exan Computer und Satellitentechnik | Exaco Shop Systeme | www.exan.com Donaueschingen | www.terem.de | www.exan.net | www.tepem.de
| Ihre Werbung hier plazieren | Als Startseite | Diese Seite zu Favoriten hinzufügen |

Zurück

Plesk Modules : Module fü Plesk


www.geburtstagsgeschenk-online.de


Webdesign, Onlineshop, PHP
Testvirus : Test your Antivirus

Counter Web Statistik von Webcompas.de Besucher heute Seitenimpressionen heute Besucher insgesamt

Dieser Artikel basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

George Lucas – Wikipedia

George Lucas

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Wechseln zu: Navigation, Suche
George Lucas 2009

George Walton Lucas Jr. (* 14. Mai 1944 in Modesto, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Produzent, Drehbuchautor und Regisseur. Seine erfolgreichsten Filmprojekte waren vor allem die Star-Wars-Filmreihe und die Indiana-Jones-Tetralogie. Außerdem gilt Lucas mit Unternehmen wie dem Studio fĂŒr Tricktechnik Industrial Light & Magic, seiner Unternehmensgruppe Lucasfilm als Pionier beim Einsatz digitaler Kinokameras und des QualitĂ€tsstandards THX als sehr engagierter GeschĂ€ftsmann im Bereich Film.

Im Jahr 2009 rangierte Lucas auf der Liste der reichsten Leute der Welt des Forbes Magazine mit einem geschĂ€tzten Vermögen von drei Milliarden US-Dollar auf Platz 205.[1] Allein seine Star-Wars-Saga (Episode 1–6, inklusive der Wiederveröffentlichung von Episode 4–6 im Jahr 1997) spielte weltweit ĂŒber 4,4 Milliarden US-Dollar ein (Stand: Januar 2010).[2]

Im Jahr 2005 schĂ€tzte das Forbes Magazine die durch Star-Wars-Merchandising ĂŒber 28 Jahre erwirtschafteten Einnahmen und ermittelte eine Gesamtsumme von beinahe 20 Milliarden US-Dollar. Somit ist Star Wars, finanziell gesehen, das bisher erfolgreichste Filmprojekt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

[Bearbeiten] Kindheit und Jugend

George Walton Lucas wurde als Sohn von Dorothy und George Lucas Senior in der Kleinstadt Modesto im Tal von San Joaquin geboren. Lucas Vater war EigentĂŒmer einer Schreibwarenhandlung namens L. M. Morris. George Junior hatte zwei Ă€ltere und eine jĂŒngere Schwester und sein Vater ging damals noch davon aus, dass sein Sohn das GeschĂ€ft spĂ€ter ĂŒberschrieben bekĂ€me und weiter betreiben werde. Da sich Dorothy Lucas hĂ€ufig und lange im Krankenhaus aufhielt, lag die Verantwortung bei ihrem Mann. George Senior versuchte stets, die konservative Arbeitsmoral auf seine Kinder zu ĂŒbertragen, und war streng und konsequent in der Erziehung.

Schon in jungen Jahren las George Lucas Romane wie Die Schatzinsel, Robinson Crusoe, Die Abenteuer des Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn sowie Comics von Donald Duck und Superman und die Geschichten von Robin Hood. Durch sein geschichtliches Interesse vertiefte sich Lucas beispielsweise auch in Biografien von General Custer und Thomas Edison. Zu Lucas' Lieblingssendungen im Fernsehen gehörten die Wiederholungen der Samstagvormittagsserien wie Adventure Theater, die Comicverfilmung Flash Gordon und die Science-Fiction-Serie Buck Rogers.

Die Familie Lucas zog in den spĂ€ten 1950er-Jahren in ein abgelegenes Ranch-Haus um. Das GrundstĂŒck war eine fĂŒnf Hektar große Plantage von WalnussbĂ€umen. Lucas besuchte die Thomas Downey High School und war dort ein SchĂŒler mit mittelmĂ€ĂŸigen Leistungen. Mit der PubertĂ€t entwickelte Lucas ein starkes Interesse fĂŒr MotorrĂ€der, spĂ€ter auch fĂŒr Autos. Oft verbrachte er seine Zeit in einer Autowerkstatt und bastelte an seinem Bianchina. Mit 16 Jahren war es Lucas' großer Traum, eine Rennfahrer-Karriere zu beginnen.

Drei Tage vor seinem Schulabschluss, am 12. Juni 1962, wurde der 18-jĂ€hrige George Lucas in einen Autounfall verwickelt. Als er nachts auf dem Heimweg in die Einfahrt seines Elternhauses einbiegen wollte, versuchte sein Klassenkamerad Frank Ferreira, ihn mit 140 km/h zu ĂŒberholen. Die beiden Wagen kollidierten, wobei sich Lucas' Fiat mehrmals ĂŒberschlug und gegen einen Walnussbaum krachte. Kurz vor dem Einschlag riss Lucas' Anschnallgurt, so dass er aus dem Auto geschleudert wurde. Ferreira blieb unverletzt, wĂ€hrend Lucas bewusstlos am Straßenrand liegen blieb.

Lucas zog sich mehrere Quetschungen der Lunge zu und brach sich einige Rippen. Die folgenden zwei Tage lag er im Koma und wurde anschließend zwei Wochen auf die Intensivstation verlegt. Selbst nannte er seinen Unfall eine „ReifeprĂŒfung“, bei der er sich gegen eine Karriere als Rennfahrer entschied.

„Vor dem ersten Unfall macht man sich keine Gedanken um das Risiko, weil einem nicht klar ist, wie nahe man am Abgrund steht. Ich gehörte einem Klub an, in dem auch einige Rennfahrer waren, und einer von denen machte weiter und er fuhr sogar in Le Mans. [
] Man kann sich eine Zukunft im Rennsport ziemlich genau ausmalen und weiß, dass es einen letztendlich das Leben kosten wird. Irgendwie wurde mir klar, dass das vielleicht doch nicht das Richtige fĂŒr mich ist.“

– George Lucas 1981[3]

[Bearbeiten] Ausbildung

George Lucas entschloss sich fĂŒr das Junior College in Modesto und studierte dort Anthropologie, Psychologie und Philosophie. Er interessierte sich zwar weiterhin fĂŒr den Motorsport, fotografierte aber fortan die Rennwagen nur noch. Sein Vater förderte sein Interesse fĂŒr Kleinbildkameras und richtete seinem Sohn eine Dunkelkammer ein. Als der Vater auch den Wunsch Ă€ußerte, seinen Laden zu ĂŒbernehmen, lehnte George Lucas ab und trug sich zusammen mit seinem Freund Haskell Wexler nach einem guten Junior-College-Abschluss fĂŒr die Filmhochschule University of Southern California in Los Angeles ein.

