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DVD – Wikipedia

DVD

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter DVD (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Speichermedium
DVD
DVD logo.svg
DVD-Logo
Allgemeines
Typ Optisches Speichermedium
KapazitĂ€t 4,7 GB[1] (Single Layer),
8,5 GB (Dual Layer)
und mehr
Lebensdauer ca. 10 Jahre
GrĂ¶ĂŸe 12 cm / 8 cm
Ursprung
Entwickler DVD Forum (1995)
VorgÀnger Videokassette, LD, CD
Nachfolger Blu-ray Disc, HD DVD, VMD
DVD−R, beschreib- und lesbare Seite
DVD−R mit purpurroter FĂ€rbung, 4,7 GB[1]. Der beschriebene Bereich ist aufgrund seiner verĂ€nderten Reflexionseigenschaften gut zu erkennen.

Die DVD ist ein digitales Speichermedium, das im Aussehen einer CD Ă€hnelt, aber ĂŒber eine deutlich höhere SpeicherkapazitĂ€t verfĂŒgt. Sie zĂ€hlt zu den optischen Datenspeichern. Das Akronym „DVD“ geht auf die AbkĂŒrzung von Digital Video Disc zurĂŒck, wird aber heute meist mit Digital Versatile Disc (engl. fĂŒr digitale vielseitige Scheibe) interpretiert. In der Alltagssprache wird der Ausdruck „DVD“ im Zusammenhang mit Filmen hĂ€ufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte und Verbreitung

Mitte der 1990er Jahre konnte sich die Compact-Disc als Massenspeicher-Medium bei Computern durchsetzen. Dadurch wuchsen nicht nur die Anwendungsfelder, sondern auch die BedĂŒrfnisse der Verbraucher und der Unterhaltungsindustrie. GewĂŒnscht wurde ein Medium, mit dem Videos Ă€hnlich komfortabel gehandhabt werden konnten wie Musik- und Sprachaufnahmen mit der CD. Zwar gab es dies bereits als Video-CD (VCD) und Laserdisc (LD), jedoch konnten auf der VCD maximal 74 Minuten (in knapper VHS-QualitĂ€t) und auf der LD maximal 128 Minuten Videomaterial (in voller SendequalitĂ€t) untergebracht werden. Dies fĂŒhrte bei Spielfilmen dazu, dass die VCD/LD mitten im Film gewechselt/umgedreht werden musste, Ă€hnlich wie frĂŒher bei der Compact Cassette oder der Schallplatte. Die LD war mit ihren wuchtigen 30-Zentimeter-Scheiben außerdem sehr teuer in Medium und AbspielgerĂ€t.

Die Unterhaltungsindustrie arbeitete daran, die SpeicherkapazitÀt der CD weiter zu erhöhen. Hierbei gab es zwei unterschiedliche Konzepte: Sony und Philips betrieben die Entwicklung der Multimedia-CD (MMCD), Toshiba und Time Warner favorisierten die Super Density CD (SD).

Auf Druck der Filmindustrie, die nicht mehr, wie bei der MarkteinfĂŒhrung der Videorekorder, mehrere Standards unterstĂŒtzen wollte, einigten sich die Konkurrenten in Tokio am 15. September 1995[2] auf einen gemeinsamen Standard. Da die DVD zunĂ€chst als reines Speichermedium fĂŒr Videodaten gedacht war, stand DVD anfangs fĂŒr „Digital Video Disc“. Dies wurde jedoch geĂ€ndert, als andere Verwendungsmöglichkeiten abzusehen waren. Als Alternative wurde „Digital Versatile Disc“ (versatile = vielseitig) ins Spiel gebracht, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der aktuelle offizielle Standpunkt des DVD-Forums ist, dass DVD einfach drei Buchstaben ohne exakt festgelegte Bedeutung sind.

Ein Jahr spĂ€ter kamen die ersten AbspielgerĂ€te und DVD-Medien in den Handel. Zuvor mussten Unstimmigkeiten bezĂŒglich des VerschlĂŒsselungsverfahrens (CSS) ausgerĂ€umt werden. Zudem gelang es der Filmindustrie, mit einem Regionalcode Marktkontrolle zu gewinnen. Mit dem Code soll verhindert werden, dass zum Beispiel eine DVD aus den USA auf einem europĂ€ischen GerĂ€t abspielbar ist. Die Filmindustrie fĂŒrchtete hier Umsatzeinbußen, da Filme in den USA oft schon auf dem Videomarkt erhĂ€ltlich sind, wĂ€hrend sie in Europa noch gar nicht im Kino gezeigt wurden. Als Vertriebstrategie der Anbieter ist auch bekannt, dass durch die regionale BeschrĂ€nkung der Anwendbarkeit in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Preise („Marktpreise“) erzielt werden können.

Sowohl der verwendete Wiedergabeschutz Content Scramble System als auch der Regionalcode sind mittlerweile leicht zu umgehen. Die Industrie reagierte darauf einerseits mit rechtlichen Maßnahmen und andererseits mit dem Druck auf die Hersteller von DVD-Laufwerken, die Abfrage des Regionalcodes gerĂ€tetechnisch zu implementieren.

Im Jahr 1997 kamen die ersten DVD-Brenner in den Handel, die Preise lagen jedoch bei ca. 28.000 DM und der Preis eines 3,6-GB-Rohlings lag oberhalb von 100 DM.

Mittlerweile wird Blu-ray Disc als Nachfolger der DVD beworben, das sich gegen das Konkurrenz-Format HD DVD ab MÀrz 2008 durchsetzen konnte. Dabei werden durch Abtastung der noch enger gesetzten Pits und Lands mit einem blau-violetten Laserstrahl noch höhere Datenmengen untergebracht. Sie sollen vor allem hoch aufgelöste Videoinhalte speichern, die eine wesentliche höhere SpeicherkapazitÀt benötigen, als eine DVD bieten kann.

Anzahl der verkauften BildtrÀger in Deutschland
Jahr Verkaufte DVDs Verkaufte Blu-ray Discs Verkaufte HD-DVDs Verkaufte VHS-Kassetten
1999 2.100.000 - - 39.800.000
2000 8.200.000 - - 35.800.000
2001 18.900.000 - - 31.700.000
2002 35.500.000 - - 28.600.000
2003 64.100.000 - - 20.800.000
2004 90.200.000 - - 13.000.000
2005 98.700.000 - - 5.600.000
2006 100.800.000 - - 2.000.000
2007 103.300.000 372.000 130.000 800.000
2008 101.300.000 1.700.000 500.000 200.000
2009 106.600.000 [3] 6.200.000 100.000 (HD-DVD + VHS)
2010 103.500.000 [4] 12.000.000 k.A. k.A.
2011 101.100.000 [5] 17.000.000 k.A. k.A.

Quelle: Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V.

