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Arte – Wikipedia

Arte

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
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Arte
Senderlogo
Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel
Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-S2, IPTV
LĂ€nder: DeutschlandDeutschland Deutschland
FrankreichFrankreich Frankreich
Sendeanstalt: ARD, ZDF und France Télévisions
Auflösung: 576i (SDTV)
720p (HDTV) (Deutschland)
1080i (HDTV) (Frankreich)
Intendant: Gottfried Langenstein
Sendebeginn: 30. Mai 1992
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: www.arte.tv
Liste von Fernsehsendern
Logo des HD-Ablegers
ARTE in Straßburg
Sendezentrum 2 des ZDF in Mainz
Ehemaliges Logo (2008–2011)
Erstes Logo von arte HD

arte (AbkĂŒrzung fĂŒr französisch Association Relative Ă  la TĂ©lĂ©vision EuropĂ©enne, ĂŒbersetzt Zusammenschluss bezĂŒglich des europĂ€ischen Fernsehens) ist ein Fernsehsender mit Sitz in Straßburg (Hauptsitz), Baden-Baden und Issy-les-Moulineaux bei Paris, der in deutsch-französischer Kooperation betrieben wird. ARTE wurde 1992 durch einen Staatsvertrag vom 2. Oktober 1990 zwischen dem französischen Staat, einerseits, und allen damaligen zehn deutschen BundeslĂ€ndern[1] sowie dem Land Berlin,[2] andererseits, gegrĂŒndet und ging am 30. Mai 1992 auf Sendung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Im November 1988 bildeten die MinisterprĂ€sidenten von Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Hamburgs Erstem BĂŒrgermeister eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines deutsch-französischen Kulturkanals. UnterstĂŒtzt wurde das Projekt vom damaligen französischen StaatsprĂ€sidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl. Am 2. Oktober 1990, am Vorabend der deutschen Wiedervereinigung, kam es schließlich zur Unterzeichnung eines zwischenstaatlichen Vertrags durch Vertreter der französischen Republik und der zehn alten BundeslĂ€nder und Berlin. Er bildete die Grundlage fĂŒr den europĂ€ischen Kulturkanal ARTE. Die fĂŒnf neuen BundeslĂ€nder traten 1996 bei.

1991 grĂŒndete man in Straßburg die EuropĂ€ische Wirtschaftliche Interessenvereinigung arte G.E.I.E. (franz.: ‚Groupement EuropĂ©en d'IntĂ©rĂȘt Économique‘, EuropĂ€ische wirtschaftliche Interessenvereinigung). Gleichberechtigte Mitglieder sind die ebenfalls 1991 entstandene Koordinierungszentrale ARTE Deutschland in Baden-Baden, an der die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF zu je 50 Prozent beteiligt sind, sowie der französische Kulturkanal „La Sept“. Dieser war bereits 1986 ins Leben gerufen worden und hatte seit 1989 seine Sendungen auf dem Satellit TDF 1 sowie in einem Programmfenster des französischen Senders FR3 jeweils samstags von 15 Uhr bis Mitternacht ausgestrahlt. Mit der GrĂŒndung von ARTE gab „La Sept“ seine Sendefrequenz an den neuen Kulturkanal weiter und wurde selbst Mitglied von ARTE. Seit seiner Umbenennung im Jahr 2000 heißt „La Sept“ nun „ARTE France“; deren Anteilseigner sind mit 45 % France TĂ©lĂ©visions, 25 % der französische Staat, 15 % Radio France und mit 15 % das INA (franz.: ‚Institut national de l'audiovisuel‘).

Im Mai 1992 ging ARTE ĂŒber Satellit (TDF 1-2 und DFS1-Kopernikus) und Kabel auf Sendung, zunĂ€chst nur im Abendprogramm von 19 bis 1 Uhr, ab 1994 bis 3 Uhr nachts. Ab Oktober 1998 liefen auch ab 14 Uhr nachmittags schon Sendungen und seit 2006 ist ARTE rund um die Uhr zu sehen.