Dank der finanziellen UnterstĂŒtzung seines Vaters und einem Empfehlungsschreiben von Wexler, der mit einigen Hochschullehrern befreundet war, konnte Lucas Englisch, Astronomie und Geschichte studieren. Außerdem belegte er noch zwei Filmseminare, in denen er Filmgeschichte und Animation lernte. Lucas damalige Zeitgenossen waren Hal Barwood, Willard Huyck, John Milius und Matthew Robbins, welche alle Drehbuchautoren und Regisseure wurden, wĂ€hrend Caleb Deschanel sogar vier Oscar-Nominierungen erhielt.

Im Jahr 1965 wollte George Lucas Dokumentarfilmer werden. Sein Interesse an Bildmontagen und Animationen nutzte er fĂŒr seinen ersten Studentenfilm Look at Life, eine Montage von schnellen Bildfolgen, die zusĂ€tzlich von ruhigen GitarrenklĂ€ngen begleitet wird. Sein nĂ€chster Studentenfilm trug den deutschen Titel Freiheit. Dieser Kurzfilm handelt von einem jungen Mann mit dem Wunsch nach Freiheit, der 1961 Ost- und Westdeutschland voneinander trennte.

Herbie, der dritte Studentenfilm von Lucas, bestand aus Aufnahmen von nĂ€chtlichem Straßenverkehr, der sich in der Karosserie eines Autos spiegelte. Mit dieser Art des Filmens wollte Lucas seine dokumentarischen FĂ€higkeiten mit einem visuellen Aspekt verbinden. Im Abspann war dann zu lesen: „Diese Augenblicke der Reflexion wurden ihnen von Paul Golding und George Lucas prĂ€sentiert.“ Lucas letzter Kurzfilm vor seinem Studienabschluss war gleichzeitig sein erster 16-mm-Film in Farbe, 1:42.08. Dieser Film spielte auf Lucas Vorlieben fĂŒr Autorennen an, dabei spielt der Rennfahrer Pete Brock die Hauptrolle des angestrengten Rennfahrers, wĂ€hrend seiner Testvorbereitungen auf einer Rennstrecke in Kalifornien.

Durch seine einfallsreichen Studentenfilme fand Lucas bei Studenten und Professoren hohes Ansehen. Dabei gibt er zu, dass er sich damals von vielen Kinofilmen vor dem Jahr 1964 inspirieren ließ, darunter auch Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben von Stanley Kubrick und Yeah! Yeah! Yeah! von Richard Lester. Besonders angesprochen haben ihn die Filme von Akira Kurosawa, John Ford und William Wyler.

Als Lucas im August 1966 an der University of Southern California sein Studium abschloss, wollte er seinen MilitĂ€rdienst antreten und erwartete dabei, dass er nach Vietnam eingezogen werden wĂŒrde. Bei der Musterungsuntersuchung stellte sich jedoch heraus, dass er an Diabetes litt und untauglich war. Anschließend nahm Lucas eine Stelle als Kameramann fĂŒr Saul Bass an. Lucas assistierte ihm bei dem Film Why Man Creates (1968), der im gleichen Jahr einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm gewann.

Im Januar 1967 kehrte Lucas als Assistent von Seminarleiter Gene Peterson an die University of Southern California zurĂŒck. WĂ€hrend dieser Zeit drehte Lucas eine frĂŒhe Version von THX 1138, damals noch unter dem Titel THX 1138:4EB (Electronic Labyrinth) bekannt. Bei diesem Kurzfilm handelt es sich um einen komplexen, aber abstrakten Nachfolger von Freiheit, jedoch mit einem Happy End. Mit seinem frĂŒheren Partner von Herbie, Paul Golding, produzierte Lucas seinen nĂ€chsten Kurzfilm mit dem Titel Anyone Lived in a Pretty How Town. Dieser Fantasyfilm spielte auf das gleichnamige Gedicht von E. E. Cummings an und spiegelt dieselbe impressionistische und surreale ErzĂ€hlung des Dichters wider.

Knapp einen Monat spĂ€ter drehte Lucas erneut einen Dokumentarfilm, der auf informative und eigenwillige Weise die Beziehung eines Disc Jockeys zu seinem Publikum aufklĂ€rt. Der Kurzfilm The Emperor handelt von einem Radiobetreiber und erlĂ€utert scherzhaft die Diskrepanz zwischen dessen Zuhörern und der RealitĂ€t. Diesen Film drehte Lucas ohne ein Konzept, was dazu fĂŒhrte, dass er bei den Dreharbeiten absichtlich viel Filmmaterial aufnahm, um im Schneideraum einen Film daraus zu machen.

Im FrĂŒhjahr 1967 schlug die University of Southern California im Auftrag von Columbia Pictures zwei Freunde von Lucas fĂŒr die RegiefĂŒhrung des Studienprojekts Mackenna’s Gold vor. Als einer von ihnen das Projekt absagte, schlug man wiederum Lucas als Nachfolger vor. Bei den Dreharbeiten war er ĂŒber die sehr dekadenten Arbeitsmethoden entsetzt und verlor das Interesse an Filmen mit hohen Budgets. Er wollte weniger ins SpielfilmgeschĂ€ft einsteigen und Filmproduktionen leiten, sondern eher Kameramann fĂŒr Dokumentarfilme werden. Die Filmarbeiten wurden am 18. Juni 1967 abgeschlossen. Lucas nahm dieses Datum zum Anlass fĂŒr seinen nĂ€chsten Kurzfilm, der den Titel 6.18.67 trĂ€gt. Der Film wurde aus Restmaterial von Mackenna's Gold zusammengestellt.