Umsatz der verkauften BildtrÀger in Deutschland (Videokaufmarkt)
Jahr Umsatz DVDs Umsatz Blu-ray Discs Umsatz VHS-Kassetten
2000 170 Mio. - 423 Mio.
2001 407 Mio. - 383 Mio.
2002 713 Mio. - 327 Mio.
2003 1053 Mio. - 199 Mio.
2004 1323 Mio. - 117 Mio.
2005 1322 Mio. - 44 Mio
2006 1295 Mio. - 12 Mio.
2007 1313 Mio. 14 Mio. 4 Mio.
2008 1242 Mio. 48 Mio. 1 Mio.
2009 1258 Mio. 119 Mio. 1 Mio.
2010 1189 Mio. 193 Mio. 1 Mio.
2011 1129 Mio. 267 Mio. k.A.

Quelle: Bundesverband Audiovisuelle Medien e. V.

Verkaufszahlen von DVDs in Europa (Auswahl)

Land Verkaufszahlen 2009
Großbritannien 234.600.000
Deutschland 106.600.000
Frankreich 90.200.000
Niederlande 31.000.000
Italien 29.500.000
Schweden 27.000.000
Belgien 22.000.000
Spanien 21.700.000
Norwegen 21.100.000
DĂ€nemark 19.300.000
Irland 13.600.000
Schweiz 13.500.000
Polen 8.500.000
Portugal 7.600.000
Ungarn 3.600.000
Kroatien 500.000

Quelle: International Video Federation

[Bearbeiten] DVD-Formate

Die beiden grundsĂ€tzlichen DVD-Gruppen lassen sich anhand der Farbe ihrer RĂŒckseite unterscheiden.

Die DVD gibt es in zahlreichen Varianten, die als DVD-Formate bezeichnet werden:

  • Spezielle DVD-Formate, die fĂŒr bestimmte Verwendungszwecke optimierte Datenstrukturen aufweisen (und ursprĂŒnglich nur Lesezugriff erlaubten): DVD-Video, DVD-Audio, DVD-ROM und Hybrid-DVD
  • FĂŒr den Konsumenten beschreibbare DVD-Formate: DVD-RAM, DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW, DVD−R DL, DVD+R DL

Besonders die einmal beschreibbaren Formate und die DVD-RAM lassen sich mit dem bloßen Auge von den gepressten anhand ihrer Datenseite unterscheiden, da diese aufgrund ihrer Legierungen Farben wie etwa blau, violett oder braun aufweisen. Die DVD-RAM hat außerdem charakteristische sichtbare Sektormarken.

[Bearbeiten] DVD-Datenstrukturen

Die DVD wird fĂŒr folgende drei Verwendungszwecke eingesetzt, fĂŒr die jeweils eigene DVD-Formate fĂŒr spezielle Datenstrukturen geschaffen wurden:

  • DVD-Video ermöglicht die Wiedergabe von bewegten Bildern und Ton mit DVD-Video-fĂ€higen AbspielgerĂ€ten.
  • DVD-Audio ermöglicht die Wiedergabe von Standbildern und Ton in sehr hoher QualitĂ€t mit DVD-Audio-fĂ€higen AbspielgerĂ€ten.
  • DVD-ROM ermöglicht das Lesen von allgemeinen Daten (Computerdaten).

Der AUDIO_TS-Ordner spielt bei Audio-DVDs eine zentrale Rolle. Bei der DVD-Video sind jedoch auch die Audiodaten im VIDEO_TS-Ordner zu finden, genauso wie die diversen Sprachversionen, Untertitel, Kapitelinformationen und Sonderfeatures (alle innerhalb sogenannter „VOB-Containerdateien“). Das bei DVDs ĂŒblicherweise eingesetzte Kompressionsformat ist MPEG-2, nach dem DVD-Standard ist jedoch auch noch das qualitativ weit unterlegene MPEG-1-Format vorgesehen, das ansonsten vor allem bei Video-CDs Anwendung findet. Der MPEG-2-Videostream (das Videobild) wird bei der Erstellung einer Video-DVD gemeinsam mit dem Audiostream und gegebenenfalls mit anderen Datenblöcken verwoben („gemuxt“, s. Multiplexing) und in einer .VOB-Datei („Video Object“) angelegt, die laut DVD-Standard nie grĂ¶ĂŸer als 1 Gigabyte sein darf. Wird diese Datenmenge ĂŒberschritten, wird in den Programmen zur DVD-Erstellung (DVD Authoring Software) automatisch eine neue .VOB-Datei angelegt. Die .VOB-Datei dient also als „Containerdatei“ aller Programmströme.

Beim Wechsel der Dateien ist der Übergang wegen des in den DVD-Playern integrierten Buffers nicht wahrnehmbar. Beim Abspielen werden abwechselnd Video-, Audio- und gegebenenfalls Steuerungsinformationen ausgelesen, zwischengespeichert und wiedergegeben. Der VIDEO_TS-Ordner enthĂ€lt außerdem die .IFO-Datei mit der MenĂŒfĂŒhrung und meist mehrere .BUP-Dateien, die jedoch nur als Backup der .IFO-Datei dienen.

Als Tonspuren sind mehrere Formate zugelassen; neben dem datenintensiven – weil unkomprimierten â€“ linearen PCM-Datenstrom gibt es mehrere Komprimierungsverfahren: mp2 (meist 192–256 Kbit/s) in beliebigen Bitraten fĂŒr Stereoton, Dolby-Digital- oder DTS-Mehrkanalton bis 5.1-Surround (meist 448 Kbit/s). Auch SDDS ist fĂŒr die DVD spezifiziert, es gibt jedoch fĂŒr den Heimbereich weder entsprechende Decoder noch DVDs mit SDDS-Tonspur. Ebenso wenig hat sich das Tonformat MPEG-2 Multichannel durchsetzen können.

Insgesamt stehen fĂŒr den gesamten Datenstrom 10,08 Mbit/s zur VerfĂŒgung, fĂŒr den Audiostrom maximal 6144 Kbit/s. Die BildqualitĂ€t der Video-DVD hĂ€ngt nicht so sehr von der Bandbreite des Video-Streams als vielmehr von der Effizienz der Komprimierung ab. Oft wird mittels MPEG-Encoder in mehreren DurchlĂ€ufen kodiert, um ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen. Bei MPEG-2 können die Datenströme im VBR-Verfahren komprimiert werden, d. h., dass die Bandbreite an verschiedenen Stellen des Films stark abweichen kann (variable Bitrate).

Die Bitrate hÀngt dabei von der gerade anfallenden Datenmenge ab, so dass zum Beispiel bei bewegungsarmen Szenen Bandbreite und damit Speicherplatz auf der DVD gespart werden kann. Bei MPEG-2 werden bei aufeinanderfolgenden Bildern in der Regel nur die Unterschiede zum vorausgehenden Bild gespeichert (P- oder B-Frames), um auf der Disc Platz zu sparen. Mehr Informationen dazu im Artikel DVD-Video.

