Albert (Schwarzburg-Rudolstadt)
Albert von Schwarzburg-Rudolstadt (* 30. April 1798 in Rudolstadt; †26. November 1869 ebenda) war von 1867 bis 1869 Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt.
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[Bearbeiten] Leben
Albert wurde am 30. April 1798 als zweiter Sohn von Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg-Rudolstadt und dessen Gattin Karoline Louise geboren.
In der Kindheit Alberts war Louis Ferdinand von Preußen vom 7. bis 9. Oktober 1806 Gast aif Schloss Heidecksburg. Der Prinz war Kommandant einer preußisch-sächsischen Vorhut im Vierten Koalitionskrieg gegen Frankreich und kam später am 10. Oktober 1806 im Gefecht bei Saalfeld uns Leben. Bei dem Besuch von Louis Ferdinand wurde, so wurde in der fürstlichen Familie erzählt, das Interesse Alberts für das Militär sichtbar.
Fürstin Karoline Louise begab sich mit ihren Kindern aus Sicherheitsgründen zuerst nach Frankenhausen und dann nach Kassel. Bald beruhigte sich aber die Lage, und die Fürstin mit den Kinder konnten zurückkehren. Kurz bevor der regierende Fürst und Alberts Vater Ludwig Friedrich am 28. April 1807 vestarb, trat das Fürstentum dem Rheinbund bei. Im Anschluss wurde Karoline Louise vormundschaftlich Regentin für ihren Sohn Friedrich Günther. 1810 wurde Albrecht mit seinen Bruder Friedrich Günther ein Jahr zur Ausbildung nach Genf geschickt.
Der Prinz nahm 1814/15 am Kriege gegen Napoleon teil und zog bis nach Paris. Albert erhielt für seine Verdienste das Eiserne Kreuz II. Klasse. 1814 wurde er Leutnant im preußischen Heer. In dieser Funktion diente Albert unter Generalleutnant Ludwig von Hessen-Homburg. Während der Soldatenjahre war der Prinz oftmals am preußischen Hof zu Gast. König Friedrich Wilhelm III. war ein Verwandter. Dort lernte er auch seine spätere Gemahlin Auguste, Tochter von Prinz Friedrich Wilhelm zu Solms-Braunfels, kennen. Die Hochzeit erfolgte am 27. Juli 1827 auf Schloss Schönhausen.
Albert übernahm am 28. Juni 1867 die Regentschaft des Fürstentums. Zuvor regierte sein Bruder Friedrich Günther. Zu Beginn seiner Regierungszeit trat die Verfassung des Norddeutschen Bundes am 1. Juli 1867 in Kraft. Am 23. Oktober 1869 ließ der Fürst den Landtag auflösen. Der Grund war eine Auseinandersetzung wegen geplanter Steuererhöhungen. Sein Sohn Georg Albert hat den Landtag wieder eingesetzt.
Der Fürst starb am 26. November 1869.
[Bearbeiten] Nachkommen
Albert hatte mit seiner Ehefrau Auguste 4 Kinder:
- Karl (*/†1828)
- Elisabeth (1833–1896) ∞ Fürst Leopold III. zur Lippe (1821–1875)
- Georg Albert (1838–1890), 9. Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt
- Ernst Heinrich (*/†1848)
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Die Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, Thüringer Landesmuseum Heidecksburg, Rudolstadt 1997 (3. Auflage 2001), ISBN 3-910013-27-9
- Heinrich Friedrich Theodor Apfelstedt: Das Haus Kevernburg-Schwarzburg von seinem Ursprunge bis auf unsere Zeit: dargestellt in den Stammtafeln seiner Haupt- und Nebenlinien und mit biographischen Notizen über die wichtigsten Glieder derselben, Bertram, Sondershausen 1890, ISBN 3-910132-29-4
Ludwig Friedrich I. (Schwarzburg-Rudolstadt) | Friedrich Anton (Schwarzburg-Rudolstadt) | Johann Friedrich (Schwarzburg-Rudolstadt) | Ludwig Günther II. (Schwarzburg-Rudolstadt) | Friedrich Karl (Schwarzburg-Rudolstadt) | Ludwig Friedrich II. (Schwarzburg-Rudolstadt) | Karoline von Hessen-Homburg | Friedrich Günther (Schwarzburg-Rudolstadt) | Albert (Schwarzburg-Rudolstadt) | Georg Albert (Schwarzburg-Rudolstadt) | Günther Victor (Schwarzburg-Rudolstadt)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albert |
| ALTERNATIVNAMEN | Albert Prinz von Schwarzburg-Rudolstadt (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Adliger, Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1798 |
| GEBURTSORT | Rudolstadt |
| STERBEDATUM | 26. November 1869 |
| STERBEORT | Rudolstadt |











