Berlin
Berlin (
[bÉÉÌŻËliËn]?/i) ist Bundeshauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Als Stadtstaat ist Berlin (AbkĂŒrzung BE) ein Land und bildet das Zentrum der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Berlin ist mit 3,5 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und mit rund 892 kmÂČ die flĂ€chengröĂte Stadt Deutschlands und Mitteleuropas sowie nach Einwohnern die zweitgröĂte Stadt der EuropĂ€ischen Union. Berlin ist in zwölf Bezirke unterteilt. Im Stadtgebiet befinden sich die FlĂŒsse Spree und Havel, mehrere kleinere FlieĂgewĂ€sser sowie zahlreiche Seen.
Urkundlich erstmals 1237 erwĂ€hnt, war Berlin im Verlauf der Geschichte und in verschiedenen Staatsformen Hauptstadt Brandenburgs, PreuĂens und des Deutschen Reichs. Faktisch war der Ostteil der Stadt Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist Berlin gesamtdeutsche Hauptstadt mit Sitz des BundesprĂ€sidenten seit 1994, des Deutschen Bundestags seit 1999 sowie des Bundesrats seit 2000.
Die Metropole Berlin gilt als Weltstadt der Kultur, Politik, Medien und Wissenschaften.[4][5] Sie ist ein wichtiger europĂ€ischer Verkehrsknotenpunkt und eine der meistbesuchten StĂ€dte des Kontinents. Institutionen wie die UniversitĂ€ten, Forschungseinrichtungen und Museen genieĂen internationalen Ruf. In der Stadt leben und arbeiten Kunstschaffende, Diplomaten und Einwanderer aus aller Welt.[6] Berlins Geschichte, Nachtleben, Architektur und vielfĂ€ltige Lebensbedingungen sind weltbekannt.[7]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die geografische Lage des Berliner Rathauses ist 52° 31âČ 6âł nördlicher Breite und 13° 24âČ 30Ⳡöstlicher LĂ€nge. Die gröĂte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung betrĂ€gt rund 45 km, in Nord-SĂŒd-Richtung etwa 38 km. Es hat eine FlĂ€che von 892 kmÂČ. Berlin ist gĂ€nzlich vom Land Brandenburg umgeben und liegt im Osten Deutschlands, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Metropolregion Berlin/Brandenburg ist eines der Verdichtungsgebiete Deutschlands.
Berlin befindet sich in einer glazial geprĂ€gten Landschaft. Das historische Zentrum liegt an der schmalsten und damit verkehrsgĂŒnstigsten Stelle des Warschau-Berliner Urstromtals, das Berlin vom SĂŒdosten zum Nordwesten hin durchquert und von der Spree in Ost-West-Richtung durchflossen wird. Der nordöstliche Teil Berlins liegt auf der Hochebene des Barnim, knapp die HĂ€lfte der StadtflĂ€che im sĂŒdwestlichen Bereich liegt auf der Hochebene des Teltow. Der westlichste Bezirk, Spandau, liegt sowohl innerhalb des Berliner Urstromtals als auch auf der vor allem westlich von Berlin gelegenen Nauener Platte. Die Landschaft Berlins entstand im Eiszeitalter wĂ€hrend der jĂŒngsten Vereisungsphase, der Weichseleiszeit. Vor etwa 20.000 Jahren war das Gebiet Berlins noch vom mehrere 100 Meter mĂ€chtigen skandinavischen Eisschild bedeckt. Beim RĂŒckschmelzen des Gletschers entstand vor etwa 18.000 Jahren das Berliner Urstromtal.
Berliner NebenflĂŒsse der Spree sind die Panke, die Dahme, die Wuhle und die Erpe.
Im Bezirk Spandau mĂŒndet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-SĂŒd-Richtung durchflieĂt. Der Flusslauf der Havel, eigentlich eine Glaziale Rinne, Ă€hnelt dabei oft einer Seenlandschaft; die gröĂten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der GroĂe Wannsee.
Jeweils zum Teil in Berlin liegen die der Havel zuflieĂenden BĂ€che Tegeler FlieĂ und BĂ€ke.
Die höchsten Erhebungen Berlins sind als höchste natĂŒrliche Bodenerhebung der GroĂe MĂŒggelberg (114,7 m ĂŒ. NHN) im Bezirk Treptow-Köpenick, der aus TrĂŒmmerschutt des Zweiten Weltkriegs aufgeschĂŒttete Teufelsberg (114,7 m ĂŒ. NN) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Ahrensfelder Berge (114,5 m ĂŒ. NN) im Landschaftspark Wuhletal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die tiefsten Bereiche Berlins sind die Havelseen im SĂŒdwesten. Sie liegen 32 m ĂŒ. NN.
[Bearbeiten] Klima
Die Stadt befindet sich in der gemĂ€Ăigten Klimazone am Ăbergang vom maritimen zum kontinentalen Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem betrĂ€gt 8,9 °C und die mittlere jĂ€hrliche Niederschlagsmenge 581 mm. Die wĂ€rmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,5 beziehungsweise 17,7 °C und die kĂ€ltesten Januar und Februar mit â0,6 beziehungsweise â0,3 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fĂ€llt im Juni mit durchschnittlich 70 mm, der geringste im MĂ€rz mit durchschnittlich 31 mm. Hinsichtlich der Windgeschwindigkeiten und der Windrichtungsverteilung ist ein zweigeteiltes Maximum zu verzeichnen. Demnach wird in Berlin am hĂ€ufigsten Nordwest- und SĂŒdwestwind beobachtet, der besonders im Winter mit höheren Geschwindigkeiten verbunden ist und meist maritime, gut durchmischte und saubere Meeresluft herantransportiert.
Das zweite Maximum aus SĂŒdost und Ost ist oft kennzeichnend fĂŒr Hochdruckwetterlagen kontinentaler Luftmassen, was je nach Jahreszeit zu sehr heiĂen bzw. sehr kalten Tagen fĂŒhren kann. Letztere Wetterlagen waren bis in die 1980er Jahre kennzeichnend fĂŒr Smog-Situationen, da sich die in der Stadt produzierten Schadstoffe (vor allem aus dem Ofenbrand und den Autoabgasen) aufgrund der austauscharmen Witterung nicht verflĂŒchtigen konnten. Der starke RĂŒckgang der Ofenheizung und das Aufkommen der Abgasfilter und Fahrzeugkatalysatoren haben dieses Problem in den letzten 20 Jahren deutlich abgemildert.
Die geringen Höhenunterschiede innerhalb der Stadt bewirken an sich ein eher homogenes Stadtklima, allerdings fĂŒhrt die dichte Bebauung in der City und den Bezirkszentren zu teilweise deutlichen Temperaturunterschieden im Vergleich zu groĂen innerstĂ€dtischen FreiflĂ€chen, insbesondere aber zu den ausgedehnten LandwirtschaftsflĂ€chen im Umland. Vor allem in SommernĂ€chten werden Temperaturunterschiede von bis zu 10 °C gemessen.[8] Insgesamt jedoch profitiert Berlin auch in diesem Zusammenhang von seinem groĂen GrĂŒnflĂ€chenanteil, mehr als 40 Prozent des Stadtgebietes sind GrĂŒnbestand;[9] gut 400.000 BĂ€ume sĂ€umen die StraĂen.[10] Die groĂe Anzahl kleinerer FreiflĂ€chen, besonders aber auch die groĂen innerstĂ€dtischen GrĂŒnflĂ€chen wie der GroĂe Tiergarten, der Grunewald und der ehemalige Flughafen Tempelhof mit der Hasenheide, die von Klimatologen auch als âKĂ€lteinselnâ bezeichnet werden, bewirken zumindest in ihrer Umgebung ein zumeist als weitgehend angenehm empfundenes Klima.
[Bearbeiten] Gliederung des Landes Berlin
Berlin gliedert sich in zwölf Bezirke und diese ihrerseits in insgesamt 96 Ortsteile. Die Ortsteile stellen zwar keine Verwaltungseinheiten dar, bilden aber die Grundlage amtlicher Ortsangaben und haben deshalb administrative Grenzen. Eine dritte Ebene bilden Ortslagen genannte, nicht genau abgegrenzte und nur umgangssprachlich bekannte geografische Gebiete. Ortsteile und Ortslagen spielen im alltĂ€glichen Sprachgebrauch eine gröĂere Rolle, da sie im Gegensatz zu den Bezirken, die lediglich technische Verwaltungseinheiten darstellen, historisch gewachsene Gebilde sind.
Mit dem GroĂ-Berlin-Gesetz[11] wurden 1920 mehrere StĂ€dte, Landgemeinden und Gutsbezirke zusammengefasst. Das neue GroĂ-Berlin umfasste ursprĂŒnglich 20 Bezirke mit damals 94 Ortsteilen, die mit unverĂ€nderten GrenzverlĂ€ufen den vorherigen Gliederungen entsprachen. Von diesen 20 Bezirken lagen nach der Teilung der Stadt 12 in West- und 8 in Ost-Berlin. AnlĂ€sslich der Schaffung von Neubaugebieten am östlichen Stadtrand wurde â ohne Eingemeindungen â durch AusgrĂŒndung weiterer Bezirke aus einigen bisherigen, deren Zahl im Ostteil zwischen 1979 und 1986 auf 11 erhöht, wĂ€hrend deren Aufteilung in West-Berlin, bis auf einen Gebietsaustausch von West-Staaken gegen den Ostteil GroĂ Glienickes â dem 95. Ortsteil insgesamt, unverĂ€ndert blieb. Das wiedervereinte Berlin zĂ€hlte 1990 somit zunĂ€chst 23 Bezirke. Im Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 wurde deren Zahl dann zum 1. Januar 2001 durch Bezirksfusionen schlieĂlich auf 12 reduziert. Zahl und Zuschnitt der Ortsteile wurden wĂ€hrend der letzten Jahrzehnte ebenfalls mehrfach geĂ€ndert.
Als Teile des Landes Berlin tragen die Bezirke ihre Namen ohne den vorangestellten Zusatz âBerlinâ. Dieser Sprachgebrauch wird auch auf nach den Bezirken benannte Landeseinrichtungen wie Gerichte und FinanzĂ€mter ausgedehnt, sodass Bezeichnungen wie Amtsgericht Tiergarten oder Finanzamt Kreuzberg bundesweit verwendet werden, ohne dass die Zugehörigkeit zur Stadt Berlin im Eigennamen erkennbar wĂŒrde.[12][13]
| Berliner Bezirk |
Einwohner[1] Stand: 30. November 2011 |
FlĂ€che in kmÂČ |
Einwohner pro kmÂČ |
|
|---|---|---|---|---|
| 323.257 | 64,72 | 4.944 | ||
| 274.386 | 20,16 | 13.357 | ||
| 264.328 | 52,29 | 4.961 | ||
| 252.822 | 61,74 | 4.013 | ||
| 339.544 | 39,47 | 8.456 | ||
| 317.580 | 44,93 | 6.969 | ||
| 375.729 | 103,01 | 3.542 | ||
| 243.854 | 89,46 | 2.697 | ||
| 228.651 | 91,91 | 2.435 | ||
| 297.914 | 102,50 | 2.867 | ||
| 337.227 | 53,09 | 6.304 | ||
| 244.587 | 168,42 | 1.430 |
[Bearbeiten] NachbarstÀdte und -gemeinden
Berlin ist vollstÀndig vom Land Brandenburg umschlossen und grenzt dabei an acht Landkreise und eine kreisfreie Stadt mit den folgenden sieben StÀdten und 20 lÀndlichen Gemeinden (im Uhrzeigersinn, im Nordosten beginnend):
- Landkreis Barnim: Wandlitz, Panketal, Ahrensfelde
- Landkreis MĂ€rkisch-Oderland: Hoppegarten, Neuenhagen bei Berlin
- Landkreis Oder-Spree: Schöneiche bei Berlin, Woltersdorf, Erkner (Stadt), Gosen-Neu Zittau
- Landkreis Dahme-Spreewald: Königs Wusterhausen (Stadt), Zeuthen, Eichwalde, Schulzendorf, Schönefeld
- Landkreis Teltow-FlĂ€ming: Blankenfelde-Mahlow, GroĂbeeren
- Landkreis Potsdam-Mittelmark: Teltow (Stadt), Kleinmachnow, Stahnsdorf
- Potsdam (kreisfreie Stadt)
- Landkreis Havelland: Dallgow-Döberitz, Falkensee (Stadt), Schönwalde-Glien
- Landkreis Oberhavel: Hennigsdorf (Stadt), Hohen Neuendorf (Stadt), MĂŒhlenbecker Land, Glienicke/Nordbahn
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] GrĂŒndung und Mittelalter
Die auf der Spreeinsel gelegene Stadt Cölln wurde 1237 erstmals urkundlich erwĂ€hnt.[14] 1244 folgte dann die ErwĂ€hnung Berlins, das sich am nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden StĂ€dte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem BĂ€ren im heutigen Stadtwappen zu tun, vielmehr geht er vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurĂŒck. Die heutigen Ortsteile Spandau und Köpenick bestanden als slawische Siedlungen bereits vor der GrĂŒndung der Mark Brandenburg, die 1157 durch den Askanier Albrecht den BĂ€ren erfolgte.
Berlin teilte das Schicksal Brandenburgs unter den Askaniern (1157â1320), Wittelsbachern (1323â1373) und Luxemburgern (1373â1415). 1415 wurde Friedrich I. KurfĂŒrst der Mark Brandenburg. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg und dann als Könige in bzw. von PreuĂen.
1448 revoltierten Einwohner von Berlin im âBerliner Unwillenâ gegen den Schlossneubau des KurfĂŒrsten Friedrich II. (âEisenzahnâ). Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und die Bevölkerung bĂŒĂte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und KurfĂŒrsten und musste seinen Status als Freie Hansestadt aufgeben.
[Bearbeiten] FrĂŒhe Neuzeit
Die Reformation wurde 1539 unter KurfĂŒrst Joachim II. in Berlin und Cölln eingefĂŒhrt, ohne dass es zu groĂen Auseinandersetzungen kam.
Der DreiĂigjĂ€hrige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte fĂŒr Berlin verheerende Folgen: Ein Drittel der HĂ€user wurde beschĂ€digt, die Bevölkerungszahl halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der GroĂe KurfĂŒrst, ĂŒbernahm 1640 die RegierungsgeschĂ€fte von seinem Vater. Er begann eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Vom darauf folgenden Jahr an kam es zur GrĂŒndung der VorstĂ€dte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.
1671 wurde 50 jĂŒdischen Familien aus Ăsterreich ein Zuhause in Berlin gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Ăber 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederlieĂen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groĂ. Viele Einwanderer kamen auĂerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.
[Bearbeiten] PreuĂisches Königreich
1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrichs I. zum König in PreuĂen die Stellung der preuĂischen Hauptstadt, was durch das Edikt zur Bildung der Königlichen Residenz Berlin durch Zusammenlegung der StĂ€dte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt am 17. Januar 1709 amtlich wurde.[15] Bald darauf entstanden neue VorstĂ€dte, die Berlin vergröĂerten.