Daten-DVDs (DVD-ROM) sind anders als Video-DVDs keinen Restriktionen unterworfen und können beliebige Ordner und Dateien enthalten. Als Dateisysteme werden entweder die im Computerbereich vorherrschenden Formate ISO 9660 und ISO/Joliet oder UDF verwendet; beide Systeme können innerhalb des UDF Bridge-Formates (ISO 9660 Level 3 Layer) kombiniert werden. Ebenso wie CDs können auch DVDs in mehreren Sessionen (Sitzungen) beschrieben werden (Multiborder, analog zu Multisession bei CDs). Einige Àltere Betriebssysteme oder DVD-Player können jedoch nur auf die erste Session zugreifen, weshalb es sich in diesem Fall empfiehlt, die DVD in einem Zug zu beschreiben. Zum Auslesen der restlichen Sessions dienen Zusatzprogramme wie IsoBuster, die auch unter Àlteren Betriebssystemen laufen.

[Bearbeiten] Physische Hybrid-DVD

Daneben gibt es auch die Hybrid-DVD, die die Eigenschaften einer DVD-Video, DVD-Audio oder DVD-ROM in einer DVD kombiniert. Eine solche Hybrid-DVD enthÀlt Videos, Musik und Computerdaten und prÀsentiert im DVD-Spieler, DVD-Rekorder oder DVD-Laufwerk des Computers die jeweils abspielbaren Inhalte.

Technisch lĂ€sst sich eine Hybrid-DVD sehr einfach realisieren, weil die DVD-Video und DVD-Audio auf der DVD-ROM basieren. Die DVD-ROM speichert alle Inhalte als Dateien nach dem UDF-Dateisystem ab. FĂŒr die DVD-Video und DVD-Audio mĂŒssen nur zwei weitere Festlegungen vorgenommen werden: Die erlaubten Dateiformate und der Ablageort auf der DVD. FĂŒr die Hybrid-DVD ist besonders der Ablageort interessant. Wird eine DVD-Video oder Hybrid-DVD zum Beispiel in einen DVD-Rekorder eingelegt, so sucht dieser die Filmdateien im Unterverzeichnis VIDEO_TS. Nach dem gleichen Schema sucht ein DVD-Player die Audiodaten im Unterverzeichnis AUDIO_TS. Im DVD-Laufwerk eines Computers sind hingegen alle Dateien einer DVD ersichtlich, weil dieser jede DVD als eine DVD-ROM behandelt.

Sony DCR-DVD201E HDV-Camcorder mit direkter Aufzeichnung auf eine 8-cm-DVD

[Bearbeiten] Beschreibbare DVD-Formate

Der Endbenutzer kann nicht nur kĂ€ufliche DVDs abspielen (die im Presswerk hergestellt wurden), sondern er kann mit einem DVD-Brenner auch eigene DVD-Videos, DVD-Audio oder DVD-ROMs erstellen. DVD-Brenner sind beispielsweise in Computern und Hi-Fi-DVD-Rekordern eingebaut und benötigen beschreibbare DVD-Formate. Historisch haben sich aus KostengrĂŒnden die fĂŒnf verschiedenen DVD-Formate DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW und DVD-RAM mit einfacher und doppelter SpeicherkapazitĂ€t (DL - Double Layer) entwickelt. Sie werden nach folgender Systematik bezeichnet:

Logo DVD Die Bezeichnung DVD tragen alle Scheiben der DVD-Familie.
DVD-R Logo.svg
– Am „−“ sind alle DVD-Formate erkennbar, welche vom DVD Forum stammen. Nur bei diesem Format kann Time Search verwendet werden.
DVD+R Logo.svg
+ Am „+“ sind alle DVD-Formate erkennbar, welche von der DVD+RW Alliance stammen und einige Sonderfunktionen im Videobereich unterstĂŒtzen.
DVD-R Logo.svg
± Mit einem „±“ wird ausgedrĂŒckt, dass hier sowohl die DVD-Formate des DVD Forums wie der DVD+RW Alliance gemeint sind.
DVD+R Logo.svg
R „Recordable“, das heißt einmal beschreibbar.
DVD+RW-Logo.svg
DVD-RW Logo.svg
RW „Rewritable“, das heißt wiederbeschreibbar (gewöhnlich bis ca. 1000-mal verĂ€nderbar/korrigierbar).
DVD-RAM Logo.svg
RAM „Random Access Memory“, das heißt freier, direkter Schreib-/Lesezugriff auf alle Daten (gewöhnlich bis ca. 100.000-mal verĂ€nderbar/korrigierbar, Details siehe Text).
DVD+R DL-Logo.svg
DL Dual (−) bzw. Double (+) Layer, das heißt zwei Datenschichten pro Seite.

Die drei DVD-Formate, die vom DVD-Forum stammen, werden auch als Minus-Standard bezeichnet. Nur diese Formate dĂŒrfen auch das offizielle DVD-Logo tragen. Entsprechend werden die zwei DVD-Formate von der DVD+RW-Allianz mit einem „+“ auch als Plus-Standard bezeichnet. Die DVD-Formate nach dem Plus-Standard sind technisch einfacher aufgebaut, wodurch zum Beispiel die DVD+RW andere Schreibmethoden als die DVD-RW unterstĂŒtzt. Auch sind die LizenzgebĂŒhren fĂŒr die Patentnutzung bedeutend niedriger. Diese anfĂ€nglichen Preisvorteile des Plus-Standards gibt es inzwischen durch den harten Wettbewerb mit dem Minus-Standard nicht mehr.

Die Formatvielfalt fĂŒhrte anfangs zu einer KaufzurĂŒckhaltung bei den Konsumenten, da unklar war, welches beschreibbare DVD-Format die grĂ¶ĂŸere Investitionssicherheit aufweist. Die Industrie reagierte seit 2003 darauf mit (preisgĂŒnstigen) Multi-Brennern, die sowohl das Minus- als auch das Plus-Format unterstĂŒtzten.

[Bearbeiten] Formate mit zwei Datenschichten

Ein bereits beschriebener Dual-Layer-Rohling, mit gespaltenen Datenschichten.

Seit 2004 werden auf dem Massenmarkt auch beschreibbare DVDs mit zwei anstatt nur einer Datenschicht angeboten. Sie werden mit „DL“ bezeichnet, was im Minus-Format fĂŒr „Dual Layer“ (DVD−R DL), im Plus-Format dagegen fĂŒr „Double Layer“ (DVD+R DL) steht. Beiden Formaten gemein sind die zwei ĂŒbereinander geklebten Schichten auf derselben Seite der Platte, die gewisse VerĂ€nderungen im Aufbau der DVD notwendig machten. Nur so kann auch die zusĂ€tzliche Schicht beschrieben und gelesen werden. Die DVD±R DL bietet 8,5 GB Fassungsvermögen pro Medium, also etwa das 1,8-fache einer Single-Layer-DVD. Ihre zusĂ€tzliche KapazitĂ€t reicht oftmals aus, um große Einzeldateien (etwa hochauflösende Videos) auf einen einzigen DatentrĂ€ger zu brennen, anstatt sie auf zwei herkömmliche DVDs aufzuteilen und ohne die Daten dafĂŒr erneut komprimieren zu mĂŒssen. FĂŒr RW-Medien dagegen sind diese Änderungen hin zum DL-DatentrĂ€ger nicht möglich. Zu geringe Reflexionseigenschaften verhindern die zuverlĂ€ssige Nutzung der zweiten Datenschicht.