[Bearbeiten] Etablierung als Filmemacher

Lucas bekam einen Platz fĂŒr das Warner-Memorial-Stipendium, das ihm einen sechsmonatigen Aufenthalt in einer beliebigen Abteilung der Warner Bros.-Studios anbot. Kurz vor Lucas Ankunft begann der Regisseur Francis Ford Coppola die Dreharbeiten zu Der goldene Regenbogen. Coppola machte 1963 seinen Abschluss auf der University of California, Los Angeles und nahm im Anschluss daran eine Stelle im Drehbuchteam von Warner Bros. Seven Arts an, zudem fĂŒhrte er bereits 1963 bei Dementia die Regie. Er bot Lucas, der in den Warner Bros.-Studios nur wenig BeschĂ€ftigung fand, eine Stelle als Assistent an. Lucas wurde beauftragt mögliche Kameraeinstellungen fĂŒr Coppolas Der goldene Regenbogen zu fotografieren. Bis zum Ende der Dreharbeiten waren Lucas und Coppola gute Freunde geworden. Coppolas nĂ€chstes Projekt Liebe niemals einen Fremden sollte unabhĂ€ngig von Hollywood produziert werden und eher einem Studentenfilm gleichkommen. Dabei plante er eine Odyssee von New York nach Nebraska. Er ĂŒberzeugte Lucas sein Assistent zu werden mit einer Absprache der Warner Bros.-Studios, derzufolge Lucas dafĂŒr bezahlt wĂŒrde, ein Drehbuch fĂŒr THX zu schreiben. Somit konnte Lucas Coppola bei den Dreharbeiten zu Liebe niemals einen Fremden begleiten und gleichzeitig an einem Drehbuch fĂŒr THX arbeiten.

Coppola, der sich schon lĂ€ngere Zeit von Hollywoods Filmindustrie abwenden wollte, schlug Lucas vor, ein unabhĂ€ngiges Studio zu grĂŒnden. Nach einer Tagung mit dem Filmemacher John Korty, der von seiner dritten Produktion in seinem eigenen Studio berichtete, beschlossen Lucas und Coppola das Studio Korty Films zu besichtigen. Coppola schaute sich noch andere unabhĂ€ngige Studios an. So besichtigte er ein kleines Unternehmen namens Lanterna Films in DĂ€nemark und bekam ein Zoetrop als Andenken an seinen Besuch geschenkt. Bald darauf bestellte er zusammen mit Lucas hochwertige FilmausrĂŒstung und kĂŒmmerte sich um RĂ€umlichkeiten, die er 1969 in San Francisco gefunden hatte. Seinem Studio gab er den Namen American Zoetrope.

[Bearbeiten] THX 1138

Mehr Informationen unter THX 1138.

Lucas wurde zum stellvertretenden GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Zoetrope Studios ernannt und wĂŒrde dort seinen ersten Spielfilm THX 1138 drehen dĂŒrfen, vorausgesetzt Warner Bros. ließe Lucas Drehbuch zu. Insgesamt wurde das Drehbuch zweimal von Warner Bros. abgelehnt. Nach einem Wechsel der GeschĂ€ftsfĂŒhrung innerhalb von Warner im Juni 1969, schlug Lucas ein drittes Mal THX 1138 vor und ĂŒberzeugte das Studio. Außerdem lieh Warner 300.000 US-Dollar fĂŒr den Aufbau der Zoetrope Studios.

Noch wĂ€hrend der Produktion zu THX 1138 befasste sich Lucas mit einem neuen Projekt, das seinem frĂŒheren Kurzfilm The Emperor Ă€hneln sollte. Dabei dachte er an einen Film, der in Lucas Geburtsort Modesto spielt und Gemeinsamkeiten zu seiner Jugend herstellt. Er gab diesem Film den Titel American Graffiti.

Die Verhandlungen mit Warner darĂŒber, den Film THX 1138 abzunehmen, verliefen schleppend. Das Studio wollte einige Szenen aus dem Film schneiden und verlangte die RĂŒckzahlung des Darlehens von 300.000 US-Dollar. Außerdem gab Warner bekannt, die Teilnahme an den Zoetrope Studios zu beenden. WĂ€hrend dieser Krise suchte Lucas nach einer anderen Möglichkeit die Vorproduktion von American Graffiti zu finanzieren und beauftragte den Filmproduzent Gary Kurtz mit der Planung des Budgets. Außerdem grĂŒndete Lucas mit Hilfe seines Rechtsberaters Tom Pullock seine eigene Filmgesellschaft Lucasfilm.

Am 11. MĂ€rz 1971 brachte Warner Bros. THX 1138 in die Kinos. Das Thema des Films stand im Zusammenhang mit einer weitverbreiteten Angst vor einem IdentitĂ€tsverlust des Einzelnen durch eine technisierte und zentralisierte Gesellschaft. THX 1138 behandelt ebenso die Frage nach dem freien Willen eines Menschen. Der Kinostart verlief ohne großes Aufsehen, der Film wurde von Kritikern jedoch positiv bewertet. Insgesamt vermarktete Warner Bros. den Film auf eine andere Weise, die sich George Lucas in dieser Art nicht vorgestellt hatte. In einem Interview brachte Lucas seine Kritik gegenĂŒber Warner Bros. und deren Marketingstrategien zum Ausdruck:

„Filme machen ist eine Kunst; Filme verkaufen ist ein GeschĂ€ft. Das Problem ist nur, dass die keine Ahnung haben, wie man Filme verkauft. Deswegen versuchen sie, Filme zu machen, in die Leute reingehen, ohne dass sie ihnen groß verkauft werden mĂŒssen. Darin sehe ich das eigentliche Problem. Die verlieren das Interesse, sobald sie es mal nicht mit einem Film zu tun haben, den man nur in die Kinos bringen muss und die Leute kommen in Scharen.“

– George Lucas[4]

[Bearbeiten] American Graffiti

Mehr Informationen unter American Graffiti.

Nach dem bescheidenen Erfolg von THX 1138 bekam Lucas ein Angebot, als Regisseur an dem Film Diamantenlady zu arbeiten. Da Lucas zu dieser Zeit sein eigenes Projekt mit American Graffiti plante, lehnte er ab. In Cannes traf Lucas auf David Picker, dem PrĂ€sidenten von United Artists. Dort versprach Pickers Lucas 10.000 US-Dollar fĂŒr die Entwicklung des Drehbuches. SpĂ€ter lehnte das Studio das Projekt auf Grund hoher LizenzgebĂŒhren der geplanten Rock-’n’-Roll-Musik ab. Lucas bekam schließlich bei Universal eine Zusage, vorausgesetzt der Budgetplan ĂŒbersteige nicht eine Million US-Dollar und George Lucas engagiere einen namhaften Schauspieler, um den Film in den Kinoanzeigen interessanter machen zu können. Lucas konnte mit einem geringen Budget keinen Star engagieren und fragte Coppola, der mit Der Pate einen großen Erfolg landete, ob er zur Universals Beruhigung Produzent von American Graffiti werden könnte; Coppola willigte ein.