Nach der Niederlage PreuĂens 1806 verlieĂ der König Berlin Richtung Königsberg. Behörden und wohlhabende Familien zogen aus Berlin fort. Französische Truppen besetzten die Stadt von 1806 bis 1808. Unter dem Reformer Freiherr vom und zum Stein wurde am 19. November 1808 die neue Berliner StĂ€dteordnung beschlossen und in einem Festakt am 6. Juli 1809 in der Nikolaikirche proklamiert, was zur ersten frei gewĂ€hlten Stadtverordnetenversammlung fĂŒhrte. An die Spitze der neuen Verwaltung wurde ein OberbĂŒrgermeister gewĂ€hlt. Die Vereidigung der neuen Stadtverwaltung, nun Magistrat genannt, erfolgte am 8. Juli des Jahres im Berliner Rathaus.[16]
Bei den Reformen der Schulen und wissenschaftlichen Einrichtungen spielte die von Wilhelm von Humboldt vorgeschlagene Bildung einer Berliner UniversitĂ€t eine bedeutende Rolle. Die neue UniversitĂ€t (1810) entwickelte sich rasch zum geistigen Mittelpunkt von Berlin und wurde bald weithin berĂŒhmt.[16]
Weitere Reformen wie die EinfĂŒhrung einer Gewerbesteuer, das Gewerbe-Polizeigesetz (mit der Abschaffung der Zunftordnung), unter Staatskanzler Carl August von Hardenberg verabschiedet, die bĂŒrgerliche Gleichstellung der Juden und die Erneuerung des Heereswesens fĂŒhrten zu einem neuen Wachstumsschub in Berlin. Vor allem legten sie die Grundlage fĂŒr die spĂ€tere Industrieentwicklung in der Stadt. Der König kehrte Ende 1809 nach Berlin zurĂŒck.[16]
In den folgenden Jahrzehnten bis um 1850 siedelten sich auĂerhalb der Stadtmauern neue Fabriken an, in denen die Zuwanderer als Arbeiter oder Tagelöhner BeschĂ€ftigung fanden. Dadurch verdoppelte sich die Zahl der Einwohner durch Zuzug aus den östlichen Landesteilen.[16] Bedeutende Unternehmen wie Borsig, Siemens oder die AEG entstanden und fĂŒhrten dazu, dass Berlin bald als Industriestadt galt.
Im Ergebnis der MĂ€rzrevolution machte der König zahlreiche ZugestĂ€ndnisse. Ende 1848 wurde ein neuer Magistrat gewĂ€hlt. Nach einer kurzen Pause wurde im MĂ€rz 1850 eine neue Stadtverfassung und Gemeindeordnung beschlossen, wonach die Presse- und Versammlungsfreiheit wieder aufgehoben, ein neues Dreiklassen-Wahlrecht eingefĂŒhrt und die Befugnisse der Stadtverordneten stark eingeschrĂ€nkt wurden. Die Rechte des PolizeiprĂ€sidenten Hinckeldey wurden dagegen gestĂ€rkt. In seiner Amtszeit bis 1856 sorgte er fĂŒr den Aufbau der stĂ€dtischen Infrastruktur (vor allem Stadtreinigung, Wasserwerke, Wasserleitungen, Errichtung von Bade- und Waschanlagen).[16]
1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding und Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer sowie weiterer VorstÀdte.
[Bearbeiten] Deutscher Nationalstaat
Mit der Einigung zum kleindeutschen Nationalstaat durch den preuĂischen MinisterprĂ€sidenten Otto von Bismarck, die am 18. Januar 1871 vollzogen wurde, erreichte Berlin die Stellung der Hauptstadt des deutschen Nationalstaats, zunĂ€chst mit dessen staatsrechtlicher Bezeichnung Deutsches Reich, seit 1990 erneut als Bundesrepublik Deutschland.[17][18]
[Bearbeiten] Kaiserreich
Mit GrĂŒndung des Deutschen Kaiserreichs lĂ€sst sich der Beginn der GrĂŒnderzeit, in dessen Folge Deutschland zur Weltmacht und Berlin zur Weltstadt aufstieg, fĂŒr Deutschland sehr genau auf das Jahr 1871 datieren. Im mehr als vier Jahrzehnte wĂ€hrenden Frieden, welcher im August 1914 mit Beginn des Ersten Weltkriegs endete, wurde Berlin im Jahre 1877 zunĂ€chst Millionenstadt und ĂŒberstieg die Zweimillionen-Einwohner-Grenze erstmals im Jahre 1905.
Nach seiner Abdankung am 9./10. November 1918 in Spa kehrte der Kaiser nie mehr nach Berlin zurĂŒck.
[Bearbeiten] âWeimarer Republikâ
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte mit dem GroĂ-Berlin-Gesetz eine umfassende Eingemeindung mehrerer umliegender StĂ€dte und Landgemeinden sowie zahlreicher Gutsbezirke. Die Reichs- und Landeshauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner und war in den 1920er Jahren die gröĂte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York drittgröĂte Stadt der Welt.
Die Stadt erlebte in den 1920er Jahren eine BlĂŒtezeit der Kunst, Wissenschaft und Kultur, die spĂ€ter als die âGoldenen Zwanzigerâ bezeichnet wurden. WĂ€hrend dieser Zeit, die zeitweise durch wirtschaftliche Erholung geprĂ€gt war, war Berlin, auch aufgrund der nunmehr ungewöhnlich weit ausgedehnten StadtflĂ€che, die gröĂte Industriestadt Europas.
[Bearbeiten] âDrittes Reichâ
Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933, gewann Berlin als Hauptstadt des zentralistischen Dritten Reichs an politischer Bedeutung. Berlin war Schauplatz der 1936 von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken genutzten Olympischen Spiele. Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer entwickelten gigantomanische architektonische Konzepte fĂŒr den Umbau Berlins nach römischem Vorbild zur âWelthauptstadt Germaniaâ.
Die Nationalsozialisten zerstörten Berlins jĂŒdische Gemeinde, die vor 1933 rund 160.000 Mitglieder zĂ€hlte. Nach den Novemberpogromen von 1938 wurden tausende Berliner Juden ins nahe gelegene KZ Sachsenhausen deportiert. Abgesehen von einigen wenigen Juden, die mit nichtjĂŒdischen Deutschen verheiratet waren, mussten die letzten Berliner Juden ab Februar 1943 wĂ€hrend mehrerer Wochen zum Bahnhof Grunewald marschieren, um in Viehwaggons in Vernichtungslager wie Auschwitz deportiert zu werden.
WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurden groĂe Teile Berlins durch Bomben und durch den HĂ€userkampf zerstört.
[Bearbeiten] Teilung der Stadt
Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Berlin gemÀà der Londoner Protokolle â der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend â in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, wĂ€hrend der Sektor der Sowjetunion den Ostteil bildete.
FĂŒr GroĂ-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion fĂŒhrten nach einer WĂ€hrungsreform in den West-Sektoren 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der âBerliner LuftbrĂŒckeâ ĂŒberwanden.
Mit der GrĂŒndung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 verfestigte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. WĂ€hrend die Bundesrepublik ihren Regierungssitz in Bonn hatte, was zunĂ€chst als Provisorium gedacht war, proklamierte die DDR Berlin als Hauptstadt. Der Ost-West-Konflikt gipfelte in der Berlin-Krise und fĂŒhrte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.
West-Berlin war seit 1949 de facto ein Land der Bundesrepublik Deutschland â allerdings mit rechtlicher Sonderstellung â und Ost-Berlin de facto ein Teil der DDR. Berlins Osten und Westen waren ab 1961 völlig voneinander getrennt; der Ăbergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr fĂŒr die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen, und bis 1972 auch nur in AusnahmefĂ€llen fĂŒr Bewohner West-Berlins.
1971 wurde das ViermĂ€chteabkommen ĂŒber Berlin unterzeichnet und trat 1972 in Kraft. WĂ€hrend die Sowjetunion den ViermĂ€chte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die WestmĂ€chte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom ViermĂ€chte-Status ĂŒber Gesamt-Berlin. Die Problematik des umstrittenen Status Berlins wird auch als Berlin-Frage bezeichnet.
1989 kam es in der DDR zur Wende, die Mauer wurde geöffnet. 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt.
[Bearbeiten] âBerliner Republikâ
Am 20. Juni 1991 beschloss der Bundestag mit dem Hauptstadtbeschluss nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt Sitz der deutschen Bundesregierung und des Bundestages sein solle. 1994 wurde das Schloss Bellevue auf Initiative Richard von WeizsÀckers zum ersten Amtssitz des BundesprÀsidenten. In der Folgezeit wurde das BundesprÀsidialamt in unmittelbarer NÀhe errichtet.
1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf. Im Jahr 2001 wurde das neue Bundeskanzleramt eingeweiht und von Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen. Die ĂŒberwiegende Zahl der Auslandsvertretungen in Deutschland verlegten in den folgenden Jahren ihren Sitz von Bonn nach Berlin.
Zum 1. Januar 2001 wurde die Anzahl der Bezirke, in die Berlin untergliedert ist, von zuvor 23 auf 12 reduziert.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Berlin hat derzeit rund 3,5 Millionen Einwohner und ist damit die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands; sie hat mehr Einwohner als die StĂ€dte Hamburg und MĂŒnchen zusammen. Der urbanisierte GroĂraum reicht ĂŒber die Berliner Landesgrenzen hinaus und umfasst etwa 4,35 Millionen, die Metropolregion Berlin/Brandenburg, die beide BundeslĂ€nder komplett umfasst, knapp sechs Millionen Einwohner.
Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Berliner Gegend nur spĂ€rlich bevölkert, der DreiĂigjĂ€hrige Krieg hatte die Bevölkerung Berlins noch einmal etwa halbiert. Doch nachdem KurfĂŒrst Friedrich Wilhelm 1640 die RegierungsgeschĂ€fte von seinem Vater ĂŒbernommen hatte, holte er unter anderem viele Hugenotten aus Frankreich in die Region. So stieg die Bevölkerung von rund 6.000 um 1648 auf rund 57.000 im Jahr 1709. Die Bevölkerung wuchs nun stetig, sodass Berlin 1740 zur GroĂstadt und um 1875 zur Millionenstadt wurde.
Der Bevölkerungsanstieg im Berliner Raum hatte infolge der nach den PreuĂischen Reformen einsetzenden Industrialisierung eine Beschleunigung erfahren. Die Berliner im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts waren nur noch zu gut 40 % in Berlin geboren. Im Jahre 1900 stammten von den 1,9 Millionen Berlinern aus den preuĂischen Provinzen Brandenburg ĂŒber 20 %, Ost- und WestpreuĂen 9 %, Schlesien 7 %, Pommern 6 %, Posen 5 % und Sachsen 4 %. Eher gering war mit 3â4 % die Zuwanderung aus anderen Regionen Deutschlands und mit gut 1,5 % aus dem Ausland. Der Anteil der Berliner mit deutscher Muttersprache lag 1895 bei ĂŒber 98 %.[19] Mit dem GroĂ-Berlin-Gesetz von 1920 stieg die Bevölkerungszahl durch Eingemeindung bisher unabhĂ€ngiger StĂ€dte und Dörfer auf fast vier Millionen an. Berlin war damit in den 1920er und 1930er Jahren die gröĂte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York City drittgröĂte Stadt der Welt. Die Einwohnerzahl ĂŒberschritt in der 1920er Jahren die Vier-Millionengrenze und erreichte 1942 mit 4,48 Millionen ihren Höchststand (damals allerdings nur noch ein theoretischer Wert, siehe âhier).
Durch den Zweiten Weltkrieg fiel die Zahl wieder und liegt seitdem recht konstant zwischen 3,1 und 3,5 Millionen Einwohnern. Jungen MĂ€nnern aus dem Bundesgebiet bot zwischen 1957 und 1990 eine Ăbersiedlung nach West-Berlin die Möglichkeit, sich der Wehrpflicht zur Bundeswehr zu entziehen, weil dort die Wehrgesetzgebung der Bundesrepublik nicht galt. Die Zahl der ZuzĂŒge wie der FortzĂŒge liegt seit 1991 jĂ€hrlich zwischen 100.000 und 145.000.[20] Die oft zitierte Behauptung aus dem Jahr 2007, 1,7 Millionen Berliner hĂ€tten die Stadt nach der Wiedervereinigung (seit 1991) verlassen, 1,8 Millionen Menschen seien zugezogen und hĂ€tten damit fĂŒr einen umfangreichen Bevölkerungsaustausch gesorgt,[21] beruht also auf einer bloĂen Addition sĂ€mtlicher ZuzĂŒge und sĂ€mtlicher FortzĂŒge und ĂŒberzeichnet die wirkliche Bevölkerungsfluktuation. Auch heute noch hat Berlin eine in Deutschland weit ĂŒberdurchschnittliche rĂ€umliche Bevölkerungsbewegung. Allein im Jahr 2009 zogen 143.852 Menschen nach Berlin, darunter 56.028 AuslĂ€nder. Gleichzeitig verlieĂen 133.335 Einwohner die Stadt, davon 59.083 AuslĂ€nder.[22]
In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Gastarbeiter aus SĂŒdeuropa und der TĂŒrkei nach West- und Vertragsarbeiter vor allem aus Vietnam nach Ost-Berlin. Seit den 1980er Jahren machten sich viele russlanddeutsche SpĂ€taussiedler und seit der Wiedervereinigung schlieĂlich Juden aus der Ukraine und Russland hierher auf den Weg. Heute leben in der Stadt BĂŒrger von rund 190 Staaten.[23][24] AuĂerdem war und ist Berlin aufgrund der politischen und kulturellen Bedeutung ein Zuzugsgebiet fĂŒr viele Deutsche aus anderen Regionen, so betrug der Wanderungsgewinn gegenĂŒber dem ĂŒbrigen Bundesgebiet im Jahr 2009 ĂŒber 18.000 Personen;[25] Kreuzberg bildet aufgrund der dichten Besiedlung und niedrigen Mieten einen Schwerpunkt sowohl der tĂŒrkischen als auch der alternativen Kultur. Die tĂŒrkische Gemeinde Berlins mit etwa 180.000 tĂŒrkischen und tĂŒrkischstĂ€mmigen BĂŒrgern[26] gilt als eine der gröĂten tĂŒrkischen Gemeinden auĂerhalb der TĂŒrkei. ZusĂ€tzlich leben rund 70.000 Afrodeutsche in Berlin.[27] Die zunehmende InternationalitĂ€t Berlins spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Migrantengruppen wider. So gibt es mehr als 25 nicht-einheimische ethnische Gruppen oder NationalitĂ€ten mit jeweils mehr als 10.000 Menschen. Diese sind:[28][29]
TĂŒrken: ~180.000-210.000, Polen: ~100.000, Russen: ~50.000, PalĂ€stinenser: ~30.000, Serben: ~26.000, Libanesen: ~25.000, Italiener: ~22.000, Vietnamesen: ~21.000, US-Amerikaner: ~20.000, Franzosen: ~20.000, Kasachen: ~20.000, Bulgaren: ~16.000, Ukrainer: ~16.000, Briten: ~15.000, Bosnier: ~14.000, Griechen: ~13.000, Ăsterreicher: ~13.000, Spanier: ~13.000, Kroaten: ~12.000, Chinesen: ~12.000, Iraner: ~11.000, ThailĂ€nder: ~11.000, Syrer: ~11.000, RumĂ€nen: ~11.000, Ăgypter: ~10.000, Ghanaer: ~10.000, Israelis: ~10.000, Brasilianer: ~10.000, Inder: ~10.000, Koreaner: ~10.000.
| Bevölkerung mit Migrationshintergrund[30] | Anteile |
|---|---|
| Deutsche ohne Migrationshintergrund | ~ 73 % (~ 2.500.000) |
| Deutsche mit Migrationshintergrund und AuslĂ€nder | ~ 27 % (~ 900.000â1.000.000) |
| Muslimischer/Nahöstlicher Migrationshintergrund (TĂŒrkei, Arabische Liga, Iran etc.) | ~ 9,0 % (~ 300.000) |
| EuropĂ€ischer Migrationshintergrund (Russland, Polen, GroĂbritannien, Griechenland, Serbien, Spanien, Frankreich etc.) | ~ 9,0 % (~ 300.000) |
| Andere (Ostasiaten, Afrodeutsche, Amerikaner, Israelis, Schwarzafrikaner, Lateinamerikaner etc.) | ~ 9,0 % (~ 300.000) |
Wegen der Schwierigkeiten, den Migrationshintergrund einheitlich zu definieren und in Befragungen zu erfassen, könnte der tatsĂ€chliche Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in relevantem MaĂe von den genannten Zahlen abweichen.