Am 1. Juli 2008 ging der HD-Ableger ARTE HD auf Sendung.

2009 betrug das Jahresbudget 401,17 Millionen Euro.[3]

[Bearbeiten] Programm

ARTE sendet ein Vollprogramm.[4] Die Schwerpunkte des Programms sind Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven, beispielsweise ĂŒber die Sendungen Yourope oder Das Forum der EuropĂ€er.

Die Nachrichtensendung ARTE Journal versucht, die klassische Trennung zwischen Politik- und Kulturnachrichten aufzuheben, da – so Programmdirektor Christoph Hauser – die SchnittflĂ€che zwischen beiden Bereichen viel grĂ¶ĂŸer sei, als allgemein vermutet werde. So versucht die Sendung, ZusammenhĂ€nge herauszuarbeiten, die bei einer nur kulturellen oder nur politischen Sichtweise nicht sichtbar werden.[5]

Der Sender ist bekannt fĂŒr hochwertige Dokumentationen und ein originelles Senderdesign, wofĂŒr er zusammen mit seinem Beitrag zur europĂ€ischen Integration bereits mehrere Auszeichnungen erhielt. Eine Art „Markenzeichen“ ist der Themenabend: In regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden (dienstags, donnerstags und sonntags) werden einen Abend lang zwei bis vier FernsehbeitrĂ€ge verschiedener Genres (Spielfilm, Dokumentationsfilm, Reportage etc.) zu einem bestimmten, zumeist aktuellen Thema gezeigt. Diese umfassten zum Beispiel Themen wie Überwachung, Google oder Die Silicon Valley Story.

ZusĂ€tzlich zeigt ARTE jede Woche etwa sechs Spiel- und Fernsehfilme mit Produktionen des zeitgenössischen Weltkinos, die sich durch kĂŒnstlerische OriginalitĂ€t und Fantasie auszeichnen. Darunter finden sich auch Filme aus fernen LĂ€ndern oder von weniger bekannten Regisseuren sowie Filmklassiker und Stummfilme. Freitags laufen im Nachtprogramm schrille, provokante und skurrile Trashfilme.

Seit mehreren Jahren gibt es das wöchentliche Kurzfilm-Magazin Kurzschluss, das neben Berichten ĂŒber Festivals und PortrĂ€ts ĂŒber Regisseure auch immer einige Kurzfilme in voller LĂ€nge ausspielt. Des Weiteren sind im Programm diverse Kurzfilme zwischen anderen Sendungen platziert; diese Kurzfilme sind oft nicht im offiziellen Programm, das TV-Zeitschriften oder auch ARTE selbst veröffentlichen, aufgefĂŒhrt.

Im Bereich Musik und Tanz ĂŒbertrĂ€gt der Sender große Veranstaltungen, wie die „Folles JournĂ©es de Nantes“ mit klassischer Musik, sowie Konzertaufzeichnungen bekannter Dirigenten und Musiker und AuffĂŒhrungen aus renommierten europĂ€ischen Theatern und OpernhĂ€usern. Neben diesen eher klassischen KulturbeitrĂ€gen werden auch Themen behandelt, die eher das jĂŒngere Publikum ansprechen: Donnerstags abends berichtet das Musik- und Kulturmagazin Tracks ĂŒber Entwicklungen in verschiedenen, modernen Subkulturen, und anschließend bringt die Musiksendung One Shot Not – Jamsession mit Manu KatchĂ© und Alice Tumler Rock-, Pop- und Worldmusic-Konzerte im Clubformat auf den Bildschirm.

