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Ali Abdullah Salih – Wikipedia

Ali Abdullah Salih

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Ali Abdullah Salih beim Besuch des Moskauer Kreml (2004)

Ali Abdullah Salih (arabisch â€Űčلي Űčۚۯ Ű§Ù„Ù„Ù‡ Ű”Ű§Ù„Ű­â€Ž, DMG ÊżAlÄ« ÊżAbdullāh áčąÄliáž„, oft Saleh geschrieben; * 21. MĂ€rz 1942 in Bait al-Ahmar[1]) war seit dem 17. Juli 1978 PrĂ€sident der Jemenitischen Arabischen Republik (Nordjemen) und von 1990 bis 2012 PrĂ€sident des geeinten Jemens, der Republik Jemen. Zudem ist er Vorsitzender der dominierenden Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Werdegang

Als junger Mann trat Ali Abdullah Salih in die Armee ein und beteiligte sich von 1962 bis 1968 am BĂŒrgerkrieg im damaligen Königreich Jemen auf der Seite der Republikaner gegen die Royalisten. 1974 war er am Putsch gegen PrĂ€sident al-Iryani beteiligt und wurde 1978 PrĂ€sident der Jemenitischen Arabischen Republik.

[Bearbeiten] PrÀsident des vereinten Jemen

Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelang am 22. Mai 1990 die Vereinigung mit der Volksdemokratischen Republik Jemen (SĂŒdjemen). Allerdings konnte lange Zeit keine wirkliche Vereinigung der Verwaltung erreicht werden. 1994 kam es zum BĂŒrgerkrieg mit dem SĂŒden, als es in der Gegend um Aden zum Aufstand alter Truppen des SĂŒdens gegen den vorherrschenden Einfluss des konservativen Nordens kam. Im Juli 1994 war der Aufstand jedoch militĂ€risch niedergeschlagen.

2001 wurde die Amtszeit des PrĂ€sidenten von fĂŒnf auf sieben Jahre verlĂ€ngert. Die PrĂ€sidentschaftswahlen vom 23. September 2006 gewann Salih mit 77,2 % der abgegebenen Stimmen. Der wichtigste Oppositionskandidat Faisal Bin Shamlan erreichte lediglich 21,8 %. Da Art. 162 der jemenitischen Verfassung die Zahl der Amtszeiten auf zwei beschrĂ€nkt, hĂ€tte Salih 2013 nicht erneut fĂŒr das PrĂ€sidentenamt kandidieren können.

[Bearbeiten] Machtverlust 2011

→ Hauptartikel: Proteste im Jemen 2011/2012

Am 1. Januar 2011 legte Salih VerfassungsĂ€nderungen vor, deren wesentlicher Inhalt die Aufhebung der BeschrĂ€nkung der Amtszeiten ist. DafĂŒr solle die Amtsdauer wieder auf fĂŒnf Jahre reduziert werden. Die geplanten VerfassungsĂ€nderungen lösten Proteste der Opposition aus. Ende Januar 2011 demonstrierten mehrere Tausend Menschen in der Hauptstadt Sanaa und forderten Salih auf, dem Beispiel des Anfang des Monats gestĂŒrzten tunesischen PrĂ€sidenten Zine el-Abidine Ben Ali zu folgen und die Macht abzugeben.[2] Darauf hin gab Salih im Februar 2011 bekannt, dass er 2013 nicht mehr fĂŒr eine weitere Amtszeit kandidieren werde.[3] Einen Monat spĂ€ter verkĂŒndete er, dass bereits 2011 vorgezogene Neuwahlen stattfinden werden.[4]

Am 3. Juni 2011 wurde Salih bei einem Raketenangriff auf den jemenitischen PrĂ€sidentenpalast verletzt, fĂŒr den der verfeindete Haschid-Stamm von Scheich Sadiq al-Ahmar verantwortlich gemacht wird.[5] Salih wurde – wie sein beim Angriff verletzter Regierungschef Ali Mohammed Mudschawwar – zur Behandlung nach Saudi-Arabien ĂŒberfĂŒhrt. Anfang August 2011 konnte Salih das Krankenhaus wieder verlassen, er verblieb aber zunĂ€chst in Saudi-Arabien.[6] GemĂ€ĂŸ der Verfassung wurde Salih wĂ€hrend seiner Abwesenheit vom VizeprĂ€sidenten Abed Rabbo Mansur Hadi vertreten.[7]