Der US-Kinostart von American Graffiti erfolgte am 1. August 1973. Lucas und Universals Erwartungen wurden mit einem Einspielergebnis von ĂŒber 118 Mio. US-Dollar weit ĂŒbertroffen. Das Komödiendrama ĂŒber das Erwachsenwerden erhielt ĂŒberwiegend positive Kritiken. Dabei machten Lucas Rechte an den Nettoeinnahmen ihn zum MillionĂ€r und ließen den Wert seines Unternehmens Lucasfilm Ltd. enorm ansteigen. Mit diesem Geld baute Lucas sein kleines Unternehmen weiter aus und plante sein nĂ€chstes Projekt, einen Science-Fiction-Film mit dem Titel The Star Wars.

[Bearbeiten] Star Wars

Mehr Informationen unter Star Wars.

WĂ€hrend der Jahre 1973 und 1974 schrieb Lucas an einem ersten Entwurf fĂŒr einen Science-Fiction-Film, der Motive alter Mythologien und modernen MĂ€rchen beinhalten sollte. Er dachte an einen Kinderfilm, der im Weltraum spielen wĂŒrde und eine Mischung aus Flash Gordon und Alarm im Weltall darstellen sollte. Den fertigen Drehbuchentwurf reichte er schließlich bei Universal und United Artists ein; beide Studios verzichteten jedoch, da das Manuskript recht komplex geschrieben und damit schwer zu verstehen war. DarĂŒber hinaus hielt man das ĂŒberaus ehrgeizige Projekt fĂŒr tricktechnisch annĂ€hernd unmöglich zu realisieren. Mehr Erfolg hatte Lucas bei 20th Century Fox (beziehungsweise Coryworle). Das Studio nahm ihn unter Vertrag und gewĂ€hrte ihm ein voraussichtliches Budget von drei Millionen US-Dollar, obwohl das Produktionsunternehmen damals in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Lucas’ ausschlaggebender Wegbereiter war Alan Ladd jr., der neu im Vorstand der Filmgesellschaft war und an Lucas’ FĂ€higkeiten als GeschichtenerzĂ€hler glaubte. Zudem verhandelte Lucas mit 20th Century Fox ĂŒber die Fortsetzungsrechte, die Fernsehrechte, die Merchandisingrechte sowie die Rechte an Filmmusik und die Verwertung des Soundtracks und verzichtete dafĂŒr auf eine höhere Entlohnung fĂŒr seine Arbeit als Regisseur. Da man nicht an einen grĂ¶ĂŸeren Erfolg des Films glaubte und die oben genannten Rechte zu dieser Zeit somit nicht viel wert zu sein schienen, ließ man sich auf das GeschĂ€ft ein und setzte am 20. August 1973, 19 Tage nach dem Kinostart von American Graffiti, einen entsprechenden Vertrag auf.

George Lucas arbeitete anschließend an einem Drehbuch und beschloss, die eigentliche Handlung des Filmes in drei Abschnitte zu untergliedern, damit das geringe Budget von Twentieth Century Fox ausreichen wĂŒrde. Somit machte er aus dem ersten Abschnitt des Drehbuches den ersten Film mit dem Titel Krieg der Sterne.

FĂŒr die Produktion seines Films stellte Lucas ein Team zusammen, das weniger aus Leuten von Hollywoods Filmindustrie bestand, um sein geringes Budget nicht zu erschöpfen. Lucas‘ Bekannter Ben Burtt aus der University of Southern California trat eine Stelle bei Lucasfilm an. Burtt spezialisierte sich auf den Bereich der Soundeffekte und bildete anschließend als einziger Mitarbeiter die Sound-Abteilung von Lucasfilm.

FĂŒr viele Sequenzen in Krieg der Sterne erwartete Lucas realistisch wirkende Spezialeffekte, die sich von anderen Produktionen abheben sollten. Dabei dachte er an die Flugbewegungen in Serien wie Flash Gordon, welche ihm im Bezug zu Krieg der Sterne wiederum zu langsam erschienen. Im Jahr 1975 beauftragte er John Dykstra mit der Leitung der fotografischen Spezialeffekte. Dykstra arbeitete bereits an Projekten wie Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All und Lautlos im Weltraum. In einer 2.500 mÂČ großen Lagerhalle in Van Nuys richtete Lucas ein Studio fĂŒr Spezialeffekte ein und ĂŒbergab Dykstra die GeschĂ€ftsfĂŒhrung dieses Unternehmens mit dem Namen Industrial Light & Magic (ILM). In derselben Lagerhalle richtete Lucas auch ein Tonstudio ein und ĂŒbertrug die Sound-Abteilung mit Ben Burtt als Leitung in ILMs UnternehmensgebĂ€ude. Das Tonstudio bekam wenig spĂ€ter die Bezeichnung Sprocket Systems.

Die folgenden Dreharbeiten zu Star Wars erwiesen sich fĂŒr Lucas als eine außerordentliche Belastung, körperlich wie psychisch. Da das vereinbarte Budget lĂ€ngst ĂŒberschritten war und der Terminplan nicht eingehalten werden konnte, zweifelte Lucas ernsthaft an seinem Projekt. ILM hatte große Schwierigkeiten mit der Produktion der komplizierten Spezialeffekte, und sein Kamerateam und die Schauspieler machten hĂ€ufig Scherze ĂŒber Lucas oder reagierten zornig. Der Schauspieler Harrison Ford, der in der Trilogie den Han Solo spielt, kritisierte beispielsweise Lucas’ Dialoge:

„Das ist ja furchtbar! George, so einen Mist kann man vielleicht in eine Maschine tippen, aber sprechen kann man es auf gar keinen Fall.“

– Harrison Ford[5]

Lucas war in permanenter Anspannung, verlor einige Zeit lang seine Stimme und erlitt im Laufe der Produktion sogar einen SchwÀcheanfall.

