaufen und somit in Zukunft nur noch auf Blu-ray zu setzen.[22] Dies betraf sowohl Hardware als auch Filme.

Am 19. Februar 2008 gab Toshiba[2] eine Pressemitteilung heraus, in der bekannt gegeben wurde, dass die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb der HD DVD sowie entsprechender Geräte nicht weiter vorangetrieben wird und somit Ende März 2008 endgĂĽltig eingestellt wird. Daraufhin gaben die Universal Studios noch am selben Tag bekannt, von der HD DVD auf das Blu-ray-Format zu wechseln.[23]

Nach dieser Entscheidung im Formatkrieg um die DVD-Nachfolge hat am 25. Februar 2008 schlieĂźlich auch Microsoft bekanntgegeben, die Produktion von externen HD-DVD-Laufwerken fĂĽr die Spielkonsole Xbox 360 einzustellen.[24]

Eine Folge des Produktionsstopps war, dass viele Händler ihre Lager räumten und das externe Laufwerk der Xbox 360 stark reduziert im Angebot hatten. So verlangte zum Beispiel der Online-Händler amazon.de für das Laufwerk Anfang Mai 2008 kurzzeitig nur noch zehn Euro.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: HD DVD â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Kategorie: HD-DVD Promotion Group â€“ in den Nachrichten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ a b Die Präfixe werden hier bei Speicherkapazitäten im dezimalen Sinn verwendet: 1 KB = 1000 B (Byte), 1 GB (GByte) = 1000 KB (KByte), analog zu den Herstellerangaben.
  2. ↑ a b http://www.toshiba.co.jp/about/press/2008_02/pr1903.htm
  3. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/103706
  4. ↑ Mini-HD-DVD: Tutorial: Die offizielle AVS Anleitung fĂĽr HD-DVD Authoring von Joseph Clark auf HDTVTotal.com, 8. April 2007
  5. ↑ China HD DVD: Raubkopien: China bekommt eigenes HD DVD-Format von xylen fĂĽr WinFuture.de, 11. Oktober 2006
  6. ↑ http://www.gulli.com/news/aacs-verschluesselung-von-hd-2006-12-28/
  7. ↑ http://forum.doom9.org/showthread.php?t=119871&page=33
  8. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/83671
  9. ↑ http://www.theinquirer.de/2006/12/28/aacs_entschlusselt.html
  10. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/85258
  11. ↑ http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,466346,00.html
  12. ↑ http://www.golem.de/0704/51968.html
  13. ↑ http://www.golem.de/0710/55684.html
  14. ↑ http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/optische_speicher/2008/januar/new_line_blu-ray-exklusiv/
  15. ↑ http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/optische_speicher/2008/januar/warner_blu-ray_das_ende_hd_dvd/
  16. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/101619
  17. ↑ http://www.computerbase.de/news/hardware/laufwerke/optische_speicher/2008/januar/us-pornoanbieter_hd_dvd/
  18. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/101862
  19. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/101669/from/rss09
  20. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/101796
  21. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/102603/
  22. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/103609
  23. ↑ http://www.heise.de/newsticker/meldung/103766
  24. ↑ Siehe http://gizmodo.com/360054/microsoft-xbox-360-hd-dvd-player-officially-discontinued und http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Auch%20Microsoft%20HD%20Technologie/322323.html

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