Mit den Europa-Magazinen Der Blogger und Yourope versucht der Sender, sich auch auf die durch das Internet verÀnderten Mediennutzungsgewohnheiten einzustellen: So lehnt sich Der Blogger in Aufmachung und Themenspektrum an Internet-Blogs an, und Yourope möchte sein Publikum mit einbeziehen, indem es dazu einlÀdt, wÀhrend der Sendung per Videobotschaft Stellung zu beziehen, und das Thema nach der Sendung auf der Homepage des Senders weiter zu diskutieren.[5]

ARTE zeigt Spielfilme bis auf wenige Ausnahmen in unverÀnderter Fassung. Nicht jugendfreie oder kontroverse BeitrÀge erhalten jedoch einen entsprechenden Hinweis zu Beginn. In der deutschen Version von ARTE wird beim Zweikanalton der zweite Tonkanal meist zur Ausstrahlung des französischen Tons oder zur Audiodeskription verwendet, wÀhrend in Frankreich hier grundsÀtzlich der Originalton Verwendung findet.

Die deutsche und französische Version von ARTE unterscheidet sich teilweise, insbesondere im Abendprogramm, da hier den Gewohnheiten der LĂ€nder im Bezug auf den Beginn des Hauptabendprogramms (Deutschland 20:15 Uhr, Frankreich 20:40 Uhr oder spĂ€ter) Rechnung getragen wird.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

2002 wurde die ARTE-Redaktion mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Zahlreiche ARTE-Produktionen und Koproduktionen sind mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt Florian Henckel von Donnersmarcks Film Das Leben der Anderen einen Oscar fĂŒr den besten auslĂ€ndischen Film 2007, den Deutschen Filmpreis in Gold 2006 und den EuropĂ€ischen Filmpreis 2006. Letzteren bekam 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage im darauf folgenden Jahr. Paradise now gewann 2006 den Golden Globe fĂŒr den besten fremdsprachigen Film und G8 auf Wolke sieben erhielt im selben Jahr einen Emmy. Außerdem wurde Daniel Barenboims AuffĂŒhrung von Wir können den Hass nur verringern gemeinsam mit dem West-Eastern Divan Orchestra mit einem Emmy und dem Goldenen FIPA ausgezeichnet.

Bei der Oscar-Verleihung im Jahr 2008 erhielten „Peter und der Wolf“ als bester animierter Kurzfilm sowie Taxi to the dark side als bester Dokumentarfilm die TrophĂ€e.

[Bearbeiten] ARTE Magazin und ARTE Edition

Das ARTE Magazin bietet jeden Monat einen Überblick ĂŒber das ARTE-Programm mit Hintergrundberichten zu den Programm-Highlights, Interviews mit prominenten Schauspielern und Regisseuren sowie Buch- und Servicetipps. Elementarer Bestandteil des Hefts ist der ausfĂŒhrliche und komplette Programmteil.

Das Magazin hat inzwischen etwa 89.000 Abonnenten und ist seit Januar 2007 auch im Einzelverkauf am Kiosk erhĂ€ltlich. Die verkaufte Auflage liegt bei ĂŒber 100.000 Exemplaren monatlich. Die insgesamt verbreitete Auflage betrĂ€gt um die 130.000 Exemplare. Das ARTE Magazin steigerte seine verkaufte Auflage 2010 gegenĂŒber 2009 um rund fĂŒnf Prozent und gehört damit zu den Ausnahmen im durch AuflagenrĂŒckgĂ€nge gekennzeichneten Printmedienmarkt. Die verkaufte Auflage fĂŒr das gesamte Jahr 2011 blieb auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, erreichte allerdings im vierten Quartal den höchsten Stand ĂŒberhaupt.[6]

Die ARTE Edition umfasst ein umfangreiches Angebot von BĂŒchern, deren Inhalte in unmittelbarer NĂ€he zum Programm und zur Philosophie des Senders stehen, sowie DVDs mit Spiel- und Fernsehfilmen, Konzerten und Opernproduktionen, Dokumentarfilmen und Dokumentationsreihen.