ZusÀtzlich gibt es in Berlin zwischen 100.000 und 250.000 illegale Immigranten, hauptsÀchlich aus Afrika, Asien, vom Balkan oder Lateinamerika.[31]
Aufgrund des EU-Beitritts von RumÀnien und Bulgarien gab es einen Zustrom von Roma. Die SchÀtzungen schwanken, allerdings könnten sich bis zu 200.000 nicht-sesshafte Roma in den letzten Jahren in Berlin aufgehalten haben.[32]
[Bearbeiten] Mundart
Berlinisch oder berlinerisch wird im Allgemeinen als eine Variante des mitteldeutschen Berlin-Brandenburgischen gesehen, die in Berlin und im Berliner Umland gesprochen wird und auch nur in Berlin ĂŒbliche (Sprich-)Worte oder dort geprĂ€gte Redewendungen enthĂ€lt. Sprachwissenschaftlich handelt es sich bei dem Dialekt tatsĂ€chlich um einen Metrolekt, eine stĂ€dtische Sprachmischung, die nicht regionalen Ursprungs ist, sondern durch Mischung von Dialekten unterschiedlicher Herkunft entstanden ist. TatsĂ€chlich ist das heutige Brandenburgische eine Varianz des Berliner Metrolekts.
Das Berlinerische nahm durch den Zuzug vieler Bevölkerungsgruppen etliche Wörter und Redewendungen aus anderen Sprachen und Dialekten wie dem FlĂ€mischen, Französischen und dem Jiddischen auf. Das Berlinische war in der Geschichte ĂŒberwiegend Sprache der einfachen Leute, die Bildungsschicht bemĂŒhte sich stets um einwandfreies Hochdeutsch. Viele Neuberliner nahmen zwar Teile des Berlinischen an, aber die stĂ€ndige Verwendung wurde als âunfeinâ, âproletarischâ oder âdummâ betrachtet. In der DDR Ă€nderte sich diese Einstellung teilweise, sodass berlinisch auch in gebildeten Kreisen teilweise gepflegt wurde. Dadurch finden sich die Zentren der verstĂ€rkten Verwendung heute vor allem in den Ostbezirken, den alten westlichen Arbeiterbezirken und dem Umland. UnverĂ€ndert wird die Sprache in Berlin von Zuwandererwellen geprĂ€gt, wodurch die verwendete Umgangssprache unbestĂ€ndig bleibt.
In einem groĂen Teil der heutigen Vorortbezirke Berlins wurden wie im umliegenden Brandenburg bis ins 20. Jahrhundert Dialekte des Niederdeutschen, genauer des MĂ€rkisch-Brandenburgischen, gesprochen, die allerdings im Zuge der VerstĂ€dterung der Vororte und durch die auch linguistische Ausstrahlung der Metropole Berlin heute weitgehend verdrĂ€ngt und durch mitteldeutsche Dialekte bzw. einen berlinisch geprĂ€gten Regiolekt des Standarddeutschen ersetzt sind.
[Bearbeiten] Religionen, Weltanschauungen
Von den rund 3,5 Millionen Einwohnern Berlins sind etwa 60 % konfessionslos, 18,7 % evangelisch,[33] 9,2 % katholisch,[33] 2,7 % bekennen sich zu einer anderen christlichen Konfession,[34] 8,1 % haben einen Migrationshintergrund in einem islamischen Land,[35] 0,3 % gehören zur JĂŒdischen Gemeinde,[34] 0,6 % gehören einer weiteren Religion an.[36]
In Berlin sind mehrere humanistische und andere Vereinigungen nichtreligiöser Menschen vertreten. So haben der Humanistische Verband Deutschlands, dessen Berliner Landesverband 5.700 Mitglieder[37] (0,2 % der Bevölkerung) hat und die Humanistische Akademie Deutschland ihren Sitz in Berlin. Genaue Zahlen darĂŒber, wie viele Berliner sich als Humanisten betrachten, liegen nicht vor. 1982 erfolgte im Westteil Berlins die EinfĂŒhrung des Schulfaches Humanistischer Lebenskundeunterricht, dessen Teilnehmerzahl sich mittlerweile, verstĂ€rkt vor allem durch die Ausdehnung auf den Ostteil Berlins 1990, auf rund 52.000 SchĂŒlerinnen und SchĂŒler belĂ€uft.[38]
Bedingt durch die unterschiedliche Entwicklung wĂ€hrend der deutschen Teilung, bestehen im Glaubensbekenntnis starke Ost-West-Unterschiede, vor allem bei der evangelischen Kirche, die seit der Reformation in Berlin dominierte. So sind bis heute in zahlreichen Ortsteilen im Westteil ĂŒber 40 Prozent der deutschen Einwohner evangelisch oder katholisch, wĂ€hrend es in den in der DDR entstandenen Neubaugebieten teils unter 10 Prozent sind.[39] In dem gröĂten vollstĂ€ndig im Westteil Berlins gelegenen Bezirk Tempelhof-Schöneberg von 335.000 Einwohnern[40] rund 90.000 evangelisch,[41] was einem Anteil von 27 Prozent entspricht.
Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist Markus Dröge. An der Spitze des römisch-katholischen Erzbistums Berlin steht Rainer Maria Woelki. Das Land Berlin zahlt der evangelischen Kirche jÀhrlich 8.146.910 Euro und der römisch-katholischen Kirche 2.860.000 Euro Staatsdotationen (Stand 2009).[42]
Die SelbstÀndige Evangelisch-Lutherische Kirche, die heute im Stadtgebiet mit acht Kirchengemeinden vertreten ist, ist aus der 1830 entstandenen Evangelisch-lutherischen Kirche hervorgegangen.[43]
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Ebenfalls in Berlin ansĂ€ssig sind ein russisch-orthodoxer und ein bulgarisch-orthodoxer Bischof, die meisten anderen orthodoxen und altorientalischen Nationalkirchen sind ebenfalls mit Gemeinden vertreten. Mit mindestens fĂŒnf regelmĂ€Ăigen Messorten haben auch die katholischen Altritualisten in Berlin ihre stĂ€rkste PrĂ€senz im deutschsprachigen Raum. Ferner existiert in Berlin-Wilmersdorf eine altkatholische Gemeinde, die auch in der Alt-Schöneberger Dorfkirche zu Gast ist.[44]
Baptisten gibt es in Berlin seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, mit ihren 36 Gemeinden bilden sie heute die gröĂte Freikirche der Bundeshauptstadt. Unter anderem gibt es auch 29 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche. Es gibt sechs Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die Ă€lteste Berliner Mennonitengemeinde besteht seit 1887. In Berlin befindet sich der juristische Sitz des deutschen Zweiges der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas.
Berlin ist seit 1999 Sitz des Zentralrats der Juden in Deutschland. Heute befinden sich ĂŒber elf Synagogen, mehrere buddhistische Tempel und 76 Moscheen in der Stadt.
Seit Anfang 2007 ist die Organisation Scientology mit einer HauptstadtreprĂ€sentanz vertreten, deren Eröffnung zu Protesten fĂŒhrte.[45]
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
EhrenbĂŒrger sind in der Liste der EhrenbĂŒrger von Berlin aufgefĂŒhrt, in der Stadt geborene Persönlichkeiten in der Liste der Söhne und Töchter der Stadt Berlin, Biografien von Menschen mit deutlichem Bezug zu Berlin werden in der Kategorie Person (Berlin) gesammelt. Die Mitglieder der Berliner Landesregierungen seit 1948 finden sich in den Auflistungen Regierender BĂŒrgermeister von Berlin und Liste der Senatoren von Berlin. Verschiedene Stadtoriginale sind unter Berliner Originale zusammengefasst.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bundeshauptstadt
Der erste Deutsche Bundestag nach der Wiedervereinigung entschied 1991 im sogenannten âHauptstadtbeschlussâ, dass Berlin als Bundeshauptstadt auch Sitz des Bundestages und der Bundesregierung werden sollte.
Seit 1994 befindet sich der erste Amtssitz des BundesprĂ€sidenten im Schloss Bellevue in Berlin. 1999 fand der Umzug des gröĂten Teils der Bundesregierung von Bonn nach Berlin statt. Die Bundesregierung, der Bundestag im ReichstagsgebĂ€ude und der Bundesrat im ehemaligen PreuĂischen Herrenhaus haben seitdem den Betrieb in der Hauptstadt aufgenommen. Im Jahr 2001 wurde das Bundeskanzleramt eingeweiht und erstmalig vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen.
Von den derzeit vierzehn Bundesministerien (der Regierung Merkel II) haben acht ihren Hauptsitz in Berlin, darunter das AuswĂ€rtige Amt in dem 1934 gebauten Erweiterungsbau der damaligen Reichsbank oder das Bundesministerium der Finanzen im 1935 erbauten damaligen Reichsluftfahrtministerium. Die ĂŒbrigen sechs haben ihren Hauptsitz in Bonn. Alle Ministerien haben jeweils in der Stadt, die nicht Hauptsitz ist, einen Zweitsitz. Alle Bundesminister haben daher auch einen Arbeitssitz in der Bundeshauptstadt. Teile der Bundesministerien befinden sich nach wie vor in der frĂŒheren Bundeshauptstadt (jetzt Bundesstadt) Bonn. Die Mehrzahl der MinisteriumsbeschĂ€ftigten, etwa 9.000 Beamte, arbeiten ebenfalls in Bonn. Mehr als 140 Botschaften mit ihren diplomatischen Vertretungen haben ihren Sitz in Berlin.[46]
[Bearbeiten] Land Berlin
GroĂ-Berlin ist im strengen Sinne erst seit der Wiedervereinigung ein deutsches Bundesland. Zwar deklarierte neben der Berliner Landesverfassung von 1950 auch das deutsche Grundgesetz das Land Berlin zum Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland, wegen des ViermĂ€chteabkommens war dies bis dahin jedoch völkerrechtlich unwirksam.
Das Land Berlin ist in zwölf Bezirke untergliedert. Das Landesparlament des Landes, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zurzeit Abgeordnete aus SPD, CDU, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Die Linke und Piratenpartei vertreten.
Die Landesregierung (als Spitze der Exekutive) ist der Senat von Berlin, bestehend aus dem Regierenden BĂŒrgermeister und bis zu acht Senatoren. Der Regierende BĂŒrgermeister ist zugleich ReprĂ€sentant des Landes und der Stadt.
Die Landesregierung nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September 2011 bilden die SPD und die CDU in Regierungskoalition unter der FĂŒhrung von Klaus Wowereit (SPD) als Regierender BĂŒrgermeister im Senat Wowereit IV.
[Bearbeiten] Verwaltung
Von 1808 bis 1935 und von 1945 bis 1948 wurde Berlin von einem Magistrat verwaltet, an dessen Spitze ein OberbĂŒrgermeister stand. In der Zeit von 1935 bis 1945 gab es gemÀà der nationalsozialistischen Deutschen Gemeindeordnung keinen Magistrat. Von 1948 bis zur Wiedervereinigung 1990 bestanden in der geteilten Stadt ein Magistrat in Ostberlin und der Senat in Westberlin.
Die Verwaltung des Landes Berlin wird seit 1990 in der wiedervereinigten Stadt nach Gesamtberliner Wahlen â wie auch zuvor in Berlin (West) â vom Senat von Berlin (der Hauptverwaltung) und den Bezirksverwaltungen in Berlin wahrgenommen. Die Hauptverwaltung umfasst die Senatsverwaltungen, die ihnen nachgeordneten Behörden (Sonderbehörden) und nichtrechtsfĂ€higen Anstalten und die unter ihrer Aufsicht stehenden Eigenbetriebe. Die Hauptverwaltung nimmt die Aufgaben von gesamtstĂ€dtischer Bedeutung wahr, wobei dieser Begriff weit ausgelegt wird.
Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenstĂ€ndigen Gemeinden dar, gemessen an der Einwohnerzahl sind sie jedoch mit gröĂeren Landkreisen in FlĂ€chenstaaten vergleichbar. Die Bezirke unterliegen der Bezirksaufsicht durch den Senat.[47] Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene â allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete â Volksvertretung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die das Bezirksamt, bestehend aus BezirksbĂŒrgermeister und fĂŒnf StadtrĂ€ten, nach Parteienproporz wĂ€hlt. BezirksbĂŒrgermeister und StadtrĂ€te haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahlbeamten inne. Die BĂŒrgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden BĂŒrgermeisters den Rat der BĂŒrgermeister, der den Senat berĂ€t.
Die Gliederung und Aufgaben der Berliner Verwaltung ergeben sich aus dem Allgemeinen ZustÀndigkeitsgesetz (AZG). Seit der Wiedervereinigung wird in Berlin in vielen Teilschritten eine umfassende Verwaltungsreform vorgenommen.