Krieg der Sterne wurde am 25. Mai 1977 in lediglich 32 amerikanischen Kinos uraufgefĂŒhrt. Diese 32 Kinos nahmen am ersten Spieltag einen Betrag von 254.809 US-Dollar ein. Die einfache MĂ€rchengeschichte von Gut und Böse, erzĂ€hlt in einer Science-Fiction-Welt, traf den Geschmack der Kinobesucher. Einige Kritiker sahen in dem Film im Nachhinein sogar so etwas wie die bildliche Überwindung des amerikanischen Vietnam-Traumas. Die Kinobetreiber bemerkten, dass sie die Nachfrage unterschĂ€tzt hatten und forderten Fox auf, umgehend weitere Kopien herzustellen. Bis Mitte Juni war der Film in ĂŒber 350 Kinos angelaufen und im November ĂŒberstiegen die Einnahmen von Krieg der Sterne sogar die von Der weiße Hai. Einen erfolgreichen Science-Fictionfilm zu produzieren, bedeutete zu jener Zeit ein Einspielergebnis von etwa 30 bis 35 Millionen Dollar. Star Wars spielte weltweit in einer Zeitspanne von anderthalb Jahren insgesamt 276 Millionen Dollar ein. Damit war Star Wars zu dieser Zeit der mit Abstand erfolgreichste Film der Filmgeschichte. Auch die zuerst zurĂŒckhaltende Merchandising-Produktion fand schnell geeignete Lizenznehmer. George Lucas verdankte den erworbenen Rechten am Merchandising einen Großteil der Star-Wars-Einnahmen.

Durch den Erfolg des ersten Teils der Geschichte konnte sich Lucas den beiden Fortsetzungen widmen und drehte, teilweise auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, die ebenso erfolgreichen Nachfolger Das Imperium schlĂ€gt zurĂŒck (1980) und Die RĂŒckkehr der Jedi-Ritter (1983). In beiden Filmen fungierte er als Produzent und ĂŒberließ die Regie Irvin Kershner beziehungsweise Richard Marquand.

In den 1990er Jahren ließ George Lucas seine Star Wars-Trilogie ĂŒberarbeiten, indem einzelne Szenen mit neuen Spezialeffekten ausgestattet und wenige Handlungen angepasst werden sollten. 1997 gelangten die drei Filme als „Special Edition“ erneut in die Kinos. Kurz darauf begannen die Produktionsarbeiten zu einer weiteren Star-Wars-Trilogie, welche die Vorgeschichte zu den alten Filmen erzĂ€hlen sollte. Der vierte Star-Wars-Film, der Ende der 90er fertiggestellt wurde, ist somit innerhalb der erzĂ€hlten Geschichte der erste Teil. Unter dem Titel Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung kam er 1999 in die Kinos und ist mit einem Einspielergebnis von 924,3 Millionen US-Dollar der bis heute erfolgreichste Star-Wars-Film.

Im Abstand von drei Jahren erschienen die Nachfolger Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (2002) und Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (2005). Die neue Star-Wars-Trilogie unterscheidet sich besonders durch den erhöhten Einsatz von Computeranimationen und anderen Spezialeffekten von der Originaltrilogie. Dies brachte den neuen Filmen die Kritik ein, die Effekte in den Mittelpunkt zu stellen und die eigentliche Geschichte zu vernachlĂ€ssigen. George Lucas fĂŒhrte in allen drei neuen Star-Wars-Filmen selbst die Regie.

Die amerikanische Computeranimationsserie Clone Wars wurde in zwei Staffeln gedreht und beschreibt in kurzen Episoden, die fĂŒnf bis 15 Minuten dauern, was genau zwischen der zweiten und der dritten Episode geschehen ist.

Im Jahr 2004 wurde eine Star-Wars-DVD-Edition veröffentlicht, die alle Teile der Originaltrilogie in bearbeiteter Form umfasst. Lucas Ă€nderte mit dieser Veröffentlichung auch offiziell die Titel der einzelnen Filme der Originaltrilogie. FĂŒr die weitere Zukunft arbeitet Lucas an einer Möglichkeit, alle sechs Teile in ein 3-D-Format zu konvertieren und erneut in die Kinos zu bringen.

Seit 2008 lÀuft die von Lucas produzierte Computeranimationsserie The Clone Wars im Fernsehen, eine weitere Fernsehserie wird seit Anfang 2009 von Lucas produziert. Sie wird in klassischer Form mit Schauspielern gedreht. Titel und Fertigstellung stehen noch nicht fest.[6]

[Bearbeiten] Indiana Jones

Mehr Informationen unter Indiana Jones.

Lucas sprach noch vor den Dreharbeiten zu Krieg der Sterne eine Idee mit dem Drehbuchautor Philip Kaufman durch, bei der es sich um einen ArchĂ€ologen in der Figur des furchtlosen Indiana Smith handelte. Der Vorname „Indiana“ stammte von Lucas' gleichnamigen Hund. Kaufmann arbeitete mehrere Wochen lang mit Lucas an den Ideen fĂŒr ein Drehbuch. Das Projekt wurde eingestellt, nachdem Kaufmann von Clint Eastwood gebeten worden war, das Drehbuch seines neuen Westerns Der Texaner fĂŒr ihn zu schreiben.

Nach dem Kinostart von Krieg der Sterne traf George Lucas, der zu dieser Zeit Urlaub auf Maui machte, auf Steven Spielberg. Spielberg hatte zuvor bei dem Film Unheimliche Begegnung der dritten Art Regie gefĂŒhrt und war auf der Suche nach einem neuen Projekt. Lucas bot ihm JĂ€ger des verlorenen Schatzes an. Die Handlung von Indiana Smiths Abenteuer ĂŒberzeugten Spielberg, der dem Projekt zusagte. Anfang 1978 konnte Lucas den Drehbuchautor Lawrence Kasdan engagieren, der das Drehbuch fĂŒr JĂ€ger des verlorenen Schatzes zu Ende schrieb. Zusammen mit Steven Spielberg arbeiteten Kasdan und Lucas insgesamt drei Jahre am endgĂŒltigen Drehbuch, in dem die Hauptfigur schließlich Indiana Jones hieß. Bei den darauffolgenden Dreharbeiten ĂŒbernahm Steven Spielberg die Regie und George Lucas fungierte als Produzent von JĂ€ger des verlorenen Schatzes.

