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George Adalbert von Mülverstedt – Wikipedia

George Adalbert von Mülverstedt

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George Adalbert von Mülverstedt

Johann George Adalbert von Mülverstedt (* 4. Juli 1825 in Neufahrwasser; † 29. September 1914 in Magdeburg) war ein deutscher Archivar, Historiker, Numismatiker und Heraldiker.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Mülverstedt war der Sohn des preußischen Leutnants und späteren Salzmagazininspektors Hans George von Mülverstedt. Er besuchte bis 1844 das Gymnasium in Tilsit und begann danach ein Studium der Philologie an der Universität Königsberg. Aus gesundheitlichen Gründen musste er dies abbrechen und begann 1847 ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1849 beendete.

Im Juni 1850 nahm er als Appellationsgerichtsauskultator die Tätigkeit am Kreisgerichts Königsberg auf und legte zwei Jahre später die Referendariatsprüfung ab. In seiner Freizeit beschäftigte er sich mit der Adelsgeschichte und benutzte dazu Archivalien des Provinzial- und späteren Staatsarchivs Königsberg. Er beteiligte sich schon bald an der Ordnung dieses Archivs und legte dort eine Sammlung genealogischer Daten über Adelsfamilien, das sogenannte Adelsarchiv, an. Von 1855 bis 1857 ordnete er das Archiv der Landstände der Mark Brandenburg in Berlin (Archiv der brandenburgischen Provinzialstände) neu und legte im folgenden Jahr eine erste Publikation vor. Seine Arbeit mit dem Titel “Die ältere Verfassung der Landstände der Mark Brandenburg, vornehmlich im 16. und 17. Jahrhundert” fand allgemeine Anerkennung.

Am 1. April 1857 trat er offiziell in den staatlichen Archivdienst ein und bereits im darauffolgenden Jahr wurde ihm die Leitung des Provinzialarchivs (später Staatsarchiv) Magdeburg übertragen. Diese Tätigkeit übte er bis zum Eintritt in den Ruhestand im Juni 1898 aus. Während seiner Amtszeit veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze in den Zeitschriften historischer Vereine; allein in den Jahresberichten des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie publizierte er von 1864 bis 1906 37 Beiträge (ohne Zusätze und Nachträge); 1888 ernannte ihn der Verein zum Ehrenmitglied. Er erhielt für seine Verdienste mehrere Orden und Auszeichnungen, 1865 wurde er zum Archivrat und 1877 zum Geheimen Archivrat ernannt.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

  • Magdeburgisches Münzkabinett des neuen Zeitalters, 1868
  • Wer durfte im Dom zu Magdeburg im Mittelalter begraben werden? Zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Ministerialwesens im Erzstift Magdeburg, 1871
  • Der abgestorbene Adel der Provinz Sachsen, ausschließlich der Altmark. In: Siebmachers großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. VI, Abteilung 6 (2 Bände), 1874
  • Der abgestorbene preußische Adel, der Provinz Preußen (Ost- und Westpreußen).In: Siebmachers großes Wappenbuch Bd. VI, Abteilung 4, Nürnberg 1874.
  • Der abgestorbene preußische Adel, der Provinz Preußen (Ost- und Westpreußen). (Ergänzungen). In: Siebmachers großes Wappenbuch, Bd. VII, Abteilung 3,a, Nürnberg 1900
  • Regesta Archiepiscopatus Magdeburgensis (3 Bände), 1876-1899
  • Codex Diplomaticus Alvenslebianus (5 Bände), 1879–1896
  • Regesta Stolbergica (Hrsg.), Magdeburg 1885
  • Geschichtliche Nachrichten von dem altpreußischen Adelsgeschlecht von Ostau, Magdeburg 1886
  • Die brandenburgische Kriegsmacht unter dem Großen Kurfürsten : Quellenmäßige Darstellung aller einzelnen, in der Zeit von 1640 bis 1688 bestehenden kurbrandenburgischen Regimenter und sonstigen selbständigen Truppenkörper nebst Festungen, der Marine &c. ; mit einer Beigabe bisher ungedruckter Urkunden, sowie von 127 Ranglisten und Musterrollen. Baensch, Magdeburg 1888 (Digitalisat der ULB Düsseldorf)
  • Urkundenbuch zur Geschichte und Genealogie des Geschlechts v. Kalckstein, Magdeburg 1906
  • Die Vasallen-Register und Tabellen der Hauptämter in Masuren. - Zur Geschichte masurischer Ortschaften. In: Mitteilungen der literarischen Gesellschaft Masovia, Heft 11, Lötzen 1906

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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