[Bearbeiten] Wappen und Flagge
Das Berliner Wappen zeigt im silbernen (weiĂen) Schild einen rot bewehrten und rot gezungten, aufrecht schreitenden schwarzen BĂ€ren, den sogenannten Berliner BĂ€ren. Auf dem Schild ruht eine goldene fĂŒnfblĂ€ttrige Laubkrone, deren Stirnreif als Mauerwerk mit geschlossenem Tor in der Mitte ausgelegt ist. Die Herkunft des BĂ€ren als Wappentier ist ungeklĂ€rt, Dokument oder Unterlagen fehlen hierzu. Es gibt mehrere Theorien, warum sich die Stadtvertreter fĂŒr den BĂ€ren entschieden. Eine davon besagt, dass die Berliner an Albrecht den BĂ€ren, den BegrĂŒnder der Mark Brandenburg dachten. Eine andere geht von der lautmalerischen Interpretation des Stadtnamens aus. Der BĂ€r ist erstmals auf einem Siegel von 1280 zu sehen. Ăber mehrere Jahrhunderte musste sich der BĂ€r die Siegel- und Wappenbilder mit dem brandenburgischen und preuĂischen Adler teilen. Erst im 20. Jahrhundert konnte sich der Berliner BĂ€r endgĂŒltig gegen die Adler als Hoheitszeichen der Stadt durchsetzen.
| Standardbeflaggung mit Sicht auf LandesdienstgebÀude: | ||||
Die Berliner Landesflagge zeigt den Berliner BĂ€ren vor weiĂem Hintergrund, mit einem roten Streifen am oberen und unteren Rand der Flagge. Sie wird mit geringfĂŒgigen stilistischen Ănderungen seit 1911 von Berlin gefĂŒhrt und wehte das erste Mal 1913 ĂŒber dem Roten Rathaus. Vorher fĂŒhrte Berlin eine Flagge in den Farben Schwarz-Rot-WeiĂ, die wegen stĂ€ndiger Verwechslungen mit der spĂ€ter entstandenen Flagge des Deutschen Kaiserreichs gegen die BĂ€renflagge getauscht wurde. Das Landessymbol ist der BĂ€renschild ohne Laubkrone in drei FarbausfĂŒhrungen. Es wird von der Senatsverwaltung fĂŒr Inneres und Sport bereitgestellt, um Privatpersonen, Firmen und nichthoheitlichen Einrichtungen zu ermöglichen, die Verbundenheit mit Berlin mit einem Symbol zu dokumentieren. Die Berliner Bezirke besitzen eigene Wappen. Als verbindendes Element aller Berliner Bezirke mit der Stadt Berlin, aber auch untereinander, ruht auf den Schilden eine dreitĂŒrmige Mauerkrone, deren mittleren Turm mit dem Berliner Wappenschild (silber) belegt ist.
[Bearbeiten] Haushalt
Die Ausgaben des Landes Berlin im Jahr 2009 betrugen 21,04 Milliarden Euro, demgegenĂŒber standen Einnahmen von 19,57 Milliarden Euro.[48]
FĂŒr den Gesamthaushalt erhĂ€lt das Land jĂ€hrlich etwa 3,2 Milliarden Euro aus dem LĂ€nderfinanzausgleich und etwa 2,0 Milliarden Euro sonstige BundesergĂ€nzungszuweisungen.[49] Die EuropĂ€ische Union steuert wĂ€hrend der Periode 2007â2013 rund 1,2 Milliarden Euro zum Haushalt hinzu. Durch die EuropĂ€ischen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung (EFRE) und den EuropĂ€ischen Sozialfonds werden in den unterschiedlichsten Bereichen MaĂnahmen zur Wettbewerbssteigerung finanziert.[50]
Die Gesamtverschuldung des Landes Berlin betrug am 31. Dezember 2009 etwa 59,8 Milliarden Euro, fĂŒr die jĂ€hrlich rund 2,4 Milliarden Euro Zinsen anfallen.[51]
[Bearbeiten] StÀdtepartnerschaften
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- Stand: 9. Oktober 2010[52]
Die einzelnen Berliner Bezirke unterhalten weitere Partnerschaften.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Im Jahr 2009 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes Berlin 90,1 Milliarden Euro. Das bedeutet eine VerĂ€nderung von nominal 1,7 %, real â0,7 % gegenĂŒber 2008, verglichen mit nominal â3,5 %, real â5 % in der Bundesrepublik.[53]
Im Vergleich des regionalen BIP (in Kaufkraftstandards) je Einwohner erreicht Berlin in der EU (EU-27: 100) im Jahr 2008 einen Index von 99 (25.700 Euro) im Vergleich zu Brandenburg 82 und Deutschland 116.[54]
Zu den Wachstumsbranchen zÀhlen Kreativ- und Kulturwirtschaft, Tourismus, Biotechnologie, Medizintechnik, pharmazeutische Industrie, Medien/Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehrssystemtechnik, Optik sowie Energietechnik.
Berlin verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 12,7 % im September 2011 (bundesdeutscher Durchschnitt 6,6 %).[55] 21,8 % der Einwohner beziehen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, auch Hartz-IV-EmpfÀnger genannt.[56]
[Bearbeiten] Unternehmen
Ăber 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem TertiĂ€rsektor (Dienstleistungen) an. Von den 30 deutschen im DAX gelisteten Konzernen hat die Siemens AG (geteilt mit MĂŒnchen) einen nominellen Hauptsitz in Berlin. Unter den umsatzstĂ€rksten Unternehmen der Welt (Fortune Global 500) ist die Deutsche Bahn AG mit Hauptsitz in Berlin im Jahr 2009 auf Rang 151. verzeichnet.
Die 15 gröĂten in Berlin vertretenen Unternehmen nach BeschĂ€ftigten im Jahr 2010:[57]
| Rang |
Name |
Hauptsitz |
Mitarbeiter in Berlin |
Mitarbeiter Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1. | Deutsche Bahn | Berlin | 18.543 | 276.310 |
| 2. | Siemens AG | Berlin/ MĂŒnchen | 13.066 | 405.000 |
| 3. | Berliner Verkehrsbetriebe | Berlin | 10.597 | 10.597 |
| 4. | Vivantes | Berlin | 10.104 | 10.104 |
| 5. | Charité | Berlin | 9.887 | 9.887 |
| 6. | Deutsche Telekom AG | Bonn | 7.500 | 247.000 |
| 7. | Deutsche Post DHL | Bonn | 6.500 | 470.000 |
| 8. | Landesbank Berlin Holding AG | Berlin | 6.430 | 6.430 |
| 9. | Kaiserâs Tengelmann | MĂŒlheim a. d. Ruhr | 6.226 | 18.350 |
| 10. | Daimler AG | Stuttgart | 6.000 | 260.100 |
| 11. | Metro AG | DĂŒsseldorf | 5.632 | 301.063 |
| 12. | Dussmann | Berlin | 5.600 | 56.377 |
| 13. | Berliner Stadtreinigungsbetriebe | Berlin | 5.459 | 5.459 |
| 14. | Vattenfall Europe | Berlin | 5.421 | 38.179 |
| 15. | Wisag Service Holding GmbH | Frankfurt am Main | 5.100 | - |
[Bearbeiten] Medien
Berlin ist der Sitz mehrerer regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, VIVA und Comedy Central, N24 oder TV Berlin gibt es in Berlin eine groĂe Anzahl von Privatradios, darunter auch ein tĂŒrkischsprachiger (Radyo Metropol FM) und ein russischsprachiger Radiosender (Radio Russkij Berlin). Auch der öffentlich-rechtliche Sender RBB (im frĂŒheren West-Berlin der geschichtstrĂ€chtige SFB, in Brandenburg ORB) ist in Berlin ansĂ€ssig; Deutsche Welle und Deutschlandradio haben in der Stadt einen zweiten Sitz. Der politischen Bedeutung als Bundeshauptstadt tragen die meisten ĂŒberregionalen Sender wie Das Erste, ZDF oder RTL mit jeweiligen âHauptstadtstudiosâ Rechnung.
In Berlin haben der bundesweit bedeutende Springer-Verlag und der regionale Berliner Verlag ihren Sitz. In keiner anderen deutschen Stadt erscheinen mehr Tageszeitungen. Ăberregionale Tageszeitungen sind die Boulevardzeitung Bild, an Abonnementzeitungen die linksliberale taz, die konservative Welt, das Neue Deutschland der Partei Die Linke und die sozialistische Junge Welt. Mit der rechtskonservativen Jungen Freiheit, dem linksbĂŒrgerlichen Freitag und der linken Jungle World erscheinen drei kleine ĂŒberregionale Wochenzeitungen. TĂ€glich erscheinende lokale Abonnementzeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel. AuĂerdem gibt es in Berlin die lokalen Boulevardzeitungen B.Z. und Berliner Kurier. Ferner erscheinen verschiedene AnzeigenblĂ€tter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt, die Zweite Hand sowie Stadtmagazine wie den Tip, das [030] Magazin und die Zitty.
[Bearbeiten] Tourismus
Berlin ist eines der meistbesuchten Zentren des nationalen und internationalen StĂ€dtetourismus. Seit dem Jahr 2001 steigt die Anzahl der Ăbernachtungen, GĂ€ste, der neugebauten Hotels und deren BettenkapazitĂ€ten ĂŒberdurchschnittlich an. Im Jahr 2009 wurden etwa 18,9 Millionen Ăbernachtungen in Berliner Beherbergungsbetrieben von 8,3 Millionen GĂ€sten und geschĂ€tzte 132 Millionen Tagesbesucher gezĂ€hlt.[58] Die Stadt ist damit nach London, Paris und zusammen mit Rom das bevorzugte Reiseziel innerhalb Europas.
Internationale GĂ€ste machen etwa 40 Prozent der Besucherzahlen aus. Hierbei liegen Besucher aus Italien, GroĂbritannien, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden in der Spitzengruppe. Hauptanziehungspunkte sind Architektur, historische StĂ€tten, Museen, Festivals, Einkaufsmöglichkeiten, Nachtleben sowie GroĂveranstaltungen, die jĂ€hrlich mehrere hunderttausend Besucher zĂ€hlen. Berlin ist auĂerdem einer der gröĂten internationalen Kongressveranstalter der Welt.[59] Das ICC ist das gröĂte Konferenzzentrum Europas und trĂ€gt zusammen mit der Messe Berlin zum GeschĂ€ftstourismus bei.
Durch diese Entwicklung ist die Tourismusbranche in Berlin zu einer tragenden SĂ€ule der regionalen Wirtschaft geworden. Neben der Hotellerie und Gastronomie profitiert auch der Einzelhandel in groĂem MaĂe von den Berlintouristen.[60]
[Bearbeiten] Gesundheitswirtschaft
Insgesamt sind 179.777 Personen, das sind 11,7 Prozent der Berliner ErwerbstÀtigen, im Gesundheitssektor mit seinen Teilbereichen Industrie, Handel, Handwerk sowie privaten und öffentlichen Dienstleistungen beschÀftigt.[61]
In der Hauptstadtregion sind 174 Biotechnologieunternehmen mit 3.427 BeschÀftigten tÀtig (2006). Die HÀlfte der Unternehmen ist in einem Technologiepark ansÀssig. Die Biotechnologieregion zÀhlt in Europa zur Spitze.
[Bearbeiten] Kulturwirtschaft
Die Kulturwirtschaft umfasst Designer, Autoren, Architekten, Maler, Musiker, Bildhauer, Schauspieler, Regisseure, SĂ€nger, Verleger, Fotografen, Journalisten, Toningenieure, Grafiker, Webgestalter, Kameraleute, Drucker, Modemacher, TĂ€nzer, Schmuckhersteller, Meinungsforscher, Bibliothekare, Kinobetreiber, Ăbersetzer, BuchhĂ€ndler, Archivare, Artisten, Werber, Puppenspieler, Stadtplaner und Software-Entwickler. Im Jahr 2006 erwirtschafteten knapp 23.000 Unternehmen mit 160.000 ErwerbstĂ€tigen einen Umsatz von mehr als 17,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem FĂŒnftel der Wirtschaftskraft Berlins, mit einer Zuwachsrate von 25 Prozent gegenĂŒber dem Jahr 2000. Die Zahl der Unternehmen hat sich in diesem Zeitraum um ein Drittel gesteigert.[62]
Innerhalb der Kulturwirtschaft ist die Musikbranche der Sektor mit den höchsten Wachstumsraten bezĂŒglich UmsĂ€tzen und BeschĂ€ftigten. Der Umsatz der Plattenfirmen, Konzertveranstalter und verwandter Bereiche stieg von 1998 bis 2007 um ĂŒber 72 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro an, trotz rĂŒcklĂ€ufigem Trend in gesamt Deutschland. 1.500 Unternehmen beschĂ€ftigen heute mehr als 6.200 fest angestellte Mitarbeiter. 450 Musiklabel sind in der Hauptstadt vertreten.
[Bearbeiten] Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
Berlin ist ein herausragendes Kunst- und Kulturzentrum und steht in dem Ruf einer europĂ€ischen Weltstadt.[63] Als ProduktionsstĂ€tte fĂŒr verschiedenste Zweige der Kreativwirtschaft hat sich die Stadt zu einem internationalen Anziehungspunkt fĂŒr Kulturschaffende etabliert.
[Bearbeiten] Theater, Orchester, Chöre, Festivals
Zahlreiche Theater- und KleinkunstbĂŒhnen prĂ€gen die kulturelle Landschaft der Metropole. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die VolksbĂŒhne am Rosa-Luxemburg-Platz, die SchaubĂŒhne am Lehniner Platz, das Theater des Westens, das Renaissance-Theater, das Deutsche Theater Berlin, das Maxim-Gorki-Theater, das Kinder- und Jugendtheater Grips-Theater und der Friedrichstadtpalast. Mit dem Schillertheater der Staatlichen SchauspielbĂŒhnen wurde 1993 eine der groĂen Berliner BĂŒhnen geschlossen.
Berlin verfĂŒgt ĂŒber drei OpernhĂ€user: die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Daneben bestehen in Berlin mehrere Orchester und Chöre. Die Berliner Philharmoniker (Leitung: Sir Simon Rattle) gelten als eines der weltweit fĂŒhrenden Orchester. Neben der Staatskapelle Berlin (Leitung: Daniel Barenboim) und dem Konzerthausorchester Berlin (Lothar Zagrosek) gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Ingo Metzmacher), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Hans-Christoph Rademann). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus Berlin, der Berliner Philharmonie und in anderen SĂ€len in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Chorverband Berlin sind 236 Laienchöre mit ĂŒber 10.000 Mitgliedern vereinigt. Die Sing-Akademie zu Berlin besteht als Wiege der bĂŒrgerlichen Musikpflege in Berlin seit 1791.
Jedes Jahr im Februar finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele statt. Das auch Berlinale genannte Festival der A-Kategorie gilt als das gröĂte Publikumsfestival der Welt und, neben den internationalen Filmfestspielen von Cannes und Venedig, als eines der bedeutendsten internationalen Filmfestspiele. In zahlreichen Kategorien werden Auszeichnungen vergeben. Der Wettbewerb schlieĂt mit der Verleihung des Goldenen und der Silbernen BĂ€ren.
WÀhrend des gesamten Jahres ist Berlin SpielstÀtte weiterer internationaler Festivals, von denen einige unter dem organisatorischen Dach der Berliner Festspiele stattfinden. Beim Berliner Theatertreffen werden die bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen einer Saison prÀsentiert. Weitere Festivals sind das Literaturfestival, das Jazzfest und spielzeiteuropa, das Tanzfest, die Young Euro Classics und die Berlin Biennale.