[Bearbeiten] ARTE Creative

ARTE Creative Logo

ARTE Creative ist ein Magazin, ein Labor und ein Netzwerk fĂŒr zeitgenössische Kultur. Es geht inhaltlich um KreativitĂ€t in all seiner Vielfalt: ARTE Creative prĂ€sentiert qualitativ herausragende Arbeiten aus den Bereichen Kunst, Film, Popkultur, Design und Architektur. Alle kreativen Felder von Fotografie, Malerei, Street Art, Neue Medien, Netzkunst, Videokunst ĂŒber Musik, Werbung, Gaming bis hin zu Grafik-, Produkt- und Webdesign, Typografie werden abgedeckt. Exklusive Videoarbeiten gibt es von namhaften KĂŒnstlern wie Nam June Paik, John Baldessari, Bill Viola, Tracey Emin und vielen mehr. Zusammen mit der Community werden im „Labor“ neue redaktionelle Formate und experimentieren an der Schnittstelle Web/TV entwickelt – außerdem gibt es mit den wichtigsten Hochschulen, Festivals, Museen und Institutionen Kooperationen. ARTE Creative[7] ist mit ARTE Live Web[8] eine der tragenden SĂ€ulen der ARTE Galaxie und ein Schwerpunkt der AktivitĂ€ten in den Neuen Medien.

[Bearbeiten] Struktur

ARTE besteht aus drei Einheiten: der Zentrale ARTE G.E.I.E. in Straßburg und den beiden Mitgliedern ARTE France und ARTE Deutschland TV GmbH. Letztere liefern jeweils 40 % der von ARTE gesendeten Programme. Von der Zentrale und anderen mit ARTE kooperierenden Sendern kommen die restlichen 20 % der Sendungen. ARTE France und ARTE Deutschland unterbreiten ProgrammvorschlĂ€ge, sind gemeinsam fĂŒr die Finanzierung und die Kontrolle der Zentrale in Straßburg verantwortlich und in allen Gremien und Organen von ARTE G.E.I.E. vertreten.

Der Sender finanziert sich zu 95 % ĂŒber die in Deutschland und Frankreich erhobenen FernsehgebĂŒhren. GemĂ€ĂŸ dem GrĂŒndungsvertrag strahlt der Sender keine Werbung aus, eine Teilfinanzierung durch Sponsoring ist jedoch zulĂ€ssig.

ARTE arbeitet mit einigen europĂ€ischen Partnern zusammen, die sich im Rahmen von AssoziierungsvertrĂ€gen dazu verpflichtet haben, eine bestimmte Anzahl von Koproduktionen umzusetzen und gegenseitig Programme auszutauschen. Zu den assoziierten Sendern, die mit beratender Stimme in den Gremien von ARTE vertreten sind, gehören: RTBF (Belgien), TVP (Polen), ORF (Österreich), SRG (Schweiz), TVE (Spanien), YLE (Finnland), BBC (Großbritannien) und SVT (Schweden).

[Bearbeiten] ARTE G.E.I.E.

Die Zentrale ARTE G.E.I.E. hat ihren Sitz in Straßburg und entscheidet ĂŒber Programmstrategie, Programmkonzeption und Programmplanung. Sie ist fĂŒr die Ausstrahlung und die Sprachbearbeitung der Sendungen sowie fĂŒr die ProgrammprĂ€sentation zustĂ€ndig. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern koordiniert und gestaltet ARTE G.E.I.E. die Kommunikation des Senders und ist fĂŒr die Beziehungen mit den europĂ€ischen Partnern zustĂ€ndig. DarĂŒber hinaus wird die Nachrichtensendung ARTE Journal sowie einige Themenabende und GesprĂ€chsrunden in Straßburg produziert. Die Zentrale beschĂ€ftigt derzeit 365 feste Mitarbeiter.

Seit dem 13. Oktober 2003 vereint der Gesellschaftssitz von ARTE G.E.I.E. am Quai Chanoine Winterer in Straßburg ganz in der NĂ€he der europĂ€ischen Institutionen alle Abteilungen der Zentrale unter einem Dach. Das GebĂ€ude wurde von den Architekten Hans Struhk und Maechel/Delaunay/Jund entworfen und hat eine NutzflĂ€che von 14.350 mÂČ. Den Eingang des GebĂ€udes schmĂŒckt seit 2006 der „Giraffenmann“, eine Skulptur von Stephan Balkenhol.

Vorstand:

  • PrĂ€sidentin: VĂ©ronique Cayla
  • VizeprĂ€sident: Gottfried Langenstein
  • Programmdirektor: Christoph Hauser
  • Verwaltungsdirektor: Victor RocariĂšs

[Bearbeiten] ARTE France

ARTE France mit Sitz in Issy-les-Moulineaux im SĂŒdwesten von Paris produziert, koproduziert und erwirbt ebenfalls Programme fĂŒr ARTE. Das französische Mitglied hat 220 feste Mitarbeiter, die in den Bereichen Programm, Kommunikation, Entwicklung, internationale Zusammenarbeit und Management tĂ€tig sind. Gesellschafter sind France TĂ©lĂ©visions zu 45 %, der Staat Frankreich zu 25 %, Radio France zu 15 % und das Institut national de l'audiovisuel (INA) zu 15 %. ARTE France hat zwei Tochtergesellschaften: die Spielfilmproduktionsgesellschaft ARTE France CinĂ©ma und die audiovisuelle Verlags- und Produktionsgesellschaft ARTE France DĂ©veloppement, die unter anderem die ARTE Edition vermarktet.

Das französische Mitglied von ARTE ist an dem französischen Spartenkanal France 4 beteiligt und stellt als Gesellschafter von TV5 und Canal France International (CFI) auch diesen Sendern ihre Programme zur VerfĂŒgung. DarĂŒber hinaus ist ARTE France am frankokanadischen Kulturfernsehen ARTV beteiligt.

Der PrÀsident von ARTE France ist JérÎme Clément, Generaldirektor ist Jean Rozat.

[Bearbeiten] ARTE Deutschland

ARTE Deutschland mit Sitz in Baden-Baden produziert oder erwirbt die Programme, die von deutscher Seite zum Gesamtprogramm von ARTE beigesteuert werden. Gesellschafter sind die Landesrundfunkanstalten der ARD und das ZDF. Im GebĂŒhrenfestsetzungsverfahren fĂŒr den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland ist ARTE Deutschland Ansprechpartner der KEF. Daneben nimmt ARTE Deutschland zentrale Aufgaben im Bereich der programmbegleitenden Kommunikation in Deutschland wahr und kooperiert mit zahlreichen Kultur- und Medienpartnern.

Die GeschĂ€ftsfĂŒhrer von ARTE Deutschland sind Klaus Wenger und Wolfgang Bergmann.[9]

[Bearbeiten] Empfang

Die deutsche Version von ARTE wird zweisprachig in ganz Europa ĂŒber Satellit (Astra 1 analog auf 10994 MHz H) ausgestrahlt. Die digitale Ausstrahlung von ARTE Deutschland wurde am 19. MĂ€rz 2008 zur Verbesserung der BildqualitĂ€t auf die Sendefrequenz 10.743,75 MHz verlegt (Astra 1; Transponder 51), ARTE France sendet ĂŒber Astra digital auf 11.934 MHz. Im deutschen Kabel ist der Sender zum Teil rund um die Uhr zu empfangen, im französischen analog erst abends und digital ganztags; ĂŒber Satellit und teilweise ĂŒber DVB-T 24 Stunden lang. Am 1. Juli 2008 begann ĂŒber Astra die HDTV-Ausstrahlung (DVB-S2) auch in deutscher Sprache.

In vielen europĂ€ischen LĂ€ndern, wie in Belgien, Österreich, der Schweiz, Finnland, Spanien und den Niederlanden kann ARTE ebenfalls ĂŒber Kabel empfangen werden. Der Sender hat zudem ein Kooperationsabkommen mit 14 staatlichen Fernsehsendern in Mittel- und Osteuropa, den BalkanlĂ€ndern sowie in Zentralasien abgeschlossen, die eine Auswahl von ARTE-Programmen verbreiten. Bei öffentlich-rechtlichen Sendern in Italien, Israel und RumĂ€nien verfĂŒgt ARTE ĂŒber eigene Programmfenster.

Der Empfang des Programms ĂŒber das Internet mittels Live-Stream ist ĂŒber Zattoo möglich. Zudem gibt es einzelne Formate als Podcast-Download.

Seit 1. Oktober 2007 gibt es ein neues Internetportal fĂŒr Web-Fernsehen, genannt ARTE+7. Eine Auswahl an Sendungen (darunter auch Kinofilme) kann nach der Fernsehausstrahlung weitere sieben Tage lang kostenfrei per Streaming im Internet angesehen werden, eine Nutzung dieses Service ist auf einen Wohnort im europĂ€ischen französischen- bzw. deutschen Sprachraum beschrĂ€nkt. Ein eigener Livestream kam ab 7. Januar 2012 dazu.

Außerdem sendet ARTE in Frankreich ĂŒber TNT (DVB-T) im SD- und HD-Format, das im grenznahen Raum in Deutschland empfangen werden kann.

ARTE hat in Frankreich einen wesentlich höheren Marktanteil (3,4 %) als in Deutschland (unter 1 %; Stand jeweils Anfang 2007). Dabei ist zu berĂŒcksichtigen, dass der Sender in Deutschland einer wesentlich hĂ€rteren Konkurrenz ausgesetzt ist als in Frankreich, wo es lange nur sieben frei empfangbare analoge Fernsehsender (TF1, France 2, France 3, Canal+, France 5, ARTE, M6) gab – dort fehlte insbesondere die Alternative an kulturspezifischen Programmpunkten, die auf deutscher Seite vor allem 3sat darstellt. Durch die EinfĂŒhrung des digitalen terrestrischen Fernsehens TNT im April 2005 konnte ARTE seine Sendezeiten dort ausweiten, trifft nun aber auch auf mehr Wettbewerber. Somit verzeichnete ARTE in Frankreich leichte Quoteneinbußen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Liane Rothenberger: Von elitĂ€r zu populĂ€r? Die Programmentwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte. UVK Verlags-Gesellschaft, Konstanz 2008, ISBN 978-3-86764-115-9, (Forschungsfeld Kommunikation 27), (Zugleich: EichstĂ€tt-Ingolstadt, Kath. Univ., Diss., 2008).

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: ARTE â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Die Bundesrepublik Deutschland gliederte sich bis zur Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 in zehn BundeslĂ€nder „plus Berlin“.
  2. ↑ Das Land Berlin gehörte wegen des ViermĂ€chteabkommens bis zum 3. Oktober 1990 völkerrechtlich nicht zur Bundesrepublik Deutschland und ist erst seit jenem Tage ein deutsches Bundesland.
  3. ↑ Arte Budget www.arte.tv/de/ARTE--The-Channel-_5Bengl-_5D/2197470,CmC=2197452.html
  4. ↑ § 11b Abs. 4 Nr. 2 RStV
  5. ↑ a b Interview mit Programmdirektor Christoph Hauser www.arte.tv/de/arte-magazin/2991342.html
  6. ↑ Laut IVW, Stand 2011 Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu
  7. ↑ ARTE Creative
  8. ↑ ARTE Live Web
  9. ↑ ARTE: Entscheidungs- und Beratungsgremien. 30. September 2011, abgerufen am 5. Februar 2012.

48.59387.7662Koordinaten: 48° 35â€Č 37,7″ N, 7° 45â€Č 58,3″ O

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