Daneben existieren auch noch doppelseitige Medien in den Formaten DVD−R, DVD+R und DVD-RAM. Diese fassen tatsĂ€chlich 2× 4,7 GB, also 9,4 GB pro Medium, da sie im Prinzip aus zwei einzelnen DVDs bestehen. Nachteilig wirkt sich dies besonders bei großen Dateien aus, da diese nicht wie bei ±DL-DVDs zusammenhĂ€ngend gespeichert werden können. Jede Seite reprĂ€sentiert einen eigenstĂ€ndigen DatentrĂ€ger, und um auf den jeweils anderen Datenbestand zugreifen zu können, muss die DVD entnommen und gewendet werden. Laufwerke, die beide Seiten gleichzeitig nutzen können (Schreib-/Lesezugriff), existieren nicht. Da die Double-Layer-/Dual-Layer-DVDs trotz geringerer GesamtkapazitĂ€t diverse Vorteile bieten (höhere maximale DateigrĂ¶ĂŸe, Platz fĂŒr ausfĂŒhrliche Beschriftung etc.), waren doppelseitige DVD±R-Rohlinge nahezu völlig vom Markt verschwunden. In jĂŒngerer Zeit (Stand Juli 2008) sind jedoch wieder doppelseitige Rohlinge erhĂ€ltlich. Doppelseitige DVD-RAM sind ebenfalls erhĂ€ltlich. Bei ihnen sind derzeit keine DL-Medien verfĂŒgbar.

[Bearbeiten] Klassifikation von beschreibbaren DVDs

Eine DVD-RAM ist mit dem bloßen Auge unmittelbar von anderen DVD-Formaten anhand der vielen kleinen verstreuten Rechtecke, die von ihrer typischen Sektorierung herrĂŒhren (erkennbar in der VergrĂ¶ĂŸerung), unterscheidbar. Die Sektorierung dient einer höheren Datensicherheit.

Die beschreibbaren DVD-Formate lassen sich nach ihrer VerÀnderbarkeit und Datensicherheit unterscheiden.

  1. Einerseits lassen sie sich nach ihrer VerÀnderbarkeit in zwei Gruppen unterteilen:
    • DVD-Rohlinge, die nur einmal beschreibbar sind: DVD−R und DVD+R. Bei diesen Medien wird die Information in einen Dye geschrieben. Dies ist ein organischer Farbstoff, meist violetter Farbe.
    • DVD-Medien, die nachtrĂ€glich verĂ€nderbar sind: DVD−RW, DVD+RW, DVD-RAM. Die RW-Medien verwenden als funktionelle Schicht anstatt des bei den DVD-Rohlingen verwendeten Dyes eine metallische Schicht. Bei den DVD-Medien ist die DVD-RAM 100-mal öfter wiederbeschreibbar (circa 100.000-mal) als die DVD-RW bzw. DVD+RW, die etwa 500 bis 1.000 SchreibvorgĂ€nge ĂŒberstehen.
  2. Weiterhin ist die Datensicherheit ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal der einzelnen beschreibbaren DVD-Formate:
    • Die DVD±R reagiert aufgrund ihrer organischen Farbstoffe viel empfindlicher auf Sonnenlicht und Hitze als die DVD±RW. Wird sie der unmittelbaren Sonneneinstrahlung oder starkem UV-Licht ausgesetzt, kann dies zu einem schnellen Verlust der Daten fĂŒhren.
    • Die DVD±RW hingegen reagiert sensibler auf extreme Temperaturschwankungen; durch leichte Materialdeformationen können die Daten Schaden nehmen.
    • Die DVD-RAM weist von allen beschreibbaren DVD-Formaten die höchste Datensicherheit auf, weil sie zusĂ€tzlich folgende zwei Eigenschaften aufweist:
      1. Sektorierung: DVD-RAM-Medien besitzen eine eingeprÀgte Sektorierung, die sich visuell als ein Muster von kleinen verstreuten Rechtecken auf der Unterseite einer DVD-RAM zeigen (siehe Abbildung). Sie dienen einer höheren Lese- und Schreibgenauigkeit.
      2. Defektmanagement: Die DVD-RAM besitzt dasselbe bewÀhrte Defektmanagement wie Festplattenlaufwerke. Jede geschriebene Information wird von der Hardware kontrollweise gelesen (verifiziert) und ggf. verbessert. Es gibt daher keine versteckten Schreibfehler wie bei der DVD±R oder DVD±RW.

[Bearbeiten] Geschwindigkeit

Die Standard-Datenrate 1× entspricht bei DVDs einer Geschwindigkeit von 1,385 MByte/s bzw. 11,08 Mbit/s[6] und damit in etwa einem CD-Laufwerk mit dem Geschwindigkeitsfaktor 9×. Die Schreibgeschwindigkeit 1× entspricht somit definitionsgemĂ€ĂŸ der maximalen Datenrate, die beim Abspielen einer standardkonformen Video-DVD auftreten kann.

Aktuelle DVD-Laufwerke schaffen Brenn- und Lesegeschwindigkeiten bis zu 24×. Die volle Geschwindigkeit wird dabei allerdings nur am Ă€ußeren Rand der DVD erreicht, wĂ€hrend im Inneren deutlich langsamer gelesen und geschrieben werden kann.

[Bearbeiten] Technik der DVD

DVDs benötigen zum Abspielen einen eigenen DVD-Spieler. Zur Unterscheidung zu normalen CD-ROM-Laufwerken ist dieser auf der Vorderseite mit dem DVD-Emblem gekennzeichnet. Im Vergleich zu den CDs wird bei DVDs mit Lasern kĂŒrzerer WellenlĂ€nge gearbeitet, und wegen der gleichzeitig kĂŒrzeren StrahlengĂ€nge der Fokussierungsoptiken resultieren daraus kleinere Laserspots, mit denen in den DatentrĂ€gerschichten entsprechend kleinere Strukturen gelesen und geschrieben werden können.

[Bearbeiten] Lebensdauer

Der Medienhersteller Imation gewĂ€hrt auf CD-R, CD-RW, DVD−R, DVD−RW, DVD+R, DVD+RW, DVD-RAM derzeit eine Garantie von zehn Jahren[7]. Dies gilt allerdings nicht fĂŒr die Daten, sondern beschrĂ€nkt sich auf die haptischen Bauteile. Zur Langzeitarchivierung sind oben genannte DVD-Formate nach einhelliger Expertenmeinung nicht geeignet, einzige Ausnahme könnte eventuell die DVD-RAM darstellen, wobei auch hier die Langzeithaltbarkeit nicht sicher erwiesen ist. Verbatim bietet in Österreich und der Schweiz eine lebenslange Garantie, allerdings nicht in Deutschland. Diese gilt fĂŒr alle von Verbatim hergestellten optischen DatentrĂ€ger, deckt allerdings nur Herstellungsfehler ab, nicht jedoch normale Abnutzung und unsachgemĂ€ĂŸe Behandlung. Im ungĂŒnstigsten Fall können DVD±R und DVD±RW auch schon nach wenigen Monaten Datendefekte aufweisen.

[Bearbeiten] SpeicherkapazitÀt und Zugriffstechnik

Die Spezifikationen sehen die folgenden DVD-Typen in der Version 2 vor. Auf die Darstellung der seltenen Version 1 wird verzichtet.

Format KapazitÀt (binÀr)[8] KapazitÀt (dezimal)[1] Schichten Vorderseite
/ RĂŒckseite
Bemerkung
DVD-5 4,38 GiB 4,7 GB 1/0 Leserichtung von innen nach außen auf der 0,6 mm starken Datenschicht (Single-Layer-DVD, SL). Durch eine Dummy-Schicht darĂŒber wird die Normdicke von 1,2 mm erreicht.
DVD-9 7,92 GiB 8,5 GB 2/0 Umfokussieren des Lasers auf eine zweite Datenschicht (Dual-Layer-DVD, DL). Bei Daten-DVDs werden beide Layer von innen nach außen gelesen. Bei DVD-Video wird das untere Layer von innen nach außen gelesen, das obere zurĂŒck von außen nach innen.
DVD-10 8,76 GiB
(2× 4,38 GiB)
9,4 GB
(2× 4,7 GB)
1/1 Wenden der DVD im Player auf eine zweite Datenschicht (Flipper).
DVD-14 12,3 GiB
(7,92+4,38 GiB)
13,2 GB
(8,5 + 4,7 GB)
2/1 Flipper mit einer Seite Dual Layer und einer Seite Single Layer; Ă€ußerst selten
DVD-18 15,84 GiB
(2× 7,92 GiB)
17 GB
(2× 8,5 GB)
2/2 Flipper mit Dual Layer auf beiden Seiten; selten
DVD-plus (DualDisc) 4,38 GiB
+ 650 MiB
4,7 GB
+ 682 MB
1/1 DVD-5 wird mit einer normalen CD kombiniert. So kann der CD-Teil auf CD-Spielern abgespielt werden. Die CD-Seite und die DVD-Seite sind unterschiedlich, die Medien sind nicht normgerecht, sondern zu dick; daher wird meist vom Abspielen solcher Medien in Laufwerken mit Einzugsschlitz, sogenannte Slot-In-Laufwerke, abgeraten. Wird von Sony unter dem Begriff DualDisc vermarktet.
Angabe der Brutto-SpeicherkapazitÀt in GB statt in Byte. Die tatsÀchlich verwendbare SpeicherkapazitÀt hÀngt vom verwendeten Dateisystem der DVD ab.
Typ WellenlÀnge

Numerische Apertur[9]
Durchmesser des Laserspots
Spurabstand

Schnittzeichnung der Strahlgeometrie
CD WellenlÀnge: 780 nm
Numerische Apertur: 0,45
Spotdurchmesser: 2,1 ”m
Spurabstand: 1,6 ”m
Disk.CD.png
DVD WellenlÀnge: 650 nm
Numerische Apertur: 0,6
Spotdurchmesser: 1,3 ”m
Spurabstand: 0,74 ”m
Disk.DVD.png

Die im Vergleich zur CD bei gleicher Geometrie der Disk etwa sechsmal so hohe DatenkapazitĂ€t der DVD wird durch weniger als halb so lange Pits bei einem weniger als halb so großen Track-Abstand sowie mehr FlĂ€che fĂŒr die Daten durch einen schmaleren Lead-In Bereich erreicht. Double Layer DVDs benötigen etwa 10% lĂ€ngere Pits, weswegen zwei Layer in dieser Konfiguration nicht die doppelte KapazitĂ€t einer Single Layer DVD bieten. Die feineren Strukturen der DVD sind anfĂ€lliger gegenĂŒber Kratzern und Verschmutzungen, was durch die verwendete zweidimensionale Fehlerkorrekturmethode mehr kompensiert wird.

[Bearbeiten] Fehlerkorrektur

Auf der DVD werden zwei Reed-Solomon Codes C1(182,172,11) und C2(208,192,17) eingesetzt, die durch VerkĂŒrzung aus einem (255,245,11) bzw. (255,239,17) RS-Code entstehen. C1 dient der Zeilencodierung und C2 der Spaltencodierung. Die so entstehende Matrix dient der Fehlerkorrektur, wobei in den Zeilen jeweils 5 Fehler und in den Spalten jeweils 8 Fehler korrigiert werden können. Die Bits B_{i,j} mit i > 191 und j > 171 sind ParitĂ€tsbits die beim Codieren entstehen.[10]

Reed Solomon Produkt Code

Beim Interleaving der DVD wird ein 182 * 208-Byte Frame in 16 Frames bestehend aus 182 * 13 Bytes aufgeteilt. Dabei wird je eine ParitĂ€tszeile (j>181) ans Ende eines 182 * 12-Byte Frames verschoben. Das heißt die B_{i,j} werden folgendermaßen in einer neue Matrix B_{m,n} angeordnet:


m = 
\begin{cases} 
i + \left \lfloor \frac{i}{12} \right \rfloor & \mbox{fĂŒr }i < 192\\
13 (i-191)-1  & \mbox{fĂŒr }i \geq 192
\end{cases}

n = j

Die so erzeugte Matrix wird Àhnlich wie bei der CD decodiert. Dabei können maximal 4832-Bits [11] oder ein FlÀchenfehler mit 2932 Bits korrigiert werden.

[Bearbeiten] Neue Technologien

Zur Anwendung beider erweiterter Techniken braucht es höherfrequente (das heißt, die Farbe des Lasers ist in Richtung Blau verschoben) und genauere Laser als zum Auslesen einer CD. Um die zweite Datenschicht lesen zu können, muss der Laser dazu noch leicht anwinkelbar sein. Zusammen mit der verĂ€nderten Laserfokussierung ist es so möglich, die untere („verdeckte“) Schicht lesen zu können.

[Bearbeiten] Datenkodierung

Die BinĂ€rdaten auf einer DVD werden nach der „Eight-to-Fourteen-Modulation-plus” (EFMplus) geschrieben. Diese stellt sicher, dass sich alle zwei bis zehn Takte die PolaritĂ€t des ausgelesenen Signals Ă€ndert. Das geschieht, wenn der Laser in der Spur einen Übergang von einer Vertiefung („pit”) zu einem Abschnitt ohne Vertiefung („land”) passiert oder umgekehrt.