UmzĂŒge, Paraden und Open-Air-Feste sind ebenfalls etablierte Ereignisse im Veranstaltungskalender der Stadt. Der Karneval der Kulturen, der CSD Berlin, der Berliner Karnevalsumzug und das Berliner Myfest gehören zu den bekanntesten. Von 1989 bis 2006 war mit der Loveparade die gröĂte Tanzveranstaltung der Welt in Berlin beheimatet.
[Bearbeiten] Museen
Berlin verfĂŒgt ĂŒber eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nördlichen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem âder Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirkâ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum am Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Diese Museen sind in erster Linie durch ihre Exponate aus der Zeit der Antike berĂŒhmt. 1999 wurde die Museumsinsel in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.[64]
AuĂerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen verschiedenster Themengebiete: Das Naturkundemuseum ist mit ĂŒber 30 Millionen Objekten und dem höchsten Dinosaurierskelett der Welt eines der bedeutendsten Naturkundemuseen weltweit. Im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) werden auf 25.000 mÂČ Exponate und Experimente rund ums Thema Technik ausgestellt. Die GemĂ€ldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen im Kulturforum, das Bauhaus-Archiv ist ein Architekturmuseum. Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus Unter den Linden veranschaulicht deutsche Geschichte aus 2000 Jahren. Einen ebenso langen Zeitraum jĂŒdisch-deutscher Geschichte zeigt das JĂŒdische Museum in einer stĂ€ndigen Ausstellung.
Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene GemĂ€ldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In Dahlem konzentrieren sich im dortigen Museumszentrum zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des frĂŒheren Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte. In der NĂ€he des Potsdamer Platzes steht seit 2005 das âDenkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europasâ von Peter Eisenman.
In Berlin hat die vom Bund und allen BundeslĂ€ndern gemeinsam getragene Stiftung PreuĂischer Kulturbesitz ihren Hauptsitz. Auch die Stiftung PreuĂische Schlösser und GĂ€rten Berlin-Brandenburg unterhĂ€lt hier wichtige Standorte. Beide verwalten, bewahren, pflegen und ergĂ€nzen in ihren international bedeutenden Einrichtungen die KulturgĂŒter des ehemaligen Staates PreuĂen.
Die Stiftung Stadtmuseum Berlin vereinigt weitere traditionsreiche Museen Berlins. Die 1995 gegrĂŒndete Stiftung ist das gröĂte stadthistorische Museum Deutschlands. Als Landesmuseum fĂŒr Kultur und Geschichte Berlins ist es in seinem Kern aus der Vereinigung von MĂ€rkischem Museum (1874 gegrĂŒndet) und Berlin Museum (1962 gegrĂŒndet) entstanden. Die breite Palette der verschiedenen, zum Teil schon im 19. Jahrhundert begrĂŒndeten Sammlungen dokumentieren in groĂer Vielfalt alle Bereiche der Entwicklung Berlins von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Steinzeit bis zur Gegenwart.
[Bearbeiten] Bauwerke
Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der ĂŒberwundenen Teilung. Es ist den PropylĂ€en auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Victoria gekrönt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief westlich des Tors die Grenze zwischen beiden StadthĂ€lften. Das Tor ist das westliche Ende des Boulevards Unter den Linden, der sich bis zu der ĂŒber die Spree fĂŒhrenden SchloĂbrĂŒcke hinzieht. Jenseits der BrĂŒcke befinden sich auf der Spreeinsel unter anderem der Lustgarten, die Museumsinsel und der Berliner Dom.
In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Staatsoper Unter den Linden, die zwischen 1774 und 1780 errichtete, hĂ€ufig âKommodeâ genannte Alte Bibliothek, das von 1695 bis 1706 nach PlĂ€nen von Andreas SchlĂŒter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Erzbistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Zuge der PreuĂischen Reformen durch Wilhelm von Humboldt gegrĂŒndete und im Jahre 1809 eröffnete Berliner UniversitĂ€t brachte 29 NobelpreistrĂ€ger[65] hervor.
Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins. Er hatte sich im 19. Jahrhundert vor dem Potsdamer Tor, an dem eine AusfallstraĂe ausging, entwickelt. 1923 begann von dem in der NĂ€he gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz angeblich der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in TrĂŒmmern.
1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der frĂŒhere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Neubebauung des Potsdamer Platzes, die einer groĂen Anzahl an GeschĂ€ften und Restaurants Raum gibt, ist dieser zu einem Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten StadthĂ€lften geworden.
In der NĂ€he des Brandenburger Tors befindet sich das 1884 bis 1894 erbaute ReichstagsgebĂ€ude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschĂ€digt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Seit 1999 ist das GebĂ€ude Sitz des Deutschen Bundestages. JĂ€hrlich wandeln zwei Millionen Menschen durch seine glĂ€serne Kuppel. Der Reichstag ist inzwischen der zweitstĂ€rkste Touristenmagnet der Republik, nach dem Kölner Dom und weit vor Schloss Neuschwanstein.[21] Einen Besuch wert ist auch das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrichs des GroĂen, heute Amtssitz des BundesprĂ€sidenten.
Die bekannteste Einkaufspromenade in Berlin ist der KurfĂŒrstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, GeschĂ€ften und Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-GedĂ€chtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach PlĂ€nen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.
Die östliche VerlĂ€ngerung des KurfĂŒrstendamms bildet die TauentzienstraĂe, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das gröĂte Kaufhaus des europĂ€ischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-geschossige GebĂ€ude beherbergt viele GeschĂ€fte, Restaurants, BĂŒros und eine Aussichtsplattform. Dieser Teil der Stadt um TauentzienstraĂe und KurfĂŒrstendamm wird als Neuer Westen bezeichnet. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit ĂŒber drei Kilometern LĂ€nge die gröĂte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.
Ăstlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umflieĂen, liegt der Alexanderplatz mit vielen GeschĂ€ften und Restaurants, ganz in der NĂ€he davon der 368 Meter hohe Fernsehturm â das höchste Bauwerk Deutschlands â, die gotische Marienkirche und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine mĂ€nnliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen TrĂŒmmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die belebten StraĂen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Von 2006 bis Dezember 2008 wurde der Palast der Republik abgerissen.[66] An seiner Stelle soll bis 2015 hinter den rekonstruierten Fassaden des Berliner Stadtschlosses das Humboldt-Forum entstehen.
Die Oranienburger StraĂe war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jĂŒdischen Viertels. Mit ihrem Wiederaufbau verbunden war unter anderem die Restaurierung der 1866 fertiggestellten Neuen Synagoge. Sie war durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschĂ€digt worden. 1995 wieder eröffnet, dient sie heute als Mittelpunkt fĂŒr das Studium und die Erhaltung jĂŒdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der Ă€lteste jĂŒdische Friedhof der Stadt. Der weitaus bekanntere JĂŒdische Friedhof in Berlin-WeiĂensee ist der gröĂte jĂŒdische Friedhof Europas.
In Charlottenburg befindet sich das Olympiastadion, das fĂŒr die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet wurde, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlĂ€sslich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere HauptsehenswĂŒrdigkeiten des Berliner Westens sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker ReprĂ€sentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender GemĂ€ldesammlung, die Zitadelle Spandau sowie das an Havel und Glienicker BrĂŒcke gelegene Schloss Glienicke. In dem ebenfalls im Stil des Klassizismus durch Karl Friedrich Schinkel umgebauten Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss) sind die BrĂŒder Wilhelm und Alexander von Humboldt aufgewachsen.
Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden im geteilten Berlin ambitionierte Bauprojekte vorangetrieben. Im Ostteil der Stadt entstand die heutige Karl-Marx-Allee (ehemals: Stalinallee) im reprĂ€sentativen Stil des sozialistischen Klassizismus. Sie verlĂ€uft vom Alexanderplatz ĂŒber den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor. Die ZwillingstĂŒrme entstanden in Anlehnung an die doppelten Kuppeln des Gendarmenmarktes unter dem deutschen Architekten Hermann Henselmann. AnlĂ€sslich der 750-Jahr-Feier Berlins im Jahr 1987 wurde das zerstörte Nikolaiviertel in Anlehnung an seine historische Gestalt wiedererrichtet. Die Nikolaikirche im Zentrum ist die Ă€lteste Kirche Berlins.
Im Westteil der Stadt wurde die moderne Architektur vorangetrieben. Auf der internationalen Bauausstellung Interbau im Jahr 1957 prĂ€sentierten namhafte Architekten wie Walter Gropius, Le Corbusier und Oscar Niemeyer ihre Vorstellungen von der Stadt der Zukunft. Realisiert wurden die Bauvorhaben im Hansaviertel, die das zerstörte GrĂŒnderzeitviertel durch moderne Wohnblöcke und HochhĂ€user ersetzten. Die Kongresshalle mit der freitragenden Dachkonstruktion wurde 1957 als Beitrag der USA zur Interbau errichtet und als Geschenk an Berlin ĂŒbergeben.
Eine Besonderheit Berlins sind auch die bis heute noch in weiten Teilen der Stadt erhaltenen Gaslaternen zur StraĂenbeleuchtung. Insgesamt befinden sich noch ĂŒber 44.000 Gaslaternen in Berlin in Betrieb, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. Im Tiergarten, in der NĂ€he des gleichnamigen S-Bahnhofs, ist ein Gaslaternen-Freilichtmuseum zu finden.
Seit 2001 befinden sich sogenannte Buddy BĂ€ren auf einigen StraĂen Berlins.
In der Bundesallee 215 befindet sich der Shaolin Tempel Deutschland. Er ist der einzige offizielle Ableger des weltberĂŒhmten Shaolin-Klosters aus der Provinz Henan, China. Der Deutsche Shaolin Tempel wurde im Auftrag vom Abt des Muttertempels in China, Shi Yongxin, 2001 gegrĂŒndet und persönlich eingeweiht.[67]
[Bearbeiten] BrĂŒcken
Berlin hat durch seine exponierte Lage an FlusslĂ€ufen und KanĂ€len und durch sein ungewöhnlich groĂes Territorium eine Vielzahl an BrĂŒcken und ĂberfĂŒhrungen in seinem Stadtgebiet. Offiziell gibt es 916 BrĂŒcken in Berlin. Davon verbinden 732 öffentliche StraĂen, die restlichen 184 Wege und StraĂen in GrĂŒnanlagen.[68] Je nach Definition und VerstĂ€ndnis werden weitere Bauwerke in Berlin zu den BrĂŒcken gezĂ€hlt. So gibt es 564 BrĂŒcken ĂŒber GewĂ€sser jeder Art und 300 Hochbahnviadukte der U-Bahn.[69] Auf die höchste Zahl kommt eine Veröffentlichung des Berliner Bausenators Wolfgang Nagel, der 1993 die Zahl mit 2100 (inklusive der Viadukte) angab.
Die Ă€ltesten Berliner Spreequerungen sind die MĂŒhlendammbrĂŒcke, RathausbrĂŒcke und RossstraĂenbrĂŒcke, wobei die heutigen Bauwerke jĂŒngeren Datums sind. Die lĂ€ngste BrĂŒcke ist die Rudolf-Wissell-BrĂŒcke mit einer LĂ€nge von 930 Metern. Ăberregional bekannt sind auĂerdem die OberbaumbrĂŒcke, das Wahrzeichen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, und die Glienicker BrĂŒcke, auf der 1986 ein weltweit beachteter Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion stattfand. Die ehemals lĂ€ngste FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke befand sich ĂŒber dem GelĂ€nde des Zentralvieh- und Schlachthofs in Prenzlauer Berg.
[Bearbeiten] Parkanlagen, Zoos, Schutzgebiete
Berlin besitzt neben ausgedehnten Waldgebieten im Westen und SĂŒdosten des Stadtgebietes (Berliner Forsten) viele groĂe Parkanlagen. Da auch fast alle StraĂen von BĂ€umen gesĂ€umt sind, gilt Berlin als besonders grĂŒne Stadt.
In Berlin gibt es insgesamt 420.000 StraĂenbĂ€ume, darunter 153.000 Linden, 82.000 AhornbĂ€ume, 35.000 Eichen, 25.000 Platanen und 21.000 Kastanien.[70] Die ĂŒber 2500 öffentlichen GrĂŒn-, Erholungs- und Parkanlagen haben eine GesamtflĂ€che von ĂŒber 5500 Hektar und bieten vielfĂ€ltige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.
Im Zentrum der Stadt liegt der GroĂe Tiergarten. Er ist die Ă€lteste und mit 210 Hektar gröĂte und bedeutendste Parkanlage Berlins und wurde im Verlauf von mehr als 500 Jahren gestaltet. UrsprĂŒnglich ein ausgedehntes Waldareal vor den Toren der Stadt, genutzt von den preuĂischen Adeligen als Jagd- und Ausrittgebiet, wurde dieses nach und nach von der Stadtentwicklung umschlossen. Heute erstreckt sich der Park vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger Tor und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parlaments- und Regierungsviertel. Einige groĂe StraĂen durchschneiden den Tiergarten, darunter die Ost-West-Achse StraĂe des 17. Juni. Sie kreuzen sich am GroĂen Stern, in dessen Mitte seit 1939 die SiegessĂ€ule steht. Die Gestaltung des GroĂen Tiergartens zeigt sich als naturnahe Parklandschaft: Charakteristisch sind die weiten, von kleinen WasserlĂ€ufen durchzogenen und mit Baumgruppen bestandenen RasenflĂ€chen sowie die Seen mit kleinen Inseln und zahlreichen BrĂŒcken und Alleen. Anlagen wie der Englische Garten, die Luiseninsel und der Rosengarten setzen an einigen Stellen schmuckgĂ€rtnerische Akzente.
Neben dem Tiergarten gehört der Treptower Park im SĂŒdosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der GroĂen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821/1822 von Carl Ferdinand Langhans als Gasthaus an der Spree erbauten heutigen GaststĂ€tte Zenner.
Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im SĂŒdwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien UniversitĂ€t Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die VorgĂ€ngereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem GelĂ€nde des heutigen Heinrich-von-Kleist-Parks in Schöneberg, ab 1897 erfolgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer FlĂ€che von ĂŒber 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten ist er der drittgröĂte Botanische Garten der Welt. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange GroĂe Tropenhaus ist das höchste GewĂ€chshaus der Welt.
AuĂerdem verfĂŒgt Berlin ĂŒber mehrere zoologische Einrichtungen: den Zoologischen Garten Berlin nebst Aquarium Berlin und den Tierpark Berlin. Der bereits 1844 an der damaligen Stadtgrenze zu Charlottenburg eröffnete Zoologische Garten ist der Ă€lteste Zoo Deutschlands und zugleich der artenreichste der Welt (rund 15.000 Tiere in 1500 Arten). Der wesentlich jĂŒngere Tierpark verdankt seine Entstehung der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg: Weil der Zoologische Garten im britischen Sektor der Stadt lag, fehlte der Hauptstadt der DDR eine eigene tiergĂ€rtnerische Einrichtung. 1954 wurde daher in Friedrichsfelde ein Tierpark auf dem frĂŒheren GelĂ€nde des Schlossparks Friedrichsfelde eröffnet. Er ist mit 160 Hektar der gröĂte Landschaftstiergarten Europas.