Ende August 2011 kĂŒndigte die jemenitische Regierung Wahlen noch im laufenden Jahr an. DarĂŒber hinaus beauftragte Salih seinen Stellvertreter, mit der Opposition GesprĂ€che ĂŒber eine Machtteilung aufzunehmen.[8] Dessen ungeachtet setzte die Opposition ihre Proteste fort. Am 23. September 2011 kehrte Salih ĂŒberraschend in den Jemen zurĂŒck.[9] Anfang Oktober 2011 wiederholte er seine RĂŒcktrittsankĂŒndigung. Im selben Monat rief der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Salih einstimmig zu einer geregelten MachtĂŒbergabe auf und verurteilte die anhaltende Gewalt sowie Menschenrechtsverletzungen im Jemen. In der Resolution wurde ihm ImmunitĂ€t vor Strafverfolgung gewĂ€hrt, wĂŒrde er, einem Plan des Golf-Kooperationsrates folgend, fĂŒr eine geregelte MachtĂŒbergabe binnen 30 Tagen unterzeichnen.[10] Am 23. November 2011 unterschrieb Salih dann ein Abkommen auf der Grundlage des Plans des Golf-Kooperationsrates, das die MachtĂŒbergabe an seinen bisherigen Stellvertreter Abed Rabbo Mansur Hadi sowie Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen vorsieht. Im Gegenzug wurde Salih und seinen Angehörigen ImmunitĂ€t und freie Ausreise in die Vereinigten Staaten von Amerika zugesichert.[11][12]

[Bearbeiten] MachtĂŒbergabe

Am 22. Januar 2012 ĂŒbergab Salih die Macht an seinen Stellvertreter Abd Rabbo Mansur Hadi und flog in den Oman aus, von wo aus er zu medizinischen Behandlungen in die USA flog.[13] Bis zur PrĂ€sidentschaftswahl am 21. Februar 2012 trug Salih offiziell noch den Titel EhrenprĂ€sident.[14]

Am 27. Februar trat Salih mit Abed Rabbo Mansur Hadi gemeinsam im Staatsfernsehen auf. Die Opposition reagierte verÀrgert darauf und hatte gesagt es gebe keine demokratischen Wandel im Jemen.[15]

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ali Abdullah Salih â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Beate Seel: Ein Fan von Saddam. In: die tageszeitung. 31. Januar 2011, abgerufen am 23. September 2011 (deutsch).
  2. ↑ Frankfurter Rundschau: Demokratie-Funke springt auf Jemen ĂŒber, 27. Januar 2011.
  3. ↑ Kein ZurĂŒckstellen der Uhr. In: ORF. 2. Februar 2011, abgerufen am 23. September 2011 (deutsch).
  4. ↑ Focus: Jemen: Salih lĂ€sst Wahlen noch in diesem Jahr zu, 23. MĂ€rz 2011.
  5. ↑ AFP: Vier verletzte Politiker aus dem Jemen nach Saudi-Arabien gebracht 4. Juni 2011
  6. ↑ Spiegel Online: Salih verlĂ€sst Klinik in Riad, 7. August 2011.
  7. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung: Tausende feiern die Ausreise des PrĂ€sidenten, 5. Juni 2011.
  8. ↑ Spiegel Online: PrĂ€sident Salih offenbar zu Machtwechsel bereit, 12. September 2011.
  9. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung: RĂŒckkehr auf verbrannten Boden, 23. September 2011.
  10. ↑ DiePresse.com: UN-Sicherheitsrat fordert Machtwechsel im Jemen, 22. Oktober 2011.
  11. ↑ DiePresse.com: Jemen: PrĂ€sident Saleh gibt Macht ab, 23. November 2011
  12. ↑ Yemen's Saleh agrees to transfer power. Al Jazeera English, 23. November 2011, abgerufen am 5. Dezember 2011 (englisch).
  13. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung: Salih in USA eingetroffen, 30. Januar 2012
  14. ↑ Spiegel Online: PrĂ€sident Salih verlĂ€sst Jemen, 22. Januar 2012
  15. ↑ http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/jemen-unruhen-ex-praesident-salih-provoziert-opposition-_aid_718255.html
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