Der Hintergrund ist hierbei folgender: Die Abschnitte mit Vertiefungen bzw. ohne Vertiefungen mĂŒssen lang genug sein, damit der Laser die VerĂ€nderung erkennen kann. WĂŒrde man ein Bitmuster direkt auf den DatentrĂ€ger schreiben, wĂŒrden bei einem alternierenden Signal (1010101010101010
) falsche Werte ausgelesen, da der Laser den Übergang von 1 nach 0 beziehungsweise von 0 nach 1 nicht verlĂ€sslich auslesen könnte. Die EFMplus-Modulation blĂ€ht das Signal von acht auf 16 Bit auf und wĂ€hlt die FĂŒllbits so, dass die oben erwĂ€hnte Forderung, dass sich alle zwei bis zehn Takte die PolaritĂ€t Ă€ndert und ein Übergang von 1 nach 0 oder umgekehrt geschieht, erfĂŒllt wird. Die CD verwendet eine simplere 8-zu-14-Bit-Methode mit noch zusĂ€tzlichen Zwischenbits namens EFM, woher der jetzt eigentlich falsche Name bei der DVD beibehalten wurde; korrekter wĂ€re „Eight-to-Sixteen”.

[Bearbeiten] Brenner

Nachdem die ersten DVD-Brenner (DVD-Schreiber) nur eine Datenmenge von 3,56 GB auf einen einmal beschreibbaren DVD-Rohling speichern konnten, wurde die KapazitĂ€t spĂ€ter auf die volle GrĂ¶ĂŸe einer DVD-5 (4,7 GB) angehoben und zusĂ€tzlich wiederbeschreibbare Medien mit diesem Fassungsvermögen vorgestellt. Seit Mitte 2004 beherrschen DVD-Brenner auch die Doppelschicht-Technik (dual layer), welche die Speicherung von Daten auf einem zweischichtigen Rohling ermöglicht. Die zweite Datenschicht besitzt weiter gesetzte Pits und Lands, um ein Lesen durch die untere Schicht hindurch zu ermöglichen, und ist somit kleiner. So fasst ein solcher Rohling statt 9,4 GB (die KapazitĂ€t zweier DVD-5) lediglich ca. 8,5 GB.

[Bearbeiten] Duplikationsverfahren

  • DVD-Pressung: Die Herstellung einer DVD oder einer CD (ROM und Video) besteht aus vier Schritten nach Anlieferung der Master-DVD-R beziehungsweise eines Streamer-Tapes („DLT“-Format) an das Presswerk.
  • Premastering: Zuerst wird geprĂŒft, ob der Standard (das Book) erfĂŒllt ist, das heißt, ob der DatentrĂ€ger den Spezifikationen entspricht. Danach wird mit der Berechnung des EDC (Error Detection Code) und ECC (Error Correction Code) begonnen. Dies dauerte ursprĂŒnglich zwischen fĂŒnf und 16 Stunden. Anschließend werden Time-Code, Inhaltsinformation der Tracks und TOC (Table of contents) usw. generiert und ein Image der DVD/CD erstellt. Die Daten können nun dem Mastering zugefĂŒhrt werden.
  • Mastering: Die aufbereiteten Daten aus dem Premastering werden auf einen Glasmaster (eine Glasscheibe) ĂŒbertragen, indem ein modulierter Laserstrahl die darauf aufgetragene Substratschicht (ein Farbstoff) von innen nach außen belichtet. Im Entwicklungsbad werden dann die belichteten Stellen ausgewaschen, die Pits entstehen. Anschließend wird der Glasmaster mit einer 100 nm dicken Silberschicht bedampft. Im Anschluss daran folgt ein erstes Auslesen als QualitĂ€tsprĂŒfung. Die Kosten fĂŒr die Glasmasterproduktion (zwischen 300 und etwa 3.000 â‚Ź) werden bei geringen Auflagen von den meisten Presswerken in Rechnung gestellt.
  • Galvanik: Es werden nun Negative des Glasmasters erstellt, die fĂŒr die Pressung als Stempel verwendet werden können.

[Bearbeiten] Serienanfertigung

Generell werden die Discs aller DVD-Formate aus zwei einzelnen aus Polycarbonat gespritzten Kunststoffscheiben von etwa 0,6 mm Dicke hergestellt (Ausnahme: Ecodisc). Dabei hat die untere „Halbscheibe“ (Layer 0) einen Stapelring als Abstandshalter. Die obere „Halbscheibe“ (Layer 1) trĂ€gt bei dem Format DVD-5 keine nutzbaren Informationen und wird daher als „Dummy“ bezeichnet. Die eigentliche DVD entsteht, wenn beide HĂ€lften mit unter UV-Licht aushĂ€rtendem Lack verklebt werden („bonden“; Schichtdicke etwa 50 Â”m). Um eine gleichbleibende QualitĂ€t der hergestellten Scheiben zu gewĂ€hrleisten, sind in den Produktionsanlagen ĂŒblicherweise hochauflösende Kamerasysteme, so genannte Inline Scanner, integriert. Stichprobenartig kommen auch Offline-Messlaufwerke zum Einsatz, um die elektrischen Signale der DVD zu analysieren. Sollte sich beim Verkleben der zwei Layers Luft einschleichen (ein so genannter Bondingfehler), kann die DVD schnell Schaden nehmen. So kann beispielsweise beim Einlegen der DVD ein Teil eines Layers absplittern. Hierdurch kann eine Unwucht entstehen, die zu weiteren SchĂ€den an der DVD oder sogar am AbspielgerĂ€t fĂŒhren kann. Allerdings sind diese Fehler in der Regel nur ein optisches Problem und haben keinen Einfluss auf die Abspielbarkeit der DVD.

Beim Herstellvorgang gibt es große Unterschiede zwischen bespielten Medien (Kauf-Videos) und unbespielten/wiederbeschreibbaren Scheiben (Rohlinge). Die Formate DVD-5, -9 und -10 können meist auf derselben Maschine hergestellt werden. Dabei werden die Informationen mit Matrizen (Stamper) in das heiße Polycarbonat gepresst (SpritzprĂ€gen). Um die Daten fĂŒr die Laufwerke lesbar zu machen, werden die Halbscheiben mit Metall beschichtet (sputtern). Bei DVD-5, DVD-10 und dem Layer 1 bei DVD-9 wird Aluminium vollreflektierend gesputtert (etwa 50 nm). Da bei DVD-9 beide Informationsschichten von einer Seite gelesen werden, wird die untere (Layer 0) halbtransparent mit Gold, Silizium oder Silberlegierungen beschichtet (etwa 10–15 nm). DVD-14 und DVD-18 erhĂ€lt man, indem zwischen die Halbscheiben eine bereits mit weiteren DVD-Strukturen versehene Folie eingebracht wird.

[Bearbeiten] Brennen

Beim Brennen ist kein Glasmaster erforderlich, sondern nur ein Computer, ein DVD-Brenner und ein Brennprogramm.

FĂŒr das Brennen benötigt man DVD-Rohlinge, die in unterschiedlichen QualitĂ€ten als DVD−R, DVD+R, DVD−RW, DVD+RW und DVD-RAM erhĂ€ltlich sind. Durch die verschiedenen DVD-Formate und die Tatsache, dass diese teilweise erst nach der Definition des ursprĂŒnglichen DVD-Regelwerks spezifiziert wurden und Varianten desselben sind, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die gebrannte DVD auf einigen DVD-Playern nicht abspielbar sein wird. Deswegen sollte man sich nach der KompatibilitĂ€t des Brenners und der gewĂŒnschten AbspielgerĂ€te vor dem Kauf der Rohlinge genau erkundigen. Einige DVD-Brenner bieten die Möglichkeit, DVD+R- und DVD+RW-Rohlinge mit dem Book Type DVD-ROM zu kennzeichnen und dadurch deren Akzeptanz durch Ă€ltere DVD-AbspielgerĂ€te deutlich zu erhöhen.

HĂ€ufig mĂŒssen die DVDs nach dem Brennen finalisiert werden. Bei DVD+RW und DVD-Ram ist ein Finalisieren nicht notwendig, es wird aber empfohlen, ein DVD-MenĂŒ zu erstellen.

[Bearbeiten] Labelaufdruck / Beschriftung

FĂŒr den Labelaufdruck bei der DVD stehen ebenso wie bei der CD verschiedene Drucktechniken zur VerfĂŒgung:

Im Siebdruck sind bis zu sechs Labelfarben möglich, es können Schmuckfarben (HKS oder Pantone) gewĂ€hlt werden. Siebdruck ist derzeit die gĂ€ngigste Variante, um CDs oder DVDs zu bedrucken, wird aber zunehmend vom Offsetdruck verdrĂ€ngt. Der Siebdruck ist geeignet fĂŒr gepresste CDs und DVDs; auch die Rohlingsbedruckung im Siebdruck ist möglich. Im Siebdruck sind die Farben sehr brillant.

Im Trockenoffset sind vier Labelfarben möglich (CMYK-Farbmodell), kombiniert mit dem Siebdruck bis zu sechs Labelfarben (CMYK im Offset und zusĂ€tzlich weiß VollflĂ€che und eine Schmuckfarbe oder Glanzlack im Siebdruck). Auf Grund der höheren Auflösung als im Siebdruck ist der Offsetdruck ideal fĂŒr fotorealistische Darstellungen. Seit Anfang 2004 ist der Offsetdruck nicht nur fĂŒr gepresste CDs und DVDs, sondern auch fĂŒr CD-Rohlinge und DVD-Rohlinge möglich.

Bei diesem Druckverfahren wird mit einem speziellen Drucker Farbe von einem Farbband durch Erhitzung des Druckkopfes auf die CD oder DVD ĂŒbertragen. Technisch bedingt ist das Druckverfahren eher fĂŒr Schriften und Logos geeignet. In der Praxis wird dieses Verfahren bei kleinen Auflagen (gebrannte CDs und DVDs) angewendet.

Der Thermoretransferdruck ist die Weiterentwicklung des Thermotransferdrucks. Das Labelmotiv wird im Thermotransferdruckverfahren auf ein Übertragungsband gedruckt und davon dann eine Folie auf die CD oder DVD aufgebracht. Durch diese Technik ist eine bessere Auflösung möglich. So kann bereits bei Kleinauflagen ein fotorealistischer Druck erreicht werden.

Es gibt spezielle DVD- bzw. CD-Rohlinge, welche gegenĂŒber der Datenseite eine weiße Druckseite besitzen. Diese besteht aus einem speziellen, saugfĂ€higen Material, welches ein Verlaufen der Tinte verhindern soll. Zum Bedrucken sind spezielle Drucker nötig, deren Technologie sich kaum von der unterscheidet, die zum Bedrucken von Papier genutzt wird. Entsprechend gibt es auch Drucker, die sowohl CDs, DVDs als auch Papier bedrucken können. Praktisch findet dieses Verfahren nur bei Heimanwendern und sehr kleinen Auflagen von gebrannten Medien eine Anwendung.

  • Aufklebe-Label

Diese Methode ist fĂŒr den Heimanwender nicht zu empfehlen. Wie bei einem Bimetall wölbt sich die DVD bei Temperaturunterschieden, da sich der Aufkleber und die Polycarbonat-Scheibe unterschiedlich stark ausdehnen. Im Gegensatz zu normalen CDs reichen bei einer DVD schon geringe Verzerrungen aus, dass der Player die Daten nicht mehr lesen kann. Dieser Effekt wird durch die WĂ€rme im Inneren des DVD-Players noch verstĂ€rkt, so dass beklebte DVDs hĂ€ufig erst nach einer gewissen Spieldauer ausfallen. Um dies zu verhindern, sind spezielle DVD-Aufkleber aus Kunststofffolie erhĂ€ltlich, die sich gleichmĂ€ĂŸig mit der Scheibe ausdehnen sollen. Nachteilig ist zudem, dass in der Regel durch den Aufkleber eine Unwucht entsteht. In DVD-Laufwerken kann diese Unwucht bei hohen Drehzahlen zu einer Ablösung des Aufklebers oder sogar einem Zerreißen der DVD fĂŒhren.

  • Manuelle Beschriftung

Mit Folienstiften, CD-Markern und anderen Schreibern fĂŒr glatte FlĂ€chen können DVDs natĂŒrlich auch von Hand beschriftet und bemalt werden. Dies ist die gĂŒnstigste und schnellste Methode. DVDs sind – anders als CDs – recht unempfindlich gegen Stifte, die die OberflĂ€che verkratzen oder chemisch angreifen, da ihre Datenschicht mittig liegt und somit von einer relativ dicken Kunststoffschicht geschĂŒtzt ist.

  • Laser-Label

Beschriftung des DatentrĂ€gers durch den Laser direkt im Laufwerk. Dies setzt einen speziellen Brenner und geeignete Rohlinge voraus, die ein solches Verfahren beherrschen. Die Vorteile des Laser-Labels liegen im Bedrucken auch in mobilen Betrieb, die Vermeidung von Neuinvestitionen in neue Drucker und der Möglichkeit in mehreren Sessions zu drucken (Lightscribe). Nachteilig sind der ausschließlich monochrome Druck die geringe QualitĂ€t, das geringe Drucktempo (optimaler Kontrast bei ĂŒber 30 min. Druckzeit) und die teuren Rohlinge.

LightScribe
Das erste Laser-Beschriftungssystem hat Hewlett-Packard unter dem Namen Lightscribe entwickelt, bei dem die Labelseite durch die Beschriftung geschwÀrzt wird. Verbreitet sind im unbeschrifteten Zustand bronzefarbene DatentrÀger. Es gibt eine Reihe andersfarbiger Medien, die jedoch wesentlich seltener im Handel anzutreffen sind. Je nach QualitÀtsstufe dauert eine Beschriftung zwischen 15 und 20 Minuten.
Labelflash
An dieses Verfahren anknĂŒpfend, hat Yamaha eine Ă€hnliche Technologie namens Labelflash entwickelt. Auch mit ihr wird der Rohling im Brenner per Laser beschriftet, erzeugt jedoch einen blauen Aufdruck auf der Label-Seite. Die Beschriftungsdauer liegt bei fĂŒnf Minuten in der besten QualitĂ€t, welche 1000 dpi mit 256 Helligkeitsstufen bietet.