Viele weitere Parkanlagen prĂ€gen das grĂŒne Gesicht Berlins: Neben den SchlossgĂ€rten in Charlottenburg, Glienicke und auf der Pfaueninsel (die letzten beiden gehören zum UNESCO-Welterbe) sind dies auch die historischen Parkanlagen Lustgarten, Viktoriapark, Rudolph-Wilde-Park und Schillerpark, aber auch die zahlreichen groĂen VolksgĂ€rten. Im SĂŒden der Stadt befindet sich auĂerdem der Britzer Garten, auf dessen GelĂ€nde 1985 die Bundesgartenschau stattfand. Das östliche GegenstĂŒck dazu ist der 20 Hektar groĂe Erholungspark Marzahn, der 1987 als Berliner Gartenschau eröffnet wurde. Neu angelegte Parkanlagen sind der Mauerpark auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer, das Naturschutzgebiet Schöneberger SĂŒdgelĂ€nde, der Görlitzer Park und der Spreebogenpark in der NĂ€he von Hauptbahnhof und Regierungsviertel.
In Berlin gibt es 38 Naturschutzgebiete (Stand: Mai 2009) mit einer GesamtflĂ€che von rund 1990 Hektar, das entspricht 2,2 % der LandesflĂ€che.[71] Hinzu kommen 52 Landschaftsschutzgebiete, die weitere 13 % der LandesflĂ€che einnehmen.[72] Zudem haben die Bezirke Pankow und Reinickendorf einen FlĂ€chenanteil von 5,4 % am lĂ€nderĂŒbergreifenden, 75.000 Hektar umfassenden Naturpark Barnim.[73]
[Bearbeiten] Freizeit und Erholung
In Berlin sind etwa 18 Prozent der StadtflĂ€che bewaldet. Die Stadtforstverwaltung Berliner Forsten verwaltet mit rund 29.000 Hektar die gröĂte StadtwaldflĂ€che Deutschlands. Zu den gröĂten WĂ€ldern gehört der Grunewald, der von der Grunewaldseenkette durchzogen und im Westen von der Havel begrenzt wird, sowie der Spandauer Forst im Ă€uĂersten Nordwesten der Stadt. Der 273 Hektar groĂe Wannsee ist eine Ausbuchtung der Havel. Mit ihm besitzt Zehlendorf ein viel besuchtes Naherholungsgebiet, das vor allem durch das Strandbad Wannsee bekannt ist.
Im SĂŒdosten Berlins bildet der MĂŒggelsee mit den MĂŒggelbergen und dem Strandbad MĂŒggelsee in Rahnsdorf ein groĂes Naherholungsgebiet. Der MĂŒggelsee ist der gröĂte Berliner See, er dehnt sich ĂŒber 7,4 kmÂČ aus (maximal 4,3 km lang; 2,6 km breit) und ist bis zu acht Meter tief. Die MĂŒggelberge sind mit 114,7 m ĂŒber NHN die höchsten Berliner Erhebungen, sie entstanden wĂ€hrend des PleistozĂ€ns. Am Westhang des Kleinen MĂŒggelbergs wurde von 1959 bis 1961 der neue MĂŒggelturm errichtet, nachdem der alte im Mai 1958 abgebrannt war. Er bietet einen weitreichenden Ausblick ĂŒber die Seen und WĂ€lder der Umgebung bis hin zur Stadtsilhouette Berlins.
In den urbaneren Bereichen der Stadt haben sich an den Fluss- und Seenlandschaften der Spree und Havel zahlreiche Strandbars gegrĂŒndet.
Das Nachtleben Berlins nimmt europaweit eine besondere Stellung ein. HintergrĂŒnde sind die hohe Zahl von Studenten, junge Party-Touristen, die mit Billigfluggesellschaften anreisen, sowie die Zahl der nach dem Mauerfall leerstehenden oder anders genutzten gewerblichen GebĂ€ude. Nennenswert sind in diesem Zusammenhang das Kunsthaus Tacheles, der Tresor, das UFO, das E-Werk, der KitKatClub und das Berghain.
[Bearbeiten] Sport
In Berlin gibt es etwa 2000 Sportvereine, in denen rund 550.000 Aktive sich dem Breitensport widmen.[74] 2010 sind 145 Berliner Mannschaften in den Ersten und Zweiten deutschen Bundesligen vertreten.[75] Einige Vereine sind darĂŒber hinaus im Bereich des professionellen Sports tĂ€tig. Dazu zĂ€hlen insbesondere im FuĂball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die EisbĂ€ren Berlin, im Basketball Alba Berlin und im Handball die FĂŒchse Berlin. In der 1. Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt mit dem SCC Berlin bei den Herren und bei den Damen mit dem Köpenicker SC Berlin vertreten.[76] Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 sind mit 29 nationalen Meisterschaftstiteln deutscher Rekordmeister.
Berlin war in der Geschichte mehrfach Austragungsort internationaler SportwettkĂ€mpfe. 1936 wurden in der Stadt die Olympischen Spiele ausgetragen. Im Juli 2006 fanden in Berlin Vorrundenspiele, ein Viertelfinalspiel und das Finale der FuĂball-Weltmeisterschaft statt. 2009 wurden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ausgetragen. Jedes Jahr findet zudem einer der weltgröĂten MarathonlĂ€ufe, das Finale des DFB-Pokals sowie die Leichtathletik-Veranstaltung ISTAF statt. Alle zwei Jahre jeweils zur FuĂball Europa- und Weltmeisterschaft finden groĂe Public Viewings statt, bei denen Zehntausende Zuschauer öffentlich die FuĂballspiele auf GroĂbildleinwĂ€nden verfolgen. Der Veranstaltungsort, die sogenannte Fanmeile, hat seinen Platz in der StraĂe des 17. Juni.[77]
In Berlin wurde sowohl der Marathonlauf (Haile Gebrselassie) mehrfach mit Weltbestzeit absolviert, als auch der 100 Meter Lauf (Usain Bolt) mit der aktuell bestehenden Weltrekordzeit registriert.[78][79]
Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Berlin seinen gröĂten OlympiastĂŒtzpunkt. Rund 700 Bundeskaderathleten aus 35 olympischen Sportarten (etwa 15 Prozent aller deutschen Bundeskaderathleten) bilden das leistungssportliche Kontingent. Bekannte Berliner Olympioniken sind Katarina Witt, Franziska van Almsick und Claudia Pechstein.[80]
Zu den gröĂten SportstĂ€tten der Stadt gehören das Olympiastadion mit 74.200 PlĂ€tzen,[81] das Stadion An der Alten Försterei mit 19.000 PlĂ€tzen, die O2 World mit maximal 17.000 PlĂ€tzen, das Velodrom mit maximal 12.000 PlĂ€tzen und die Max-Schmeling-Halle mit bis zu 11.900 PlĂ€tzen.
[Bearbeiten] Infrastruktur
| Verkehrsmittel | 1992 | 1998 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Ăffentlicher Verkehr | 31 % | 27 % | 26 % |
| Motorisierter Individualverkehr | 35 % | 38 % | 32 % |
| Fahrrad | 7 % | 10 % | 13 % |
| Zu FuĂ | 27 % | 25 % | 29 % |
[Bearbeiten] Ăffentlicher Verkehr
Die Bedeutung des motorisierten Individualverkehrs hat in Berlin abgenommen, wĂ€hrend der Fahrradverkehr an Bedeutung gewinnen konnte. Die Abnahme des Anteils des FuĂgĂ€ngerverkehrs konnte gestoppt werden, wĂ€hrend der öffentliche Verkehr weiter leicht verlor. Von politischer Seite ist beabsichtigt, Rad-, FuĂ- und öffentlichen Verkehr in den nĂ€chsten Jahren zu fördern, wĂ€hrend der Anteil des Automobilverkehrs weiter gesenkt werden soll.
Am 28. Mai 2006 wurden der neue Hauptbahnhof als zentraler Berliner Bahnhof und im Zusammenhang damit der Tiergartentunnel, die Fernbahnhöfe Gesundbrunnen und SĂŒdkreuz sowie die Regionalbahnhöfe Potsdamer Platz (unterirdisch), Jungfernheide und Lichterfelde Ost in Betrieb genommen. Damit erhielt der Regional- und Fernverkehr der Bahn gemÀà dem sogenannten Pilzkonzept zusĂ€tzlich zu der in Ost-West-Richtung angelegten Stadtbahn eine unterirdische Regional- und Fernverkehrsverbindung in Nord-SĂŒd-Richtung. Der Umstieg zwischen Nord-SĂŒd-Tiergartentunnel und West-Ost-Stadtbahn erfolgt am Hauptbahnhof. ZĂŒge, die Berlin aus nördlichen oder sĂŒdlichen Richtungen erreichen, fahren seitdem meist ĂŒber die neue Nord-SĂŒd-Trasse von Lichterfelde Ost ĂŒber SĂŒdkreuz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof ĂŒber die ĂberfĂŒhrungen nach Gesundbrunnen oder Richtung Westen ĂŒber Jungfernheide nach Spandau.
Dem innerstĂ€dtischen öffentlichen Personennahverkehr dienen 15 S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH) sowie neun U-Bahn-, 23 StraĂenbahn-, 150 Bus- und sechs FĂ€hrlinien (alle betrieben von der BVG). Die Innenstadt wird in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet den Ostbahnhof mit dem Bahnhof Charlottenburg und passiert dabei unter anderem die Bahnhöfe, Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, FriedrichstraĂe und Alexanderplatz. Auf der Nord-SĂŒd-Achse ĂŒbernehmen die U-Bahnlinie 9 und die U6 den gröĂten Teil des Fahrgastaufkommens, ergĂ€nzt durch die unterirdische Nord-SĂŒd-Trasse der S-Bahn. Diese S-Bahn-Trasse kreuzt am Bahnhof FriedrichstraĂe die Stadtbahn. VervollstĂ€ndigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschlieĂt. Alle anderen Linien kreuzen diese Trassen. Die Barrierefreiheit der Bahnhöfe wird seit 1992 zunehmend gewĂ€hrleistet.[83]
Das Stadtbusnetz gliedert sich in Expressbusse (Buchstabe X), MetroBusse (Buchstabe M) und Stadtbusse (mit dreistelliger Nummer). Ăhnlich dazu gibt es die MetroTram (Buchstabe M) und StraĂenbahn (zweistellige Nummer). Nachtbusse haben als Linienbezeichnung ein N vor der Liniennummer, Metro-Linien (sowohl Busse als auch StraĂenbahnen) fahren auch nachts. In den NĂ€chten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen fahren zusĂ€tzlich fast alle S- und U-Bahnlinien durchgehend, bei der S-Bahn teilweise mit verĂ€nderter StreckenfĂŒhrung. Der Bus-Fernverkehr zu deutschen und europĂ€ischen Zielen wird ĂŒber den Zentralen Omnibus-Bahnhof am Funkturm (ZOB) abgewickelt. GegenĂŒber dem MessegelĂ€nde gelegen, ist er direkt ĂŒber den Berliner Stadtring (A 100) erreichbar und mit dem ĂPNV durch Bus-, U- und S-Bahnlinien verbunden.
Im Berliner Taxigewerbe waren im Dezember 2008 etwa 3100 Unternehmen tĂ€tig, ĂŒber drei Viertel davon mit nur einem Fahrzeug.[84] Berlin hatte im Januar 2012 rund 7600 Taxis[85] und ist damit die Stadt mit den meisten Taxis in Deutschland. In Berlin gibt es keine Farbfreigabe und keine ZulassungsbeschrĂ€nkung der Konzessionen.[86]
[Bearbeiten] StraĂennetz
Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahnhalbkreis (A 100 â Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollstĂ€ndigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verlĂ€uft die Autobahn A 10 (E 55 â Berliner Ring). Die A 100 beim Dreieck Funkturm ist der meistbefahrene Autobahnabschnitt in Deutschland.
Von der A 100 aus fĂŒhren innerhalb des Stadtgebiets mehrere Autobahnabschnitte in Richtung Berliner Ring. Die A 111 (E 26) fĂŒhrt in nach Nordwesten in Richtung Hamburg und Rostock. Die A 113 in Richtung SĂŒdosten (nach Dresden und Cottbus) beginnt am Dreieck Neukölln und fĂŒhrt zum Schönefelder Kreuz (A 10) und bindet den in Bau befindlichen Flughafen Berlin Brandenburg an das Autobahnnetz an. Die A 115 (E 51) erstreckt sich nach SĂŒdwesten (Richtung Hannover und Leipzig). Deren nördliches, gerades TeilstĂŒck wird umgangssprachlich AVUS genannt.
ZusĂ€tzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im SĂŒdwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100) nach SĂŒden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur AutostraĂe herabgestuft. Die A 103 (Westtangente), auf der die BundesstraĂe 1 verlĂ€uft, verbindet den Berliner Stadtring â von einem weiter östlich gelegenen Anschluss â nach SĂŒdwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.
Die historische Mitte Berlins wird vom Innenstadtring umschlossen, der abgesehen von der InvalidenstraĂe im nordwestlichen Abschnitt bereits komplett ausgebaut ist. Dort soll der Ausbau bis 2013 erfolgen.[87][88] Ferner verlaufen durch Berlin die BundesstraĂen 1, 2, 5, 96, 96a, 101, 109 und 158.
Die Berliner StraĂen sind nach zwei verschiedenen Hausnummerierungssystemen nummeriert. Bis 1929 wurde die rundlaufende Hufeisennummerierung verwendet, seitdem die im Zickzack verlaufene Orientierungsnummerierung. Da nicht zuletzt wegen der politischen UmbrĂŒche zahlreiche Berliner StraĂen umbenannt wurden und diese Ănderungen ab 1929 oftmals zur EinfĂŒhrung der Orientierungsnummerierung in der betreffenden StraĂe genutzt wurden, sind heute beide Systeme in Gebrauch.
Im Vergleich mit einigen anderen deutschen StÀdten hat Berlin mit 3,14 Einwohnern pro privatem Pkw die niedrigste Pkw-Dichte.[84]
[Bearbeiten] Fahrradverkehr
In Berlin gibt es neben einer Vielzahl von angelegten Radwegen, Fahrradstreifen und ersten FahrradstraĂen auch ĂŒberregionale Radfernwege wie den Radweg BerlinâKopenhagen, den Radfernweg BerlinâUsedom und den Europaradwanderweg R1. Entlang dem frĂŒheren Verlauf der Berliner Mauer fĂŒhrt der Berliner Mauerweg. Mehrere tausend MietfahrrĂ€der können im Zentrum kurzfristig per Telefonanruf oder (mobilem) Internet ausgeliehen werden. Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtaufkommen des Verkehrs in Berlin betrug 2009 etwa 15 Prozent.[89]
[Bearbeiten] Flugverkehr
Seit 31. Oktober 2008 gibt es mit dem Flughafen Tegel (IATA-Code: TXL) nur noch einen aktuell betriebenen Flughafen auf dem Gebiet der Stadt Berlin. Der Zentralflughafen Tempelhof (THF) wurde am 30. Oktober 2008 geschlossen. Der kurz hinter der Berliner Stadtgrenze gelegene Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) gehört zwar zum Land Brandenburg, wird aber oftmals als Berliner Flughafen gezÀhlt.