Im Vergleich zu den Star-Wars-Filmen war der Bedarf an Spezialeffekten gering und die Dreharbeiten unkompliziert. Nachdem die Postproduktion bei ILM abgeschlossen war, kam JÀger des verlorenen Schatzes am 12. Juni 1981 in die Kinos und wurde zum umsatzstÀrksten Film des Jahres, der spÀter noch mit vier Oscars ausgezeichnet wurde.

Mit Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984), sowie Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989) folgten zwei weitere Spielfilme, die an die Geschichte und an den Erfolg des ersten Teils anknĂŒpften.

Ab 1992 fungierte Lucas als Autor und Produzent einer TV-Serie mit dem Titel Die Abenteuer des jungen Indiana Jones. Die Serie wurde unter anderem mit einer Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Drama und zwölf Emmys ausgezeichnet.

Am 22. Mai 2008 startete der vierte Teil der Indiana-Jones-Saga. Dazu schrieb George Lucas die Geschichte, arbeitete am Drehbuch mit und ist neben Spielberg als Regisseur der Produzent von Indiana Jones und das Königreich des KristallschÀdels.

[Bearbeiten] Weitere Filmproduktionen

George Lucas

Lucas bat Howard G. Kazanjian, seinen alten Freund von der University of Southern California, die Fortsetzung von American Graffiti zu produzieren. FĂŒr Buch und Regie wandte er sich an Bill Norton, der durch sein Drama Cisco Pike (1972) bekannt geworden war. Der Film mit dem Titel The Party is Over
 Die Fortsetzung von American Graffiti startete am 3. August 1979 in den amerikanischen Kinos. Im Film werden die weiteren Schicksale der Hauptpersonen von American Graffiti behandelt. Die komplizierte Verschachtelung von Zeitebenen erschwerte das VerstĂ€ndnis, sodass viele Zuschauer der komplexen Handlung nicht folgen konnten und noch vor Filmende die Kinovorstellung verließen. Das Einspielergebnis des VorgĂ€ngers konnte nicht gehalten werden; der Film entwickelte sich sogar zu einem Flop.

Lawrence Kasdan hatte 1980 ein Drehbuch mit dem Titel HeißblĂŒtig – KaltblĂŒtig an Alan Ladd junior verkauft, der inzwischen sein eigenes Unternehmen hatte und Filme fĂŒr Warner Bros. produzierte. Ladd war bereit, Kasdans RegiedebĂŒt unter der Bedingung zu finanzieren, dass er sich von einem erfahrenen Regisseur beraten ließ. Lucas ĂŒbernahm die Rolle des Produzenten von HeißblĂŒtig – KaltblĂŒtig. WĂ€hrend er bei den Dreharbeiten sich nicht in Kasdans Vorstellungen einmischte, stand Lucas ihm beim Schnitt beratend zu Seite. Beim Kinostart von HeißblĂŒtig – KaltblĂŒtig verzichtete Lucas darauf, namentlich erwĂ€hnt zu werden. Kasdans eigenstĂ€ndige Leistungen sollten nicht von Lucas Namen abgelenkt werden, so Lucas in einem spĂ€teren Interview.

Der Animationsfilm Twice Upon a Time war das nĂ€chste Fremdprojekt, an dem sich Lucas beteiligte. FĂŒr die Regie und Produktion waren John Korty und Charles Swenson verantwortlich. Korty fĂŒhrte Lucas 1981 ein Demonstrationsvideo vor, das aus statischen Zeichentrickbildern bestand, welche wiederum hintergrundbeleuchtet wurden, um dem Film mehr Leuchtkraft zu verleihen. Von Korty wurde das Verfahren auch Lumage-Animation genannt. Lucas war von der Idee beeindruckt und wurde als Produzent engagiert. Außerdem kĂŒmmerte er sich sowohl um die Finanzierung als auch um den Verleih durch die Ladd Company. Der Film war insgesamt ein mĂ€ĂŸiger Erfolg, da er seine Produktionskosten nur schwer wieder einspielen konnte.

Walt Disney Pictures ĂŒberließ Walter Murch, einem alten Freund und Kollegen von Lucas, die Regie von Oz – eine phantastische Welt . Als Murch in Schwierigkeiten mit Budget und Produktion geriet, wandte er sich an Lucas, der ab diesem Zeitpunkt als Unternehmensberater an der weiteren Produktion beteiligt war.

Im Jahr 1985 war ILM mit der Realisierung einer muppetartigen Figur beschĂ€ftigt; die Ente Howard aus dem Comic Howard the Duck. Lucas war seit seiner Kindheit ein Fan dieser Figur gewesen und hatte auch Willard Huyck ein Heft von Howard the Duck gezeigt. Im Laufe der nĂ€chsten Jahre schrieb Huyck zahlreiche DrehbuchentwĂŒrfe fĂŒr eine Komödie mit realen Personen, die mit der Comicfigur interagieren sollten. Das Projekt stieß unter den Filmstudios auf zögernde Abnahme, da zu diesem Zeitpunkt die PopularitĂ€t der Comicfigur drastisch schwand, nicht zuletzt war die Comic-Serie 1981 eingestellt worden. Trotzdem versprach Universal fĂŒr das Budget aufzukommen, vorausgesetzt Lucas wĂŒrde als Produzent erwĂ€hnt werden. Letzten Endes ĂŒberstiegen die Produktionskosten ein Vielfaches des vereinbarten Budgets. Beim Kinostart im August 1986 wurde Howard – Ein tierischer Held heftig kritisiert und die Produktionskosten konnten lĂ€ngst nicht wieder eingespielt werden.

Als Produzent trug er auch zu Filmen wie Kagemusha – Der Schatten des Kriegers (1980), Die Reise ins Labyrinth (1986) und Willow (1988) bei.

Mit seinem langjĂ€hrigen Freund Francis Ford Coppola drehte er 1986 den 3D-Film Captain Eo, in dessen Hauptrolle Michael Jackson auftrat. Dieser Film eröffnete 1987 die gleichnamige Star-Tours-Attraktion, die ebenso wie Captain Eo unter anderem im Disneyland-VergnĂŒgungspark in Florida und im Disneyland Paris zu sehen war.