[Bearbeiten] Einweg-DVD und DVD-D

Seit Jahren hört man immer wieder von einer neuerfundenen Einweg-DVD, welche besonders den Spielfilmverleih von Videotheken revolutionieren soll. Sobald die DVD aus der luftdichten HĂŒlle entfernt wird und mit Sauerstoff in BerĂŒhrung kommt, erfolgt eine chemische Reaktion, welche die DVD innerhalb von acht bis 48 Stunden unbrauchbar macht. Nach Ablauf dieser Zeit kann die DVD vom Kunden einfach weggeworfen werden, weswegen diese DVDs auch Wegwerf-DVDs genannt werden. Dem Vorteil, dass man diese DVDs der Videothek nicht mehr zurĂŒckbringen muss und somit auch VerzugsgebĂŒhren kein Thema mehr sind, stehen ökologische Nachteile gegenĂŒber, auch wenn das Produktmaterial vollstĂ€ndig recyclebar ist.

Die Firma Flexplay hat eine solche Einweg-DVD unter dem Namen EZ-D herausgebracht. Diese wurde ab September 2003 von Buena Vista Home Entertainment am US-Markt getestet. Es erschienen DatentrĂ€ger mit einem Film fĂŒr etwa fĂŒnf bis sieben US-Dollar kurz vor der eigentlichen Premiere desselben. Das Produkt fand jedoch nicht genug KĂ€ufer, so dass dieses Anfang 2004 bereits wieder aus den Verkaufsregalen verschwand. Ein Ă€hnliches Verfahren hatte auch schon die Firma SpectraDisc zuvor vorgestellt, nach deren Prinzip die Einweg-DVDs jedoch aufgrund von Lichtempfindlichkeit unbrauchbar wurden.

Eine andere Variante vertreibt die Firma DVD-D Germany Ltd.. Die Daten auf der DVD-D (D fĂŒr engl. 'disposable', dt. 'Wegwerfartikel') sind nach dem ersten Abspielen 48 Stunden lesbar, danach erscheint im Player „No disc“. Die Datenzerstörung wird durch die Rotation im AbspielgerĂ€t gestartet, gelöscht wird dabei nach Angaben der Firma das SteuerungsmenĂŒ der DVD. Allerdings gibt es zum Mechanismus keine genaueren Angaben. Teilweise wird dies begrĂŒndet mit FlĂŒssigkeits-Tanks in der DVD, die durch die Rotation aufbrechen (Zentrifugalkraft). Auf der Website des Unternehmens DVD-D Germany[12] wurden bereits mehrere Kinofilme in diesem Format zum Preis von rund 4 € angeboten. Die grĂ¶ĂŸte Verbreitung gibt es derzeit in Frankreich, Italien und in Skandinavien.

[Bearbeiten] Ecodisc

Bestrebungen zu einer besseren ökologischen VertrĂ€glichkeit der DVD fĂŒhrten zur Entwicklung der Ecodisc. Diese DVD besteht aus nur einer Polycarbonat-Scheibe und hat nur acht Gramm Gewicht. Die SpeicherkapazitĂ€t ist mit 4,7 GB gleich groß wie bei der DVD-5.

[Bearbeiten] DivX und DIVX

WĂ€hrend heutzutage das DivX-Format als Videokompressionsalgorithmus bekannt ist, bezeichnet DIVX eine spezielle Pay-per-View-Variante in den USA, die heute nicht mehr existiert. Im Jahr 1998 kam die Idee auf, zu den damals noch erheblich teureren DVDs eine Billigvariante anzubieten, die 48 Stunden lang abgespielt werden konnte, jede darĂŒber hinausgehende Nutzung war kostenpflichtig. Zur Dekodierung und Abrechnung der Filme wurden spezielle, mit einem Modem ausgestattete Player benötigt, die sich regelmĂ€ĂŸig mit einem speziellen Server verbanden, um Abrechnungsdaten zu ĂŒbertragen.

DIVX benutzte ein MPEG-4-Derivat, welches mit speziellen DIVX-Flags zur Identifizierung und Dekodierung des Films versehen war. Letzten Endes konnte sich das System der DVD gegenĂŒber nicht durchsetzen und endete nach nur einem Jahr als Flop.

[Bearbeiten] Trivia

Im Jahr 2010 wurde die DVD Opfer des Aprilscherzes der renommierten Computerzeitschrift c’t. Dem Artikel nach sollten gepresste DVDs anfĂ€llig fĂŒr Bakterienbefall sein. Als Merkmal wurden Flecken auf den DVDs genannt. Das Bakterium könne ganze Stapel – allerdings lediglich neuerer – DVDs zerstören und wĂŒrde sich auch ĂŒber infizierte Laufwerke verbreiten. Die Leser wurden aufgerufen, ihre DVD-Sammlung umzusortieren, so dass zwischen neuen immer zwei alte DVDs stehen, ihre DVD-Laufwerke zu behandeln und tagelang nicht zu benutzen.[13] Ein fingiertes Schreiben vom Verband der Videothekenbesitzer, datiert auf den 1. April und die Verwendung der Nummer eines in der Fernsehserie Lost vorkommenden Impfstoffs als Bestellnummer enttarnen den Artikel als Aprilscherz.[14]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: DVD â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: DVD â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Die PrĂ€fixe werden hier bei SpeicherkapazitĂ€ten im dezimalen Sinn verwendet: 1 KB = 1000 B (Byte), 1 MB (MByte) = 1000 KB (KByte), analog zu den Herstellerangaben.
  2. ↑ Augsburger Allgemeine vom 15. September 2010, Rubrik Das Datum
  3. ↑ www.bvv-medien.de: pdf42.pdf Pressemitteilung vom 08. Februar 2010 PDF-Datei
  4. ↑ www.bvv-medien.de: pdf53.pdf Pressemitteilung vom 10. Februar 2011 PDF-Datei
  5. ↑ www.bvv-medien.de: pdf62.pdf Pressemitteilung vom 09. Februar 2012 PDF-Datei
  6. ↑ DVD-FAQ
  7. ↑ http://www.imation.de/support/faqs/Hersteller_Garantie_Imation.pdf Garantie Imation
  8. ↑ hier in der Bedeutung als BinĂ€rprĂ€fix
  9. ↑ ITWissen - Numerische Apertur
  10. ↑ 120 mm DVD Rewritable Disk(DVD-RAM). ECMA 272, 1999.
  11. ↑ Joohyun Lee, Jaejin Lee, and Taegeun Park. Error control scheme for high-speed dvd systems. Consumer Electronics, IEEE Transactions, 51, Issue:4:1197–1203, 2005.
  12. ↑ DVD-D Germany
  13. ↑ Barczok, Achim: Petrischeiben – Bakterien zerstören DVDs. In: c’t, Nr. 8 vom 29. MĂ€rz 2010, S. 90 f.
  14. ↑ http://www.sebbl.eu/?p=319

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