SĂŒdlich an das Gebiet des aktuellen Flughafens Berlin-Schönefeld angrenzend, wird derzeit der neue GroĂflughafen Berlin Brandenburg (BER) errichtet, der im MĂ€rz 2013 eröffnet werden soll. Damit sollen dann gleichzeitig auch die FlughĂ€fen Tegel und Schönefeld geschlossen werden.
[Bearbeiten] Binnenschifffahrt
Berlin liegt im Zentrum des BundeswasserstraĂengebietes Ost. Die Stadt wird wasserseitig auf mehreren Wegen erschlossen, der Binnenschifffahrt stehen von und nach Berlin drei WasserstraĂen zur VerfĂŒgung. Dabei kommt der Verbindung ĂŒber Havel, Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal zu Elbe und Nordsee beziehungsweise Weser und Rhein die gröĂte Bedeutung zu. AuĂerdem verbindet die Havel-Oder-WasserstraĂe Berlin mit der unteren Oder und der Ostsee. BeschrĂ€nkt ausgebaut und weniger stark frequentiert ist auch die Spree-Oder-WasserstraĂe als Verbindung ĂŒber die Spree zur oberen Oder und nach Schlesien.
Zum Warenumschlag können drei Hafenanlagen genutzt werden: der Hafen Neukölln, der SĂŒdhafen Spandau sowie der Westhafen. Letzterer liegt in Moabit am Nordrand der Berliner Innenstadt und ist von allen drei HĂ€fen der gröĂte und bedeutendste. Seine Anlagen umfassen auch ein Fracht- und Logistikzentrum, das den Warenumschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und Lastwagen ermöglicht. Betrieben werden die HĂ€fen von der BEHALA. Der frĂŒhere Osthafen wird inzwischen als Medienstandort genutzt und hat seine Hafenfunktion verloren.
[Bearbeiten] Wasserversorgung
Die Wasserversorgung Berlins wird durch die neun Wasserwerke Beelitzhof, Friedrichshagen, Kaulsdorf, Kladow, Spandau, Stolpe, Tegel, Tiefwerder und Wuhlheide sichergestellt, die von der Berliner Wasserbetriebe (AöR) betrieben werden. Der Wasserverbrauch der Stadt ist nach der Wiedervereinigung vor allem im Ostteil der Stadt deutlich zurĂŒckgegangen. Aufgrund der geringeren Grundwasserentnahme kam es in weiten Teilen des Urstromtals zu einem deutlichen Anstieg des Grundwasserspiegels. Vor allem in der NĂ€he der Wasserwerke verursachte dies VernĂ€ssungsschĂ€den an GebĂ€uden.[90] Pro Tag werden durchschnittlich 585.000 mÂł Trinkwasser bereitgestellt und rund 602.000 mÂł Abwasser abgeleitet.[91][92] Ăber das rund 9500 km lange Kanalsystem gelangen die Abwasser in sechs GroĂklĂ€rwerke.[93]
[Bearbeiten] Energieversorgung
Die Energieversorgung von Berlin verfĂŒgt ĂŒber einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin ĂŒber eine als Erdkabel ausgefĂŒhrte Hochspannungs-Gleichstrom-Ăbertragung (HGĂ) vom Kraftwerk Vockerode bei Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie ging aber bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr in Betrieb (Elbe-Projekt).
WĂ€hrend der Zeit der Teilung war West-Berlin vom Stromnetz des Umlandes abgeschnitten. Die Stromversorgung musste ĂŒber im Stadtgebiet gelegene thermische Kraftwerke wie das Kraftwerk Reuter-West, das Kraftwerk Wilmersdorf und andere erfolgen. Zur Pufferung der Lastspitzen waren in manchen dieser Kraftwerke ab den 1980er-Jahren Akkumulatoren installiert, die ĂŒber Umrichter mit dem Stromnetz verbunden waren und wĂ€hrend Schwachlastzeiten geladen und wĂ€hrend Starklastzeiten entladen wurden.[94]
Erst 1993 wurde die 1951 unterbrochene Leitungsverbindung mit dem Umland wieder hergestellt. In den Westbezirken Berlins sind fast alle Stromleitungen als Erdkabel ausgefĂŒhrt, nur eine 380-kV- und eine 110-kV-Leitung, die vom Kraftwerk Reuter zur Stadtautobahn fĂŒhren, sind als Freileitung ausgefĂŒhrt. Durch Berlin verlĂ€uft das lĂ€ngste 380-kV-Drehstromkabel in Deutschland, die 380-kV-Transversale Berlin. Sie dĂŒrfte die teuerste Stromleitung in Deutschland sein, allein auf Grund ihrer hohen KapazitĂ€t benötigt sie zum Betrieb eine kapazitive Blindleistung von 110 MVar.[95]
[Bearbeiten] Wissenschaft und Bildung
[Bearbeiten] Hochschulen und Forschung
Berlin besitzt eine hohe Konzentration von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. In der Stadt studieren an insgesamt 31 UniversitĂ€ten und Hochschulen, darunter vier Kunsthochschulen, rund 135.000 Studenten.[96] Die vier Berliner UniversitĂ€ten stellen gemeinsam etwa 100.000 Studenten (Stand: WS 2008/2009). Es sind die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin mit rund 27.000 Studenten (ohne CharitĂ©), die Freie UniversitĂ€t Berlin mit rund 31.500 Studenten (ohne CharitĂ©), die Technische UniversitĂ€t Berlin mit rund 27.000 Studenten sowie die UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin mit etwa 4500 Studenten. An der CharitĂ© studieren rund 7.200 Studenten.
Die Medizinischen FakultĂ€ten der Freien UniversitĂ€t und der Humboldt-UniversitĂ€t wurden 2003 zur CharitĂ© â UniversitĂ€tsmedizin Berlin zusammengefasst. Seitdem ist diese mit ihren vier Standorten die gröĂte medizinische FakultĂ€t Europas.
Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurde die Freie UniversitĂ€t Berlin am 19. Oktober 2007 in der dritten Förderlinie ausgezeichnet. Mit dem Erfolg ihres Zukunftskonzepts âInternational Network Universityâ zĂ€hlt sie somit zu den neun deutschen EliteuniversitĂ€ten.
JĂ€hrlich werden rund 1,8 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in Wissenschaft und Forschung investiert, ĂŒber 13 Prozent der Patentanmeldungen der Wissenschaft in Deutschland kommen aus Berlin. Ăber 50.000 BeschĂ€ftigte lehren, forschen und arbeiten an den ĂŒber 70 auĂeruniversitĂ€ren öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen. Auch die groĂen nationalen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sind mit mehreren Instituten vertreten, ebenso verschiedene Bundesministerien mit insgesamt acht Forschungsinstituten. Die meisten Einrichtungen der Wissenschaft konzentrieren sich an den Standorten in Buch, Charlottenburg, Dahlem, Mitte sowie am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof.
In Berlin finden sich auch Niederlassungen verschiedener privater Hochschulen und Lehrinstitute wie der Mediadesign Hochschule, der Games Academy und des QANTM Institutes.
[Bearbeiten] Schulsystem
Berlin hat eine sechsjĂ€hrige Grundschule und seit 2010 ein sich anschlieĂendes zweigliedriges Oberschulsystem mit Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien.[97] Im Schuljahr 2007/2008 gab es in Berlin 744 öffentliche allgemeinbildende Schulen, darunter 396 Grund-, 48 Gesamt-, 54 Haupt-, 62 Realschulen, 97 Gymnasien sowie 87 Sonderschulen. Die Zahl der allgemeinbildenden Privatschulen betrug 101.[98]
Im Februar 2004 wurde ein neues Schulgesetz verabschiedet. Wesentliche Reformen waren die VerkĂŒrzung der Schulzeit bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre, die Vorverlegung des Einschulungsalters auf fĂŒnfeinhalb Jahre und der in der 10. Klasse stattfindende Mittlere Bildungsabschluss, eine schriftliche PrĂŒfung zum Erhalt des Realschulabschlusses. Diese PrĂŒfung wird auch an den Gymnasien abgelegt. Das Zentralabitur wurde in den FĂ€chern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen eingefĂŒhrt sowie die Pressefreiheit fĂŒr SchĂŒlerzeitungen garantiert.
Im Rahmen eines seit den 1990er Jahren in Berlin bestehenden Schulversuchs ist es an 13 Gymnasien mit âSchnelllĂ€uferprogrammâ möglich, das Abitur ein Jahr schneller abzulegen, das heiĂt, seit dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes nach elf Jahren. Seit dem Schuljahr 2008/2009 wird im Rahmen einer Pilotphase das Modell der Gemeinschaftsschule erprobt.
[Bearbeiten] Bibliotheken
Die Staatsbibliothek zu Berlin mit ĂŒber 10 Millionen Druckschriften ist die gröĂte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschen Sprachraum. Weitere groĂe wissenschaftliche Bibliotheken sind die UniversitĂ€tsbibliothek der Freien UniversitĂ€t, die UniversitĂ€tsbibliothek der Humboldt-UniversitĂ€t und die Zentralbibliothek der TU und UdK. Zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin gehört die Amerika-Gedenkbibliothek, ein Geschenk der USA an die Berliner nach der ĂŒberstandenen Blockade 1948/1949.
Die Berliner Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stellt mit ihrem Bestand (ca. 400.000 BÀnde zur europÀischen Kunstgeschichte von der SpÀtantike bis zur Gegenwart, rund 1400 internationale Zeitschriften) eine der bedeutendsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in Deutschland dar.
Mit dem Förderprogramm Bibliotheken im Stadtteil (BIST) soll im Zeitraum 2007 bis 2015 auch die dezentrale Versorgung der Bevölkerung gewÀhrleistet werden.[99]
[Bearbeiten] Berlin in der Kunst
[Bearbeiten] Filme
Auswahl von Filmen, die in Berlin spielen oder von Berlin handeln:
- Berlin: Die Sinfonie der GroĂstadt, Regie: Walter Ruttmann, Deutschland, 1927
- M â Eine Stadt sucht einen Mörder, Regie: Fritz Lang, Deutschland, 1931
- Emil und die Detektive, Regie: Gerhard Lamprecht, Deutschland 1931
- Deutschland im Jahre Null, Regie: Roberto Rossellini, Deutschland 1946
- Der Hauptmann von Köpenick, Regie: Helmut KÀutner, Deutschland 1956
- Eins, Zwei, Drei, Regie: Billy Wilder, USA/Deutschland, 1961
- Cabaret, Regie: Bob Fosse, 1972
- Die Legende von Paul und Paula, Regie: Heiner Carow, DDR, 1973
- Berlin Alexanderplatz, Regie: Rainer Werner Fassbinder, Deutschland 1980
- Christiane F. â Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Regie: Uli Edel, Deutschland 1981
- Der Himmel ĂŒber Berlin, Regie: Wim Wenders, Deutschland 1987
- Linie 1 (Musicalfilm), Regie: Reinhard Hauff, 1988
- In weiter Ferne, so nah!, Regie: Wim Wenders, Deutschland 1993
- Lola rennt, Regie: Tom Tykwer, Deutschland 1998
- Sonnenallee, Regie: Leander HauĂmann, Deutschland 1999
- Berlin is in Germany, Regie: Hannes Stöhr, 2001
- Good Bye, Lenin!, Regie: Wolfgang Becker, Deutschland 2003
- Herr Lehmann, Regie: Leander HauĂmann, Deutschland 2003
- Das Leben der Anderen, Regie: Florian Henckel von Donnersmarck, Deutschland 2006
- 24h Berlin â Ein Tag im Leben,[100] Regie: Volker Heise, 2009
[Bearbeiten] Musik
Vor allem seit der Entwicklung Berlins zur Millionenstadt Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und entstehen bis heute in der PopulĂ€rkultur eine Vielzahl von Liedern, die Berlin und das Leben in der Stadt, hĂ€ufig in ihrem zeitgenössischen Kontext, darstellen.[101] Das bekannteste Lied ist wohl Berliner Luft, das Paul Lincke 1899 fĂŒr die Operette Frau Luna schrieb und das mitunter anstelle einer echten Landeshymne gespielt wird. Ein weiteres bekanntes Lied ist das 1951 von Conny Froboess gesungene Pack die Badehose ein, das die Nachkriegsstimmung im West-Berlin der Wirtschaftswunderjahre widerspiegelt.
Die Teilung Berlins fĂŒhrte bis 1990 auch zu ganz unterschiedlichen Liedern ĂŒber die Stadt. WĂ€hrend in West-Berliner Titeln, beispielsweise in Liedern der EinstĂŒrzenden Neubauten, etwa die UmbrĂŒche in der Stadt in den 1970er und 1980er Jahren zum Ausdruck kamen, wurde bei Ost-Berliner Bands gelegentlich, wenn auch nur implizit, die Teilung der Stadt thematisiert, so zum Beispiel Citys Wand an Wand, das 1987 zum 750-jĂ€hrigen StadtjubilĂ€um geschrieben wurde.
[Bearbeiten] Auszeichnungen und Ehrentitel Berlins
- Im Februar 1979 verlieh der Weltfriedensrat anlÀsslich einer Tagung in Ost-Berlin den Ehrentitel Stadt des Friedens an Berlin. Ab 1986 wurde an einem Wohnblock im Nikolaiviertel mit einer Plakette darauf aufmerksam gemacht.
- Im November 2005 zeichnete die UNESCO Berlin als die erste Stadt in Europa mit dem Titel Stadt des Designs aus[102]
- Im Jahre 2009 erhielt Berlin den mit 50.000 Euro dotierten spanischen Prinz-von-Asturien-Preis fĂŒr Eintracht aus Anlass des zwanzigjĂ€hrigen JubilĂ€ums der friedlichen Revolution von 1989.[103]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste der gröĂten Metropolregionen der Welt
- Liste der gröĂten StĂ€dte der EuropĂ€ischen Union
- Liste der MillionenstÀdte
- Liste der GroĂstĂ€dte in Deutschland
- Berliner Statistiken
[Bearbeiten] Literatur
- Udo Arnold: PreuĂen und Berlin. LĂŒneburg 1981.
- Horst Bosetzky, Jan Eik: Das Berlin-Lexikon. Jaron Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-932202-57-0.
- Jacob Hein: Gebrauchsanweisung fĂŒr Berlin. VollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete Neuausgabe. Piper, MĂŒnchen 2009, ISBN 978-3-492-27576-7.