[Bearbeiten] Weiterer Lebensweg

Im Jahr 1969 heiratete George Lucas Marcia Lucas (geboren Griffin), von der er sich 1983 scheiden ließ. Außerdem hat George drei Kinder adoptiert, Amanda (* 1981), Katie (* 1988) und Jett (* 1993).

Der Kauf der 700 Hektar großen Bulltail Ranch in San Francisco im Jahr 1980 verschaffte Lucas Unternehmen Lucasfilm mitsamt Tochtergesellschaften wie LucasArts, Lucas Digital, Lucas Licensing, Lucas Learning und Lucas OnLine einen entsprechenden Unternehmenssitz. Durch zusĂ€tzliche ZukĂ€ufe von angrenzendem Land entstand schrittweise ein Komplex mit einer FlĂ€che von 2.600 Hektar. Lucas benannte sein GrundstĂŒck zur „Skywalker Ranch“ um.

Zusammen mit Mitarbeitern des Tonstudios Sprocket Systems entwickelte der Toningenieur Tomlinson Holman eine spezielle Anordnung von Lautsprechern, die zusammen eine spezifische Akustik erreichten. 1982 kam dieses sogenannte THX Sound System auf den Markt und wurde, dank der weitreichenden Anpassungsmöglichkeiten, in vielen Kinos eingebaut. Inzwischen ist THX ein weltweiter Standard fĂŒr hochwertige Tonwiedergabe in Kinos und bei Heimkinoanlagen. Im Jahr 1987 benannte Lucas sein ursprĂŒngliches Tonstudio Sprocket Systems in Skywalker Sounds um und verlegte dessen Sitz zusammen mit ILM auf seine Skywalker Ranch nach San Francisco.

Die Empörung Lucas‘ ĂŒber die Lernmethoden, die ihn schon als SchĂŒler nicht motiviert hatten, veranlassten ihn im Jahr 1991, die George Lucas Educational Foundation als gemeinnĂŒtzige Stiftung fĂŒr Bildung zu grĂŒnden. In dieser Stiftung wĂ€gt man Möglichkeiten ab, wie man das Bildungsangebot im Zeitalter des Computers verbessern könnte. So entwickelte man mit EditDroid das erste nichtlineare computerbasierte Schnittsystem, um beispielsweise Multimedia-Lektionen zu prĂ€sentieren, auf die man mit Computern in BildungsstĂ€tten zugreifen kann.

George Lucas, der zudem kein Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ist, erhielt anlÀsslich der 64. Oscarverleihung am 30. MÀrz 1992 aus den HÀnden von Steven Spielberg den Irving G. Thalberg Memorial Award. In seiner Dankesrede bedankte er sich namentlich bei Francis Ford Coppola.

„Filme werden nicht von Einzelpersonen gemacht, sondern immer nur in der Gruppe. Ohne die Arbeit der Schauspieler, Autoren, Regisseure, Produzenten und anderen Mitarbeitern, der vielen Assistenten aller Art und der FilmvorfĂŒhrer, stĂŒnde ich heute nicht hier, um diesen Preis entgegenzunehmen. Ihnen allen bin ich sehr dankbar. [
] Danke, Francis, fĂŒr alles, was du mir beigebracht hast.“

– George Lucas[7]

2002 weitete Lucas seine Unternehmensgruppe auf die Big Rock Ranch in der NĂ€he seiner Skywalker Ranch aus. Außerdem errichtete Lucasfilm Ltd. 2004 eine neue Tochter in Singapur. Lucasfilm Animation Singapore ist ein digitales Studio, das Animationen fĂŒr Film, Fernsehen und Spiele erstellt. Seit 2005 ist der Hauptsitz von LucasFilm, Industrial Light & Magic und LucasArts im Letterman Digital Arts Center auf dem GelĂ€nde des ehemaligen MilitĂ€rstĂŒtzpunkts Presidio in San Francisco mit Blick auf die Bucht und die Golden Gate Bridge.

Das American Film Institute (AFI) zeichnete George Lucas im Juni 2005 mit dem Life Achievement Award fĂŒr sein Lebenswerk aus. Lucas ist somit der 33. PreistrĂ€ger. Im Anschluss an die Preisverleihung wurde Lucas in einem Interview mit einer Frage nach Fortsetzungen der Star-Wars-Saga konfrontiert:

„Es wĂ€re sicher amĂŒsant Fortsetzungen mit all den Charakteren zu machen, wenn sie Mitte achtzig sind. Nein, ich habe nicht vor mit achtzig einen weiteren Star-Wars-Film zu machen. Das ist das Ende!“

– George Lucas[8]

[Bearbeiten] Zur Person

[Bearbeiten] Charakterisierung

George Lucas bei der Time 100 2006 Gala

George Lucas hĂ€lt sein Privatleben gegenĂŒber der Öffentlichkeit bedeckt. Aufgrund zahlreicher EnttĂ€uschungen mit Hollywoods Filmindustrie und insbesondere deren Filmstudios ist Lucas aus den damaligen Filmgewerkschaften Directors Guild und Writers Guild sowie dem Filmverband Motion Picture Association of America ausgetreten und betreibt mittlerweile selbst eine Filmproduktionsgesellschaft. Er lebt in San Francisco, weit abgeschieden von Los Angeles und finanziert viele seiner Filme komplett unabhĂ€ngig.

Lucas scheut öffentliche Auftritte und hĂ€lt ungern Reden oder gibt Ansagen. In der Öffentlichkeit prĂ€sentiert sich Lucas stets sehr introvertiert, ruhig und zurĂŒckhaltend, außerdem trĂ€gt er bevorzugt karierte Hemden und weiße Turnschuhe. RegelmĂ€ĂŸig spendet Lucas Geld fĂŒr wohltĂ€tige Zwecke. Im Juni 2010 schloss er sich der philanthropischen Kampagne The Giving Pledge der MilliardĂ€re Bill Gates und Warren Buffett an und versprach, mehr als die HĂ€lfte seines Vermögens fĂŒr wohltĂ€tige Zwecke zu spenden.[9] Dabei beschreibt er sich selbst als „nicht besonders klug und kein GlĂŒckskind“. Freunde wie Francis Ford Coppola sehen in ihm einen „ernsten Menschen ohne plumpen Humor“. George Lucas bezeichnet sich als glĂ€ubigen Menschen mit buddhistisch-methodistischer Überzeugung.[10]

