Analogsignal
Als Analogsignal wird ein Signal bezeichnet, wenn dessen die Information tragende Parameter, z. B. der Augenblickswert, kontinuierlich jeden Wert stufenlos zwischen einem Minimum und einem Maximum annehmen kann. Dieses trifft auf nahezu alle realen Prozesse oder ZustĂ€nde zu. Theoretisch ist es möglich, beliebig kleine SignalĂ€nderungen zu registrieren (sehr groĂer Dynamikumfang).
Probleme treten meistens erst bei der Verarbeitung durch Rauschen und NichtlinearitĂ€t der Messumformer beim Auslesen der gespeicherten Analogsignale oder bei der Ăbertragung durch Ăberlagerung von Störungen auf. Je nach Zielsetzung kann die Umformung in Digitalsignale daher sinnvoll sein â z. B. bei der Speicherung von Musik, bei der Ăbertragung von Daten ĂŒber weite Strecken â oder auch nicht sinnvoll, z. B. bei der Veranschaulichung oder bei kritischen Systemen, bei denen die Umformung zu zeitintensiv oder wegen des Analog-Digital-Umsetzers zu fehleranfĂ€llig wĂ€re.
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Vorzugsweise erzeugt man als Analogsignal ein elektrisches Signal, meistens die elektrische Spannung oder die elektrische StromstĂ€rke, seltener Frequenz oder Ladung. Man kennt aber analoge Signale auch aus mechanischen, pneumatischen, hydraulischen und anderen Systemen. Beispielsweise benutzt ein Dosenbarometer die Verformung als Signal, um Druckinformationen zu ĂŒbertragen, oder bei einer Schallplatte können ĂŒber Höhenunterschiede der einzelnen Rillen Tonsignale abgelesen werden.
Jede Information kann auf analogem Wege ĂŒbertragen werden, oftmals als kalkulierte Reaktion auf Ănderungen physikalischer GröĂen wie Helligkeit, Temperatur oder Druck, die von einem Sensor erfasst werden. So bewirkt beispielsweise bei analoger Tonaufnahme die Druckvariation eines von einem Mikrofon erfassten Tons eine korrelierte Variation der erzeugten Modulationsspannung. Ein erhöhter Schallwechseldruck erzeugt bei gleichem âRhythmusâ auch eine höhere Spannung.
Der Hauptnachteil analoger Signale sind zufĂ€llige Variationen, die zwangslĂ€ufig auftreten, da kein System störungsfrei ist, und die im Gegensatz zu digitalen Signalen nicht mit Hilfe von PrĂŒfbits korrigiert werden können. Hierbei gilt: Je hĂ€ufiger ein Signal kopiert wird oder je lĂ€nger der Signalweg ist, desto stĂ€rker wird das Signal vom Rauschen dominiert. Diese Signalverluste und Signalverzerrungen sind unumkehrbar, da eine VerstĂ€rkung des Signals zusĂ€tzliches Rauschen addiert.
Eine andere Methode zur Ăbertragung von Analogsignalen ist die Modulation. Hierbei wird eine Eigenschaft eines TrĂ€gersignals (zum Beispiel einer sinusförmigen Schwingung) verĂ€ndert. Bei der Amplitudenmodulation wird die Amplitude einer sinusförmigen Spannung durch die Quellinformationen modifiziert, bei der Frequenzmodulation verĂ€ndert sich die Frequenz des TrĂ€gersignals. Die dritte Möglichkeit einer Modulation ist die Phasenmodulation, bei der die Phase des Ursprungsignals abgeĂ€ndert wird.