- Dieter Hoffmann-Axthelm: Osten Westen Mitte â SpaziergĂ€nge durch das neuere Berlin. edition.fotoTAPETA, Berlin 2011, ISBN 978-3-940524-14-0.
- Stefan KrĂ€tke: Berlin â Stadt im Globalisierungsprozess. In: Geographische Rundschau. 56 (4), 2004, ISSN 0016-7460, S. 20â25.
- Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. 2 Bde. 3. Auflage. Berlin 2002. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Standardwerk anlÀsslich des 750-Jahre-JubilÀums)
- Susanne Stemmler, Sven Arnold (Hrsg.): New York â Berlin, Kulturen in der Stadt. Wallstein, 2008, ISBN 978-3-8353-0328-7.
- Reimer Wulf (Fotos), Karl Kessler (Texte): Ăber den DĂ€chern des Neuen Berlin, Luftaufnahmen-Dokumentation, 200 S., Herbig, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-7766-2403-5.
[Bearbeiten] Weblinks
- Berlin.de Offizielle Website des Landes Berlin
- Informationen zu Berlin im BAM-Portal
- Literatur von Berlin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Berlin-Bibliographie
- Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg
- 3D-Modell der Berliner Innenstadt
- Berlin von A bis Z, Informationen zur Stadtentwicklung
- Informationsseite ĂŒber Berlin
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- â a b Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 30. November 2011 des Amtes fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 20. MĂ€rz 2012 (PDF-Datei).
- â Zuwanderer und Einwohner Berlins nach Staatsangehörigkeit auf berlin.de
- â Arbeitslosenquoten im April 2012 â LĂ€nder und Kreise. In: arbeitsagentur.de. Bundesagentur fĂŒr Arbeit, abgerufen am 2. Mai 2012.
- â Revealed: Cities that rule the world â and those on the rise (englisch), CNN. Abgerufen am 14. April 2010.
- â Leading cities in cultural globalisations/Media (englisch), GaWC, abgerufen am 14. April 2010.
- â A wild art scene now stays within the lines, (englisch), Los Angeles Times, abgerufen am 14. April 2010.
- â Berlin, the big canvas (englisch), International Herald Tribune, abgerufen am 16. April 2010.
- â Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): Berliner Umweltatlas. Ausgabe 1993/2001. Abgerufen am 16. April 2010.
- â Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): Berliner Umweltatlas. Ausgabe 2008. Abgerufen am 16. April 2010.
- â Senatsverwaltung Berlin (Hrsg.): StadtbĂ€ume: Ăbersichten der Bestandsdaten. Abgerufen am 16. April 2010.
- â GroĂ-Berlin-Gesetz.
- â Suche nach zustĂ€ndigem Finanzamt.
- â Ăbersicht der deutschen Amtsgerichte.
- â H.G. Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 181â196.
- â Bernd Horlemann (Hg.), Hans-JĂŒrgen Mende (Hg.): Berlin 1994. Taschenkalender, Edition Luisenstadt Berlin, Nr. 01280
- â a b c d e Wolfgang Ribbe, JĂŒrgen SchmĂ€deke: Kleine Berlin-Geschichte. Herausgegeben von der Landeszentrale fĂŒr politische Bildungsarbeit Berlin in Verbindung mit der Historischen Kommission zu Berlin; Stapp Verlag Berlin 1994, ISBN 3-87776-222-0; Seiten 80â128: Reformzeit, Revolution und Reaktion (1800 bis 1860). Das Ende der friderizianischen Epoche: Berlin in der Phase des Umbruchs
- â Zum staatsrechtlichen Status siehe: Deutsches Reich#Staatsrechtliche Fragen
- â Infolge der Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die originĂ€ren Hauptstadtfunktionen nicht mehr von Berlin aus ausgeĂŒbt werden, weshalb dies von 1949 an provisorisch aus Bonn geschah. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurde âRegierungssitzâ meist jedoch mit âHauptstadtâ gleichgesetzt und Bonn nur selten â staatsrechtlich korrekt â als âprovisorischer Regierungssitzâ bezeichnet.
- â Gerundete Zahlen, zusammengestellt aus:
Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. Band II. Von der MĂ€rzrevolution bis zur Gegenwart. C. H. Beck, MĂŒnchen 1987, S. 692â697.
Otto-Friedrich Gandert, Berthold Schulze, Ernst Kaeber und andere (Hrsg.): Heimatchronik Berlin. Archiv fĂŒr deutsche Heimatpflege, Köln 1962, S. 427.
Max Mechow: Die Ost- und WestpreuĂen in Berlin. Ein Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte der Stadt. Haude & Spener, Berlin 1975, S. 112/113.
Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Statistisches Handbuch fĂŒr den preuĂischen Staat. Verlag des königlichen statistischen Bureaus, Berlin 1898, zur Muttersprache S. 128/129, zum AuslĂ€nderanteil S. 114/115. - â [1] (Link nicht mehr abrufbar) âStatistiken, âBevölkerung, âWanderungen; [2] (Link nicht mehr abrufbar), S. 54
- â a b GroĂstadt ohne GröĂenwahn. In: Der Spiegel. Nr. 12, 2007, S. 22â38 (19. MĂ€rz 2007, online).
- â Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerungswanderungen. Abgerufen 19. August 2010.
- â Homepage der Integrationsbeauftragten (erneuert: 2. Juni 2007). Abgerufen am 16. April 2010.
- â Statistisches Landesamt Berlin. (Link nicht mehr abrufbar) Abgerufen am 16. April 2010.
- â Statistik Berlin-Brandenburg, Tabelle 01.33 (Link nicht mehr abrufbar)
- â Bericht vom Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg mit Stand vom 31. Dezember 2010
- â Yonis Ayeh: ISD Online âą Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Isdonline.de. Abgerufen am 15. September 2011.
- â http://www.statistik-be/ rlin-brandenburg.de/statis/login.do?guest=guest&db=EWRBEE
- â http://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/Stat_Berichte/2012/SB_A01-05-00_2011h02_BE.pdf
- â Amt fĂŒr Statistik Berlin-Brandenburg: Statistischer Bericht - Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2010. (PDF-Datei, abgerufen am 1. September 2011.)
- â Berlin will illegalen Einwanderern helfen. In: Der Tagesspiegel,23. Februar 2009.
- â Die Roma von Berlin-Neukölln. In: Die Welt. vom 28. September 2010.
- â a b Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2010. EKD, 2011, (PDF; 0,45 MB) Abgerufen am 10. MĂ€rz 2012.
- â a b Amt fĂŒr Statistik Berlin Brandenburg: Die kleine Berlin-Statistik 2010. (PDF-Datei). Abgerufen am 4. Januar 2011.
- â Tabelle 11; die tatsĂ€chliche Anzahl von Muslimen kann anhand dieser Gesamtzahl, die auch Angehörige anderer Religionen (z. B. Minderheiten aus den Herkunftsstaaten, Deutsche mit einseitigem Migrationshintergrund) und Nichtreligiöse einschlieĂt, nur geschĂ€tzt werden.
- â Statistisches Jahrbuch fĂŒr Berlin 2010. Abgerufen am 10. MĂ€rz 2012.
- â Statistisches Jahrbuch fĂŒr Berlin 2011. Abgerufen am 10. MĂ€rz 2012.
- â Herzlich willkommen! | Humanistischer Verband Berlin Brandenburg
- â Grafik 10
- â Jahrbuch 2010 (Link nicht mehr abrufbar) auf www.statistik-berlin-brandenburg.de, Tabelle 01.08
- â Zahlen, auf www.tempelhof-evangelisch.de
- â Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski zu Staatsdonationen, abgerufen am 8. Juni 2010.
- â Altlutherische Gemeinden in Berlin, abgerufen am 16. April 2010.
- â Alt Katholiken / Gemeinde Berlin, abgerufen am 16. April 2010.
- â Proteste bei Eröffnung von Scientology. In: Der Tagesspiegel. vom 14. Januar 2007. Abgerufen am 16. April 2010.
- â Diplomatic Berlin (englisch). Deutschland Online, abgerufen am 19. Mai 2010.
- â Allgemeines ZustĂ€ndigkeitsgesetz AZG Berlin, § 9 (PDF (Link nicht mehr abrufbar), 224 kByte). Abgerufen am 16. April 2010.
- â Haushalt und Finanzen Berlins Senatsverwaltung Finanzen, abgerufen am 16. April 2010.
- â VorlĂ€ufiger Jahresabschluss 2006, PDF, 73 kB, Senatsverwaltung Finanzen, abgerufen am 16. April 2010.
- â EuropĂ€ische Strukturfonds in Berlin 2007â2013 Berlin.de, abgerufen am 29. Mai 2010.
- â Berlins finanzielle Schieflage verschĂ€rft sich. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 16. April 2010.
- â StĂ€dtepartnerschaften von Berlin, www.berlin.de, abgerufen am 9. Oktober 2010.
- â Konjunkturdaten, Berlin.de, abgerufen am 9. Juni 2010
- â Eurostat: Regional GDP per inhabitant 2007. Abgerufen am 15. Mai 2012.
- â Arbeitslosigkeit sinkt auf niedrigsten Stand seit 20 Jahren In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 3. Oktober 2011.
- â Der Tagesspiegel, 23. August 2011, Nr. 21 074, S. 11, Artikel âZahlen zu den Wahlenâ.
- â Berliner Wirtschaft in Zahlen 2011 Top 100 Arbeitgeber in Berlin (PDF-Datei; 1,6 MB) (Link nicht mehr abrufbar), abgerufen am 17. August 2011).
- â Das beste Tourismusjahr aller Zeiten. Berliner Morgenpost (25. Februar 2011). Abgerufen am 24. November 2011.
- â tourismuspresse.at: Kongressland Ăsterreich weiterhin ganz vorne, Pressemeldung, 3. Oktober 2011, Zugriff am 6. Mai 2012
- â IHK Berlin: http://www.berlin.de/imperia/md/content/senatsverwaltungen/senwaf/publikationen/wfaktor_tourismus.pdf?start&ts=1280754497&file=wfaktor_tourismus.pdf Wirtschaftsfaktor Tourismus], Berlin 2009, Zugriff am 6. Mai 2012/
- â Berlin.de: Medizin und Medizintechnik in Berlin (Link nicht mehr abrufbar)
- â 2. Kulturwirtschaftsbericht Berlin
- â Global Power City Index (englisch), Institute for Urban Strategies Tokio am 22. Oktober 2009. Abgerufen am 16. April 2010.
- â World Heritage Site Museumsinsel(Englisch), UNESCO, abgerufen am 16. April 2010.
- â www.hu-berlin.de: NobelpreistrĂ€ger, abgerufen am 2. Dezember 2011.
- â Palast der Republik vollstĂ€ndig abgerissen. Bei: N24.de vom 2. Dezember 2008. Abgerufen am 16. April 2010.
- â Erkenntnis durch Meditation. Bei: 3sat, abgerufen am 16. April 2010.
- â Statistisches Landesamt Berlin (Link nicht mehr abrufbar) Abgerufen am 16. April 2010.
- â Berlin besitzt 564 BrĂŒcken. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Berliner Zeitung vom 15./16. November 2008, S. 19
- â Naturschutzgebiete, Ăbersicht Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung Berlin, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Landschaftsschutzgebiete Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung Berlin, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Naturpark Barnim Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung Berlin. Abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Sport in Berlin - Ăber Uns Landessportbund Berlin Abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Daten und Fakten zur Sportmetropole Berlin /www.berlin-sportmetropole.de, abgerufen am 21. Mai 2010.
- â Deutsche Volleyball-Liga: Liste der Bundesliga-Vereine Abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Die Eventmacher. In: Der Tagesspiegel. Abgerufen am 21. Mai 2010.
- â Haile Gebrselassie lĂ€uft Fabel-Weltrekord. In: Welt Online. Abgerufen am 19. Mai 2010.
- â Bolt holt Gold und Weltrekord. In: Spiegel Online. Abgerufen am 19. Mai 2010.
- â OlympiastĂŒtzpunkt Berlin, OSP-Berlin. Abgerufen am 19. Mai 2010.
- â olympiastadion-berlin.de: Zahlen und Fakten zum Olympiastadion Berlin. Abgerufen am 21. Mai 2010.
- â MobilitĂ€t der Stadt: Berliner Verkehr in Zahlen Ausgabe 2010
- â Barrierefreiheit in den Bereichen Verkehr und Bau, Senatsverwaltung fĂŒr Soziales, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â a b Zahlen ĂŒber den Taxi- und Mietwagenverkehr. Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP), 8. Dezember 2011, abgerufen am 29. MĂ€rz 2012 (PDF, 926 KB).
- â Info: Taxigewerbe in Berlin. Berliner Morgenpost, 19. Januar 2012, abgerufen am 15. Februar 2012.
- â Einkommensteuerrecht: Taxigewerbe: SchĂ€tzung und Benennungsverlangen. In: Urteil des Dritten Senats, 3 K 13/09. Finanzgericht Hamburg, 7. September 2010, abgerufen am 31. MĂ€rz 2012: âIn Hamburg wird die Zahl der Taxikonzessionen, wie auch in Berlin, aber im Unterschied zu allen anderen deutschen Kommunen, nicht beschrĂ€nkt.â
- â Neue InvalidenstraĂe â es wird geplant und geklagt
- â Berlin Hauptbahnhof â Das Vorhaben
- â Berliner fahren weniger Auto, Der Tagesspiegel, abgerufen am 21. Mai 2010.
- â Grundwasseranstieg. Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, abgerufen am 12. November 2011 (deutsch).
- â Wasserwerke, Berliner Wasserbetriebe, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Abwasserbeseitigung. In: Berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal. Umweltportal â eine Kooperation der Berliner UmweltĂ€mter, der Senatsverwaltung fĂŒr Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz und der Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung, archiviert vom Original am 13. Februar 2011, abgerufen am 13. Februar 2011 (deutsch).
- â Das Kanalnetz. Berliner Wasserbetriebe, archiviert vom Original am 18. April 2011, abgerufen am 18. April 2011 (deutsch).
- â Batteriespeicheranlage in Berlin Abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Stromanbieter in Berlin, steckdose.de, abgerufen am 3. November 2011.
- â Wirtschaftsstandort Berlin, Tagesspiegel, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â www.berlin.de: Schulreform, abgerufen am 20. Mai 2010.
- â Presseinformation der Senatsschulverwaltung Abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Bibliotheken im Stadtteil (BIST) (2007â2015) (Link nicht mehr abrufbar) auf dem Bibliotheksportal.
- â 24hBerlin
- â Der Berlin-Song hat echte Konjunktur. In: Die Welt, abgerufen am 16. Mai 2010.
- â Siehe dazu die Mitteilung der Senatsverwaltung fĂŒr Wirtschaft, Technologie und Frauen: [3]
- â Berlin erhĂ€lt spanischen Prinz-von-Asturien-Preis, FocusOnline, abgerufen am 16. April 2010.
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| Dieser Artikel wurde am 25. MĂ€rz 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |