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Studenten- und Dokumentarfilme

[Bearbeiten] Spielfilme

[Bearbeiten] Fernsehfilme und -serien

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Leistungen als Regisseur/Drehbuchautor

  • 1973: Bronzener Leopard des Film Festival Locarno fĂŒr American Graffiti
  • 1974: National Society of Film Critics Award fĂŒr das beste Drehbuch in American Graffiti
  • 1974: Writers Guild of America Award-Nominierung fĂŒr das beste Comedy Drehbuch in American Graffiti
  • 1974: New York Film Critics Circle Award fĂŒr das beste Drehbuch in American Graffiti
  • 1974: Golden-Globe-Nominierung fĂŒr beste Regie in American Graffiti
  • 1974: Directors Guild of America Award-Nominierung fĂŒr beste Regie in American Graffiti
  • 1974: Oscar-Nominierung fĂŒr beste Regie in American Graffiti
  • 1974: Oscar-Nominierung fĂŒr bestes Drehbuch in American Graffiti
  • 1978: Directors Guild of America Award-Nominierung fĂŒr beste Regie in Krieg der Sterne
  • 1978: Saturn Award fĂŒr beste Regie in Krieg der Sterne
  • 1978: Saturn Award fĂŒr bestes Drehbuch in Krieg der Sterne
  • 1978: Golden Globe-Nominierung fĂŒr beste Regie in Krieg der Sterne
  • 1978: ShoWest Award als „Regisseur des Jahres“
  • 1978: Writers Guild of America Award-Nominierung fĂŒr bestes Comedy-Drehbuch in Krieg der Sterne
  • 1978: Oscar-Nominierung fĂŒr beste Regie in Krieg der Sterne
  • 1978: Oscar-Nominierung fĂŒr bestes Drehbuch in Krieg der Sterne
  • 1979: Evening Standard British Film Award fĂŒr bester Film Krieg der Sterne
  • 1982: Writers Guild of America Award fĂŒr bestes Comedy-Drehbuch in Indiana Jones – JĂ€ger des verlorenen Schatzes
  • 2000: Saturn Award-Nominierung fĂŒr beste Regie in Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung
  • 2000: Golden Slate fĂŒr bestes Drehbuch in Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung
  • 2003: Saturn Award-Nominierung fĂŒr beste Regie in Star Wars Episode II – Angriff der Klonkrieger
  • 2005: Ehrenpreis der Filmfestspiele von Cannes fĂŒr sein Lebenswerk
  • 2005: AFI Life Achievement Award des American Film Institute
  • 2008: Comic-Con Icon Award, verliehen im Rahmen der Scream Awards

Negativpreise

  • 2000: Goldene Himbeere-Nominierung als „Schlechtester Regisseur“ in Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung
  • 2000: Goldene Himbeere-Nominierung fĂŒr das „Schlechteste Drehbuch“ in Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung
  • 2003: Goldene Himbeere-Nominierung als „Schlechtester Regisseur“ in Star Wars Episode II – Angriff der Klonkrieger
  • 2003: Goldene Himbeere fĂŒr das „Schlechteste Drehbuch“ in Star Wars Episode II – Angriff der Klonkrieger zusammen mit Jonathon Hales

[Bearbeiten] Leistungen als Produzent

[Bearbeiten] Literatur

  • 1983: Dale Pollock: Sternenimperium – Das Leben und die Filme von George Lucas. ISBN 3-922674-27-5.
  • 1988: Fritz R. Glunk: Willow von George Lucas. (Übersetzung ins Deutsche), ISBN 3-7855-2227-4.
  • 1988: Chris Salewicz: Nahaufnahme: George Lucas. ISBN 3-499-60593-7.
  • 1992: Charles Champlin: George Lucas – The Creative Impulse. ISBN 0-8109-3564-3.
  • 1995: Mark Vaz/Shinji Hata: Von Star Wars bis Indiana Jones. ISBN 3-931670-00-7.
  • 1996: Oliver Denker: Star Wars – Die Filme. ISBN 3-453-10864-7.
  • 1997: Birgit Schwenger: Strategien des Ereigniskinos – “Star Wars” als Erfolgskonzept Hollywoods. ISBN 3-932872-00-2.
  • 1997: Garry Jenkins: Star Works. Wie der Krieg der Sterne entstand. ISBN 3-404-21903-1.
  • 1997: Laurent Bouzereau: Star Wars. The Annotated Screenplays. ISBN 0-345-40981-7.
  • 1999: Jo MĂŒller: Galaktisches Kino – ĂŒber das Star Wars-PhĂ€nomen. ISBN 3-548-35838-1.
  • 2005: Marcus Hearn: Das Kino des George Lucas. ISBN 3-89602-644-5.
  • 2007: J. W. Rinzler: The Making of “Star Wars”. The Definitive Story Behind the Original Film. ISBN 0-09-192014-0.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Forbes Magazine: The World's Billionaires 2009
  2. ↑ numbers.com: Box Office History for Star Wars Movies
  3. ↑ Zitat von George Lucas: Presseinterview (1981); nachzulesen in Das Kino des George Lucas (2005)
  4. ↑ Zitat von George Lucas: Dokumentarfilm George Lucas Maker of Films (1971)
  5. ↑ UrsprĂŒngliches Zitat von Harrison Ford: DVD-Kommentar Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung (2004)
  6. ↑ IMDB.com: Untitled Star Wars TV Series (abgerufen am 15. Mai 2009)
  7. ↑ Zitat von George Lucas: 64. Oscar Verleihung (MĂ€rz, 1992)
  8. ↑ Zitat von George Lucas: 33. Life Achievement Award Preisverleihung (Juni, 2005)
  9. ↑ http://cms.givingpledge.org/Content/uploads/634154739462169882_Lucas_071610.pdf Spendenversprechen von George Lucas
  10. ↑ The Religious Affiliation of Director George Lucas

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: George Lucas â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

Satellitentechnik, LNB, Digitalreciver  EDV Dienstleister, VPN  Free Counter, Besucherstatistik  Russisches Portal in Deutschland  Werbung im Internet  Onlineshop  PHP Sicherheit  Donaueschingen  

 

 

 

geburtstagsgeschenk-online.de